Kommunale Galerien bringen Kunst in den Neuköllner Alltag

Nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr bot das 48 Stunden Neukölln-Festival am vergangenen Wochenende – neben zahlreichen digitalen Angeboten – endlich wieder Kunst im physischen Raum. Dass Kunst und Kultur schon lange zum Neuköllner Alltag gehören, ist nicht zuletzt der Arbeit von zwei kommunalen Galerien zu verdanken.

Die erste kommunale Galerie des Bezirkes öffnete unter dem Weiterlesen

48 Stunden Neukölln am Wochenende erstmals „phygital“

Wie ein fliegender Teppich: Bildlich gesprochen hängen unzählige Kunst- und Kulturschaffende seit 15 Monaten Corona-Krise so in der Luft. Das diesjährige Programm der 48 Stunden Neukölln ist mit den Arbeiten von mehr als 600 Künstlerinnen und Künstlern deshalb etwas ganz Besonderes. Längst keine Fata Morgana im überwiegend virtuellen Raum wie 2020, sondern als hybride Veranstaltung ein Hoffnungsschimmer am Horizont! „Phygital“ nennen die Macherinnen und Macher ihr Angebot, Weiterlesen

Gewinner des Neuköllner Kunstpreises 2021 ausgezeichnet

Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler, die im Bezirk leben oder arbeiten, haben sich auch in diesem Jahr wieder um den Neuköllner Kunstpreis beworben. Acht von ihnen wurden von einer fünfköpfigen Fachjury für den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Kunstpreis nominiert. In einer Gruppenausstellung stellt die Galerie im Saalbau die Arbeiten der Nominierten vor. „Die Ausstellung wird für das Publikum geöffnet, sobald die Weiterlesen

Kulturluftbrücke am Tempelhofer Feld will Kunst-Begegnungen im Kiez anregen

gester_herrfurthplatz„Durchhalten. Nicht die Nerven verlieren. Die Zähne zusammenbeißen und sich daran aufrichten, daß es auch wieder einmal anders kommt.“ Die Berliner Journalistin Ruth Andreas-Friedrich hielt diese Gedanken im April 1948 in ihrem Tagebuch fest. Einige Monate später, im Juli, notierte sie: „Wenn man nur wüßte, wie es weiterginge. Immer noch schwanken wir unentschlossen hin und her. Die Luftbrücke stabilisiert sich. Alle drei Minuten ein Flugzeug.“

Fast sieben Jahrzehnte später unternahm die Künstlerin Dagmar Gester eine fotografische Bestandsaufnahme der Umgebung des ehemaligen Tempelhofer Flugfeldes, dem damaligen Brennpunkt der Weiterlesen

48 Stunden Neukölln: Bewerbungsfrist für Festivalbeiträge endet in Kürze

„Luft“ lautet das Thema des diesjährigen Festivals 48 Stunden Neukölln, das vom 18. bis 20. Juni als hybride Veranstaltung im virtuellen wie auch im realen Raum stattfindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa nahm das Kunstfestival vor drei Jahren in den Kreis der stadtpolitisch relevanten Veranstaltungen auf. Eine Förderung bis vorerst 2023 verschafft den 48 Stunden Neukölln erstmals in ihrer Geschichte eine langfristige Weiterlesen

Optimistische Aerosolskulptur im Körnerpark

Die Nachbildung eines gigantisches Pollenkorns schwebt derzeit über der Galerie im Körnerpark . Entstanden ist die Installation „Floating Pollen“ als eine Gemeinschaftsarbeit von Elisa Dierson und Katja Marie Voigt. Die beiden Künstlerinnen wählen seit 2012 häufig Honigbienen und Flugobjekte als Gegenstände ihrer Arbeiten. Während der Ausstellung „Fragile Times“ waren sie zuletzt im Körnerpark zu Gast, um mit Weiterlesen

#bisaufweiteres: Kunstverein macht Schaufenster zum Ausstellungsort

Mit einer Reihe von Solo-Schaufensterausstellungen antwortet der Kunstverein Neukölln auf die notwendig gewordene, erneute Schließung der Berliner Kunsträume. „Geplante Ausstellungen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben, eine verlässliche Planung erscheint vorerst nicht möglich zu sein. Aus diesem Grund führen wir ein für uns neues Format ein“, teilten die Galeristen aus der Mainzer Straße kürzlich mit und kündigten an: „Den Auftakt zur neuen Ausstellungsreihe #bisaufweiteres macht Irene Anton mit ihrer bereits 2010 Weiterlesen

Galerie im Saalbau zeigt auch 2021 mindestens drei Ausstellungen mit Kunstschaffenden aus Neukölln

Es ist im Bezirk seit 2014 ein guter Brauch, dass der Fachbereich Kultur jährlich drei Ausstellungen in der Galerie im Saalbau ausdrücklich für Künstlerinnen und Künstler reserviert, die in Neukölln leben oder arbeiten. So können die Kunstschaffenden des Bezirks unterstützt und der Öffentlichkeit die Vielfalt der in Neukölln vertretenen künstlerischen Ansätze präsentiert werden. Eine fünfköpfige Jury, der Dorothee Bienert (Leiterin der kommunalen Galerien Neukölln). Paulus Fugers (Leiter SomoS Arts), Can Mileva Rastovic (Young Arts Neukölln) sowie Weiterlesen

Magisch-träumerische Stimmung durch die Kunstinstallation „Garten Porzellan“ im Körnerpark

Wer am zurückliegenden Wochenende bei wunderschönem Herbstwetter die Zeit für einen Spaziergang im Neuköllner Körnerpark fand, konnte sich auf der Terrasse vor der Galerie zusätzlich am Kunstprojekt „Garten Porzellan“ der Zwillingsschwestern Maria und Natalia Petschatnikov erfreuen. Inspiriert von der opulenten Ornamentik dieser neobarocken Oase gestaltete das Duo dekorative, mit phantasievollen historischen Motiven bemalte Blumenvasen. Diese nehmen nun die Plätze der Pflanzenkübel auf der vorderen Balustrade ein und erzeugen eine magisch-träumerische Stimmung. Weiterlesen

Unförmige Formen in der Galerie im Saalbau

Jeder Farbklecks hat eine Form, jeder Pinselstrich eine Struktur, jeder dahingeworfene Tonklumpen eine Gestalt: Fünf Berliner Künstlerinnen und Künstler erforschten die Grenzen des Erkenn- und Benennbaren und arbeiteten jenseits des gewohnten Wahrnehmungsrepertoires an gestalt- und konturlosen Formen.

Die Galerie im Saalbau Neukölln zeigt in der Ausstellung „Amorph“ einige Arbeiten von Michael Bause, Peter Hock, Gabriele Künne, Enrico Niemann, Maja Rohwetter, die sich allesamt malerisch und bildhauerisch mit dem Unförmigen Weiterlesen

Bewerbungsfrist für den Neuköllner Kunstpreis 2021 läuft

Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler mit einem Atelierstandort oder Wohnsitz in Neukölln bewarben sich im letzten Jahr für den Neuköllner Kunstpreis 2020. Acht von ihnen waren für die von der Abteilung Kultur des Bezirksamts initiierte Auszeichnung nominiert worden, die Catherine Evans letztlich mit ihrer Installation „Standing Stone“ gewann. Ende Januar wurde die Ausstellung der Arbeiten der Finalisten in der Galerie im Saalbau eröffnet, die eigentlich bis Ende März laufen sollte, dann aber wegen des Corona-Lockdowns schon zwei Wochen Weiterlesen

Ohren spitzen und auf Gefühle achten in der Galerie im Saalbau

Tellerklappern, Kinderschreien, Türenschlagen oder Musikfetzen: In unserer Umwelt, die stark von visuellen Reizen geprägt ist, haben auch vertraute Klänge die Macht, den Alltag zu prägen und die ganze Palette der Gefühle auszulösen. Die Klangkünstlerin Chelsea Leventhal präsentiert in ihrer Ausstellung „Dear Resident“ sechs ganz unterschiedliche Arbeiten, die sich alle mit der alltäglichen Geräuschkulisse und insbesondere mit auditiven Archetypen des häuslichen Lebens Weiterlesen

Drei Ausstellungen parallel im Körnerpark

Mit dem zerbrechlichen Verhältnis von Mensch und Natur setzt sich noch bis in den Herbst in der Galerie im Körnerpark die Ausstellung „Fragile Times“ auseinander. Begleitend zur Ausstellung präsentiert sich seit einigen Tagen im Kreativraum der Galerie das Projekt „There May Be Milk There May Be Hay“ (Es könnte Milch geben, es könnte Heu geben).

Die Performance-Künstlerinnen Viviana Druga und Dafna Maimon haben den Raum im Körnerpark umgebaut, um dort ein Labor für somatische Erfahrungsstrategien einzurichten. Als Weiterlesen

„Fragile Times“ lotet das zerbrechliche Verhältnis von Mensch und Natur aus

Das ökologische Gleichgewicht auf der Erde ist ins Wanken geraten. Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben sind nur einige der Schlagworte, die viele Menschen in Sorge versetzen. Dennoch kommt es bei den Wenigsten zu nachhaltigen Verhaltensänderungen.

Die Ausstellung „Fragile Times“, die ab heute in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem fragilen Verhältnis von Weiterlesen

Interdisziplinäre Ausstellung in der Gropiusstadt zeigt die Farbenpracht des Sommers

Inspiriert von der Farbenvielfalt in ihrer Umgebung entdeckten einige Gropiusstädterinnen und Gropiusstädter ihr verschüttetes künstlerisches Talent und fingen die Schönheit der Natur mit Kamera, Pinsel oder Stricknadeln ein. Frei nach dem Motto: „Halten wir inne und schauen uns um. Wir sehen die Schönheit der Natur, die uns signalisiert, dass alles weitergeht!“

Die Ergebnisse dieser kreativen Schaffensprozesse sind seit Weiterlesen

Bleibt zu Hause, 48 Stunden Neukölln liefert über 200 Kunstprojekte online!

Twitter, Facebook, Instagram …?!? Wenn Sie beim Surfen ausgetretene Pfade einmal verlassen möchten und auf neuen Wegen virtuell durch das Internet reisen wollen, bietet sich an diesem Wochenende eine sehr gute Gelegenheit dafür: Für zwei Tage wird heute ab 19 Uhr die Live-Seite mit dem digitalen Programm des Kunstfestivals 48 Stunden Neukölln freigeschaltet. Zum Abschluss werden – in Kooperation mit der Fête de la Musique – am Sonntag ab 16 Uhr drei Konzerte mit Dreamfolk, Retro Weiterlesen

Schaufenster-Ausstellung mit farbenfrohen Installationen trotzt Corona

Zwischen Fotoladen und Fleischerei ist im Idealhaus in der Fuldastraße die Galerie Walden. „Unser Projektraum hat seit dem 13. März vorübergehend seinen Betrieb eingestellt“, teilt ein Aushang im Fenster den Passanten mit. Doch durch die beiden großen Schaufensterscheiben der geschlossenen Galerie ist unter dem Titel „Momentmal“ eine Installationen des Künstlers Leo de Munk zu sehen. „Die Installation richtet sich an diejenigen, die notwendigerweise die sonst stark frequentierte Fuldastraße nutzen müssen um Einkäufe oder Weiterlesen

Allen Absagen zum Trotz

Niemand weiß genau, wie der Stand der Dinge in Sachen Covid-19 am dritten Juni-Wochenende sein wird. Was aber sicher ist: Wie geplant wird dann die diesjährige Ausgabe des Kunstfestivals 48 STUNDEN NEUKÖLLN stattfinden, allerdings in anderer Form als bisher – vor allem online.

„Wir werden am Termin festhalten, auch wenn die Situation Weiterlesen

Wenn Dinge erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind

„Unsichtbarkeiten“ heißt die Ausstellung, die vorletzten Freitag in der Galerie im Körnerpark eröffnet wurde. Genauso gut könnte sie aber auch „Unsicherheiten“ heißen, denn was man hier sieht, irritiert. Und bei vielen Besuchern beginnt die Verwirrung schon, wenn der Blick vor dem Betreten der Galerie am Plakat neben der Tür hängenbleibt. „OTTTO“ steht in großen weißen Lettern auf ihm, der Titel der Ausstellung kleiner und blasser darunter.

Die Frage, was es mit dem Palindrom mit Zusatz-T auf sich habe, werde ihm öfter gestellt. Bei der Antwort müsse er aber passen, sagte der Galerie-Mitarbeiter noch vor einigen Tagen. Oliver Oefelein, der wie auch Ka Bomhardt und Angela Lubič der Künstlergruppe OTTTO Weiterlesen

Verleihung des 4. Neuköllner Kunstpreises mit einem nachdenklichen Blick zurück

„Neukölln ist Endstation. Die wenigen Studenten, die hier leben, verschweigen unter ihresgleichen so lange es geht, daß sie in diesem Stadtbezirk wohnen, und wenn sie es zugeben, fügen sie rasch hinzu: ‚Aber ich zieh‘ da bald weg!‘ Das Quartier hat keine attraktive Szene, kein nennenswertes alternatives Milieu, keine Subkultur.“ Bald 25 Jahre sind seit diesem Zitat vergangen, das aus einer reißerischen, aber facettenreichen und weiterhin im Internet zu findenden Reportage stammt, die der Journalist Peter Wensierski Ende Oktober 1997 im Magazin „Der Spiegel“ veröffentlichte. Kulturstadträtin Karin Korte nahm in ihrer Rede bei der Verleihung Weiterlesen