„Tag der Oboe“ im Kulturstall Britz

Ihr Ton ist kräftiger als der einer Blockflöte, aber nicht derb wie der einer Schalmei, so lässt sich näherungsweise der Klang einer Oboe beschreiben. Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach schrieben verschiedene Konzert-stücke für das leicht näselnde Blasinstrument; in Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Sinfonie Nr. 4 und in Antonín Dvořáks Sinfonie Nr. 5, Aus der Neuen Welt, gibt es bekannte Oboen-Soli. Im Konzertsaal steht das Instrument, das im Orchester den Ton a1 angibt, selten allein im Rampenlicht. Der Landesmusikrat Berlin erklärte allerdings – ebenso wie seine Partnerorganisation in Schleswig-Holstein – die Oboe zum Instrument des Jahres 2017. Anlässlich dieser Würdigung richtete die Musikschule Paul Hindemith Neukölln im Kulturstall Schloss Britz Weiterlesen

Auf Sand gebaut

garten sandmalerin angela kaiser_neukoelln-britzNicht nur im Böhmischen Dorf haben gestern viele Hausbesitzer zur Besichtigung ihrer Gärten eingeladen. Auch in der Hufeisensiedlung in Britz listete das Programm des Tages der offenen Gärten eine Adresse sandmalerin angela kaiser_neukoelln-britzauf: Hüsung 8. Wer vor dem roten Reihenhaus stand, erfuhr von einer Skizze den Weg ins Grüne der Kaisers, die seit 12 Jahren hier leben.

Ihr Garten ist zugegebener-maßen ein typischer Reihenhausgarten einer Familie: schmal, gepflegt und mit viel Rasen, der von Sträuchern, Beeten mit Kräutern, Nutzstauden und Blumen umrandet wird. Besonders ist, was sich inmitten der Idylle entdecken lässt, denn Angela Kaiser ist Weiterlesen

Geschäftsmann, Gründer, Gönner, Gelegenheitsarchäologe und Gärtner: Wer war Franz Körner?

Franz Körner_undatiert_Archiv Museum NeukoellnHeute vor 105 Jahren starb Franz Wilhelm Sebastian Körner. Wer war dieser Mann, nach dem der körnerpark neuköllnNeuköllner Körnerpark benannt wurde, dessen 100-jähriges Bestehen ab übermorgen groß gefeiert wird?

Wikipedia ist hier wenig hilfreich. Weder sind sein dritter Vorname noch der Geburtsort richtig angegeben. Und mit Catérine Elisabeth, geborene Josty, war Franz Körner auch nie verheiratet. Zutreffend ist aber, dass er am 1. März 1838 – allerdings in Spandau – geboren wurde. Sein Vater Wilhelm betrieb dort eine kleine Mahl- und Schneidemühle, die Weiterlesen

Mehr als zuletzt, aber weniger als von Anwohnern gefordert: Tempo 30 auf der Fulhamer Allee nur zeitlich begrenzt

„Danke, Herr Geisel! Danke, Herr Rämer!“, rufen die Grundschulkinder im tempo30-schild fulhamer allee_neukoelln-britzSprech-chor. Für den Abgeordneten Joschka Langenbrinck und die Neuköllner Bezirksverordnete Derya Caglar (beide SPD) gibt es stürmischen Applaus. Nur selten ist die Stimmung bei einer Demonstration so positiv wie gestern Morgen um halb 9, als Schü-lerinnen und Schüler der Fritz-Karsen-Schule mit Plakaten und Krachmachern an die Ecke Fulhamer Allee/Onkel Bräsig-Straße gekommen sind.

Grund der Begeisterung: Auf dem Streckenabschnitt von der Onkel-Bräsig- bis zur Backbergstraße, an dem die Fritz-Karsen-Schule mit einem Sportplatz, einer Kindertagesstätte sowie der Gutspark Britz liegen, gilt nun auf der Fulhamer Allee von Montag bis Freitag zwischen 6 und 18 Uhr Tempo 30. Eine Lösung, für die sich der Neuköllner Bildungsstadtrat Weiterlesen

Lust aufs Gärtnern?

Der Begriff „Urban Gardening“ war noch ungeläufig, als vor 14 Jahren auf einem interkultureller garten perivoli neukoelln3.500 Quadratmeter-Gelände in Britz von einer griechischen Seniorengruppe der Perivoli, Ber-lins erster interkultureller Garten, angelegt wur-de. Inzwischen ist urbanes Gärtnern en vogue, Flächen zum Beackern sind begehrt, und im Perivoli lassen es Menschen vieler verschiedener Nationen grünen und blühen. Aktuell sind, wie der 2015 gegründete Perivoli-Trägerverein mitteilt, in dem Kleinod am Koppelweg wieder Beete frei: Interessenten Weiterlesen

„Who The Fritz Is Karsen?“: Feierstunde für den Mitbegründer der Gesamtschule in Britz

aula_who the fritz is karsen_august-bebel-institutEs ist üblich, an Geburts- oder Todestage bedeutender Persönlichkeiten im Vierteljahrhun-dert-Rhythmus mit Festakten oder Gedenkveran-staltungen zu erinnern. Insofern war es schon etwas ungewöhnlich, dass die Fritz-Karsen-Schule in Britz am vergangenen Samstagabend zur Feier des 130. Geburtstags des Namens-gebers in die Aula der Schule eingeladen hatte.

Zu verdanken sei das in Kooperation mit dem Museum Neukölln und dem August-Bebel-Institut organisierte Fest Neuköllns Bildungsstadtrat Jan-Christopher Rämer. Er habe diese Würdigung angeregt, betonte Schulleiter Weiterlesen

„Hätte der Meister heute gelebt, wäre er Fotograf geworden“

neukoelln_schloss britz_rembrandt-ausstellungÜber 100 Original-Radierungen des niederländi-schen Malers und Zeichners Rembrandt Harmens-zoon van Rijn sind ab heute in der Ausstellung „Rembrandt in Black & White“ im Schloss Britz zu bewundern. Die Werke stammen aus der Privat-sammlung des Rembrandt-Kenners Jaap Mulders und umfassen gut ein Drittel aller Radierungen Rembrandts. Die Ausstellung bietet damit einen breiten Überblick über das druckgraphische Werk des 1606 in Leiden geborenen Künstlers.

Sonja Kramer, die Geschäftsführerin der Kulturstif-tung Schloss Britz, Leihgeber Jaap Mulders und Kuratorin Aneta Brinker stellten schon vorgestern bei einem Pressetermin die Exponate vor, zu denen Selbstbildnisse, Studien, Porträts, Landschaften, Akte, Szenen aus dem alltäglichen Leben sowie Geschichten und Gleichnisse aus dem Alten und Neuen Testament gehören. „Nicht die Weiterlesen

26 Grad garantiert: Freibad-Saison in Neukölln eröffnet

Das Sommerbad Neukölln wird noch auf die Saison vorbereitet, das Sportbad Britz hat die Vorbereitungen jetzt hinter sich: Heute steht dort das Anbaden an. Damit die Schwimmer und Wasserballer der SG Neukölln in den Becken optimale Trainings- bedingungen  haben, ist  das  Wasser auf  26° C  geheizt. In den  Genuss, sich  unter

pressefoto sg neukölln_sportbadbritz1_fotograf marc nicke

freiem Himmel ins mollige Nass stürzen zu dürfen, kommen allerdings nur Vereins- mitglieder, Schulsport- und Kita-Gruppen sowie Nicht-SG Neukölln-Mitglieder, die an Schwimm- oder  Fitnesskursen  im Bad teilnehmen.

Werden bezirkspolitische Schweinereien zur Tradition?

Dass er, wie jüngst suggeriert,  der neue Buschkowsky werden will, sagt er, habe er nie gesagt. Klar ist aber für Falko Liecke, den frisch gewählten Kreisvorsitzenden der CDU Neukölln, „dass ich der neue Bezirksbürgermeister ab 2016 werden möchte.“ Beim Fassbieranstich zur  Eröffnung der 61. Britzer Baumblüte kapitulierte schon mal der  Hammer vor seinem Elan: Der Kopf  flog vom  Stiel und über die  Bühne, das

falko liecke_thilo wollenschlaeger_britzer baumblüte2015_neukölln

Bier spritzte ins Publikum, und Rummel-Chef Wollenschlaeger wie auch Liecke dürf- ten sich an Buschkowskys O’zapfen der Neuköllner Maientage 2014 erinnert haben. Die diesjährigen eröffnet Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey am 29. April. Ob sie mit Frauenpower die Serie der bezirkspolitischen Schweinereien fortsetzt?

Klotzen statt kleckern

Bei der Gestaltung des Gartens sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Garten- zwerge, Vogelhäuschen, Insektenhotels, Blumen verschiedenster  Arten und  Farben,

stier im garten_neukölln

naturbelassene Biotope und durchgestylte Landschaftsarchitektur, Buddelkisten und Schaukeln. Oder eben, wie auf einem Britzer Grundstück, ein grasender Stier.

Traditionsverein mit Nachwuchssorgen

bürgerverein berlin-britz_neuköllnAm vergangenen Sonntag hatte der Bürgerverein Berlin-Britz e. V., der 2009 die Räume einer ehemaligen Kita in der Teterower Straße bezog, wieder zu seinem traditionellen Neujahrsempfang vereinshaus_bürgerverein berlin-britzeingeladen.

Neben den etwa 40 Besuchern waren auch zahlreiche poli- tische Neuköllner Mandatsträger als Ehrengäste der Einladung des Bürgervereins ge- folgt: Die Bundestagsabgeordneten für Neukölln, Christina Schwarzer (CDU) und Fritz Felgentreu (SPD), sowie Joschka Langenbrinck, der für die SPD im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, trugen ebenso wie Neuköllns Sozialstadtrat Bernd Szczepanski Weiterlesen

Große Kunst eines kleinen Jungen

Die Ansage, die Wände seines Zimmers nicht zu bemalen, dürfte bei Frieder auf taube Ohren stoßen. Vielleicht reizen die vergleichsweise mickrigen Ausmaße den Dreijährigen aber auch gar nicht: Schließlich hat er die ganze Seitenwand des  Hau- ses Britzer Damm 181 für sein großes Kunstwerk „Meine Oma“ zur Verfügung gestellt

frieders oma_fassadenbild britzer damm_neukölln

bekommen. Die Suche nach Bildnissen weiterer Familienmitglieder in der Neuköllner Wohnanlage ist übrigens zwecklos: Wie eine Mitarbeiterin der Hausverwaltung auf Anfrage mitteilte, handelt es sich bei Frieders Gemälde um ein Unikat.

Sehnsüchtiges Warten auf eine Abfuhr

Komplett abgeschmückt ist er und auch – wie von der Berliner Stadtreinigung ge- wünscht – nicht in einen Müllsack gestopft worden. Die Voraussetzungen, von der BSR zusammen mit anderen Exemplaren seiner Art geschreddert und als Energie-lieferant  weiterverwertet  zu  werden, sind also perfekt. Das Einzige, was  man die-

bsr-weihnachtsbaum-abholung_neukölln

sem Neuköllner Weihnachtsbaum vorwerfen kann, ist Ungeduld: Denn die BSR lässt die abgetakelten Tannen  in Britz, Buckow, Gropiusstadt und Nord-Neukölln erst am 10. und 17. Januar in den Genuss einer Abfuhr kommen; im Ortsteil Rudow muss bis zum 14. bzw. 21. Januar darauf gewartet werden.

Von Grünau nach Neukölln: Auf zwei Rädern durch Berlins Siedlungsgeschichte

s-bahnhof berlin-grünauDer Wettervorhersage trotzend, die starke Gewitter angekündigt hatte, fanden sich letzten Sonntag am S-Bahnhof Grünau 10 Frauen und Männer ein, um an einer Radwanderung der Freizeitsport-Abtei- lung des TiB 1848 e. V. teilzunehmen. „Von Taut von taut zum tib_steffen adamzum TiB“ stand als Motto über der unge- fähr 20 Kilometer lan- gen Tour, die von Steffen Adam, TiB- Mitglied und Berliner Architekt, geplant und begleitet wurde und vom Stadtteil Bohnsdorf im Bezirk Treptow-Köpenick, nahe der S-Bahnstation Grünau, bis nach Neukölln führte. Den inhaltlichen Fokus hatte Adam dabei natürlich auf architektonische Gesichts- punkte gelegt, die Bewegung in frischer Luf auf dem Fahrrad sei nur ein Weiterlesen

Eine Radtour – nicht nur für Neu-Neuköllner

start adfc-neukölln-radtourSchon seit etwa einem halben Jahrzehnt lädt die ADFC-Stadtteilgruppe Neukölln zweimal jährlich zur Kieztour für Neu- berliner und Entdecker per Fahrrad ein: Um die 25 Frauen und Männer waren es, die sich letzten Sonntag am Neuköllner Rathaus einfanden, um mitzuradeln. Eine kleine Umfrage unter ihnen zeigte, dass nur etwa die Hälfte Neu-Neuköllner wa- ren. Die anderen gaben an, schon länger im Bezirk zu leben und Lust zu haben, Neukölln in der Gruppe mit dem Fahrrad zu erkunden. Mona Bung und Boris Schäfer-Bung von der ADFC-Stadtteilgruppe Neu- kölln begleiteten den Ausflug und wiesen zuerst auf die wichtigsten Weiterlesen

Das Rätsel um den Britzer Gletscher

gaststätte mexico_neukölln-britzSeit einigen Jahren heißt die an der Kreu- zung Alt-Britz/Fulhamer Allee gelegene Gast- stätte mit angrenzendem Biergarten Res- taurant Mexico, und dem Namen gemäß, kann man dort mexikanische Spezialitäten essen. Dazu gibt es eine reichhaltige Auswahl an Cocktails.

Vor rund 100 Jahren wurden hier noch vor- wiegend andere Getränke ausgeschenkt, auch dies ist aus dem damaligen Namen abzuleiten: „Weiss und Bairisch Bier Lo- cal“. Ab einem späteren Zeitpunkt bürgerte sich dann für Jahrzehnte für Weiterlesen

Discokugel, Tanzfläche und die Musik aus vielen Jahrzehnten im ehemaligen Ochsenstall

mythos vinyl_museum neukölln„Welche Musik hören eigentlich die Neuköllner? Das war für uns die Ausgangsfrage bei der Konzeption der Ausstellung“, sagt Volker Bana- siak vom Museum Neukölln. Das Ergebnis heißt Mythos Vinyl und zeichnet nicht nur die Ära der Schallplatte nach, sondern zeigt auch Neuköllner Größen des Musikgeschäfts und „schlägt einen Bogen zu gesellschaftlichen und politischen Ereignissen.“ Dass Banasiak, der im Museum primär als Stolpersteine-Koordinator für den Bezirk tätig ist, ins Kura- torenteam der neuen Sonderausstellung geholt wurde, kommt nicht von ungefähr: Er arbeitete jahrelang in der Musikindustrie.

Man schrieb das Jahr 1948, als der ameri-kanische Physiker Dr. Peter C. Goldmark das Patent für Schallplatten aus Vinyl anmeldete. Erst zehn Jahre später wurde in Deutschland das Schellack-Produktionszeitalter beendet und Singles und Langspielplatten made in Germany Weiterlesen

Wiedersehen macht Freude

Es müssen ja nicht immer Eier oder Schokohasen sein: An anderen Tagen als am Ostersonntag wird  in Neukölln ebenfalls eifrig gesucht, wie das Beispiel  von Zoe be-

stofftier-meerschwein verloren_neukoelln-britz

weist, die in Britz nach ihrem Kuscheltier fahndet. Aber auch Finder Weiterlesen

Nomen est omen – eher Ausnahme als Selbstverständlichkeit

zierkirschenblüte_parchimer allee_neukölln-britzWas momentan passiert, kommt nur alle Jubeljahre mal vor: In Britz stehen die Zier- kirschen in voller Blütenpracht während in dem Neuköllner Ortsteil ein Volksfest na- riesenosterhase_60. britzer baumblüte_berlin-neukoellnmens Britzer Baum- blüte stattfindet.

Es war 1927, als in einigen Straßenzü- gen der Hufeisen- siedlung weiß und rosa blühende Zierkirschen angepflanzt wurden. Ein Vierteljahrhundert später bekam Britz ob der ge- meinhin ab Anfang Mai imposant ausschlagenden Bäume den Beinamen „Werder von Westberlin“. 1954 Weiterlesen

Morgens um halb 10 in Neukölln

tib 1848-gruppe_tempelhofer feld_neuköllnEs waren nur etwa 20 der insgesamt über 4.000 Vereinsmitglieder und wenige Gäste, die letzten Sonntag der Einladung der Turn- gemeinde in Berlin (TiB) zu einem Spazier- gang auf dem Tempelhofer Feld und zum Denkmal des Turnvaters Jahn in der Hasen- heide folgen wollten. Vielleicht schreckte der frühe Beginn (um 9.30 Uhr) einige Interes- sierte ab. Das wäre schade, denn – um das Resümee gleich an den Anfang zu stellen – die von Vereinsmitglied Frank-Dieter Zielke organisierte Führung hat sich in vielerlei Hinsicht gelohnt. Der Weiterlesen