Schloss Britz präsentiert die Plakatkunst der Belle Époque

Kunstausstellungen, Konsumartikel oder politische Parteien: Es gibt kaum etwas, das nicht beworben werden kann. Plakate sind dafür seit fast anderthalb Jahrhunderten ein bewährtes Medium. Die Anfänge der Plakatwerbung lassen sich bis ins Zeitalter der Belle Époque zurückverfolgen. Damals experimentierte die Pariser Bohème auf dem Montmartre mit den neuen künstlerischen Möglichkeiten der Lithographie. Erstmals war während der zweiten Industriellen Revolution die massenhafte Herstellung großformatiger und farbiger Plakate technisch möglich geworden. „Toulouse-Lautrec und die Plakatkunst der Belle Époque“ heißt eine Wanderausstellung, die die Weiterlesen

„Leih‘ Dir was zum Anziehen!“ in der Vestithek der Stadtbibliothek Neukölln

Streetware Saved Item – laut Eigenwerbung Berlins nachhaltigstes Fashion Label – und die Neuköllner Stadtbibliothek haben sich zu einer bemerkenswerten Kooperation zusammengefunden: Ganz im Sinne einer modernen Bibliothek der Dinge ist in der Helene-Nathan-Bibliothek bis Mitte Dezember eine Vestithek eingerichtet worden. Weggeworfene Kleidungsstücke, die auf den Straßen Neuköllns eingesammelt und anschließend frisch gewaschen wurden, können hier an drei Tagen in der Woche bestaunt, anprobiert und ausgeliehen Weiterlesen

Kunst, Theater und Musik im Freien in Neukölln entdecken

Einen freien Zugang zu Kunst und Kultur draußen in Neukölln: Das verspricht an diesem Wochenende das dreitägige Festival „Verhülltes entdecken!“. Neun ganz unterschiedliche, teils partizipative Kunstprojekte beschäftigen sich im Freien an verschiedenen Orten nicht nur mit den aktuellen Veränderungen in unserer Gesellschaft und unseren Gefühlen und Emotionen, sondern setzen sich auch mit dem Enthüllen von verdeckter oder vergessener Geschichte Weiterlesen

„Shalom Rollberg“: Mit Bildungsarbeit gegen Antisemitismus

„Als Israeli geboren und aufgewachsen, empfand ich Antisemitismus als ein Phänomen der Vergangenheit. Hier in Deutschland war ich der andere. Und leider habe ich hier erkannt und erlebt, dass Antisemitismus nicht nur der Vergangenheit angehört.“ Yonathan Weizman leitet seit 2018 in Berlin Neukölln die Initiative „Shalom Rollberg“. Jüdische Alt- und Neu-Berliner – darunter viele aus Israel – engagieren sich in der Gruppe als ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren für benachteiligte, meist Weiterlesen

Ein Tag, ein Kiez, neun Feste

Im neuen Quartiersmanagement-Gebiet Glasower Straße in Neubritz findet am kommenden Freitag zwischen 15 und 19 Uhr das erste Kiezfest statt. Auf einer Kiez-Rallye mit neun über das Quartier verteilten Stationen wartet ein buntes Programm für Jung und Alt. Es gibt Dosenwerfen, Torwandschießen, Glücksrad, Malwand, Quiz und vieles mehr. An der Veranstaltung beteiligt sind u. a. der Ortsteilverein proNeubritz, das Kranold-Weder-Netz sowie das Nachbarschaftsheim Neukölln.

Die Teilnahme an der Kiez-Rallye ist kostenlos und nach dem Weiterlesen

Hindus feierten Ganeshas Geburtstag in der Hasenheide

Eine farbenfrohe Prozession zog am Samstagnachmittag vom Sri-Ganesha-Hindu-Tempel in der Hasenheide bis zum Hermannplatz und wieder zurück. Die Gläubigen feierten „Ganesha Chaturthi“. So wird der Geburtstag der elefantenköpfigen Hindu-Gottheit Ganesha in Indien genannt . Hindus begehen im Monat Bhadrapada (August/September) das Fest weltweit. In Berlin zelebriert die Ganesha-Gemeinde in der Neuköllner Hasenheide regelmäßig die Geburt des Elefantengottes. Ganesha Chaturthi ist eines der bedeutendsten hinduistischen Feste, das Weiterlesen

Berliner Ehrengräber in Neukölln: Frauen sind eklatant unterrepräsentiert!

Kennen Sie Dr. phil. Bruno Bauer? Zu Ehren des Philosophen und Religionskritikers, der ein Zeitgenosse von Ludwig Feuerbach war, ist in Neubritz seit über 130 Jahren die Bruno-Bauer-Straße benannt. 1882 wurde Bauer auf dem St. Jacobi-Friedhof am Hermannplatz unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Schon 1844 war er zu seinem Bruder Egbert und dessen Familie nach Rixdorf gezogen, wo er auf einem kleinen Bauernhof in der Knesebeckstraße (heute Silbersteinstraße) lebte. Das Grab von Bruno Bauer befindet sich nach seiner Umbettung heute auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof an der Hermannstraße. „Er war ein Bürger Weiterlesen

Evangelische Kirche eröffnet „Startbahn“ im Neuköllner Schillerkiez

„Wenn man hier von Gott spricht, sind schon viele raus. Wenn wir von Spiritualität sprechen, können sich viele wieder einbringen.“ Jasmin El-Manhy ist Pfarrerin im Evangelischen Kirchenkreis Neukölln und seit kurzem Geschäftsführerin des Projektes Startbahn. Das Ansehen und die Entwicklungschancen der evangelischen Kirche im Neuköllner Schillerkiez schätzt sie unprätentiös ein: „Mit ‚Startbahn‘ möchten wir die Genezareth-Kirche für den Kiez öffnen“, sagt die Pfarrerin, die zuvor sechs Jahre lang in der geschichtsträchtigen Gethsemanekirche in Weiterlesen

Jetzt zum KinderKulturMonat anmelden!

Künstlerische Abenteuer, die alle Sinne ansprechen, bietet der KinderKulturMonat mit Workshops, Vorstellungen und Führungen, die ganz besonders für Kinder zwischen vier und 12 Jahren zugeschnitten sind. Erstmalig stehen über 100 Kulturorte mit insgesamt mehr als 230 Veranstaltungen in diesem Oktober auf dem Programm. Kostenfreie Angebote gibt es zum 10-jährigen Jubiläum des Festivals nicht nur in allen 12 Stadtbezirken. Premiere feiern im Jubiläums-Jahr auch Museen Weiterlesen

„Gut nass!“: Ausstellung zeigt die Geschichte des Wassersports in Neukölln

Moderner Sport, wie er zuerst in Großbritannien entstand und seit dem 19. Jahrhundert betrieben wird, war in Rixdorf – dem späteren Neukölln – von Anfang an präsent. Schon Friedrich Ludwig Jahn, der Begründer der deutschen Turnbewegung, richtete 1811 in der Hasenheide seinen ersten Turnplatz ein. Häufig wird der ehemalige Arbeiterbezirk mit bodenständigen Disziplinen wie Radfahren, Fußball und Laufen in Verbindung gebracht. Urbanisierung und Industrialisierung begünstigten das Entstehen von Sportverbänden. Traditionsreich sind hier Weiterlesen

„Die Gorillas“ sind mit ihrem Impro-Theater wieder in der Gropiusstadt

Versteckt auf dem Hof des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt steht seit einigen Tagen eine kleine rote Holzhütte. Dort haben bis Ende September alle Gropiusstädter die Möglichkeit, ein Ensemble-Mitglied des Improvisationstheaters „Die Gorillas“ zu besuchen. Bei einem kostenlosen Getränk können die Gäste über die Gropiusstadt plaudern und eigene Geschichten erzählen, die sie im Viertel erlebt haben. In der Impro-Show „Neues aus der Gropiusstadt“ bringen die Gorillas anschließend an vier Theaterabenden auf die Bühne, was ihnen unter der Woche Weiterlesen

Margot Friedländer zu Gast in der Genezareth-Kirche am Herrfurthplatz

Margot Friedländer, die im November 1921 in der Kreuzberger Lindenstraße unter dem Familiennamen Bendheim geboren wurde, ist Überlebende des Holocaust. Mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Ralph und ihrer Mutter Auguste lebte sie bis Januar 1943 in der Skalitzer Straße 32, wo heute drei Stolpersteine an die Familie erinnern. Die drei Juden versuchten nach der Machtübernahme der Nazis mehrmals auszuwandern und planten gerade ihre Flucht aus Deutschland, als Ralph Bendheim von der Gestapo verhaftet wurde. Auguste Bendheim stellte Weiterlesen

Großzügige Spende für Neuköllner Schwimmbär

Große Freude beim Projekt Neuköllner Schwimmbär: Nahkauf-Geschäftsführer Michael Lind überreichte Projekt-Koordinatorin Daniela von Hoerschelmann in der vergangenen Woche einen Scheck über 5.000 Euro. „Mit dem Neuköllner Schwimmbär nehmen wir tausenden Kindern die Angst vor dem Wasser und bringen sie zum Schwimmen. Die Trainerinnen und Trainer leisten hier Großartiges und retten mit ihrem Einsatz buchstäblich Leben“, erklärte Bezirksbürgermeister Martin Hikel bei der Scheckübergabe im Schwimmbad Lipschitzallee. An den Supermarkt-Leiter, der bereits die Kältehilfe in Neukölln unterstützt hat, gerichtet sagte Weiterlesen

Ausstellung zeigt drei Generationen des antikolonialen Widerstands in Kamerun

„Die Ausstellung fand ich superinteressant. Und auch wenn ich schon viel über Kolonialismus wusste, habe ich jetzt hier speziell am Beispiel Kameruns viel Neues gelernt.“ Diese lobenden Worte fand eine junge Besucherin kurz nach Eröffnung der Wanderausstellung „Zwischen Petition und Rebellion – auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun“. Auch sonst bekam die Initiative Perspektivwechsel, ein Verein der transkulturellen Begegnung Weiterlesen

Stadtbibliothek Neukölln würdigt Helene Nathan zum 100. Dienstjubiläum

Am 1. Juli 1921 übernahm Dr. Helene Nathan die Leitung der damaligen Städtischen Volksbücherei und Lesehalle Neuköllns. Zum 100-jährigen Dienstjubiläum erinnert die Stadtbibliothek Neukölln an ihr Wirken und stellt im Juli speziell Medien rund um das Thema „Das Leben in der Weimarer Republik“ zur Ausleihe bereit. Im August können die Besucher der Stadtbibliothek dann Medien in einem Regal zum Thema „Starke Frauen. Bewegende Leben“ entdecken.

Als Höhepunkt des Erinnerns stellt am 23. August 2021 – es wäre Helene Nathans 136. Geburtstag – die Autorin und Weiterlesen

Deutsches Chorzentrum in Neukölln feierlich eröffnet

Mit einem Festakt ist am Montagabend das neue Haus des Deutschen Chorzentrums vom Präsidenten des Deutschen Chorverbands, Bundespräsident a.D. Christian Wulff, eröffnet worden. An der feierlichen Einweihung nahmen rund 200 geladene Gäste teil, darunter Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller sowie der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel.

„Die Eröffnung des Deutschen Chorzentrums steht im Zeichen des Neubeginns nach einem für die Kunst und Kultur sehr Weiterlesen

Kommunale Galerien bringen Kunst in den Neuköllner Alltag

Nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr bot das 48 Stunden Neukölln-Festival am vergangenen Wochenende – neben zahlreichen digitalen Angeboten – endlich wieder Kunst im physischen Raum. Dass Kunst und Kultur schon lange zum Neuköllner Alltag gehören, ist nicht zuletzt der Arbeit von zwei kommunalen Galerien zu verdanken.

Die erste kommunale Galerie des Bezirkes öffnete unter dem Weiterlesen

„A100 stoppen oder was?!“: Kiezdebatte auf der Heimathafen-Sommerbühne

High Noon in Neukölln: Pünktlich um 12 Uhr mittags startete am Welttheatertag eine mehrmonatige Zusammenarbeit des Heimathafens Neukölln mit der Extinction Rebellion Berlin. „Wir wollen deutlich machen, dass die aktuelle Pandemie nur der Vorläufer für die weltweiten ökologischen Krisen ist. Wir müssen mit der Frage umgehen, welche Rolle die Kulturwelt in und nach der Pandemie einnimmt und wie die Transformation in eine nachhaltige Zukunft gelingen kann“, verkündeten die Theatermacherinnen damals und stellten Ende März ihren leerstehenden Ballsaal als Werft für den Bau von Archen zur Verfügung. „Wir wissen seit Jahren, Weiterlesen

48 Stunden Neukölln am Wochenende erstmals „phygital“

Wie ein fliegender Teppich: Bildlich gesprochen hängen unzählige Kunst- und Kulturschaffende seit 15 Monaten Corona-Krise so in der Luft. Das diesjährige Programm der 48 Stunden Neukölln ist mit den Arbeiten von mehr als 600 Künstlerinnen und Künstlern deshalb etwas ganz Besonderes. Längst keine Fata Morgana im überwiegend virtuellen Raum wie 2020, sondern als hybride Veranstaltung ein Hoffnungsschimmer am Horizont! „Phygital“ nennen die Macherinnen und Macher ihr Angebot, Weiterlesen

Rixdorfer Bücherschrank auf dem Alfred-Scholz-Platz eröffnet

Eigentlich sieht es so aus, als ob der Rixdorfer Bücherschrank schon immer auf dem Alfred-Scholz-Platz gestanden hätte, denn sein Design ist optimal auf die Sitzbänke am Ort abgestimmt. Tatsächlich wurde das neue Stadtmöbel erst am vergangenen Mittwochvormittag der Öffentlichkeit im Beisein von Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann werbewirksam vorgestellt: Neukölln ist bundesweit zwar für vieles bekannt, aber nicht unbedingt für eine ausgeprägte Lesekultur. Der Berliner Weiterlesen