Auftakt zum Neuköllner Frauenmärz

Mit 40 Events im Neuköllner Frauenmärz 2019 bieten die Neuköllner Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler und das Netzwerk Frauen in Neukölln ein vielseitiges Programm rund um den Internationalen Frauentag am 8. März, der in diesem Jahr in Berlin erstmals ein gesetzlicher Feiertag ist. Im Neuköllner Frauenmärz werden Ausstellungen, Diskussionsabende, Führungen, Konzerte, Lesungen, Selbstbehauptungskurse, Vorträge, Workshops, die Rixdorfer Perlen im Heimathafen, eine Frauenfilmreihe des Cineplex-Kinos in den Neukölln-Arcaden und vieles mehr angeboten.

Den Anfang des Themenmonats machte eine Lesung mit Vortrag Weiterlesen

„Steht zu uns, helft uns, greift ein!“: Appell einer deutschen Jüdin aus Berlin gegen alltäglichen Antisemitismus

Egal ob in Prenzlauer Berg oder in Neukölln, vor Antisemitismus ist man nirgendwo mehr sicher! Mit dieser erschütternden, vielleicht aber auch aufrütteln-den Feststellung endete gestern Nachmittag eine Lesung mit anschließender Publikumsdiskussion im Hufeisencafé in Britz. Juna Grossmann, deutsch-jüdische Netzkolumnistin und Autorin aus Berlin, war auf Einladung der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in das bis auf den letzten Platz vollbesetzte Café in der Fritz-Reuter-Allee gekommen, um aus ihrem kürzlich erschienenen Buch „Schonzeit vorbei“ zu lesen.

„Ich kam auf die Idee, Juna Grossmann nach Britz einzuladen, als Weiterlesen

Gedenken an die November-Pogrome 1938 in Neukölln

Geschäfte, Häuser, Wohnungen und Synagogen – wie die in der Isarstraße – wurden am 9. November 1938 beschmiert, zerstört und in Brand gesteckt, auch in Neukölln. In Berlin waren zu Beginn der 1930er Jahre rund 50.000 jüdische Gewerbebetriebe ansässig – etwa die Hälfte aller jüdischen Unternehmen Deutschlands. Hilfsein-richtungen, Netzwerke und Kunden sicherten das Fortbestehen der jüdischen Unternehmen nach 1933 deutlich länger als anderen deutschen Städten. Wie Christoph Kreutzmüller in seiner Studie „Ausverkauf Die Vernichtung der jüdischen Gewerbetätigkeit in Berlin 1930 – 1945“ darlegte, war Weiterlesen

Stolperstein für die Widerstandskämpferin Charlotte Adel in Britz verlegt

Der Diebstahl von 16 Stolpersteine in Neukölln im November letzten Jahres löste viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein mit Hilfe privater Spenden konnten die gestohlenen Stolpersteinen deshalb umgehend ersetzt werden. Zusätzlich regte die Anwohnerinitiative Hufeisern gegen Rechts an, dass überschüssige Spenden für neue Stolpersteine in Britz verwendet werden. Zu Ehren von Charlotte Adel verlegte der Künstler Gunter Demnig bei einer Gedenkfeier am Dienstagnachmittag vor dem Haus Backbergstraße 23 den Weiterlesen

Würdigung eines prominenten, aber unangepassten Paares der Hufeisensiedlung

„Ich habe 150 Besucher auf den Stufen gezählt“, sagte Jürgen Schulte von der Initiative Hufeisern gegen Rechts zufrieden am Ende der diesjährigen Hommage an Zenzl und Erich Mühsam. „Zu unserer ersten Veranstaltung 2013 waren 30 Gäste gekommen“, setzte er das gestiegene Publikumsinteresse ins Verhältnis. Zum sechsten Mal würdigte die Initiative das prominente, aber unangepasste Paar der Hufeisensiedlung und gedachte am Sonntagnachmitag am Britzer Hufeisenteich des 84. Jahrestages der Ermordung von Weiterlesen

Stolperstein für Adolf Mockrauer in Britz verlegt

Rund 80 Familien jüdischer Herkunft lebten vor 1933 in der Großsiedlung Britz. Einer der Einwohner, dessen Lebensgrundlage von den Nationalsozialisten zerstört und der aus der Siedlung vertrieben wurde, war der Apotheker Adolf Mockrauer, der 1868 im heutigen Toszek in Polen geboren wurde.

Gestern verlegte der Künstler Gunter Demnig zur Erinnerung an ihn einen Stolperstein ins Straßenpflaster vor der früheren Apotheke in der Buschkrugallee 179. Bei einer kleinen, von der Initiative Hufeisern gegen Rechts veranstalteten Gedenkfeier sprachen Sawsan Chebli, Berliner Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Weiterlesen

Bald auch ein Stolperstein für den Apotheker Adolf Mockrauer in Britz?

Kurz vor dem 79. Jahrestag der Reichspogromnacht wurden mehr als ein Dutzend Stolpersteine in Neukölln gestohlen. Die Taten lösten viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts meldete, dass seit dem 7. November innerhalb von 5 Tagen 1.245 Euro Spendengelder bei ihr für den Ersatz der in Britz entwendeten Stolpersteine eingegangen seien.

„Die Wiederverlegung ist damit gesichert“, teilte die Initiative gestern mit. „Hinzu kommen weitere 110 Euro, die mit der Bitte an uns verbunden sind, einen Stolperstein für den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer in die Wege zu leiten.“ Vor dessen Weiterlesen