Rixdorfer Perlen brechen im Heimathafen Neukölln in die „neue Normalität“ auf

„Prösterchen!“ Mit einem kleinen Schnäpperken begrüßten die drei Rixdorfer Perlen im „Feuchten Eck“ auf der Bühne des Heimathafens Neukölln am Freitagabend ihre Gäste an den Tischen des Theatersaals: Endlich konnten Kneipenwirtin Marianne Koschlewsky, Amüsierdame Jule und Putzperle Miezeken zusammen mit dem Publikum wieder anstoßen und eine neue Aufführung der Revue-Reihe „Keine Angst vor nichts und niemand“ feiern. Corona sei zwar nicht vorüber, wie Tresen-Chefin Weiterlesen

Werkschau „Janosch – Bilder & Geschichten“ zeigt Arbeiten für Kinder und Erwachsene

Mit seinen Kinderbüchern prägt Janosch seit Jahrzehnten die Kindheit und Jugend vieler Menschen. Seine erfolgreichsten Geschichten wurden in mehr als dreißig Sprachen übersetzt, verfilmt und an zahlreichen Kindertheatern aufgeführt. Janoschs Figuren – der Bär, der Tiger und allen voran die kleine Tigerente auf Rädern – verbinden die Merkmale „niedlich“ und „schutzbedürftig“ mit den entgegengesetzten Attributen „stark“ und „gefährlich“. Sie bieten sich damit für Kinder ideal als Weiterlesen

„Der Besuch von Armin Mueller-Stahl auf Schloss Britz ist eine große Auszeichnung für mich gewesen“

Wenn Heimatforscher eines fernen Tages versuchen sollten, die Lokalgeschichte des Berliner Ortsteils Britz zu rekonstruieren, werden sie wahrscheinlich den Oktober 2020 als ein wichtiges Datum identifizieren. Unter Federführung der Kulturstiftung Schloss Britz entwickelten sich im Ortsteil zwischen 2008 und 2012 das Schloss Britz – ein prächtiges Gutshaus am Britzer Kirchteich – und der dazugehörige Gutshof zu einer Kulturstätte mit überregionaler Bedeutung: Am 1. Oktober ging Sonja Kramer nach 15-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführerin der Kulturstiftung Weiterlesen

Millionen für Stadtkultur im Freien

„Wir hatten uns schon gewünscht, dass das Programm früher beginnt“, sagt Sabine Kroner. Sie gehört dem Rat für die Künste an, der bereits im Mai – als sich die Berliner Kulturszene vorsichtig nach dem Corona-Lockdown bekrabbelte – für eine Senats-Förderung kultureller Aktivitäten unter freiem Himmel plädierte und damit die Initialzündung für DRAUSSENSTADT gab. Bis der Senat beschloss, sieben Millionen Euro für künstlerische Projekte im Stadtraum Weiterlesen

„Gazino Berlin“: Hommage an eine Mittlerin zwischen den Kulturen

„Als ich Emine Sevgi Özdamars Romane gelesen habe, war ich sofort verliebt. Ich habe in ihrer Trilogie ‚Sonne auf halbem Weg‘ ganz viele Parallelen zu mir und meinem Leben entdeckt. Meine Eltern kommen aus der Türkei und haben sich in Deutschland kennengelernt. Ich bin in Nürnberg geboren.“ Die Regisseurin Gökşen Güntel, die ich vor gut zwei Wochen mit ihrem Ensemble bei den Proben für das Stück „Gazino Berlin“ beobachten durfte, fasste ihre Leseerfahrung in einem Satz zusammen: „Die großen, mutigen und oft grotesken Bilder, die Weiterlesen

Zu nah am Original

Mit „Nutbush City Limits“ fing 1973 an der Seite ihres Ehemanns Ike Turner die Karriere von Tina Turner in Deutschland an. Nach der Scheidung machte die Sängerin solo weiter. Charts-Hits wie „Private Dancer“, „Typical Male“, „The Best“ und „What’s Love Got to Do With It“ brachten ihr satte Einnahmen durch verkaufte Tonträger, volle Hallen- und Stadien-Tourneen sowie zahlreiche Auszeichnungen ein – bis Tina Turner schließlich im Mai 2009 im Alter von 69 Jahren ihre Bühnenkarriere beendete.

Seitdem ist es ruhig um die Künstlerin geworden, die nun vor allem ihre Anwältin sprechen oder schreiben lässt – aktuell zum Weiterlesen

Im Körnerpark singen Chöre jeden Sonntagmittag im September

Bei schönstem Sonnenschein startete am vergangenen Sonntagmittag die dritte Runde der Konzertreihe „Chöre im Körnerpark“. Seit 2018 wird sie im Mai und September vom Fachbereich Kultur des Bezirksamtes Neukölln veranstaltet, um bei freiem Eintritt vor der Galerie im Körnerpark Gruppen der Berliner Chorszene zu präsentieren.

Im ersten Teil des Auftakt-Programms unterhielt das Ensemble Kommilitöne (r.) das Publikum mit A capella aus Berlin; anschließend bot der Weiterlesen

Popráci 2020 wird zur Demonstration für ein Europa ohne Grenzen

Wie kaum ein anderes Fest im Neuköllner Veranstaltungskalender sorgt das Rixdorfer Strohballenrollen Popráci jährlich im September für Jubel, Trubel, Heiterkeit und rundweg gute Stimmung. „Wegen Corona kann Popráci diesmal leider nicht in gewohnter Weise stattfinden“, sagte mir Organisator Norbert Kleemann, den ich gestern Nachmittag am Richardplatz traf: „Es wäre aber fatal, Popráci ganz ausfallen zu lassen. Dafür haben wir in den letzten dreizehn Jahren zu viel investiert. Wir werden deshalb am 12. September ‚Popráci – Weiterlesen

Neukölln benennt Stadtteilbibliothek nach Margarete Kubicka

In großen Lettern steht seit gestern der Name Margarete Kubicka neben dem Eingang der Stadtteilbibliothek Britz Süd in der Gutschmidtstraße. Der Bezirk Neukölln ehrt damit eine Künstlerin, Pädagogin und Antifaschistin, die mit ihrer Familie von 1927 bis 1956 in der Britzer Hufeisensiedlung lebte. Schon während ihrer Schulzeit beobachtete die 1891 in gutbürgerlichen Verhältnissen geborene Margarete Schuster die Armut der Moabiter Arbeiter. Daraus entwickelte sich eine Empörung über ungerechte soziale Verhältnisse, die sie lebenslang auch in Weiterlesen

„Gebaut in Neukölln“: Fotos in 23 Geschäften statt als Gruppenausstellung

Der jährliche Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln ist in anderthalb Jahrzehnten schon längst eine Institution im Bezirk geworden. Doch wegen der Corona-Pandemie musste diesmal mit Traditionen gebrochen werden: Die öffentliche Siegerehrung fiel aus, ebenso wurde die obligatorische Ausstellung der eingereichten Fotos im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße gestrichen. Stattdessen dachten sich die Organisatoren etwas ganz besonderes aus: Die knapp 100 Teilnehmerbeiträge des Wettbewerbs 2020, der unter dem Titel „Gebaut in Neukölln“ stand, werden nun dezentral in Schaufenstern Weiterlesen

Die Räumung des Syndikats wirft auch Fragen nach der sozialen Infrastruktur in den Neuköllner Kiezen auf

„Ich bin enttäuscht. Am Abend wird es wohl noch Rabbatz geben.“ So kommentierte eine alteingesessene Neuköllnerin aus dem Schillerkiez, die ich gestern Nachmittag auf dem Herrfurthplatz traf, die Ereignisse der vergangenen Tage rund um die Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße. Auf dem Platz setzten sich gerade einige Hundert Personen zu einer friedlich verlaufenden Demonstration in Bewegung, auf der die wütenden Sprechchöre nicht zu überhören waren. „Runter mit der Uniform, runter mit der Miete. Weiterlesen

Heimathafen Neukölln startet im September wieder in den regulären Spielbetrieb

„Wo man nicht segeln kann, da muss man rudern. So mancher Mensch schöpft aus dieser schwierigen Zeit Produktivität und Inspiration.“ Mit viel Optimismus, aber nicht ohne den notwendigen Sinn für die Realität, begrüßte mich Inka Löwendorf in der vergangenen Woche in ihrem Büro an der geschäftigen Karl-Marx-Straße, als sie das Programm für die neue Spielsaison des Heimathafens Neukölln vorstellte. „Corona ist nicht vorüber“, sagte die Schauspielerin und Regisseurin, die Teil der künstlerischen Leitung am Heimathafen ist, und fügte schnell an: „Ich hoffe, dass unser Publikum auch unter den veränderten Bedingungen ins Theater kommt. In der neuen Spielsaison können wir ab September Weiterlesen

Deutsches Chorzentrum feiert Richtfest in Neukölln

„Das Richtfest des Deutschen Chorzentrums ist ein Fest der Hoffnung für die Chormusik, welche momentan eine sehr schwere Zeit erlebt. Die Musikmetropole Berlin freut sich über das uns bereichernde neue Chorzentrum, von dem Impulse für das Chorleben in ganz Deutschland ausgehen werden. In unmittelbarer Nähe zum Heimathafen Neukölln und zur Neuköllner Oper entsteht nun mit dem Chorzentrum ein weiteres, kulturelles Highlight für Berlin, ein großer Gewinn für den Kiez und seine Menschen.“ Weiterlesen

Der legendäre Blaue Mittwoch verschönert wieder den August in der Gropiusstadt

Aufatmen und den Sommer genießen: Der Blaue Mittwoch findet auch dieses Jahr statt! An vier aufeinanderfolgenden Mittwochabenden im August wird auf dem Lipschitzplatz vor dem Gemeinschaftshaus bei freiem Eintritt wieder ein buntes Kulturprogramm mit Musikbeiträgen aus Jazz und Rock, Schlager und Swing, Weiterlesen

Neuköllner Oper lädt mit ungebremster Spiellust zur neuen Saison ein

„Wie nie zuvor fiebern wir der neuen Spielzeit im August entgegen“, sagte mir Bernhard Glocksin gestern Abend. Ich traf den Künstlerischen Leiter der Neuköllner Oper bei der vorletzten Vorstellung von „Vorglühen“, einer Programm-Vorschau auf die bevorstehende Spielzeit, im Hof der Passage an der Karl-Marx-Straße. Seit Juni machen Künstlerinnen und Künstler immer freitags an den weit geöffneten Fenstern des Neuköllner Opernhauses auf die am 1. August unter Corona-Bedingungen beginnende Musiktheater-Saison 2020/2021 neugierig und geben 20 Minuten Weiterlesen

Hufeisern gegen Rechts erinnerte an den 86. Todestag von Erich Mühsam

„Kennst du das Land, wo die Faschisten blühn?” Mit diesem Gedicht, das vom Aufkommen des Faschismus in Italien handelt, warnte Erich Mühsam bereits 1925 vor dem Nationalsozialismus in Deutschland, der damals allgemein noch als unbedeutend eingeschätzt wurde. Kein Jahrzehnt später wurde der Dichter und Anarchist in der Nacht zum 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg bei Berlin von der SS ermordet. Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand, der den Nazis die Gelegenheit bot, Grundrechte außer Kraft zu setzen und den Weg in die Diktatur zu ebnen, war Mühsam am 28. Februar 1933 festgenommen worden. Bis zu seiner Ermordung Weiterlesen

„Elvis – Das Musical“ beendet die Corona-Zwangspause

Morgen vor vier Monaten mussten wegen des Corona-Lockdowns nicht nur die Neuköllner Oper, sondern auch alle anderen öffentlichen Spielstätten in Berlin für unbestimmte Zeit schließen. Auch im Estrel fiel damals für „Stars in Concert“ der vorerst letzte Vorhang: Am 12. August meldet sich das Showtheater mit dem Publikumsliebling „Elvis – Das Musical“ zurück.

„Damit ist die Spielstätte eine der ersten Bühnen Berlins, die nach Weiterlesen

Der erste Stolperstein in Rudow erinnert an einen überzeugten Kriegsgegner

Ein Held im klassischen Sinn ist Otto Laube sicherlich nicht gewesen: Der 1888 geborene Mann war oft erwerbslos und allenfalls prekär als Bauarbeiter oder Kraftfahrzeugfahrer beschäftigt. Seit 1909 kam der ungelernte Arbeiter wiederholt wegen Eigentumsdelikten mit dem Gesetz in Konflikt. Weil er im Ersten Weltkrieg desertierte, saß Laube bis nach der November-Revolution 1918 zwei Jahre lang in Haft. „Dass er auch unter der NS-Diktatur aus seiner Kriegsablehnung keinen Hehl machte, kostete ihn das Leben“, befanden Abiturienten aus Weiterlesen

Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Weiterlesen

Wechsel in der Geschäftsführung der Kulturstiftung Britz

Martin Steffens, promovierter Kunsthistoriker und bisher Leiter des Festivals 48 Stunden Neukölln, übernimmt im Herbst die Leitung der Kulturstiftung Schloss Britz. Er folgt damit auf die langjährige Geschäftsführerin Sonja Kramer, die in den Ruhestand treten wird.

„Ich freue mich sehr, dass mit Martin Steffens ein profunder Kenner der Neuköllner Kunstszene mit seinem riesigen Netzwerk die Geschäftsführung der Kulturstiftung übernehmen wird. Ich bin sicher, dass in Zukunft seine Impulse von Britz aus weit über Neukölln hinaus in die Berliner und internationale Szene ausgehen werden“, sagte Bezirksbürgermeister Martin Hikel, der Vorsitzender Weiterlesen