Nekropole Neukölln: „Die Bilder, die wir heute aus Aleppo sehen, gleichen den Bildern aus Berlin 1945“

Eine Studentin aus dem Iran, ihr deutscher Kommilitone und eine in Berlin geborene Syrerin haben nicht nur gemeinsam, dass sie bei Prof. Dr.-Ing. Susanne Junker an der Beuth Hochschule für Technik Berlin eine der Architektur-Masterklassen absolvierten. Die Drei verbindet mehr, denn in unterschiedlichster Art und Weise lasten Kriegserlebnisse auf ihren Seelen. Der Berliner Student auf dem Foto, das für das Nekropolen-Projekt wirbt, hat diese von den Eltern und Großeltern übernommene seelische Hypothek in einem Selbstportrait dargestellt.

Letzten Dienstag wurde im Kulturstall Schloss Britz die Ausstellung „Nekropole Berlin – Neukölln 1945“ eröffnet, die Masterklassen der Beuth Weiterlesen

Fast 29.000 Euro für Neuköllner Kulturprojekte

„Der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln unterstützt Kultur- und Kunst-schaffende, um die kulturelle Vielfalt im Bezirk zu erhalten und weiterzuentwickeln“, gab Neuköllns Kultur- und Bildungsstadtrat kürzlich bekannt. Fast 29.000 Euro lässt sich der Bezirk die Förderung der Kultur in diesem Jahr kosten; 14.305 Euro davon fließen in neun Projekte, die während der 48 STUNDEN NEUKÖLLN stattfinden, 14.578 Euro an 12 Projekte im Rahmen der dezentralen Kultur-arbeit. Die Fördersumme bewegt sich zwischen 400 Euro, die der Installations-künstler Reinhold Gottwald erhält, und 2.738 Euro für eine dreiteilige Ausstellungsserie in Michael Kösters køniglicher Backstube.

Kunst, die zu überraschen weiß, in der Galerie im Saalbau

Werfen Sie gelegentlich einen neugierigen Blick in die Fenster der Galerie im Saalbau, um sich spontan für oder gegen einen Ausstellungsbesuch zu entschei-den? In den nächsten knapp zwei Monaten gibt es in der Galerie am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße die Gelegenheit, die Ausstellung „Das Maß der Dinge“ mit Exponaten von Ingo Gerken (M.) und Florian Neufeldt (r.) zu besichtigen – von der Straßen aus betrachtet sieht es allerdings eher aus, als ob die Räume gerade umbaut werden. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken, denn dieser Eindruck ist beabsichtigt: „Ingo Gerken und Florian Neufeldt greifen in die Substanz von Räumen ein und eröffnen so vor Ort neue Hand-lungsspielräume“, erklärte Kuratorin Dorothee Bienert (l.) in ihrer Weiterlesen

Hundertwassers magisch-phantasievolle Welt im Schloss Britz

Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser, der 1928 als Friedrich Stowasser geboren wurde, gehört zu den populärsten Künstler des 20. Jahr-hunderts. „Die gerade Linie ist eine vom Menschen gemachte Gefahr. Es gibt so viele Linien, aber nur eine von ihnen ist tödlich, und das ist die gerade Linie, die mit dem Lineal gezogen ist. Die gerade Linie ist dem Menschen, dem Leben, der gesamten Schöpfung wesensfremd“, lautet ein bekanntes Zitat des Künstlers, Philosophen und Ökologen.

Am Freitagabend eröffnete auf Schloss Britz die derzeit größte Verkaufsausstellung mit Werken des berühmten Österreichers, der sich selbst als Weltbürger verstand. Die Kulturstiftung Schloss Britz präsentiert für gut zwei Monate in Kooperation mit der Galerie Saal in Weiterlesen

„KinderKünsteMobil!“: ein Stück Normalität im Leben von Flüchtlingskindern

148 Flüchtlingskinder aus sechs Berliner Notunter-künften haben seit Sommer letzten Jahres in verschiedensten Workshops gemalt, mit Ton gearbeitet, Theater gespielt, Musik gemacht, gefilmt, die Stadt erkundet und gemeinsam gekocht. Einige Ergebnisse ihrer Werkstattarbeiten, die von Künstlerinnen und Künstlern angeleitet wurden, sind jetzt bis zum 26. April in Neukölln im Schaufenster des ehemaligen C&A-Kaufhauses in der Karl-Marx-Straße gegen-über der Alten Post zu sehen. Mittwochmittag durchschnitten zur Weiterlesen

„First Things First“ und „Up and Down“: Zwei neue Ausstellungen im Neuköllner KINDL-Zentrum

Ende Oktober 2016 eröffnete das KINDL- Zentrum für Zeitgenössische Kunst mit der Gruppenausstellung „How Long Is Now?“ und der thematischen Ausstellung „Inhalt“ mit Bildern des Malers Eberhard Havekost im Maschi-nenhaus M1 und M2 der ehemaligen Neuköllner Traditionsbrauerei im Rollbergviertel seinen Betrieb. „Wir sind wirklich extrem glücklich, dass das Zentrum für Zeitgenös-sische Kunst in Berlin so gut angenommen worden ist“, bilanzierte Andreas Fiedler (l.), künstlerischer Direktor des Hauses, am vergangenen Freitag: „Über 15.000 Besucher haben die beiden Ausstellungen gesehen.“ Gestern Nachmittag wurde eine neue Doppelausstellung eröffnet: „First Things First“ lautet der Titel einer umfassenden Werkschau mit Weiterlesen

Nicht ganz neue und ein altes Problem auf der Tagesordnung der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung

„Dringender Handlungsbedarf“ besteht aufgrund der Drogenproblematik am Bahnhof Neukölln, erklärt Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey auf der Webseite der SPD Neukölln und stellt dort ihren 10 Punkte umfassenden Aktionsplan vor: “Die Lage ist wirklich sehr problematisch – Drogenhandel und Drogenkonsum haben zugenommen. Anwohner, Gewerbetreibende und Menschen, die in der Gegend unterwegs sind beschweren sich und sind besorgt über die Situation.“ Gefordert werden u. a. eine stärkere Polizeipräsenz im und rund um den Bahnhof, härtere und konsequente Strafen für Drogendealer sowie Video-überwachung nicht nur im U-Bahnhof, sondern auch im S-Bahnhof. Weiterlesen