Gruppenausstellung zeigt acht für den Neuköllner Kunstpreis 2019 nominierte Arbeiten

Zum dritten Mal wurde am vergangenen Freitag der Neuköllner Kunstpreis verliehen, für den sich in diesem Jahr rund 140 Künstlerinnen und Künstler mit Arbeitsplatz oder Wohnort im Bezirk bewarben. Der Kunstpreis will das – auch im internationalen Vergleich – beachtliche Niveau der künstlerischen Produktion in Neukölln anerkennen.

Die Jury zeichnete Lisa Premkes Installation „Von Mustern, die sich erzählen“ (2017) mit dem 1. Preis aus. Für die Endausscheidung waren Werke von acht Künstlerinnen und Künstlern nominiert. „Lisa Premke schafft eine dichte, poetische und höchst innovative Arbeit, die Klangkörper, farbenprächtiges Tafelbild und kinetisches Weiterlesen

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Aktuelle künstlerische Blicke auf Revolutionen und Revolten

Sind Sie zufrieden oder neigen Sie zum Protest? 11 internationale Künstlerinnen, Künstler und Kunst-gruppen widmen sich in der Ausstellung „Are You Satisfied?“, die am Freitagabend in der Galerie im Körnerpark eröffnet wurde, den Bedingungen und Mechanismen revolutionären Handelns und seiner Folgen.

„Die Kunst kann Proteste unter vielfältigen Perspektiven behandeln, wie es Historiker nicht können“, stellte Galerieleiterin Dorothee Bienert die unterschiedlichsten Arbeiten vor. „Die wachsende Polarisierung der politischen Lager im In- und Ausland verdeutlicht die Verunsicherung und soziale Unzufriedenheit, sie lässt den Weiterlesen

Ausstellung in der Genezareth-Kirche erinnert an HAP Grieshaber

Zu Ehren des Graphikers Helmut Andreas Paul Grieshaber, der am 15. Februar 1909 im schwäbischen Ort Rot an der Rot geboren wurde und im Mai 1981 starb, zeigt die Genezareth-Gemeinde am Herrfurthplatz eine Ausstellung von acht Reproduktionen seiner „Passion“ genannten Holzschnitte zum Leben, Sterben und Auferstehen Jesu.

„Mich haben die Bilder fasziniert, weil sie in ihrer Sachlichkeit so nah am Bibeltext sind“, sagte Pfarrer Reinhard Kees gestern Vormittag nach dem Gottes-dienst bei der Vernissage. HAP Grieshaber konnte als verfemter Künstler während der Zeit des Nationalsozialismus Weiterlesen

Neuköllner Kunstfestival blickt ins Futur III

Rund 90 Vorschläge gab es nach einem Open Call für das Festivalmotto der nächsten Auflage der 48 Stunden Neukölln. Dann tagte eine Jury, um per Abstimmung das Jahresthema 2019 zu ermitteln: Die Wahl fiel auf „Futur III“, den Vorschlag der Neuköllner Künst-lerin Claudia Simon.

„In der Gegenwart sind wir in komplexe Verhältnisse verstrickt und arbeiten uns an einem scheinbar alternativlosen Status quo ab“, erklären Dr. Martin Steffens und Thorsten Schlenger, die Festivalleiter. „Entwicklungen und Veränderungen erkennen wir allein in der Rückschau: Beruhigend wirken die Weiterlesen

Sofia Hulténs Werke komplettieren die Räume: Erstmals sind alle vier Ausstellungsorte im Kindl-Zentrum gleichzeitig belegt

Nur passionierte Numismatiker und versierte Kunstkenner werden hierzulande wissen, dass auf der italienischen 20-Cent-Münze eine Bronzeplastik des Futuristen Umberto Boccioni abgebildet ist. Die Nähe seines Werkes zum italienischen Faschismus ist unbestritten. Boccionis künstlerisches Anliegen war es, die Bewegung eines Körpers und dessen Dynamik im Raum sichtbar zu machen. Seine 1913 entstandene Arbeit „Forme uniche della continuità nello spazio“ gibt das exempla-risch wieder.

Die Künstlerin Sofia Hultén, die 1972 in Stockholm geboren Weiterlesen

„Pirate Jenny“ erinnert in der Galerie im Saalbau an die Arbeiterkultur der Weimarer Republik

Künstlerische Methoden der Arbeiterkultur aus den 1920er Jahren stellt Ina Wudtke (l.) in den Mittelpunkt ihrer Ausstellung „Pirate Jenny“, die Freitagabend in der Galerie im Saalbau von Galerieleiterin Dorothee Dorothee Bienert und Kuratorin Natalia Raaben eröffnet wurde. Im Gefolge der russischen Oktober-Revolution und nach Gründung der Sowjetunion unterstützten marxistische Zeitungen und Verlage in der ganzen Welt Arbeiterinnen und Arbeiter darin, Texte sowie andere künstlerische Arbeiten über ihre Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu veröffentlichen. „Arbeiterschriftssteller“ Weiterlesen

Individuen jenseits der üblichen Stereotype

Die Auseinandersetzung mit antiziganistischen Vorurteilen ist seit drei Jahrzehnten ein wesentliches Thema der fotodokumentari-schen Arbeit von Nihad Nino Pušija (l.), der 1965 in Sarajevo im damaligen Jugoslawien geboren wurde. Wie schon sein Großvater wollte auch er Fotograf werden, studierte Journalismus und Politik an der Universität seiner Heimatstadt und kam 1986 zur bosnischen Tageszeitung Oslobođenje, für die er später auch weiterhin als freier Fotojournalist arbeitete. Über viele Stationen auf der Balkanroute kam er bei seiner Migration, die aufgrund des brutal geführten Bürgerkriegs Weiterlesen