Herausforderungen für alle: Neuköllner Bezirksstadträte stellen Arbeitsprogramm 2018 vor

„Ich will die erfolgreiche Politik von Heinz Buschkowsky und Franziska Giffey weiterführen, denn ich habe den Neuköllner Weg mitgestaltet.“ Mit dieser Kernaussage eröffnete der seit drei Wochen amtierende Bezirksbürger-meister Martin Hikel (SPD) gestern Mittag eine Pressekonferenz, bei der die Stadträte des Bezirksamtes ihre Arbeitsschwerpunkte für das laufende Jahr vorstellten. „Neukölln ist eine großartige Herausforderung, auf die ich mich freue“, erklärte Hikel hoch motiviert und wies auf seine Ausbildung als Mathematiker hin. Eine Qualifikation, die Hikel übrigens mit BVV-Vorsteher Weiterlesen

Advertisements

Ist der Fachärztemangel für die hohe Säuglingssterblichkeit in Neukölln verantwortlich?

„In Neukölln liegt die Säuglingssterblichkeit doppelt so hoch wie im Berliner Durchschnitt“, mit dieser alarmierenden Meldung ging der Gesundheitsstadtrat Falko Liecke am vergangenen Dienstag per Presse-mitteilung an die Öffentlichkeit. „Im Gegensatz zur generellen Entwicklung in Berlin ist zudem ein Anstieg bei Totgeburten und der Sterblichkeit innerhalb der ersten Lebenswoche zu beobach-ten“, musste der CDU-Politiker mitteilen.

„Eine Ursache könnte auch der Fachärztemangel in Neukölln sein“, vermutet Liecke. Darauf deuteten erste Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsberichts der Abteilung Jugend und Gesundheit des Weiterlesen

Spielegarten für eine Grundschule und eine Kita

Eine „naturnah gestaltete kindgerechte Spiellandschaft“ für 350.00 Euro aus Soziale Stadt-Mitteln werde auf der Außenanlage des Hortes der Janusz-Korczak-Grund-schule und der Kita am Wildhüterweg entstehen, teilte das Neuköllner Bezirksamt kürzlich mit: „Auf einer großen Motorik- und Balancieranlage können Kinder unterschiedlichen Alters ihre körperlichen Fähigkeiten schulen. Bepflanzte Hügel mit einer Hangrutsche und Tunnelröhre, eine Felsland-schaft und Rasenflächen sorgen für Versteck- und Klettermöglichkeiten. Ein kleines Amphitheater bildet den Treffpunkt der Anlage, deren verschiedene Spielbereiche durch einen Dreiradparcours räumlich zusammengefasst werden.“ Zudem Weiterlesen

Ohne Wenn und Aber verboten

Seit dem 22. Juli 2017 ist das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft. In Deutschland dürfen Ehen seitdem erst ab 18 Jahren geschlossen werden. Ausnahmen gibt es nicht mehr. Auch religiöse oder traditionelle Handlungen oder Verträge mit Minder-jährigen zur Verlobung sind verboten, und wer an einer religiösen Trauung teilnimmt, kann laut einer Mittei-lung des Neuköllner Bezirksamts mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro belegt werden.

Am 7. März lädt das Jugendamt Neukölln Interessierte von 9.30 bis 12 Uhr zu einem Fachtag zum Verbot von Kinderehen ins JKW Grenzallee ein. Bei der mit der Gleichstellungsbeauftragten organisierten Veranstal-tung geben Expertinnen Einblicke in Theorie und Praxis der Hilfe für Betroffene.

48 für 344 Kilometer Straßenland in Neukölln

„Im vergangenen Jahr hat der Allgemeine Ordnungsdienst des Ordnungsamts Neukölln insgesamt 79.311 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt und zur Anzeige gebracht. Ein Großteil davon waren Falschparker. Zusätzlich wurden 2.094 verkehrs-behindernd oder -gefährdend geparkte Fahrzeuge umgesetzt„, teilte das Büro von Neuköllns Bezirks-bürgermeisterin vorgestern in einer Pressemeldung mit.

Insgesamt, heißt es darin weiter, seien 1,5 Mio. Euro an Bußgeldern verhängt worden, wobei die durchschnittliche Bußgeldhöhe bei Verkehrsordnungswidrigkeiten zwischen 15 und 35 Euro Weiterlesen

Falsche Prioritäten und die Folgen für Neuköllner Familien

Überrascht hat es Falko Liecke nicht, dass im Bezirksamt Neukölln nun die erste Klage auf Zuteilung eines geeigneten Kitaplatzes vorliegt. In den letzten Jahren habe es seine Abteilung immer geschafft, allen Familien einen anzubieten, sagt der Neuköllner Jugendstadtrat: „Derzeit haben wir allerdings 270 Kinder auf unserer Warteliste.“ Für die Eltern bedeute das, die ganze Lebensplanung über den Haufen werfen zu müssen. Anstelle von Berufstätigkeit ist bei ihnen die Rund-um-die-Uhr-Kinderbe-treuung angesagt.

Zwar verweist der Berliner Senat auf den Neubau von 2.700 Kitaplätzen, aber, so Liecke: „Das Hauptproblem ist nicht der Bau von Gebäuden,  Weiterlesen

Theorie und Praxis bei der Kitaplatz-Suche

Einen Kita- oder Betreuungsplatz bei einer Tagesmutter zu bekommen, ist in Berlin Glückssache – obwohl Eltern für ihre Kinder seit August 2013 einen Rechtsanspruch darauf haben. Damit, dass der Weg von der Wohnung bis zur Kita oder Tagesmutter nicht fußläufig zu schaffen ist, haben sich viele Familien abgefunden. Oft führt er sie in einen anderen Kiez oder in Nachbarbezirke, zumal Kita-Gutscheine berlinweit gültig sind. Auf Unmut stößt daher die jetzt öffentlich gewordene „Praxis des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, Betreuungsplätze vorrangig an Familien aus dem eigenen Bezirk zu vergeben“.

Friedrichshain-Kreuzberg first sei kein Motto, mit dem die Probleme in der Stadt gelöst werden könnten, sagt Neuköllns Jugendstadtrat Falko Liecke. Es gebe keine rechtliche Grundlage für Berliner Bezirke, Weiterlesen