Wann wird die alte Späthbrücke wieder für Fußgänger und Radfahrer geöffnet?

Die 1906 erbaute Späthbrücke zwischen Neukölln und Treptow-Köpenick, die die Ortsteile Britz und Baumschulenweg über den Teltwokanal hinweg verbindet, war viele Jahre lang ein Symbol der deutschen Teilung. Kurz nach dem Mauerfall wurde die unter Denkmalschutz stehende Stahl-Fachwerk-Brücke 1992 instand-gesetzt und anschließend feierlich wiedereröffnet. Bereits 10 Jahre später wurde die Brücke nach Eröffnung der rund 300 Meter entfernten Neuen Späthstraßenbrücke jedoch mit Stacheldraht und Gittern versperrt. Im Mai letzten Jahres starteten die SPD-Bundestagsabgeordenten Dr. Fritz Felgentreu und Matthias Schmidt zusammen mit den Bezirksbürgermeistern aus Neukölln und Treptow-Köpenick die vorerst letzte Initiative, um die alte fast 50 Meter lange Späthbrücke wieder für Fußgänger, Radfahrer, Skater und Rollstuhlfahrer zu öffnen.

Am kommenden Mittwoch, bei der ersten Bezirksver-ordnetenversammlung nach der Sommerpause, setzt die CDU-Fraktion nun mit einer Großen Anfrage das Dauerprojekt Späthbrücke wieder auf die Tages-ordnung. „Was hat das Bezirksamt für die Wiedereröffnung der alten Späthbrücke getan und bis wann ist Öffnung geplant?“, wollen die CDU-Verordneten wissen. Zudem ist dem Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Bernd Szczepanski, aufgefallen, dass der Zugang zur alten Späthbrücke nunmehr auf Britzer Seite von einer massiven, brusthohen Mauer versperrt wird. Um Details über diesen Mauerbau zu erfahren, will er in der BVV-Sitzung eine mündliche Anfrage stellen.

=Christian Kölling=

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2 Antworten

  1. Nach dem Krieg wurde die Verbindung durch einen Fährbetrieb für die Fußgänger und Radfahrer aufrecht erhalten.

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  2. Ich bin gespannt auf diese Auskunft, denn es wurden immer wieder Versprechungen gemacht und verschiedene Erklärungen abgegeben, auch schriftlich! Und danke natürlich all den anderen Beteiligten für ihr hoffentlich andauerndes Engagement. richard

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