Die Räumung des Syndikats wirft auch Fragen nach der sozialen Infrastruktur in den Neuköllner Kiezen auf

„Ich bin enttäuscht. Am Abend wird es wohl noch Rabbatz geben.“ So kommentierte eine alteingesessene Neuköllnerin aus dem Schillerkiez, die ich gestern Nachmittag auf dem Herrfurthplatz traf, die Ereignisse der vergangenen Tage rund um die Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße. Auf dem Platz setzten sich gerade einige Hundert Personen zu einer friedlich verlaufenden Demonstration in Bewegung, auf der die wütenden Sprechchöre nicht zu überhören waren. „Runter mit der Uniform, runter mit der Miete. Weiterlesen

Heimathafen Neukölln startet im September wieder in den regulären Spielbetrieb

„Wo man nicht segeln kann, da muss man rudern. So mancher Mensch schöpft aus dieser schwierigen Zeit Produktivität und Inspiration.“ Mit viel Optimismus, aber nicht ohne den notwendigen Sinn für die Realität, begrüßte mich Inka Löwendorf in der vergangenen Woche in ihrem Büro an der geschäftigen Karl-Marx-Straße, als sie das Programm für die neue Spielsaison des Heimathafens Neukölln vorstellte. „Corona ist nicht vorüber“, sagte die Schauspielerin und Regisseurin, die Teil der künstlerischen Leitung am Heimathafen ist, und fügte schnell an: „Ich hoffe, dass unser Publikum auch unter den veränderten Bedingungen ins Theater kommt. In der neuen Spielsaison können wir ab September Weiterlesen

Deutsches Chorzentrum feiert Richtfest in Neukölln

„Das Richtfest des Deutschen Chorzentrums ist ein Fest der Hoffnung für die Chormusik, welche momentan eine sehr schwere Zeit erlebt. Die Musikmetropole Berlin freut sich über das uns bereichernde neue Chorzentrum, von dem Impulse für das Chorleben in ganz Deutschland ausgehen werden. In unmittelbarer Nähe zum Heimathafen Neukölln und zur Neuköllner Oper entsteht nun mit dem Chorzentrum ein weiteres, kulturelles Highlight für Berlin, ein großer Gewinn für den Kiez und seine Menschen.“ Weiterlesen

Der legendäre Blaue Mittwoch verschönert wieder den August in der Gropiusstadt

Aufatmen und den Sommer genießen: Der Blaue Mittwoch findet auch dieses Jahr statt! An vier aufeinanderfolgenden Mittwochabenden im August wird auf dem Lipschitzplatz vor dem Gemeinschaftshaus bei freiem Eintritt wieder ein buntes Kulturprogramm mit Musikbeiträgen aus Jazz und Rock, Schlager und Swing, Weiterlesen

Neuköllner Oper lädt mit ungebremster Spiellust zur neuen Saison ein

„Wie nie zuvor fiebern wir der neuen Spielzeit im August entgegen“, sagte mir Bernhard Glocksin gestern Abend. Ich traf den Künstlerischen Leiter der Neuköllner Oper bei der vorletzten Vorstellung von „Vorglühen“, einer Programm-Vorschau auf die bevorstehende Spielzeit, im Hof der Passage an der Karl-Marx-Straße. Seit Juni machen Künstlerinnen und Künstler immer freitags an den weit geöffneten Fenstern des Neuköllner Opernhauses auf die am 1. August unter Corona-Bedingungen beginnende Musiktheater-Saison 2020/2021 neugierig und geben 20 Minuten Weiterlesen

Hufeisern gegen Rechts erinnerte an den 86. Todestag von Erich Mühsam

„Kennst du das Land, wo die Faschisten blühn?” Mit diesem Gedicht, das vom Aufkommen des Faschismus in Italien handelt, warnte Erich Mühsam bereits 1925 vor dem Nationalsozialismus in Deutschland, der damals allgemein noch als unbedeutend eingeschätzt wurde. Kein Jahrzehnt später wurde der Dichter und Anarchist in der Nacht zum 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg bei Berlin von der SS ermordet. Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand, der den Nazis die Gelegenheit bot, Grundrechte außer Kraft zu setzen und den Weg in die Diktatur zu ebnen, war Mühsam am 28. Februar 1933 festgenommen worden. Bis zu seiner Ermordung Weiterlesen

„Elvis – Das Musical“ beendet die Corona-Zwangspause

Morgen vor vier Monaten mussten wegen des Corona-Lockdowns nicht nur die Neuköllner Oper, sondern auch alle anderen öffentlichen Spielstätten in Berlin für unbestimmte Zeit schließen. Auch im Estrel fiel damals für „Stars in Concert“ der vorerst letzte Vorhang: Am 12. August meldet sich das Showtheater mit dem Publikumsliebling „Elvis – Das Musical“ zurück.

„Damit ist die Spielstätte eine der ersten Bühnen Berlins, die nach Weiterlesen

Der erste Stolperstein in Rudow erinnert an einen überzeugten Kriegsgegner

Ein Held im klassischen Sinn ist Otto Laube sicherlich nicht gewesen: Der 1888 geborene Mann war oft erwerbslos und allenfalls prekär als Bauarbeiter oder Kraftfahrzeugfahrer beschäftigt. Seit 1909 kam der ungelernte Arbeiter wiederholt wegen Eigentumsdelikten mit dem Gesetz in Konflikt. Weil er im Ersten Weltkrieg desertierte, saß Laube bis nach der November-Revolution 1918 zwei Jahre lang in Haft. „Dass er auch unter der NS-Diktatur aus seiner Kriegsablehnung keinen Hehl machte, kostete ihn das Leben“, befanden Abiturienten aus Weiterlesen

Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Weiterlesen

Wechsel in der Geschäftsführung der Kulturstiftung Britz

Martin Steffens, promovierter Kunsthistoriker und bisher Leiter des Festivals 48 Stunden Neukölln, übernimmt im Herbst die Leitung der Kulturstiftung Schloss Britz. Er folgt damit auf die langjährige Geschäftsführerin Sonja Kramer, die in den Ruhestand treten wird.

„Ich freue mich sehr, dass mit Martin Steffens ein profunder Kenner der Neuköllner Kunstszene mit seinem riesigen Netzwerk die Geschäftsführung der Kulturstiftung übernehmen wird. Ich bin sicher, dass in Zukunft seine Impulse von Britz aus weit über Neukölln hinaus in die Berliner und internationale Szene ausgehen werden“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Vorsitzender Weiterlesen

Entdeckungsreise in Neuköllns Vergangenheit im Schloss Britz

Schloss Britz präsentiert ab heute großformatig aufgezogene, historische Ansichtskarten aus eigenen Archivbeständen. Die Motive wurden überwiegend vor der Eingemeindung von Britz, Buckow, Rudow und Rixdorf aufgenommen. Anlass der Sonderausstellung ist das Jubiläum „100 Jahre Groß-Berlin“.

Sonja Kramer, Geschäftsführerin der Kulturstiftung Schloss Britz, erläutert: „Die rund 60 Darstellungen zeigen deutlich, wie stark noch heute der Bezirk durch die zum Teil monumentalen Bauten Weiterlesen

Festival „Offenes Neukölln“ diesmal im virtuellen und realen Raum für ein friedliches Miteinander

Vom 5. bis 7. Juni lädt das Bündnis Neukölln zum Festival „Offenes Neukölln“ein: Zum vierten Mal setzen Initiativen im Bezirk ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus – damit Neukölln ein Ort bleibt, in dem alle sicher und gerne leben. Wegen der Corona-Pandemie findet das Festival in diesem Jahr größtenteils im virtuellen Raum online statt: Interessierte können auf der Programmseite aus augenblicklich knapp 60 Veranstaltungen das für sie passende Angebot herausfiltern.

Es gibt Livestreams, interaktive Web-Konferenzen, Kurzfilme, Weiterlesen

Balkon-Konzerte statt Straßenfest zum diesjährigen Tag der Nachbarn

Michael Bohnen, Leo Slezak, Heinrich Schlusnus: Diese und andere bekannte Opernsänger aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts gaben den Straßen in der High-Deck-Siedlung ihren Namen. Dass dort, am südlichen Ende der Sonnenallee, gestern knapp ein Dutzend Balkon-Konzerte vom Nachmittag bis in die frühen Abendstunden gegeben wurden, stand aber in keinem erkennbaren Zusammenhang mit den musikalischen Namenspatronen des Weiterlesen

Spielbetrieb mit Fokus auf Publikum aus Berlin

„Es lässt sich derzeit nicht prognostizieren, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Größenordnung und aus welchen Ländern Touristinnen und Touristen nach Berlin reisen werden. Die inzwischen ergriffenen und geplanten Maßnahmen der Lockerung, u. a. in der Hotellerie und Gastronomie, lassen diesen Schluss noch nicht zu.“ Ernüchternd fiel die Antwort aus, die Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Abgeordneten Sibylle Meister (FDP) gab, die mit einer Schriftlichen Anfrage (Drucksache 18/23267, f) im Berliner Landesparlament Weiterlesen

Young Arts Neukölln öffnet wieder

Ab dem 25. Mai öffnet das Young Arts Neukölln wieder seine Offenen Ateliers, die von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit besucht werden können. „Für die Öffnung der drei Standorte des Young Arts Neukölln in der Donaustraße, im Gemeinschaftshaus Gropiusstadtsowie im Körnerpark wurden jeweils eigene Hygienekonzepte entwickelt. Demnach dürfen immer nur vier Kinder an einem Kurs gleichzeitig teilnehmen. Desinfektionsmöglichkeiten stehen bereit und jedes Kind bekommt sein eigenes Arbeitsmaterial“, erklärte das Bezirksamt Neukölln in einer Pressemitteilung.

Unter dem Titel BOOM CORONA nimmt das Young Arts Nk auch Weiterlesen

In der Galerie im Saalbau gibt es wieder eine neue Ausstellung zu sehen

Still und leise, ohne die eigentlich übliche Vernissage, öffnete die Galerie im Saalbau am Montag nach zweimonatiger Zwangspause mit der neuen Ausstellung „Narratives Schweigen“, in der Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern gezeigt werden. „Die vergangenen Wochen sind vom unausweichlichen Rückzug ins Private geprägt und machen leise Töne wie durch einen Verstärker hörbar“, Weiterlesen

Ein Hauch von Normalität in Neuköllns Bibliotheken und Kirchen

Fast zwei Monate mussten die Nutzerinnen und Nutzer auf die Möglichkeit verzichten, Bücher, E-Books und andere Medien in den kommunalen Büchereien auszuleihen. Diese Durststrecke wird am 11. Mai beendet: Zumindest ein bisschen Vor-Corona-Normalität kehrt dann in die Helene-Nathan-Bibliothek in den Neukölln-Arcaden sowie die drei Stadtteilbibliotheken zurück.

Die Ausleihe und Rückgabe von Büchern und anderen Medien Weiterlesen

Hoffnung, Bangen und Zuversicht in der Neuköllner Oper

Eigentlich hätten Lou Strenger, Teresa Scherhag und Killian Ponert (r.) wohl jeden gerne mit Handschlag empfangen. Doch als die drei Schauspieler und Sänger ihre Premierengäste an der Tür des Studios der Neuköllner Oper persönlich begrüßten, stand die Bekanntgabe der Berliner Kontaktsperre-Gesetzes kurz bevor und Abstandhalten wurde zum Gebot der Stunde. So ging die Uraufführung der „Opera for Sale“ am 12. März als letzte Premiere vor der Corona-Krise in die Berliner Theatergeschichte ein. „Bis Weiterlesen

Ostern in Neukölln im Schatten der Corona-Pandemie

Hoffnung, Zuversicht und Solidarität sind in Zeiten der Corona-Krise unverzichtbare Werte: Auch religiöse Glaubensgemeinschaften müssen ungewohnte Wege gehen, um ihren Gläubigen trotz Kontaktsperre religiöse Unterstützung und Trost zu bieten. Das fängt bei Telefonberatungen an und reicht über Video-Andachten bis hin zu Aushängen an den Türen der Gotteshäuser, wie ich sie beispielsweise erst kürzlich an der katholischen Christophorus-Kirche am Reuterplatz Weiterlesen

Neue digitale Angebote des Neuköllner Museums

Unter den Hashtags #MuseumFromHome und #ClosedButOpen machen nationale und internationale Museen aus der Not eine Tugend. Wenn Besucher nicht zu ihnen kommen können, weil das kulturelle Leben zur Eindämmung des Corona-Virus stillsteht, kommen die Museen eben durch das weltweite Netz zu den Interessierten.

Auch das Museum Neukölln hat digitale Lösungen entwickelt, Weiterlesen