Schaufenster-Ausstellung mit farbenfrohen Installationen trotzt Corona

Zwischen Fotoladen und Fleischerei ist im Idealhaus in der Fuldastraße die Galerie Walden. „Unser Projektraum hat seit dem 13. März vorübergehend seinen Betrieb eingestellt“, teilt ein Aushang im Fenster den Passanten mit. Doch durch die beiden großen Schaufensterscheiben der geschlossenen Galerie ist unter dem Titel „Momentmal“ eine Installationen des Künstlers Leo de Munk zu sehen. „Die Installation richtet sich an diejenigen, die notwendigerweise die sonst stark frequentierte Fuldastraße nutzen müssen um Einkäufe oder Weiterlesen

Allen Absagen zum Trotz

Niemand weiß genau, wie der Stand der Dinge in Sachen Covid-19 am dritten Juni-Wochenende sein wird. Was aber sicher ist: Wie geplant wird dann die diesjährige Ausgabe des Kunstfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN stattfinden, allerdings in anderer Form als bisher – vor allem online.

„Wir werden am Termin festhalten, auch wenn die Situation Weiterlesen

Wenn Dinge erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind

„Unsichtbarkeiten“ heißt die Ausstellung, die vorletzten Freitag in der Galerie im Körnerpark eröffnet wurde. Genauso gut könnte sie aber auch „Unsicherheiten“ heißen, denn was man hier sieht, irritiert. Und bei vielen Besuchern beginnt die Verwirrung schon, wenn der Blick vor dem Betreten der Galerie am Plakat neben der Tür hängenbleibt. „OTTTO“ steht in großen weißen Lettern auf ihm, der Titel der Ausstellung kleiner und blasser darunter.

Die Frage, was es mit dem Palindrom mit Zusatz-T auf sich habe, werde ihm öfter gestellt. Bei der Antwort müsse er aber passen, sagte der Galerie-Mitarbeiter noch vor einigen Tagen. Oliver Oefelein, der wie auch Ka Bomhardt und Angela Lubič der Künstlergruppe OTTTO Weiterlesen

Verleihung des 4. Neuköllner Kunstpreises mit einem nachdenklichen Blick zurück

„Neukölln ist Endstation. Die wenigen Studenten, die hier leben, verschweigen unter ihresgleichen so lange es geht, daß sie in diesem Stadtbezirk wohnen, und wenn sie es zugeben, fügen sie rasch hinzu: ‚Aber ich zieh‘ da bald weg!‘ Das Quartier hat keine attraktive Szene, kein nennenswertes alternatives Milieu, keine Subkultur.“ Bald 25 Jahre sind seit diesem Zitat vergangen, das aus einer reißerischen, aber facettenreichen und weiterhin im Internet zu findenden Reportage stammt, die der Journalist Peter Wensierski Ende Oktober 1997 im Magazin „Der Spiegel“ veröffentlichte. Kulturstadträtin Karin Korte nahm in ihrer Rede bei der Verleihung Weiterlesen

40 Jahre Ortoklick!

Mit ihren schönsten Werken präsentiert sich die Fotogruppe Ortoklick bereits zum vierten Mal in der Galerie des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt. Ortoklick ist eine moderne Fotogruppe, die sich als kreative Gemeinschaft versteht. Die Interessen der Mitglieder sind breit gefächert und reichen von der klassischen Fotografie bis hin zu experimentellen Aufnahme- und Bearbeitungstechniken. In der Ausstellung, die am kommenden Donnerstag von Kulturstadträtin Karin Korte eröffnet wird, Weiterlesen

Transparentes Atelier im Körnerpark sucht Bildhauer*in

Der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln ermöglicht jedes Jahr einer Steinbildhauerin oder einem Steinbildhauer während der Sommerferien für vier Wochen im Körnerpark auf der Terrasse vor der Orangerie zu arbeiten. Menschen, die in diesen Wochen den Park besuchen, sollen zusehen können, wie eine Steinskulptur entsteht. Künstler, die sich auf die Förderung bewerben, sollten Freude daran haben, sich mit den Parkbesuchern auszutauschen und sie an ihrem Schaffen teilhaben zu lassen. Weiterlesen

Galerie im Körnerpark zeigt zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktionen aus Guatemala

Bald ein Vierteljahrhundert ist es her, dass in Guatemala am 29. Dezember 1996 ein Friedensvertrag formell den 36-jährigen Bürgerkrieg beendete. Doch bis heute sind die Ursachen des Bürgerkrieges, der in dem bevölkerungsreichsten Land Zentralamerikas seit 1960 herrschte und weit mehr als 200.000 Menschen das Leben kostete, längst nicht überwunden: Hohe soziale Ungleichheit und weitverbreitete Armut bestehen in Guatemala ebenso fort, wie eine starke Polarisierung der Gesellschaft. Vor allem die indigene Bevölkerung ist in Politik, Verwaltung und Wirtschaft Weiterlesen