Interdisziplinäre Ausstellung in der Gropiusstadt zeigt die Farbenpracht des Sommers

Inspiriert von der Farbenvielfalt in ihrer Umgebung entdeckten einige Gropiusstädterinnen und Gropiusstädter ihr verschüttetes künstlerisches Talent und fingen die Schönheit der Natur mit Kamera, Pinsel oder Stricknadeln ein. Frei nach dem Motto: „Halten wir inne und schauen uns um. Wir sehen die Schönheit der Natur, die uns signalisiert, dass alles weitergeht!“

Die Ergebnisse dieser kreativen Schaffensprozesse sind seit Weiterlesen

BVV tagt wieder im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Da der BVV-Saal im Rathaus Neukölln zu klein ist, um die derzeit weiterhin notwendigen Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung des Coronavirus einzuhalten, wird am kommenden Dienstag die öffentliche Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung zum zweiten Mal im großen Saal des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt stattfinden. Die erste Zusammenkunft des Bezirksparlaments in der Gropiustadt am 7. Mai begann mit einem Eklat, in dessen Verlauf der Ältestenrat mehrmals einberufen werden musste, Weiterlesen

40 Jahre Ortoklick!

Mit ihren schönsten Werken präsentiert sich die Fotogruppe Ortoklick bereits zum vierten Mal in der Galerie des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt. Ortoklick ist eine moderne Fotogruppe, die sich als kreative Gemeinschaft versteht. Die Interessen der Mitglieder sind breit gefächert und reichen von der klassischen Fotografie bis hin zu experimentellen Aufnahme- und Bearbeitungstechniken. In der Ausstellung, die am kommenden Donnerstag von Kulturstadträtin Karin Korte eröffnet wird, Weiterlesen

Bundeskongress „Mehr Quartier für alle – 20 Jahre Soziale Stadt“ im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen liegen die Wurzeln des Bund-Länder-Programmes „Soziale Stadt“, das wie kein anderes seit 1999 die Stadterneuerung in Deutschland geprägt hat. Mit seinem integrierten Ansatz stellte es ein Novum dar: Neben städtebaulichen Zielen steht zugleich auch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bewohnerinnen und Bewohner auf der Agenda des Förderprogramms. Insgesamt 934 Gesamtmaßnahmen wurden mittlerweile in 533 Groß-, Mittel- und Kleinnstädten durchgeführt. Seit 15 Jahren gehört auch die Weiterlesen

„Ich hoffe, dass auf Franziska Giffey noch viele Frauen als Bezirksbürgermeisterin in Neukölln folgen“

Gestern vor 100 Jahren, am 19. Januar 1919, wurde in Deutschland das Frauenwahlrecht eingeführt. Ein Meilenstein in der Geschichte der deutschen Demokratie und ein Grund zu feiern. Bezirksbür-germeister Martin Hikel und die Gleichstellungs-beauftragte Sylvia Edler  luden deshalb Frauen und Mädchen aus Neukölln gestern Nachmittag zu Hip Hop und Rap in das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt ein, wo Leila A., Alice Dee und DJ Gizzel & Fizzel in einem männerdominierten Weiterlesen

Stadtrat und BVV Neukölln laden zur Einwohnerversammlung „Steigende Mieten in der Gropiusstadt“ ein

gropiusstadt berlin-neukölln, ideal-hochhausMit dem Ziel, den Mieterschutz auch außerhalb von Milieuschutzgebieten zu verbessern, fasste das Bezirksamt Neukölln kürzlich einen Beschluss über die Aufstellung einer Umstrukturierungsverordnung für das Gebiet der Gropiusstadt, der mit seiner Veröffentlichung im Amtsblatt für Berlin drei Tage vor Weihnachten in Kraft trat. Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Bieder-mann und die BVV Neukölln laden jetzt die Bewohnerinnen und Bewohner die Gropiusstadt zu einer Einwohnerversammlung ein, um über die steigenden Mieten vor Ort, die damit verbundenen Probleme und Maßnahmen zu beraten.

In der Versammlung werden zunächst die Ergebnisse einer vom Weiterlesen

„Stumme Poesie“: Gruppenausstellung der Berliner Kunstwand eröffnet

Die Berliner Kunstwand bringt Kunst in den öffentlichen Raum, weil es nicht genügend Ausstellungsmöglichkeiten für Künstler gibt. Ihr Debüt feierte die Initiative im Januar 2012 im Foyer des Kammermusiksaals der Berliner Philhar-monie. Ein Jahr später war die Kunstwand u. a. beim Festival 48 Stunden Neukölln auf dem Hof von Kutschen-Schöne im Böhmischen Dorf zu sehen. Seit vergangenem Donnerstag ist die Gruppenausstellung „Stumme Poesie“ der Künstler-Initiative in der Galerie im Gemeinschaftshaus Weiterlesen

Livemusik, Bänke, Liegestühle und Kulinarisches beim Blauen Mittwoch auf dem Lipschitzplatz

Für gute Laune bis in die Abendstunden sorgte vorgestern beim zweiten Blauen Mittwoch des Jahres auf dem Lipschitzplatz in der Gropiusstadt die Band Berlin Spirit. Seit 2004 ist die Gruppe in Berlin und Umgebung unterwegs, um das Publikum mit Western & Country-Hits sowie Rock und Pop-Musik zum Tanzen und Fröhlichsein zu bringen. Nur der Platz am Mikrophon zwischen der Lead-Sängerin Christiane Gick und dem Gitarristen Olaf Dix blieb leer. Anja Gick, neben ihrer Mutter zweite Sängerin der Band, die auf der Bühne – wie Weiterlesen

Auf der Bühne fürs Leben lernen

Aufgeregte Premierenstimmung herrschte bei der Eröffnung des 23. Neuköllner Theatertreffens der Grundschulen (NTT) am vergangenen Montag im Heimathafen Neukölln: Kinder flitzten vor ihrem Auftritt in aufwändigen Kostümen durch das Foyer und Eltern mit Kameras aller Art erwarteten den Auftritt ihres Nachwuchses auf der großen Bühne im Theatersaal, wo vier Berliner Grundschulen kleine Ausschnitte ihrer Inszenierungen zeigten.

„Das Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen hat sich längst zu einer Institution entwickelt, die aus dem Berliner Schulleben und der Kulturlandschaft des Bezirks Neukölln nicht mehr Weiterlesen

Couragierte Schritte in die Öffentlichkeit

Bilder und Skulpturen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen haben, sind seit Mitte Mai im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in der Ausstellung „Köpfe – Köpfe und …“ zu sehen. Organisiert wurde sie als Gemeinschaftsprojekt der Psychiatriekoordination der Abteilung Jugend und Gesundheit des Bezirks-amtes Neukölln, der Kreativwerkstatt der Diakonie Eingliederungshilfe Simeon und der Malwerkstatt des Neuköllner Vereins PROWO.

Bei den Exponaten handelt es sich um Arbeiten von Menschen, die eine psycho-soziale Begleitung erfahren und sich meist für das Projekt Weiterlesen

Gemeinsam für ein friedliches, pluralistisches und demokratisches Miteinander

„Seit 20 Jahren arbeiten Sie für ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft: Mein ganz großes Danke dafür!“, mit diesen Worten hob am vergangenen Freitagabend der pankratyeva_korte_atashgahi_begegnung-der-kulturen_neukoellnBundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu (SPD) im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt das Engage-ment von Yuliya Pankratyeva (l.) hervor. Die gelernte Diplom-Ingenieurin und Reiseführerin gründete 2005 den Integrationsverein ImPULS und ist für dessen Projektleitung und Geschäftsführung verantwortlich. Interkulturelle Integrations- und Kulturprojekte organisiert Pankratyeva seit 1999. Mit der 2008 initiierten Veranstaltungsreihe „Begegnung der Kulturen“ hat der Treffpunkt ImPULS e. V. eine Marke in der Gropiusstadt Weiterlesen

Kultur als Lebenselixier

gruppenfoto_werkausstellung-dritter-fruehling_stadtbibliothek-neukoelln„Alter stellt überhaupt keine Grenze dar, um neue künstlerische Techniken zu lernen und sich kreativ weiterzuentwickeln“, ist Carsten Fedderke, Vorsitzen-der des Dritter Frühling e. V. überzeugt. Seit 20 Jahren bietet der Verein künstlerische Werkstätten und Seminare für lebenserfahrene Menschen über 50 Jahren an und wird dabei vom Neuköllner Kulturamt unterstützt. „Kultur als Lebenselixier ist unser Motto. Verstärkt geht unser Wunsch auch dahin, die Arbeit mit Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft auszubauen. Positive Erfahrungen machen Mut, in dieser Richtung weiter zu gehen“, heißt es in der Selbstdarstellung des gemeinnützigen Vereines, der bildende Kunst, Schauspiel, Musik, Fotografie, Grafik und Kunstgeschichte in seinen Weiterlesen

„Wir haben jetzt die Infrastruktur, die wir im September 2015 gebraucht hätten“

felgentreu_podi-starker-staat_neukoellnAm 31. Juli 2016 ist das neue Integrationsgesetz in Kraft getreten. Es soll durch mehr Angebote an Integrationskursen, Ausbildungs- und Arbeitsmöglich-keiten dazu beitragen, die Integration der neu nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge zu erleichtern.

Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu (SPD) lud in der vergangenen Woche zu einer Informationsveranstaltung über das neue Gesetz ins Gemeinschaftshaus Gropiusstadt ein. Der Abend, zu dem letztlich nur mehr als die Hälfte der über 70 angemeldete Besucher gekommen war, trug den programmatischen Titel „Starker Staat – gestärkte Gesellschaft“. Felgentreu hatte in der Einladung sein Plädoyer für einen starken Staat mit den Worten begründet: „Es sind staatliche Strukturen, Weiterlesen

Noch viel Luft nach oben: „Um die Bürgerbeteiligung zu verbessern, muss aber zuerst der politische Wille da sein“

szczepanski_schippel_kahlefeld_netzwerk ehrenamt neukoellnDie Gedanken des Ehrenamtes und der Selbsthilfe sind im Bezirk seit langem verwurzelt. Daher ist es eigentlich erstaunlich, dass eine Dachorganisation wie das Netzwerk Ehrenamt Neukölln erst im Mai 2008 von 30 Organi-sationen gegründet wurde und nicht schon früher. Am vergangenen Mittwoch lud das Netz-werk zum Jahresempfang in das Bürgerzentrum Neukölln in der Werbellinstraße. Als Hauptred-nerin war die Grünen-Abgeordnete Dr. Susanna Kahlefeld gekommen, die Vorsit-zende im Ausschuss für Bürgerschaftliches Engagement im Weiterlesen

Kein Spielkram: Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen mit Gruppen aus acht Berliner Bezirken

michael assies+orchester wetzlar-schule_neuköllner mischung_18. ntt_heimathafen neukölln„Ich freue mich, dass die Hütte voll ist.“ Michael Assies, Lehrer an der Lisa- Tetzner-Schule und Organisator des Neuköllner Theatertreffens der Grund-schulen, konnte bei der Eröffnungsver- anstaltung des Festivals in restlos besetzte Stuhlreihen blicken. Sogar die Empore des Heimathafens musste geöffnet werden, damit alle Zuschauer die für den franziska giffey_neuköllner mischung_18. ntt_heimathafen neuköllnAuftakt zubereitete Neuköllner Mischung aus Theater, Tanz und Musik sitzend genießen können.

34 Gruppen aus acht Berliner Bezirken nehmen an der 18. Auflage des Neuköllner Theatertreffen der Grundschu- len teil, berichtete Schulstadträtin Dr. Franziska Giffey, fast die Hälfte – nämlich 15 – der Theater-AGs und -Klassen sind  aus Neukölln. Für alle der Schüler bedeute das Mitmachen samt der Vorbereitung ein sehr besonderes Lernen: das  durch Gefühl, Musik und Spiel.

„Theater“, bestätigte auch Sabine Hubrich, „liegt den Kleinsten im Blut“, Außerdem fördere es die Sprache und das Miteinander, schon deshalb dürfe man es „nicht als Spielkram  abtun“, führte die Lehrerin der  theaterbetonten Lisa-Tetzner-Schule in die

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Rotkäppchen-Adaption „Käppchen im Zauberwald“ ein, die sie gemeinsam mit ihren Erstklässlern auf großer Bühne aufführte. „Nutzt den ganzen Raum aus! Nehmt die Musik mit euren Körpern auf!“ Was für die zwischen Hibbeligkeit und äußerster Konzentration hin- und hergerissenen Kleinsten noch mancher Aufmunterung be- durfte, schafften die älteren Mädchen und Jungen mit Bravour. Von der Tanzgruppe der

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Rose-Oehmichen-Schule (l.) über das Schülerorchester der Wetzlar-Grundschule (r.) bis zur Theater-AG der Hugo-Heimann-Schule, die mit phantastischen Kostümen, flotter Choreographie und ergreifendem Gesang  Auszüge aus ihrer Produktion  „Die

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kleine Meerjungfrau“ präsentierte. Von der Tanzgruppe der Wetzlar-Grundschule, die rund um ihr Stück „Follow Rivers“ eine mitreißende Bühnenshow ablieferte, über die

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Theater-AG der Peter-Petersen-Schule, die mit Passagen aus Kästners „Emil und die Detektive“ begeisterte, bis hin zu den Musical-Szenen  aus „Siegfried – Der Nibelun-

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tanz-gruppe rose-oehmichen-schule_neuköllner mischung_18. ntt_heimathafen neuköllngen erster Teil“, mit denen Schülerinnen und Schülern der Theater-AG und des Chors der Lisa-Tetzner-Schule brillierten, bevor Rose-Oehmichen-Absolventinnen mit der Tanzshow „Black And Gold“ den Schlusspunkt hinter eine fulminante Neu- köllner Mischung setzten.

Wer dabei war, erlebte ein knapp zwei- stündiges, facettenreiches und voller Lei- denschaft vorgetragenes Programm, das Lust auf mehr Schülertheater machte. Inzwischen ist Halbzeit des 18. Neuköllner Theatertreffens für Grundschulen: Fünf Aufführungen finale_neuköllner mischung_18. ntt_heimathafen neuköllngingen bereits im Heimathafen Neukölln über die Bühne. Ab 29. Mai wird im Gemeinschaftshaus Gropius- stadt, im Süden des Bezirks, bei sechs öffentlichen Vormittagsauf- führungen (Eintritt: 1,50 €) ein wei- teres Dutzend Stücke gezeigt: Dann gibt es auch die Gelegenheit zum Wiedersehen mit der kleinen Meer- jungfrau Miriam und ihren singenden Fischen und tanzenden Quallen.

=ensa=

Mit Teamgeist zum „Neuköllner Globus“?

theaterlabor, bürgerstiftung neukölln,neuköllner globus 2011,adolf-reichwein-schuleVielleicht werden sie heute sogar noch mit dem Neuköllner Globus für ihr Stück „Görkem und Angie – eine Neuköllner Liebesgeschichte“ ausgezeich- net. Ein Jahr haben die zehn Zehntklässler der Adolf-Reichwein-Schule es erarbeitet und geprobt und dabei wahrlich höhere Hürden genommen als ihre Konkurrenten um den Kinder- und Jugend- theaterpreis der Kategorie Sekundarstufe. Denn die Grund- und Oberschule an der Sonnenallee ist ein  sonderpädagogisches Förderzentrum mit dem theaterlabor, bürgerstiftung neukölln,neuköllner globus 2011,adolf-reichwein-schuleSchwerpunkt „Lernen“. Da birgt das Halten der Konzentration, die zum Merken der Texte und Einsätze nötig ist, größere Her- ausforderungen in sich. Zugleich gewinnen die Unterstützung der Mitspieler, ihre Auf- merksamkeit und ihr Teamgeist an Bedeu- tung.

Eine durchaus geschlossene Mannschaftsleistung brachten die fünf Mädchen und fünf Jungen der Adolf-Reichwein-Schule kürzlich bei ihrer Aufführung im Rahmen des Theaterlabors auf die Bühne. Erstmals war dieser eintägige Workshop für Thea- tergruppen der Sekundarstufe Bestandteil des Neuköllner Globus-Wettbewerbs. Zu den drei Gruppen, die von einer Jury ausgewählt wurden, daran teilzunehmen, theaterlabor, bürgerstiftung neukölln,neuköllner globus 2011,adolf-reichwein-schulegehörten auch die ARS-Zehntklässler mit ihrem Stück um die Protagonisten Angie und Görkem und Liebe, Gewalt, Jugendgangs, Rivalität und Identität.

„Dieser Workshop“, so die Neuköllner Globus-Koordinatorin Andrea Beh- rendt, „sollte einerseits eine Wür- digung für die schulische und außer- schulische Jugendtheaterarbeit im Bezirk sein.“ Andererseits gab er den Teilnehmern die Möglichkeit, die Bereiche Stimme, Sprache und Bewegung mit professionellen Schauspielern, Tänzern und Theaterpädagogen zu trainieren und so  neue Einblicke in die Schauspielerei zu bekommen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Präsentation der Stücke vor anderen Thea- tergruppen des Wettbewerbs und der konstruktiv kollegiale Austausch darüber. Unterm Strich gab es viel Lob für „Görkem und Angie“ und die jungen Schauspieler der Adolf-Reichwein-Schule. In wenigen Stunden werden sie erfahren, ob sie nicht nur die Konkurrenz, sondern auch die Neuköllner Globus-Jury überzeugen konnten.

=ensa=

Unerwartete (Un-)Möglichkeiten

Normalerweise ist es im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt rappelvoll, wenn Fiete Münzner und Uta Carina dort mit ihrer maritimen Advents-Revue auftreten. Wer sich in den letzten Jahren nicht rechtzeitig eine Karte für die Show gesichert hatte, hatte Pech. In diesem Jahr ist das anders, sind plötzlich Karten für Kurzentschlossene erhältlich. Doch das liegt nicht daran, dass die beliebten Entertainer der 70plus-Generation, die nächsten Dienstag wieder im großen Saal des Gemeinschaftshauses gastieren, an Anziehungskraft verloren haben.

Ganz im Gegenteil: Der Kapitän der guten Laune und seine blonde Partnerin stehen bei den Senioren nach wie vor hoch im Kurs. Viele von ihnen hatten sich bereits seit Wochen auf den Termin gefreut, hatten längst Karten reserviert oder sich in ihrer Tagesstätte, ihrem Alten- oder Pflegeheim in die Teilnehmerliste für eine or- ganisierte Gruppenfahrt in die Gropiusstadt eingetragen.

Aber dann brach erneut das Phänomen über Berlin herein, das die Stadt schon vor gefühlten wenigen Monaten heimgesucht hatte: der Winter.  Wochenlang hatte seine 2009/2010-Ausgabe im kongenialen Zusammenspiel mit uneffektiven oder gleich ganz ausgefallenen Winterräumdiensten verhindert, dass sich alte Leute und Gehbehinderte in der frischen Luft bewegen können. Das dürfe sich nicht wiederholen, hörte man damals. Doch genau das ist nun der Fall – und eben deshalb gibt es plötzlich für Kurzentschlossene die Möglichkeit, Fiete Münzner, Uta Carina und den Shanty-Chor Berlin live im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt zu erleben.

„Der Preis, sich auf dem Weg dahin die Knochen zu brechen, wäre einfach zu hoch“, sagt eine 78-Jährige traurig, die  gerne wieder dabei gewesen wäre, ihre Reservierung aber storniert hat. „Für unsere Bewohner war die Absage der Fahrt zu der Veranstaltung wirklich ein herber Schlag“, weiß der Ergotherapeut eines Berliner Seniorenpflegeheims, „doch wir wissen wirklich nicht, wie wir sie bei den ver- heerenden Verhältnissen auf den meisten Bürgersteigen sicher hin und wieder zurück bringen könnten.“ Stinksauer seien die alten Leute – auf den Senat.

=ensa=