Eine „gute Geste zur Bewahrung des Berliner Erbes tschechischer Kultur“: Liberda auf dem Böhmischen Gottesacker in Neukölln wiederbeigesetzt

Auf einer Audienz bei König Friedrich Wilhelm I. konnte Johann Liberda im August 1732 die Ansiedlung böhmischer Exulanten in Berlin bewirken. Zu Liberdas 275. Todestag, dem 9. August 2017, wurden seine sterblichen Überreste von Nachfahren der Glaubensflüchtlinge – im Anschluss an eine feierliche Gedenkveranstaltung – auf dem Böhmischen Gottes-acker wiederbeigesetzt. Liberdas Gebeine waren im April 1994 im Zuge archäologischer Grabungsarbeiten unter dem Altar der böhmisch-lutherischen Kirche in Berlin – Mitte gefunden worden. Nach einer Weiterlesen

Advertisements

„Es kann gar nicht drastisch genug sein, damit es in den Köpfen hängen bleibt“

Prof. Dr. Michael Tsokos weiß, wovon er redet – in beiderlei Hinsicht. Er ist Vater von fünf Kindern, also keiner, dem man erzählen muss, „wie Kinder einen fertigmachen können“. Da er aber auch Direktor der Rechtsmedizin der Charité und ärztlicher Leiter der Gewalt-schutzambulanz des Klini-kums ist, erfährt Tsokos (l.) außerdem nahezu täglich, was passiert, wenn Mütter oder Väter dermaßen zur Weißglut getrieben wurden, dass sie denen Gewalt angetan haben, die sie eigentlich schützen sollen:

Jede Woche sterben dadurch Kinder in Deutschland, und Säuglinge sind die größte Risikogruppe.“ Besonders gefährdet seien sie, den Folgen Weiterlesen

Neukölln von seiner natürlichen und tierischen Seite

Mit der Wanderausstellung „Moment mal – ein Vogel – Singvögel in der Stadt“, will das Umwelt und Naturschutzamt Neukölln in Zusammenarbeit mit dem Freilandlabor Britz e. V. die Aufmerksamkeit auf Natur und tierisches Leben in der Stadt lenken. Für eine knappe Woche waren die Bilder und Texte der Ausstellung bereits in der ersten Juli-Hälfte in den Neukölln Arcaden zu sehen. Mittwochnachmittag eröffnete Bernward Eberenz (r.), der Bezirksstadtrat für Umwelt und Naturschutz, nun die Ausstellung im Foyer des BVV-Saals im Rathaus.

„Der Mensch erbaut sich seinen eigenen kulturellen Lebensraum. Er löst sich damit von der Natur, geht weit über sie hinaus. Doch wie er weiterhin der Weiterlesen

Therapievorschläge für die kränkelnde medizinische Versorgung in Neukölln

Um gegen Ärztemangel und für ein neues Versorgungskonzept einzutreten, gingen im Herbst letzten Jahres die Bezirke Neukölln und Lichtenberg mit einer „konzertierten Aktion“ an die Öffentlichkeit.

Montag traten Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke und seine Lichtenberger Kollegin Katrin Framke erneut vor die Presse, um mit Lichtenbergs Bezirksbürgermeister Michael Grunst im Rathaus an der Möllendorfstraße die Studie „Ambulante ärztliche Versorgung in den Berliner Bezirken Lichtenberg und Neukölln“ vorzustellen. Sie wurde in Kooperation mit dem Evangelischen Krankenhaus Elisabeth Herzberge und dem Sana Klinikum Lichtenberg beauftragt und vom unabhängigen Forschungs- und Beratungsinstitut Weiterlesen

bap-Preis für die Kinder-Nachrichtenshow „Neukölln News“

Als geistiges Zentrum für die Entwicklung eines demokratischen Miteinanders wurde 1947 das Nachbarschaftsheim Neukölln gegrün-det. Das letztjährige Ferienprojekt der Einrichtung in der Schierker Straße, das den Titel „Politik im Blick – Kids mischen mischen mit!“ trug, sorgte nun drei Monate vor den Feierlichkeiten zum 70-jährigen Bestehen des Nachbarschaftsheimes für positive Aufmerksamkeit:

Der Bundesausschuss Politische Bildung e.V. (bap) verlieh gestern Mittag in der Vertretung des Landes Mecklenburg-Vorpommern seinen bap-Preis Politische Bildung 2017 an das Projekt aus Weiterlesen

Couragierte Schritte in die Öffentlichkeit

Bilder und Skulpturen, die Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen haben, sind seit Mitte Mai im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt in der Ausstellung „Köpfe – Köpfe und …“ zu sehen. Organisiert wurde sie als Gemeinschaftsprojekt der Psychiatriekoordination der Abteilung Jugend und Gesundheit des Bezirks-amtes Neukölln, der Kreativwerkstatt der Diakonie Eingliederungshilfe Simeon und der Malwerkstatt des Neuköllner Vereins PROWO.

Bei den Exponaten handelt es sich um Arbeiten von Menschen, die eine psycho-soziale Begleitung erfahren und sich meist für das Projekt Weiterlesen

„Das Problem wird nicht mit einem Fingerschnippen zu beseitigen sein“

Am vergangenen Freitag bei einsetzender Abend-dämmerung auf dem Vorplatz des U- und S-Bahnhofs Neukölln: „Schön, dass Sie hergekommen sind, Herr Senator“, begrüßte Jens Demmler, alteingesessener Anwohner im Kiez, den Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD). „Die Bezirksbürgermeisterin hat mächtig Druck gemacht und immer wieder bei mir im Büro angerufen“, begründete Geisel (l.) seine Visite zur blauen Stunde am Neuköllner Problembahnhof und fügte hinzu: „Ich möchte meinen Respekt für ihre Arbeit ausdrücken. Das Thema ist dem Senat wichtig. Das Problem wird aber nicht mit einem Finger-schnippen zu beseitigen sein.“ Plastisch brachte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (M.) das Problem auf den Punkt: „Die Leute sitzen Weiterlesen