Ausstellung in Rixdorf verbindet Kunst und Lokalgeschichte

Mit der Ausstellungsreihe „Einszueins“ in der Køniglichen Backstube bringt die Künstlerin Kati Gausmann regelmäßig Kunst in den Neuköllner Alltag.  Die neunzehnte Folge der Reihe lenkt nun das Interesse in die Geschichte und an einen Ort unmittelbar neben der Backstube. Franz John rekurriert mit seiner Arbeit „Viva Maria“ auf das Haus Zwiestädter Straße 10 und dessen bislang wenig bekannte Nutzungsgeschichte in den 1960er Jahren. Weiterlesen

Open Call für Festival an der Kunstbrücke am Wildenbruch im August

Als Teil der berlinweiten Initiative „Draussenstadt“ organisiert der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln auch dieses Jahr vom 19. bis 21. August ein Festival rund um die Kunstbrücke am Wildenbruchpark. Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, Vorschläge für Aktionen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Literatur, Tanz und Musik zum diesjährigen Thema „Unter der Brücke = Auf der Schwelle“ einzureichen. „Die Projektvorschläge sollen eine Gratwanderung unternehmen und vielfältig auf diesen speziellen Ort reagieren“, schreibt der Fachbereich Kultur in seinem Aufruf zur Teilnahme. Weiterlesen

Wurzeln und Wege der afrikanischen Diaspora im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Roots and Routes of the African Diaspora“ lautet der Titel einer Ausstellung im Foyer des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, die Kulturstadträtin Karin Korte (r.) letzten Donnerstag am Rand des diesjährigen CDC-Festivals eröffnete. Der bildende Künstler Nigel Masore (l.), der Maler Phillip Hudson Dorrel (2. v. l.) und die Hairstylistin Fatimah York (3. v. l.) haben mit ihren Arbeiten jeweils eigene Wege gefunden, um sich mit ihren afrikanischen Wurzeln in Weiterlesen

Kunstwerke aus New York und Los Angeles im Schloss Britz

„My Own Privat Paradise“ lautet der Titel einer Ausstellung des US-amerikanischen Künstlers Danny Minnick, die seit gestern im Schloss Britz zu sehen ist. Ich konnte Minnick bereits am Donnerstagvormittag beim Aufbau seiner Sonderausstellung beobachten und mit dem abwechselnd in New York und Los Angeles lebenden Streetartist, Schauspieler und ehemaligen Profi-Skateboarder sprechen. Während der Ausstellung wird eine Fahne über dem Schloss Britz wehen, die der vielseitige Künstler, der stets drahtlose Kopfhörer trägt, gerade gestaltete,. Sie zeigt einen Knochenmann mit Pluszeichen, der zu einer Art Markenzeichen in Weiterlesen

48 Stunden Neukölln mit neuem Leitungsteam

Etwas mehr als 40 Tage trennen uns noch vom Festival 48 Stunden Neukölln. Das neue Leitungsteam stellte sich kürzlich auf dem Instagram-Account des Festivals vor. Sharmila Sharma und Siri Ermert organisieren erstmals das Kunst- und Kultur-Event, das diesmal unter dem Motto „Kafayı yemek / Ich esse meinen Kopf“ steht. Sharmila Sharma schreibt: „Ich bin gebürtige Berlinerin und habe mich seit meiner Kindheit hauptsächlich in Neukölln ausgetobt.“ Als Weiterlesen

Benefizaktion für Künstlerinnen und Künstler in der Ukraine und im Exil

Über 30 Künstlerinnen und Künstler, die schon einmal beim Kunstverein Neukölln e. V.  ausgestellt haben, zeigen ihre Solidarität mit Kunstschaffenden, die in der Ukraine leben bzw. aus Russland oder Belarus ins Exil geflohen sind: Sie spendeten insgesamt mehr als 50 Bilder, die nun in der Galerie des Kunstvereins zum Kauf angeboten werden. „Wir reagieren mit unserer Benefizaktion auf die sehr dramatische Situation in der Ukraine. Zugleich wollen wir auch jene russischen und belarussischen, Künstler, Künstlerinnen und Intellektuelle nicht vergessen, die ihrem Weiterlesen

Uraufführung von „Madre®“ im Studio des Heimathafens Neukölln

„Berlin hat wieder Volkstheater!“ Mit diesem selbstbewussten Werbespruch machte der Heimathafen Neukölln einst den Saalbau an der Karl-Marx-Straße und seinen unter Denkmalschutz stehenden Varieté-Saal zu einer bekannten Spielstätte mit überregionaler Ausstrahlung. Coronabedingt war allerdings das heimelige Studio des Heimathafens, das im Saalbau zusätzlich rund 80 Plätze bietet, zwei Jahre lang geschlossen. Vergangenen Freitag endete diese Zwangspause mit der deutschen Uraufführung Weiterlesen

Ausstellung „Landscapes of Belonging“ problematisiert Kolonialisierung im Norden Skandinaviens

Wer das Wort “Kolonialisierung“ hört, denkt zumeist an historische Abhängigkeitsbeziehungen und Unterdrückungsmechanismen, die das Verhältnis zwischen modernen Industrienationen und Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas weiterhin bestimmen. Kolonialisierungs- und Dekolonialisierungsprozesse im Norden Europas werden hingegen im öffentlichen Bewusstsein kaum wahrgenommen. Eigentlich Weiterlesen

Ausstellungsprojekt „Anonyme Zeichner“ startet Teilnahme-Aufruf

Wo ist die Grenze zwischen Kunst und Nicht-Kunst? Nach welchen Kriterien werden die Qualität eines Kunstwerkes und sein monetärer Wert bestimmt? Das Ausstellungsprojekt „Anonyme Zeichner“ der Berliner Künstlerin Anke Becker hinterfragt seit 2006 auf originelle Weise die Beurteilungsmaßstäbe des individuellen Kunstgeschmacks ebenso wie die herrschenden Mechanismen des Kunstmarktes.

Die Ausstellung Anonyme Zeichner 2022 wird vom 18. Juni bis zum 31. August in der Galerie im Körnerpark wieder Weiterlesen

Sieger des Neuköllner Kunstpreises 2022 ausgezeichnet

Sieben Künstlerinnen und Künstler mit Wohn- oder Atelierort in Neukölln präsentieren ihre Arbeiten in einer Gruppenausstellung, die seit vergangenen Freitag in der Galerie im Saalbau gezeigt wird. Sie bewarben sich zusammen mit rund 170 Neuköllner Künstlern um den diesjährigen Neuköllner Kunstpreis und wurden von einer fünfköpfigen Fachjury in die engste Auswahl genommen. Für den Kunstpreis 2022 waren nominiert: Das Künstler-Duo Vinzenz Aubry und Merani Schilcher, Kati Gausmann, Bongjun Oh, Dachil Sado, Moran Sanderovich, Weiterlesen

Ausstellung in der Galerie im Körnerpark untersucht das Wechselspiel zwischen Sprache und Kultur

Asien, Afrika, Lateinamerika: Kunsterzeugnisse aus allen Teilen der Welt kreisen auf einer rotierenden Scheibe im Raum und drehen sich dabei um ihre eigene Achse. Diese Installation ist Teil der Ausstellung „Fahren ohne Ticket – In den Zwischenräumen der Sprache“, die die Galerie im Körnerpark gerade zeigt. Internationale Künstlerinnen und Künstler untersuchen in dem Ausstellungsprojekt mit unterschiedlichen Methoden und Strategien, inwieweit Kultur eine Kontextualisierung der Sprache ist und wie Sprache wiederum Kultur transformiert. Sprache ist dabei nicht nur irgendein Instrument kultureller Äußerungen, des Weiterlesen

Ausstellungsreihe „Einszueins“ bringt zeitgenössische Kunst in den Alltag

„Ich bin davon überzeugt, dass Kunst und Brot gleichermaßen Grundnahrungsmittel sind“, eröffnete mir kürzlich Kati Gausmann, die regelmäßig in der Køniglichen Backstube eine Kunstwand kuratiert. Kontinuierlich geben sie und Bäckermeister Michael Köser seit 2016 jungen Talenten ebenso wie arrivierten Berliner Künstlern in der Zwiestädter Straße einen Raum. Das aktuelle Jahresprogramm der Ausstellungsreihe „Einszueins“  startete am Samstag vergangener Woche mit einer Arbeit über die Vielgestaltigkeit der Haferflocken. Oliver Thie, Weiterlesen

Trauer um Neuköllns Kulturamtsleiterin Dr. Katharina Bieler

„Wir sind froh, dass wir Frau Bieler bei uns hatten; wir vermissen sie und werden sie in Gedanken bei uns behalten und die von ihr begonnenen Projekte fortsetzen.“ Mit bewegenden Worten würdigten Dorothee Bienert und das Team des Fachbereichs Kultur Neukölln die Arbeit ihrer Fachbereichsleiterin Dr. Katharina Bieler, die im Dezember 2021 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 50 Jahren verstorben ist.  Weiterlesen

Türkische Redewendung wird Festivalthema der 48 Stunden Neukölln

„Türkçe biliyor musunuz?“ Keine Sorge: Auch wenn Sie kein Türkisch sprechen, ist das Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln vom 24. bis 26. Juni 2022 wieder für Sie da! Nach lebhaften Diskussionen hat das Entscheidungskomitee aus über 100 eingereichten Vorschlägen eine türkische Redewendung als neues Festivalthema ausgewählt. Das Thema Weiterlesen

Schloss Britz präsentiert die Plakatkunst der Belle Époque

Kunstausstellungen, Konsumartikel oder politische Parteien: Es gibt kaum etwas, das nicht beworben werden kann. Plakate sind dafür seit fast anderthalb Jahrhunderten ein bewährtes Medium. Die Anfänge der Plakatwerbung lassen sich bis ins Zeitalter der Belle Époque zurückverfolgen. Damals experimentierte die Pariser Bohème auf dem Montmartre mit den neuen künstlerischen Möglichkeiten der Lithographie. Erstmals war während der zweiten Industriellen Revolution die massenhafte Herstellung großformatiger und farbiger Plakate technisch möglich geworden. „Toulouse-Lautrec und die Plakatkunst der Belle Époque“ heißt eine Wanderausstellung, die die Weiterlesen

Kommunale Galerien bringen Kunst in den Neuköllner Alltag

Nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr bot das 48 Stunden Neukölln-Festival am vergangenen Wochenende – neben zahlreichen digitalen Angeboten – endlich wieder Kunst im physischen Raum. Dass Kunst und Kultur schon lange zum Neuköllner Alltag gehören, ist nicht zuletzt der Arbeit von zwei kommunalen Galerien zu verdanken.

Die erste kommunale Galerie des Bezirkes öffnete unter dem Weiterlesen

48 Stunden Neukölln am Wochenende erstmals „phygital“

Wie ein fliegender Teppich: Bildlich gesprochen hängen unzählige Kunst- und Kulturschaffende seit 15 Monaten Corona-Krise so in der Luft. Das diesjährige Programm der 48 Stunden Neukölln ist mit den Arbeiten von mehr als 600 Künstlerinnen und Künstlern deshalb etwas ganz Besonderes. Längst keine Fata Morgana im überwiegend virtuellen Raum wie 2020, sondern als hybride Veranstaltung ein Hoffnungsschimmer am Horizont! „Phygital“ nennen die Macherinnen und Macher ihr Angebot, Weiterlesen

Gewinner des Neuköllner Kunstpreises 2021 ausgezeichnet

Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler, die im Bezirk leben oder arbeiten, haben sich auch in diesem Jahr wieder um den Neuköllner Kunstpreis beworben. Acht von ihnen wurden von einer fünfköpfigen Fachjury für den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Kunstpreis nominiert. In einer Gruppenausstellung stellt die Galerie im Saalbau die Arbeiten der Nominierten vor. „Die Ausstellung wird für das Publikum geöffnet, sobald die Weiterlesen

Kulturluftbrücke am Tempelhofer Feld will Kunst-Begegnungen im Kiez anregen

gester_herrfurthplatz„Durchhalten. Nicht die Nerven verlieren. Die Zähne zusammenbeißen und sich daran aufrichten, daß es auch wieder einmal anders kommt.“ Die Berliner Journalistin Ruth Andreas-Friedrich hielt diese Gedanken im April 1948 in ihrem Tagebuch fest. Einige Monate später, im Juli, notierte sie: „Wenn man nur wüßte, wie es weiterginge. Immer noch schwanken wir unentschlossen hin und her. Die Luftbrücke stabilisiert sich. Alle drei Minuten ein Flugzeug.“

Fast sieben Jahrzehnte später unternahm die Künstlerin Dagmar Gester eine fotografische Bestandsaufnahme der Umgebung des ehemaligen Tempelhofer Flugfeldes, dem damaligen Brennpunkt der Weiterlesen

48 Stunden Neukölln: Bewerbungsfrist für Festivalbeiträge endet in Kürze

„Luft“ lautet das Thema des diesjährigen Festivals 48 Stunden Neukölln, das vom 18. bis 20. Juni als hybride Veranstaltung im virtuellen wie auch im realen Raum stattfindet. Die Senatsverwaltung für Kultur und Europa nahm das Kunstfestival vor drei Jahren in den Kreis der stadtpolitisch relevanten Veranstaltungen auf. Eine Förderung bis vorerst 2023 verschafft den 48 Stunden Neukölln erstmals in ihrer Geschichte eine langfristige Weiterlesen