„One Billion Rising“-Dance-Demo vom Rathaus Neukölln zum Brandenburger Tor

Rund 50.000 Menschen haben im vergangenen Jahr in über 150 deutschen Städten an den One Billion Rising-Veranstaltungen teilgenommen, um ein Zeichen der Solidarität gegen die Ausbeutung von Frauen zu setzen. Gewalt gegen Frauen und Mädchen zählt zu den meistverbreiteten und verheerendsten Menschenrechtsverstößen welt-weit. Schätzungen zufolge haben 35 Prozent aller Frauen irgendwann in ihrem Leben Gewalt erlitten; in manchen Ländern beträgt dieser Anteil sogar 70 Prozent. In Europa ist jede dritte Frau Weiterlesen

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Neuköllner Engagementbüro eröffnet, aber noch namenlos

„Seit meinem 20. Lebensjahr betätige ich mich ehrenamtlich und ich bin heute hier, weil das Ehrenamt eine Riesenrolle in unserer Gesellschaft spielt“, verriet mir Wolfgang Hecht (M.), Bezirksverordneter der SPD-Fraktion und bei der Bürgerstiftung Neukölln Sprecher des Fachausschusses Projekte, am vergangenen Dienstagmittag während der Eröffung des neuen Engagementbüros in der Hertzbergstraße 22 nah am Richardplatz. „Das Ehrenamt ist eine einmalige Gelegenheit, um eine Idee – auch ohne viel Geld und mit nur wenigen Leuten – voranzubringen“, erklärte der aktive Ruheständler weiter.“Früher, in den 1970er Jahren ist das Mitmachen ein Hauptanliegen gewesen. Weiterlesen

Neukölln zeigt Flagge für das selbstbestimmte Leben von Frauen

fahnenhissung_hatun-sueruecue-gedenken_rathaus-neukoellnVor zwölf Jahren am 7. Februar wurde die Deutsch-Türkin Hatun Sürücü von ihrem jüngeren Bruder in der Tempelhofer Oberlandstraße an einer Bushaltestelle terre-des-femmes_hatun-sueruecue-gedenken_rathaus-neukoellnerschossen. Bezirksbürgermeiste-rin Dr. Franziska Giffey, die Gleich-stellungsbeauftragte Sylvia Edler sowie der Arbeitskreis Mädchen-arbeit in Neukölln erinnerten gestern an die schreckliche Tat: Sie hissten vor dem Rathaus Neukölln eine Fahne, um ein Zeichen für das selbstbestimmte Leben von Frauen zu setzen und der ermordeten Hatun Sürücü mit einer Schweigeminute zu gedenken. Rund 80 Personen, darunter viele Kommunal- und Landespolitiker, waren auf den Weiterlesen

Zweiter Platz beim Hatun-Sürücü-Preis für die Boxgirls aus Neukölln

Gestern Abend wurde im Berliner Abgeordnetenhaus der diesjährige Hatun-Sürücü-Preis boxgirls-berlin_hatun-sueruecue-preis-2017verliehen: Der 2. Platz ging an die Boxgirls aus Neukölln. Durchsetzungsfähigkeit und Selbst-sicherheit vermittelt der Verein für Mädchen, Frauen und queere Menschen. „In der Gropius-stadt sind wir gut mit Schulprojekten vernetzt, die das Selbstbewusstsein von Mädchen stärken“, berichtete Coach Linos Bitterling (2. v. r.).

Den ersten Platz des Wettbewerbs gewann das Centre Talma für seine Dance-Demo „1 Billion Rising“. Den dritten Platz erhielt die Initiative #Bikeygees für ihr Fahrradprojekt mit Flüchtlingsfrauen. Weiterlesen

Manches neu macht nicht nur der Mai

Allmählich nimmt die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung nach den Wahlen im September ihre reguläre Arbeit wieder auf. Vergangenen Dienstag tagte der cordula-simon_europabeauftragte-neukoellnAusschuss für Integration zum ersten Mal nach seiner konstituierenden Sitzung.

Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey stellte die in ihrem Ressort neugeschaffene Stabsstelle für Innovation und Integration vor, die in der Zählge-meinschaftsvereinbarung von SPD und Grünen manifestiert wurde und voraussichtlich im April ihre Arbeit beginnen wird. Leiterin der Stabsstelle soll die bisherige Europabeauftragte Cordula Simon (r.) werden, die derzeit für die Teilnahme an einem Aufstiegslehrgang freigestellt ist. Der neuen Abteilung werden die Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Katharina Smaldino, die Gleichstellungsbeauftragte Sylvia Edler sowie die Abteilung der Weiterlesen

Gewalt an Frauen und Mädchen – ein Thema, das an Aktualität nichts eingebüßt hat

Seit 1981 gibt es den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, seit 2002 in tag-gegen-gewalt-an-frauen_flaggen-rathaus-neukoellnDeutschland das Gewaltschutzgesetz, das giffey_biedermann_kennert_liecke_tag-gegen-gewalt-an-frauen_flaggen-rathaus-neukoelln„Häusliche Gewalt“ als Straftat definiert – und seit heute Morgen flattern vor dem Rathaus wieder vier Fahnen, die symbolisieren: „Neu-kölln sagt Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen!“

Erschütternd sei es, dass das Thema auch 35 Jahre nach dem ersten Aktionstag an Aktualität nichts eingebüßt habe, sagte Dr. Franziska Giffey (SPD) anlässlich der Flaggenhissung, an der Weiterlesen

„In Neukölln leben die meisten Minijobber, die zusätzliche Hilfe zum Lebensunterhalt benötigen. Das darf und kann so nicht bleiben“

Können Sie sich an die Diskussion über die Einführung sogenannter 620 Mark-Jobs erinnern? Bei Arbeitgebern und Arbeitnehmer waren sie gleichermaßen beliebt, weil sie halfen, lästige Steuern und Sozialabgaben zu sparen. Für geringfügig Beschäf-tigte eroeffnung-warum-minijobs_rathaus-neukoellnwurden sie zudem als Sprungbrett in den Arbeitsmarkt angesehen. In Deutschland stieg zwischen 1992 und 1996 die Zahl der 620 Mark Jobs von 1,5 auf 5,4 Millionen. Doch was nach der Wiedervereinigung, vor Einführung des Euro und den großen Steuer-, Renten- und Arbeitsmarkt-reformen als alternativlos galt, kann heute durchaus einmal angezweifelt werden:

„Warum Minijob? Mach mehr draus!“ lautet der Titel einer bundesweit verfügbaren Wanderausstellung, die bereits in einigen anderen Berliner Bezirken Weiterlesen