Protestkundgebung für den Erhalt der Karstadt-Filiale in den Gropius Passagen

„Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz, wir kämpfen um jede Filiale!“ Erika Ritter, Leiterin des Verdi-Fachbereichs Handel, ist mit dieser Parole derzeit fast täglich unterwegs, denn bei Galeria Karstadt-Kaufhof sollen allein in Berlin sechs der insgesamt elf Filialen sowie die Berliner Niederlassung von Karstadt Sport geschlossen werden – sofern nicht noch ein Wunder geschieht. Gestern Mittag rief die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zur Protestkundgebung vor Weiterlesen

„Für die Gropius Passagen wäre es gut, wenn der Laden bleibt“

Erst im Oktober vorletzten Jahres wurde die Eröffnung einer neuen Karstadt-Filiale mit knapp 8.000 Quadratmetern Verkaufsfläche in den Gropius Passagen gefeiert. Am Freitag wurde bekannt, dass dieses Kaufhaus nun kurz vor dem Aus steht: 62 der Häuser der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Gruppe sollen in Deutschland geschlossen werden. Sechs davon allein in Berlin, darunter auch die Filiale in der Gropiusstadt. “Für die Gropius Passagen wäre es gut, wenn der Laden bleibt“, sagte mir gestern Michael Morsbach, Verordneter der SPD im Weiterlesen

Haupt Pharma Berlin verstaatlichen?

Unter der Überschift „Berlins Versorgung mit Arzneimitteln sichern“ brachte der Bezirksverordnete Bernd Szczepanski (l.) am Donnerstag einen Antrag in die BVV Neukölln ein. „Das Bezirksamt wird gebeten, sich beim Senat dafür einzusetzen, dass das Neuköllner Unternehmen Haupt Pharma Berlin GmbH (HPB) in staatliches Eigentum übernommen wird, um die Versorgung der Berliner Bevölkerung mit Medikamenten zu sichern“, fordert darin der Vorsitzende der Weiterlesen

Die Corona-Pandemie macht deutlich, wie wichtig eine gute Schulreinigung ist

Mit einer Kundgebung auf dem Richardplatz brachte Die Linke Neukölln am 1. Mai das Thema Bildung auf die Straße: Wegen coronabedingter Auflagen war allerdings die Versammlung auf eine Gruppe von 20 Personen beschränkt und die Zahl der neugierigen Demonstrationsbeobachter ebenso überschaubar wie das angerückte Polizeiaufgebot.

Gut 2.200 Schülerinnen und Schüler in zehn Klassen besuchten zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Tagen die Neuköllner Schulen. Am folgenden Weiterlesen

Corona-Sonderprogramm unterstützt auch den Zirkus Mondeo

Mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler lernen jährlich bei Projektwochen den Erlebniszirkus Mondeo kennen. Zudem hat Direktor Gerhard Richter mit seiner Artistenfamilie für die Integration von Flüchtlingskindern sogar eine kleine Zirkusschule eingerichtet, die mit öffentlichen und privaten Mitteln unterstützt wird.

„Mondeo ist während der Corona-Krise besonders auf unsere Hilfe Weiterlesen

„Wir müssen dafür sorgen, dass das kommunalpolitische Leben nicht völlig zum Erliegen kommt“

Die Restriktionen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus werden sich nach den Osterferien wohl nicht in Luft auflösen. Das Internet und selbst das gewöhnliche Festnetz-Telefon ermöglichen uns aber, in Kontakt zu bleiben und schaffen so ein wenig Normalität in der gegenwärtigen Ausnahmesituation. Kürzlich telefonierte ich mit dem Kommunlapolitiker Bernd Szczepanski, ehemaliger Sozialstadtrat in Neukölln, heute Vorsitzender der Grünen BVV-Fraktion und Mitglied im Ältestenrat des Neuköllner Bezirksparlamentes. Alle Sitzungen der Ausschüsse, der BVV-Fraktionen und das Plenum der Bezirksverordnetenversammlung Weiterlesen

„Wir schlagen Mkomanile und Lucy Lameck aus Tansania für die Umbenennung der Wissmannstraße vor!“

Unter dem Motto „Neukölln dekolonisieren!“ lud diesmal die BVV-Fraktion der Neuköllner Grünen zu ihrem alljährlichen Empfang ein. Bernd Szczepanski, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen, der die Funktion gemeinsam mit seiner weiterhin erkrankten Kollegin Gabriele Vonnekold im Bezirksparlament wahrnimmt, konnte als Gastredner am Freitagabend den Politikwissenschaftler Joshua Kwesi Aikins im Bürgerzentrum in der Werbellinstraße begrüßen. Weiterlesen

Freiwilligenarbeit unter veränderten politischen Rahmenbedingungen

„Ehrenamt wohin?“, unter diesem Titel hatten am vergangenen Mittwochnachmittag Monika Fritsch-Behrens und Dietrich Schippel (r.) vom Sprecherrat des Netzwerkes Ehrenamt Neukölln zum traditionellen Neujahrsempfang in das Bürgerzentrum Neukölln eingeladen.

Die Unterstützungsarbeit für Ehrenamtliche ist im Umbruch, seitdem der Berliner Senat sich die flächendeckende und systematische Förderung und Finanzierung der Freiwilligenarbeit zum Ziel gesetzt hat. Im Dezember 2017 wurde aufgrund der neuen Weiterlesen

Fest für Ganesha im Hindutempel in der Hasenheide

Das Sri Ganesha Chaturthi-Fest ist einer der höchsten hinduistischen Feiertage. In Berlin wird der Tag, an dem Lord Ganesha – Sohn des Gottes Shiva und der Göttin Parvati – für alle seine Anhänger auf der Erde erscheint, alljährlich im Sri Ganesha Hindu Tempel in Neukölln gefeiert. Entsprechend dem hinduistischen Kalender fällt das Ereignis auf den vierten Tag nach Neumond im Monat Bhaadrapada. Es ist ein sehr beliebtes Fest, das im Süden Indiens zehn Tage lang ausgiebig gefeiert wird. Am vergangenen Sonnabend versammelten sich im Tempel in der Hasenheide Weiterlesen

Wann wird die alte Späthbrücke wieder für Fußgänger und Radfahrer geöffnet?

Die 1906 erbaute Späthbrücke zwischen Neukölln und Treptow-Köpenick, die die Ortsteile Britz und Baumschulenweg über den Teltwokanal hinweg verbindet, war viele Jahre lang ein Symbol der deutschen Teilung. Kurz nach dem Mauerfall wurde die unter Denkmalschutz stehende Stahl-Fachwerk-Brücke 1992 instand-gesetzt und anschließend feierlich wiedereröffnet. Bereits 10 Jahre später wurde die Brücke nach Eröffnung der rund 300 Meter entfernten Neuen Späthstraßenbrücke jedoch mit Stacheldraht und Gittern versperrt. Weiterlesen

„Mit diesem Antrag geht Neukölln vorbildlich voran“

In der Bezirksverordnetenversammlung wurde am vergangenen Mittwoch mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken der Beschlussempfehlung des Ausschusses für Straßen, Grünflächen und Ordnung zum Ein-wohner*innenantrag „Fahrradfreundlicher Bezirk Neukölln“ zugestimmt. In dem Antrag, der von 1.200 Bürger*innen unterstützt wurde, werden u. a. bessere Radwege, sichere Stellplätze und verkehrsberuhigende Maßnahmen gefordert. Außerdem soll der Bezirk die Einführung von Parkraumbewirtschaftung prüfen.

Der Einwohner*innen-Antrag wurde im September 2017 übergeben. Die Fraktion der Neuköllner Grünen unterstützte den Vorstoß und setzte sich Weiterlesen

Solidarität mit dem Musikhaus Bading – ein Beispiel für Möglichkeiten und Grenzen spontaner Hilfsbereitschaft?

„Dit hat meen Herz berührt“, klagte Leierkastenfrau Primel Paula gestern Mittag mit Blick auf das Musikhaus Bading, das in der Silvesternacht fast völlig ausbrannte, weil unbekannte Randalierer erst die Eingangstür des Neuköllner Musiktempels zerstörten und anschließend Pyrotechnik in das Ladengeschäft warfen, bis die historische Inneneinrichtung Feuer fing: Die Polizei ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Nicht nur Trauer und Wut, sondern auch Anteilnahme mit dem dreiköpfigen Bading-Team, das aus der 94-jährigen Tochter des Firmengründers, Brünhilde Schibille, ihrer 84-jährigen Schwägerin Liane Bading und dem 68-jährigen Dieter Götz besteht, sind groß. „Ich unterstütze euch, wo ich kann! Das hat kein Mensch verdient“, steht auf Weiterlesen

Neuköllner Engagementbüro eröffnet, aber noch namenlos

„Seit meinem 20. Lebensjahr betätige ich mich ehrenamtlich und ich bin heute hier, weil das Ehrenamt eine Riesenrolle in unserer Gesellschaft spielt“, verriet mir Wolfgang Hecht (M.), Bezirksverordneter der SPD-Fraktion und bei der Bürgerstiftung Neukölln Sprecher des Fachausschusses Projekte, am vergangenen Dienstagmittag während der Eröffung des neuen Engagementbüros in der Hertzbergstraße 22 nah am Richardplatz. „Das Ehrenamt ist eine einmalige Gelegenheit, um eine Idee – auch ohne viel Geld und mit nur wenigen Leuten – voranzubringen“, erklärte der aktive Ruheständler weiter.“Früher, in den 1970er Jahren ist das Mitmachen ein Hauptanliegen gewesen. Weiterlesen

Kündigung zum Jahresende: Verliert die Weiße Siedlung zwei wichtige soziale Einrichtungen?

„Wir bitten um eine Verlängerung der Mietzeit!“, steht in großen Buchstaben auf einem Plakat, das ein Dutzend älterer Frauen und Männer des Nachbarschaftstreff Sonnen-blick Neukölln in die Kamera halten. Dienstag-nachmittag trugen die Seniorinnen und Senioren aus der Einrichtung in der Weißen Siedlung am Dammweg zusammen mit den Jugendlichen aus dem benachbarten Jugendtreffpunkt Sunshine Inn ihren Protest auf die Straße. Anlass der eilig organisierten Kundgebung: Sowohl der Sonnen-blick als auch das Sunshine Inn müssen unerwartet bis zum Jahresende aus ihren Räumen raus, denn der Eigentümer, die Brandenburg Properties 10 S.a.r.l., hat die Mietverträge mit Weiterlesen

Kreislaufwirtschaft visionär und praktisch

Eine Stadt ohne Müll und Abfälle, wäre das nicht eine wünschenswerte Vision? Im CRCLR-Haus, einer Zweigstelle des Agora Collective auf dem ehemaligen Kindl-Gelände in Neukölln finden noch bis heute unter dem Titel „Zirkuläre Stadt – Mein Kiez erprobt die Kreislaufwirtschaft“ die 3. Open Source Circular Economy (OSCE) Days statt.

Die Schirmherrschaft der Nachhaltigkeitsmesse hat Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (r.) übernommen. „Ob es eine Stadt ohne Müll wirklich geben wird, ist fraglich, aber sich darüber Gedanken zu machen, wie man besser mit dem Müll umgehen kann, ist auch für eine nachhaltige Stadtentwicklung eine wichtige Zukunftsfrage“, Weiterlesen

Geschichtsträchtiger Schuss und sein Nachhall auf der Bühne der Neuköllner Oper

8. Mai, 17. Juni, 13. August oder 9. November – viele Daten im Kalender markieren Wendepunkte der deutschen Geschichte. Dass auch der 2. Juni 1967, der Tag an dem Schah Reza Pahlavi und seine Frau Farah das ehemalige West-Berlin besuchten und der Student Benno Ohnesorg abends beim Anti-Schah-Protest nahe der Deutschen Oper erschossen wurde, ein Datum ist, das die Bun-desrepublik Deutschland grundlegend veränderte, will die Neuköllner Oper mit ihrer neuen Inszenierung „Der Schuss 2. Juni 1967″ anschaulich machen.

Der in Teheran geborene Komponist Arash Safain, der in Bayreuth aufwuchs, wo er früh mit den Opern Richard Wagners in Weiterlesen

Nicht ganz neue und ein altes Problem auf der Tagesordnung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

„Dringender Handlungsbedarf“ besteht aufgrund der Drogenproblematik am Bahnhof Neukölln, erklärt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey auf der Webseite der SPD Neukölln und stellt dort ihren 10 Punkte umfassenden Aktionsplan vor: “Die Lage ist wirklich sehr problematisch – Drogenhandel und Drogenkonsum haben zugenommen. Anwohner, Gewerbetreibende und Menschen, die in der Gegend unterwegs sind beschweren sich und sind besorgt über die Situation.“ Gefordert werden u. a. eine stärkere Polizeipräsenz im und rund um den Bahnhof, härtere und konsequente Strafen für Drogendealer sowie Video-überwachung nicht nur im U-Bahnhof, sondern auch im S-Bahnhof. Weiterlesen

Vorbild May-Ayim-Ufer: „Wir werden weitere Namensvorschläge machen, bis Wissmann weg ist“

„Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Kannibalen und Erdogan. Was soll das? Das ist tiefsitzender Rassismus!“ Moctar Kamara ist sichtlich empört über eine großformatige Karikatur in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 19. März. „Ich habe Anzeige gegen die FAZ wegen Verun-glimpfung erstattet. Mal sehen, wie die Frankfurter Staatsanwaltschaft darauf reagiert“, erklärt der Vorsitzende des Zentralrats Afrikanischer Gemeinden in Deutschland weiter und verweist auf seine Veröf-fentlichung bei Facebook. Kamara erhält bei den Umstehenden viel Verständnis und Zustimmung für seine Empörung: Anlässlich des internationalen Tages gegen Rassismus ist er auf Einladung der Grüne-Abgeordneten Dr. Susanna Kahlefeld Weiterlesen

„Unser Kampf gilt einer toleranten und weltoffenen Stadt“

gelieu_kundgebung-neukoelln-bleibt-bunt_alte-dorfschule-rudowSolidarität mit Claudia und Christian von Gélieu zeigten am Sonnabendmittag mehrere hundert Menschen vor der Alten Dorfschule in Rudow bei der Kundgebung „Neukölln bleibt bunt – wider den rechten Terror“. Das Ehepaar von Gélieu gehört zum Leitungsteam der Galerie Olga Benario und ist beim Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten VVN Mitglied.

In der Nacht zum 9. Februar brannte das Auto der politisch aktiven Eheleute direkt an ihrem Haus in Rudow völlig aus. Ein Übergriff des Feuers auf das Weiterlesen

„Das Ehrenamt darf kein Lückenfüller für den Rückzug staatlicher Hilfe sein“

Eine Gelegenheit zum Kennenlernen und Netzwerken zwischen Politik und Zivilgesellschaft gab es gestern Nachmittag wieder beim traditionellen Neujahrs-empfang biedermann_giffey_neujahrsempfang-netzwerk-ehrenamt-neukoellndes Netzwerkes Ehrenamt, der in diesem Jahr in den Räumen der Vereinigung für Jugendhilfe (VfJ)  in der Grenzallee stattfand.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (r.) und Sozialstadtrat Jochen Biedermann (2. v. l.) waren der Einladung gefolgt, der stellvertretende Bezirks-bürgermeister und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke fehlte wetterbedingt wegen Schnee und Glatteis entschuldigt. Viel Aufmerksamkeit also in diesem Jahr für das 36 Mitglieder zählende Netzwerk, das sich im vergangenen Jahr im Bürgerzentrum Neukölln getrof-fen hatte. Zu den Gästen gehörten auch die Abgeordnete Weiterlesen