„Klima-Monologe“ lassen Opfer der Klimakatastrophe zu Wort kommen

Verheerende Waldbrände in Kalifornien, nie dagewesene Flutkatastrophen in Pakistan, zerstörerische Zyklone in Bangladesch und tödliche Dürren in Kenia. „In vielen Regionen der Welt ist die Erderwärmung kein Zukunftsszenario, sondern bereits knallharte Realität“, ist sich der Autor und Regisseur Michael Ruf (r.) gewiss. Sein neuestes dokumentarisches Theaterstück „Klima-Monologe“ hatte am Donnerstagabend letzter Woche im großen Saal des Heimathafens Neukölln Premiere. Die nächste Aufführung ist am kommenden Mittwoch zu sehen. „Wie bei meinen bisherigen Werken richtet sich mein Blick auf jene Geschichten, die wir Weiterlesen

Klassische türkische Musik im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Lieben Sie Klassik? Das Berliner Ensemble für klassische türkische Musik e.V.  will seinem Publikum mit dem kieznahen Konzert „Wo Liebe ist, gibt es keine Barrieren“ die Werke des Komponisten Hamamizade Dede Efendi näher bringen. Er wurde 1778 in Istanbul geboren und starb 1846 in Mekka. Die Stücke stammen aus dem 17. bis 20. Jahrhundert und werden in verschiedenen Maqams aufgeführt. Der Weiterlesen

Fotoausstellung im Rathaus Neukölln zeigt Arbeiten exilierter Afghaninnen

Drei Frauen aus Afghanistan, die Künstlerin Tahmina Alizada (r.), die Journalistin Lailuma Sadid und die Sängerin Ziba Hamidi (l.), leben seit der Rückkehr der Taliban im Exil. Im Vorfeld des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, der am heutigen 25. November begangen wird, berichteten sie am Mittwochmittag im BVV-Saal des Rathauses Neukölln, warum es wichtig ist, sich überall für die universellen Rechte von Frauen einzusetzen und nicht zuzulassen, dass Mädchen und Frauen gesellschaftlich ausgeschlossen werden.  Weiterlesen

Märchen aus aller Welt im Moritatenzelt in der Gropiusstadt und im Körnerpark

Das Neuköllner Moritatenzelt ist längst eine Institution geworden. Immer in der Vorweihnachtszeit werden dort seit anderthalb Jahrzehnten traditionelle Märchen aus aller Welt in ihren Originalsprachen vorgetragen. Klein und Groß sind eingeladen, auf einem der Sitzkissen im liebevoll gestalteten Zelt Platz zu nehmen und sich in die wundersame Welt der Märchen hineinziehen zu lassen. Mitzuerleben sind Märchen aus 19 Ländern wie Frankreich, Türkei, Indien, Kamerun, Finnland und China. Farbenfrohe Illustrationen sowie Gestik und Weiterlesen

„Chom5ky vs. Chomsky“: Eine spielerische Unterhaltung über künstliche Intelligenz

„Künstliche Intelligenz ist in unserem modernen Leben allgegenwärtig. Wir müssen lernen, sie zu verstehen. Eine gesellschaftliche Kontrolle über die Anwendung der künstlichen Intelligenz ist dringend erforderlich.“ Das sind die drei Kernaussagen der künstlerischen Arbeit von Sandra Rodriguez (M.), die Kreativdirektorin und Produzentin für interaktive, VR-, XR-, KI- und immersive Kunstwerke ist. Die Regisseurin, Produzentin und Soziologin leitet am Massachusetts Institute of Technology (MIT) die erste offizielle Klasse für „immersive Mediengestaltung“. Die MIT-Dozentin beschäftigt sich mit virtuellen Realitäten, die den Weiterlesen

Bürgerbüro Förster sammelt für „Weihnachten im Schuhkarton“

Trotz frühlingshafter Temperaturen zum Beginn des Spätherbstes besteht kein Zweifel: Weihnachten rückt näher und in gut 50 Tagen feiern Christen weltweit die Geburt Jesu Christi. Der Neuköllner Abgeordnete Christopher Förster (CDU)  beteiligt sich in diesem Jahr an der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und stellt sein Bürgerbüro am Britzer Damm ab 7. bis zum 11. November als Abgabeort zur Verfügung. Die Sammelaktion ist Teil der Weiterlesen

„Operation Sunshine“: Erst in Utah, dann in Neukölln und vielleicht bald in der Ukraine

„Die Zahl der Menschen, die weltweit vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen müssen, war noch nie so hoch wie heute. UNHCR spricht seit der russischen Invasion in der Ukraine von 100 Millionen Flüchtlingen und Binnenvertriebenen weltweit.“ Die Uno-Flüchtlingshilfe fügt ihrer traurigen Bilanz hinzu, dass fast die Hälfte Kinder und Jugendliche sind. In Neukölln sind derzeit vier Gemeinschaftsunterkünfte (GMUK) für Geflüchtete vorhanden. Die Unterkünfte in der Kiefholz- und in der Karl-Marx-Straße betreibt die Tamaja gGmbH. Gestern gab es in der Karl-Marx-Straße, wo rund 160 Geflüchtete aus über einem Dutzend Ländern leben, einen Tag der offenen Tür mit außergewöhnlichen Gästen und einer ungewöhnlichen Aktion. Mercedes Wild (r.), die mit sieben Jahren die Berliner Blockade hautnah Weiterlesen

Zwischen Hoffen und Bangen: „Neue Lieder von der Erde“ in der Neuköllner Oper

Die Welt im Jahr 2222: Das ehemalige Melbourne in Australien ist ebenso wie die Weltmetropole New York schon lange im Meer versunken und in der Hamburger Elbphilharmonie werden Luxus-Tauchtouren für die gehobene Mittelschicht angeboten. Die Erderwärmung hat die 4-Grad-Grenze deutlich überschritten, die Monate Juni bis August sind in Europa als Todeszeit bekannt und die Schlammzeit Rasputiza hat den Herbst und das Frühjahr abgelöst. Diese dystopische Zukunftsvision brachten die Neuköllner Oper und das Stegreif Orchester unter der Regie von Sommer Ulrickson und der künstlerischen Leitung von Bernhard Weiterlesen

1. Berliner Erzählfestival startet auf dem Herrfurthplatz

Das Sozialunternehmen Interkular  und die Startbahn in der Genezarethkirche  richten am kommenden Wochenende das 1. Berliner Erzählfestival aus. Unter dem Titel „Vom Begegnen (und) Erzählen“ wird es -mitten im Schillerkiez- zwei Tage lang ein buntes Bühnenprogramm mit einem Begegnungsmarkt geben. Los geht es auf dem Herrfurthplatz am Sonnabend, 15. Oktober, um 14 Uhr mit der Protest-Oper Lauratibor. In der Storytelling-Arena bezieht „Hasan ohne Heimat“ auch die Zuschauerinnen und Zuschauer mit ihren eigenen Geschichten ein. „Pastor Leumund“ macht „dadaistische Mucke“. Und unter dem Titel „Weinend feiern“ präsentieren Adrienn Bazsó und Emilia Viktoria Lomakova ukrainische Lieder. Der Tag endet Weiterlesen

Neuköllner Oper präsentiert preisgekröntes Filmmusical Kopfkino frei Haus und gratis

Verschüchtert und zerrissen flieht der 18-jährige Lennard (l.) (Markus Fetter) aus der Enge der badischen Provinz in die Großstadt Berlin. Aber nicht nur die Neuorientierung in der fremden Umgebung macht ihm zu schaffen! Vielmehr toben sich sein inneres Kind Theo (Nico Went), die vernünftige Sophia (Jasmin Eberl), der überängstliche Jürgen (Helge Mark Lodder), die rebellische Tess (Friederike Kury) sowie das Über-Ich-Elternpaar Helena (Lisa Katharina Toh) und Boris Weiterlesen

Open-Air-Fotoausstellung mit Bildern aus der Ukraine: „Wir hatten ein normales Leben“

Vor der Genezarethkirche auf dem Herrfurthplatz ist seit gestern die Open-Air-Ausstellung „Wir hatten ein normales Leben“ zu sehen. Auf großen Stellwänden zeigt sie Bilder aus der Ukraine, die 21 Fotografen und Fotografinnen in den Jahren 2006 bis 2022 für die Agenturen Focus (Hamburg) und MAPS (Brüssel) aufgenommen haben. „Die russische Invasion in die Ukraine schien überraschend, war sie aber nicht. Sie begann 2014, als die Russische Föderation die Krim annektierte“, erläutert der Begleittext zur Ausstellung. Überall im Land und in allen Teilen der Bevölkerung haben die Fotojournalisten versucht, die Alltagssituationen ebenso wie die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine einzufangen. Sie fotografierten Zivilisten, Weiterlesen

„Unsere alte Russlandpolitik ist pleite, das müssen wir einfach feststellen!“

Freitagabend -die deutschen Medien meldeten erste Erfolge der ukrainischen Armee im Nordosten ihres Landes- veranstaltete die SPD Neukölln im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt eine zweistündige Diskussion unter dem Titel: „Krieg gegen die Ukraine: Wo stehen wir nach über einem halben Jahr der Zeitenwende?“ Moderatorin Dr. Liana Fix, Historikerin und Politikwissenschaftlerin der Körber-Stiftung, konnte neben Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (M.), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag und Weiterlesen

Installation „all of a quiver“ von Mona Hatoum im Keselhaus des KINDL

In einem dreiteiligen Kooperationsprojekt präsentieren der Neue Berliner Kunstverein, das Georg Kolbe Museum  sowie das KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst erstmalig in Berlin das breitangelegte Werk der palästinensisch-britischen Künstlerin Mona Hatoum. Sie wurde 1952 in Beirut geboren, lebt heute in London und gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation. In ihren Performances, Videos, Fotos, Weiterlesen

Berlin Global Village weckt große Erwartungen an eine gerechtere Welt

„Ich freue mich heute ein so einzigartiges Projekt wie das Eine-Welt-Zentrum mit eröffnen zu dürfen. Es ist ein tolles Zeichen, dass Berlin eine weltoffene Metropole mit starker Zivilgesellschaft ist, in der Solidarität und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle im gegenseitigen Miteinander spielen.“ Wirtschaftssenator Stephan Schwarz sparte am Freitagnachmittag auf dem ehemaligen Kindl-Gelände zur großen Eröffnungsfeier des Berlin Global Village (BGV) unweit des Neuköllner Rollbergviertels nicht mit lobenden Worten: „Gemeinsam schaffen wir mit dem Global Village Strukturen und einen Ort des Dialogs für die globalen Fragen der Gerechtigkeit. Das ist wichtig für eine lebendige, verantwortungsbewusste und Weiterlesen

Kleinkunstabend 2022 „Open Air“

Zugunsten ihrer Flüchtlings- und Asylarbeit richten die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus  und das Forum Asyl regelmäßig einen Kleinkunstabend aus. Zwei Jahre lang musste die beliebte Benefizveranstaltung mit „Kultstatus“ coronabedingt pausieren. In knapp zwei Wochen gibt es einen Neustart an der frischen Luft: Freitag, 16.9., beginnt das Wochenendvergnügen mit Musik, Tanz, Theater und Kabarett bei einem Imbiss ab 18.45 Uhr auf dem Sportplatz St. Christophorus in der Nansenstraße 4 -7.

=Christian Kölling=

Wie ist Wiedergutmachung für den Völkermord an Ovaherero und Nama möglich?

Die Regierungen Deutschlands und Namibias schlossen nach langjährigen Gesprächen um eine Wiedergutmachung für den Völkermord des Deutschen Reiches an den Ovaherero und Nama im Mai 2021 ein Versöhnungsabkommen ab. Während über den Abschluss des Abkommens in Deutschland kaum diskutiert wurde – nur eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion Die Linke (Drucksache 19/32075) hinterfragte im September letzten Jahres Inhalte und Form der Vereinbarung- wurde in Namibia über das Weiterlesen

Wikinger feierten 125-jähriges Jubiläum mit Verspätung

Mehrere Anläufe waren nötig, bis die Rudergesellschaft Wiking, die am 18. Januar 1896 gegründet wurde, ihr 125-jähriges Jubiläum mit einer großen Festveranstaltung begehen konnte. Matthias Herrmann, Vorsitzender der RG Wiking seit 2007, ließ sich jedoch von den Widrigkeiten der Corona-Pandemie nicht beirren. Bereits im Januar 2021 organisierte er auf den Tag genau eine gehaltvolle Jubiläumssitzung im virtuellen Raum, die noch heute im Internet zu sehen ist.  Am vergangenen Samstagnachmittag konnte Herrmann, den der Weiterlesen

Imad Al Suliman liest aus seiner Fluchtgeschichte „Das Jasmin-Inferno“

Was fühlen Menschen, die auf der Flucht sind? Der syrische Autor Imad Al Suliman, geboren 1987 in Damaskus, lebt seit Juli 2015 in Deutschland. In seinem Tatsachenroman „Das Jasmin-Inferno – Eine Fluchtgeschichte vor dem Tod ins Exil“ erzählt er, was Menschen fühlen, die Tragödien hautnah erlebt haben. Deren Familien zerbrechen, die ihre Heimat verlieren, die täglich Schmerz, Enttäuschung, Ablehnung, ja sogar die Verwüstung ihrer Seele erfahren. Am kommenden Donnerstag liest Al Suliman in der Neuköllner Stadtbibliothek. Weiterlesen

Museum Neukölln richtet zum 125-jährigen Jubiläum das Symposium „Hybride Zeiten“ aus

Am 1. Oktober 1897 eröffnete der Rixdorfer Volksschullehrer Emil Fischer das Naturhistorische Schulmuseum im alten Rixdorfer Schulhaus auf dem Hohenzollernplatz, dem heutigen Karl-Marx-Platz. Die Museumsgründung war eine unmittelbare Antwort auf die bildungs- und sozialpolitischen Defizite der damals im Zuge der Industrialisierung stark expandieren Arbeiterstadt Weiterlesen

Beim „Berlin:mixed“ traf sich die internationale Bikepolo-Community auf dem Tempelhofer Feld

Drei Tage lang drehte sich Ende vergangener Woche auf dem Tempelhofer Feld alles um einen rund 10 Zentimeter kleinen, zwischen 175 und 240 Gramm schweren Ball, den Radfahrende versuchten, mit Schlägern in ein ungefähr zwei Meter langes und halb so hohes Tor zu schießen. 48 Teams aus aller Welt hatten sich für das internationale Bikepolo-Turnier „Berlin:mixed“ vom 29. bis zum 31. Juli angemeldet. In jeder Mannschaft, zu der jeweils drei Personen gehören, mussten mindestens zwei Geschlechter vertreten sein. Das Turnier ist Weiterlesen