Eine Weltstadt auf 500 Quadratmetern in Neukölln

Da die Bäume des noch unfertigen Biergartens auf dem Kindl-Gelände noch jung sind, ist das Wort Weltstadt weithin zu sehen. Es macht auf eine Ausstellung aufmerksam, für die Flüchtlinge Erinnerungen an ihre Heimatstädte im Maß-stab 1:10 aus Pappe, Holz und anderen Materia-lien nachgebaut haben.

An die 130 Wohnhäuser, Schulen, Gebets- und Geschäftshäuser, die die Bio-graphien ihrer Erbauer widerspiegeln, sind so binnen eines halben Jahres entstanden. Lichteffekte verdichten die Atmosphäre in der urbanen Miniaturlandschaft. Aus Lautsprecherboxen schallen die Weiterlesen

PRiiL beweist, dass nicht nur Singen Spaß macht

Auf sein 10-jähriges Bestehen kann das Projekt Regenbogenschule interkulturelles interreligiöses Lernen (PRiiL) zurückblicken. Montag-mittag begrüßte Schulleiterin Dr. Angela Kuttner in der Neuköllner Regenbogen-Schule zahlreiche Gäste, um gemeinsam mit Schulstadtrat Jan-Christopher Rämer dieses bedeutende Jubiläum zu feiern, denn die Koexistenz zwischen den drei monotheistischen Weltreli-gionen Christentum, Judentum, Islam sowie der humanistischen Weiterlesen

Stoff für Visionen, die mit einem Nähbus real werden sollen

„Das hier ist eine Kirche“: Pfarrer Christoph Hartmann tat gut daran, darauf aufmerksam zu machen. Vor allem angesichts vieler Gäste, die am vergangenen Samstag zum ersten Mal in den Betsaal der Brüdergemeine im Böhmischen Dorf gekommen waren – um eine Modenschau des Projekts OneByOne mitzuerleben.

Lena Schröder hat ihre familiären Wurzeln und ihren Wohnsitz im Dorf, in der Wiege Neuköllns, wo sich vor 280 Jahren Glaubensflüchtlinge aus Böhmen ansiedelten. Die Nachkommen sehen diese Tradition als Verpflichtung, Verständnis für Exilanten heutiger Zeit zu schaffen. Folglich war es auch für Lena Schröder (r.) naheliegend, sich in der Weiterlesen

Privates vorübergehend öffentlich

Mit nur insgesamt acht Gärten fing es 2004 in der Region Berlin-Brandenburg an. In diesem Jahr sind es bereits 119, zu denen an den Tagen der offenen Gärten die Pforten geöffnet werden. Heute und morgen von 12 bis 18 Uhr auch wieder entlang der Kirchgasse, wo sich Anwohner zum 8. Mal unter dem Motto „Die verborgenen Hofgärten im Böhmischen Dorf“ an der Aktion beteiligen und Fremde als Besucher ihrer privaten Refugien empfangen. Weiter im Süden Neu-köllns, in der Hufeisensiedlung, kann zudem morgen von 10 bis 18 Uhr der Garten nebst dem Atelier der Sandmalerin Angela Kai-ser besichtigt werden. (Das Mitbringen von Hunden ist in allen Gärten unerwünscht.)

Kunst trifft Alltag: Design und Backwerk aus Dänemark in Tiergarten und Neukölln

„Much More Than One Good Chair“, lautet der programmatische Titel einer Ausstellung im Felleshus der Nordischen Botschaften, das bis zum 7. Juli zeigen will, dass dänisches Design viel mehr kann, als nur einen guten Stuhl entwerfen. „Anhand ausgewähl-ter Designobjekte von 1945 bis heute wird nicht nur Design-geschichte erzählt, sondern auch ein Porträt Dänemarks gezeich-net: Vom Traum der Wohlfahrtsgesellschaft bis zum heutigen globalisierten Design mit gesellschaftspolitischer Verantwortung“, charak-terisierte Friis Arne Petersen (r.), Botschafter des Königreichs Weiterlesen

Voller Leidenschaft für das Tanzen und die Etikette

Fast 70 Jahre lang gab es, über drei Generationen hinweg, die Tanzschule Meisel in der Jonasstraße 22 im Neuköllner Körnerkiez. Als Ingeborg Meisel-Karras, mittler-weile 93-jährig, vor kurzem den Wunsch äußerte, noch einmal den alten Tanzsaal zu sehen, wurde ich kontaktiert und gefragt, ob ich hierfür einen Schlüssel hätte. Den hatte ich leider nicht und konnte auch keine Auskunft über den derzeitigen Eigentümer geben. Dafür kam ein Treffen mit Frau Meisel-Karras in ihrem Wohnsitz am westlichen Weiterlesen

Kirchen, Moscheen, Tempel, Zentren und „Die Sache mit der Religion“ in Neukölln

Ausgerechnet beim Besuch der Ausstellung „Die Sache mit der Religion“ das Smartphone auszu-schalten oder gleich zuhause zu lassen, ist keine gute Idee. Es gebe zwar vier iPads, die Besucher sich ausleihen können, sagt ein Mitarbeiter des Museums Neukölln, wo die Ausstellung am vergangenen Donnerstag eröffnet wurde, aber „die Möglichkeit, die QR-Codes einzuscannen, haben sie nicht“. Und QR-Codes gibt es reichlich, jedes Exponat wird von einem flankiert, um online den Weg zu Hintergrundinformationen zu ebnen.

Dabei ist Wissen wichtig, wie schon Museumsleiter Dr. Udo Gößwald in seiner Rede bei der Vernissage betonte: „Die ältesten dinglichen Zeugnisse, die bei religiösen Praktiken oder Zeremonien zum Weiterlesen