Tauschen, teilen, reparieren: Nachhaltigkeitstage in Neukölln zeigten, wie es geht

Infostände, Workshops, Bastelaktionen und vieles mehr. Die Neukölln Arcaden in der Karl-Marx-Straße präsentierten von Donnerstag bis Sonnabend letzter Woche zusammen mit der Aktion „Schön wie wir“ und dem „Kuko Kollektiv“ wieder die Aktionstage „N3 – Nachhaltige Nachbarschaft Neukölln“. „Die Nachhaltigkeitstage haben bei uns eine große Tradition. Nachhaltigkeit ist unglaublich wichtig, und ich finde es fantastisch, dass die Neukölln Arcaden hier so eine Vorreiterrolle haben“, sagte der neue Center-Manager Silvan Göde zur Eröffnung. Die Weiterlesen

Lesung und Diskussion: „Wie ist Jesus weiß geworden?“

Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in der Kirche rassistische Strukturen, die weißen Menschen meist gar nicht auffallen“, sagt die Theologin Sarah Vecera aus eigener Erfahrung. In ihrem Buch „Wie ist Jesus weiß geworden?“, das im Frühjahr im Patmos Verlag erschienen ist, thematisiert sie den latenten Rassismus in der evangelischen Kirche und verdeutlicht ihn anhand struktureller Fakten sowie biografischer Erfahrungen. Am 30. Juni liest sie auf Einladung der Pfarrerinnen Lena Müller und Lioba Diez von der Initiative „Spirit & Soul“  in der Neuköllner Genezarethkirche am Herrfurthplatz. Weiterlesen

Milchmädchen-Brunnen im Schlosspark Britz sprudelt wieder

Im Schlosspark Britz steht die Brunnenfigur eines Mädchens, das traurig neben einem zerbrochenen Krug sitzt, aus dem Wasser rinnt. Die Laitière – so ihr französischer Name – ist die moderne Replik einer Skulptur von Pawel Petrowitch Sokolow. Der russische Bildhauer schuf sie im Jahr 1816 nach der literarischen Vorlage der bekannten Fabel „Die Milchfrau und die Milchkanne“ von Jean de La Fontaine. Im Frühjahr 2020 wurde der Krug der Skulptur gestohlen. Als Reaktion auf den Diebstahl wurde nicht nur der Krug ersetzt. Vielmehr regte die Tat auch das in einer kleinen Broschüre dokumentierte Weiterlesen

Nina Bußmann liest „Dickicht“ in Neukölln

Die Schriftstellerin Nina Bußmann, geboren in Frankfurt am Main, studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften und Philosophie in Berlin und Warschau. Heute lebt sie in Berlin und schreibt hauptsächlich Prosa. Ihre drei Romane „Große Ferien“ (2012), „Der Mantel der Erde ist heiß und teilweise geschmolzen“ (2017) sowie „Dickicht“ (2020) sind bei Suhrkamp erschienen. Für das Romanprojekt „Dickicht“ erhielt sie 2019 den Robert-Gernhardt-Preis, der Autorinnen und Autoren die Realisierung eines größeren literarischen Vorhabens ermöglicht. Am Donnerstag nächster Woche liest Nina Bußmann aus ihrem Weiterlesen

Ausstellung in Rixdorf verbindet Kunst und Lokalgeschichte

Mit der Ausstellungsreihe „Einszueins“ in der Køniglichen Backstube bringt die Künstlerin Kati Gausmann regelmäßig Kunst in den Neuköllner Alltag.  Die neunzehnte Folge der Reihe lenkt nun das Interesse in die Geschichte und an einen Ort unmittelbar neben der Backstube. Franz John rekurriert mit seiner Arbeit „Viva Maria“ auf das Haus Zwiestädter Straße 10 und dessen bislang wenig bekannte Nutzungsgeschichte in den 1960er Jahren. Weiterlesen

Open Call für Festival an der Kunstbrücke am Wildenbruch im August

Als Teil der berlinweiten Initiative „Draussenstadt“ organisiert der Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln auch dieses Jahr vom 19. bis 21. August ein Festival rund um die Kunstbrücke am Wildenbruchpark. Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, Vorschläge für Aktionen aus den Bereichen bildende Kunst, Theater, Literatur, Tanz und Musik zum diesjährigen Thema „Unter der Brücke = Auf der Schwelle“ einzureichen. „Die Projektvorschläge sollen eine Gratwanderung unternehmen und vielfältig auf diesen speziellen Ort reagieren“, schreibt der Fachbereich Kultur in seinem Aufruf zur Teilnahme. Weiterlesen

Wurzeln und Wege der afrikanischen Diaspora im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Roots and Routes of the African Diaspora“ lautet der Titel einer Ausstellung im Foyer des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, die Kulturstadträtin Karin Korte (r.) letzten Donnerstag am Rand des diesjährigen CDC-Festivals eröffnete. Der bildende Künstler Nigel Masore (l.), der Maler Phillip Hudson Dorrel (2. v. l.) und die Hairstylistin Fatimah York (3. v. l.) haben mit ihren Arbeiten jeweils eigene Wege gefunden, um sich mit ihren afrikanischen Wurzeln in Weiterlesen

Fotoausstellung dokumentiert Protest und Widerstand im geteilten Berlin der 1980er Jahre

1980 kommt die Fotografin und Fotojournalistin Ann-Christine Jansson aus dem ruhigen Stockholm nach West-Berlin. Im folgenden Jahrzehnt zwischen NATO-Nachrüstungsbeschluss und Mauerfall berichtet sie mit der Kamera über die öffentliche Protestkultur der Mauerstadt und studiert deren Milieus. Mit ihrem schwedischen Pass kann die Fotoreporterin über den Checkpoint Charlie aber ebenso in die damalige Hauptstadt der DDR fahren, um an Treffen und Demonstrationen der ostdeutschen Opposition teilzunehmen. Unter dem TitelProtest, Ungehorsam, Widerstand. Berlin in den 1980 Jahrenzeigt das August Bebel Institut in der Weddinger Müllerstraße Weiterlesen

Kinder Klub der Neuköllner Oper stellte seine Western-Story „Wanted!“ vor

Für theaterinteressierte und musikbegeisterte Kinder gründete die Neuköllner Oper 2004 einen Kinder Klub, der in der Regel einmal jährlich ein Stück aufführt. Die acht- bis 13-jährigen Mitglieder des Neuköllner Oper Kinder Klubs (NOKK) erfinden an sechs Probe-Wochenenden unter professioneller Anleitung ein Musiktheaterstück. Die jüngste Produktion „Wanted! Die Western Story des NOKK“, an der Regisseurin Verena Talamonti und Komponist Yuval Halpern mitwirkten, wurde am Sonntag Weiterlesen

Voller Erfolg und ungewisse Zukunft

Am vergangenen Sonntag gingen die 55. Neuköllner Maientage in der Hasenheide zu Ende. „Wir sind überwältigt vom Zuspruch und von der Begeisterung der Besucher“, freute sich Organisator Thilo-Harry Wollenschlaeger und teilte mit, dass über 500.000 Rummel-Fans gezählt wurden. „Jeder Volksfesttag war ein voller Erfolg und hat nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause auch zur wirtschaftlichen Stabilisierung so mancher Schausteller beigetragen.“ In die Freude mischt sich bei den Schaustellern allerdings auch die Sorge um die weitere Existenz der Neuköllner Maientage. Die Bäume und Wiesen im Volkspark müssen renaturiert werden, Weiterlesen

Friedens-Vorlesetag im Süden der Gropiusstadt

An drei Orten im südlichen Bereich der Gropiusstadt richtete die Gropiusstädter Bewohner*innen-Vertretung (GBV)  am Sonnabend einen großen Vorlese-Tag aus. Zum Fest der Nachbarschaft waren alle Nachbarinnen und Nachbarn zwischen Lipschitzallee und Zwickauer Damm eingeladen, von 12 bis 17 Uhr aus Ihren Lieblingsbüchern zum Thema Frieden, Solidarität und Gemeinschaft vorzulesen. Für das Tipi-Zelt im Park am Vogelwäldchen, wo ausschließlich für Kinder gelesen wurde, hatten Neuköllner Stadtteilmütter des Diakoniewerks Simeon Bücher in Deutsch, Arabisch, Bengalisch und Türkisch mitgebracht. Weiterlesen

Kreativkongress Neukölln will die lokale Wirtschaft stärken

Zwei Tage lang tagte der Kreativkongress „Get Connected“ diese Woche in der Alten Post an der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die Corona-Pandemie hat deutschlandweit insbesondere den kreativen Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Film stark zugesetzt, aber auch Rundfunk, Design und Werbung mussten Umsatzeinbußen zwischen zehn und sieben Prozent hinnehmen, während die Geschäftslage für die Teilmärkte Buch, Presse, Architektur sowie Software/Games fast unverändert blieb. Dementsprechend groß war das Interesse der Kunst- und Kreativ-Wirtschaft (KKW) am 5. Kreativkongress in Neukölln und das sechsköpfige Weiterlesen

Zeitreise über den Garnisonfriedhof

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. „Dieser 8. Mai ist ein Tag der Freude, der Trauer, der Fassungslosigkeit, aber auch ein Tag der Hoffnung und des Neubeginns.“ Mit diesen Worten lud der Freunde Neuköllns e. V. am vergangenen Sonntagnachmittag zu einem neuen Rundgang über den Garnisonfriedhof am Columbiadamm, wo der Historiker Werner Schmidt vor gut vier Jahren die Veranstaltungsreihe „Neuköllner Zeitreisen“ eröffnet hatte. Die zweistündige Tour führte unter anderem wieder am martialisch erscheinenden Denkmal des Königin-Augusta-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 vorbei , das auf dem Weiterlesen

Kein Platz mehr für die Maientage in Neukölln?

Gaukler und mobile Schausteller gehören seit dem 11. Jahrhundert zur Volkskultur. In dieser Tradition gastiert beispielsweise bis in die Gegenwart auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli dreimal im Jahr der Dom, das meistbesuchte Volksfest in Norddeutschland. Was für Hamburg recht ist, sollte für Berlin billig sein! Doch die Weltstadt an der Spree hat zwar oft ein Herz für den Rummel, aber immer öfter keinen Platz für den Jahrmarkt als Ort der Volksbelustigung. Seit 2020 sucht der Schausteller Thilo-Harry Wollenschlaeger vergeblich einen neuen Ort für das Deutsch-Amerikanische-Volksfest, dessen Erstauflage 1961 Weiterlesen

48 Stunden Neukölln mit neuem Leitungsteam

Etwas mehr als 40 Tage trennen uns noch vom Festival 48 Stunden Neukölln. Das neue Leitungsteam stellte sich kürzlich auf dem Instagram-Account des Festivals vor. Sharmila Sharma und Siri Ermert organisieren erstmals das Kunst- und Kultur-Event, das diesmal unter dem Motto „Kafayı yemek / Ich esse meinen Kopf“ steht. Sharmila Sharma schreibt: „Ich bin gebürtige Berlinerin und habe mich seit meiner Kindheit hauptsächlich in Neukölln ausgetobt.“ Als Weiterlesen

Bürgerstiftung Neukölln sucht ehrenamtliches Team für Fotowettbewerb

Die Bürgerstiftung Neukölln sucht fotobegeisterte Mitstreiterinnen und Mitstreiter, die mit ihr den nächsten N+Fotowettbewerb gestalten. Ein ehrenamtliches Team führt seit 2005 den Wettbewerb durch. Es wählt das Jahresmotto des themenbezogenen Wettbewerbs aus, sichtet die Einsendungen im Frühjahr und wählt die Siegerfotos. Anschließend organisiert es eine Ausstellung zum Wettbewerb im Sommer und stellt eine Auswahl der Bilder für den N+Fotokalender zusammen. Das neue Team kann sich ein Weiterlesen

Benefizaktion für Künstlerinnen und Künstler in der Ukraine und im Exil

Über 30 Künstlerinnen und Künstler, die schon einmal beim Kunstverein Neukölln e. V.  ausgestellt haben, zeigen ihre Solidarität mit Kunstschaffenden, die in der Ukraine leben bzw. aus Russland oder Belarus ins Exil geflohen sind: Sie spendeten insgesamt mehr als 50 Bilder, die nun in der Galerie des Kunstvereins zum Kauf angeboten werden. „Wir reagieren mit unserer Benefizaktion auf die sehr dramatische Situation in der Ukraine. Zugleich wollen wir auch jene russischen und belarussischen, Künstler, Künstlerinnen und Intellektuelle nicht vergessen, die ihrem Weiterlesen

Die Live-Musik-Saison auf Neuköllner Wochenmärkten hat begonnen

„Endlich ist wieder Marktbühnenzeit in Neukölln. Zwei Jahre lang mussten wir auf Weltmusik am quirligen Hermannplatz verzichten“, sagte Kulturstadträtin Karin Korte, die am Donnerstagmittag die Live-Musik-Saison für mehrere Neuköllner Wochenmärkte eröffnete. Zum Auftakt sorgte „The Great Session Band“ unter dem Rixdorfer Tanzpärchen mit Souljazz, Ambient und Rare Groove für gute Stimmung. Morris Perry (l.) vom Spotlight Talent e.V.  sowie Nikolaus Fink (r.), Inhaber der Firma diemarktplaner und Initiator der Musikveranstaltungen, waren ebenfalls zur Eröffnung auf die kleine Bühne gekommen. Weiterlesen

Uraufführung von „Madre®“ im Studio des Heimathafens Neukölln

„Berlin hat wieder Volkstheater!“ Mit diesem selbstbewussten Werbespruch machte der Heimathafen Neukölln einst den Saalbau an der Karl-Marx-Straße und seinen unter Denkmalschutz stehenden Varieté-Saal zu einer bekannten Spielstätte mit überregionaler Ausstrahlung. Coronabedingt war allerdings das heimelige Studio des Heimathafens, das im Saalbau zusätzlich rund 80 Plätze bietet, zwei Jahre lang geschlossen. Vergangenen Freitag endete diese Zwangspause mit der deutschen Uraufführung Weiterlesen

Anna Faroqhi liest aus ihrer Graphic Novel „Andersdenkerinnen“

Was verbindet die politische Philosophin Hannah Arendt, die Schriftstellerin Anna Seghers und die Bibliothekarin Helene Nathan? „Nicht nur ihre jüdische Identität, sondern auch ihre politischen Überzeugungen machten ihnen ein Leben in Nazi-Deutschland unmöglich“, bringt die Autorin Anna Faroqhi das Lebensschicksal der drei intellektuellen Frauen, die zwischen 1885 und 1906 in Deutschland geboren wurden, auf einen gemeinsamen Nenner. Ihre Lebensläufe erzählt Faroqhi in der Graphic Novel „Andersdenkerinnen“ aus der Perspektive von drei jungen Menschen der Gegenwart in Berlin. „Die historischen wie die fiktiven Protagonistinnen verbindet Weiterlesen