Neues Zauberkönig-Domizil im Neuköllner Schillerkiez eröffnet

„Wir sind froh, dass wir alles eingerichtet haben. Wer Lust hat, kann etwas zaubern, aber wir haben heute kein Programm“, sagte Kirsi Hinzi den vielen Gästen, Freunden und Bekannten, die am Sonnabendnachmittag zur Herrfurth-/ Weisestraße gekommen waren, um die Eröffnung des legendären Zauberkönigs zu feiern.

Vor dem Umzug aus dem angestammten Flachbau in der Hermannstraße in den Schillerkiez hatte es im Mai 2018 das letzte große Zauberfest mit einer Bühne neben dem Geschäft gegeben. Langweilen musste sich am Weiterlesen

Erinnerungsprojekt „Brundibár“ zu Gast im Kulturstall auf dem Gutshof Britz

Als Gemeinschaftswerk schrieben der Librettist Adolf Hoffmeister und der Komponisten Hans Krása 1938 in Prag die Kinderoper „Brundibár“, die 1941 das erste Mal im jüdischen Kinderheim in Prag aufgeführt wurde. Nach Krásas Deportation 1942 ins KZ Theresienstadt schrieb er die Partitur nach, die er im Original nicht mitnehmen konnte. In Theresienstadt wurde die Oper 55 Mal aufgeführt. Viele der mitwirkenden Kinder wurden wie der Komponist 1944 in Auschwitz ermordet. Nach dem Krieg geriet die Kinderoper zunächst in Vergessenheit. Sie wurde in Schwerin 1997 aber wieder aufgeführt, wo sie bis heute die Arbeit zur Erinnerung an Holocaust prägt. Beim Weiterlesen

Spätes Erinnern an den Widerstand sudetendeutscher Christen von 1938 bis 1945

Mit einer Feierstunde wurde gestern Nachmittag in der Evangelischen Brüdergemeine im Böhmischen Dorf die Ausstellung „Zeugen für Menschlichkeit – Christlicher sudetendeutscher Widerstand 1938 – 1945“ eröffnet. Sie stellt die Schicksale von zehn Personen vor, die sich in Böhmen und Mähren aus christlicher Überzeugung gegen den Nationalsozialismus stellten. In Berlin wird die Ausstellung in einer ökumenischen Kooperation von der katholischen Ackermann-Gemeinde in Kooperation mit der Weiterlesen

13 Autorenlesungen an 11 Orten in drei Tagen in Rudow

„Ich hätte für die Lesung mit Christian Berkel sicherlich auch 500 Freikarten vergeben können. Wegen der großen Nachfrage wurde die Autorenlesung vom Gemeindezentrum Dorfkirche in die Rudower Dorfkirche verlegt, wo es immerhin 300 Plätze gibt“, freut sich Buchhändler Heinz J. Ostermann über das Rieseninteresse an der bereits ausgebuchten Hauptveranstaltung des 8. Lesefestivals „Rudow liest“, das vom 1. bis 3. März im Süden Neuköllns stattfindet.

Ansonsten gibt es wieder Lesungen für jeden Geschmack, ob satirisch-humorig mit Thilo Bock, der am Samstagmittag auf dem Rudower Wochenmarkt liest, Weiterlesen

„Steht zu uns, helft uns, greift ein!“: Appell einer deutschen Jüdin aus Berlin gegen alltäglichen Antisemitismus

Egal ob in Prenzlauer Berg oder in Neukölln, vor Antisemitismus ist man nirgendwo mehr sicher! Mit dieser erschütternden, vielleicht aber auch aufrütteln-den Feststellung endete gestern Nachmittag eine Lesung mit anschließender Publikumsdiskussion im Hufeisencafé in Britz. Juna Grossmann, deutsch-jüdische Netzkolumnistin und Autorin aus Berlin, war auf Einladung der Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in das bis auf den letzten Platz vollbesetzte Café in der Fritz-Reuter-Allee gekommen, um aus ihrem kürzlich erschienenen Buch „Schonzeit vorbei“ zu lesen.

„Ich kam auf die Idee, Juna Grossmann nach Britz einzuladen, als Weiterlesen

Bis Ostern wieder jeden Sonntag: Salonmusik im Zitronencafé im Körnerpark

Mit einem Auftritt des Berliner Jazz-Trios „Out of Print“ begann am Sonntagabend die diesjährige Winter/Frühjahr-Saison der beliebten Konzert-reihe „Salonmusik im Zitronencafé“.

Volker Kottenhahn (Klavier), Dirk Strakhof (Kontra-bass) und Johannes Bockholt (Schlagzeug), die seit zwanzig Jahren gemeinsam in einer Gruppe spielen, entfalteten für rund anderthalb Stunden mit ihren selbstgeschriebenen Stücken einen ganz Weiterlesen

Entwicklungspolitischer Ratschlag fordert städtische Erinnerungskultur

Mehr Engagement bei der Aufarbeitung des deutschen Kolonialerbes – insbeson-dere in der Beziehung zu Namibia – fordert der Entwicklungspolitische Ratschlag (BER) vom Berliner Senat in der Januar-Ausgabe seines Newsletters. Obwohl im Koalitionsvertrag die die Bearbeitung der Kolonialgeschichte als Aufgabe genannt werde, sei die Städtepartner-schaft zwischen Berlin und Windhoek gegenwärtig noch nicht Handlungsfeld städtischer Erinne-rungskultur, kritisiert die auf dem Kindl-Areal ansässige entwicklungspolitische NGO.

Ein ungefähr 12 mal 10 Meter großes Plakat mit einem Totenschädel und der Aufschrift „In Memoriam Herero and Nama – No Amnesty on Weiterlesen