„Fragile Times“ lotet das zerbrechliche Verhältnis von Mensch und Natur aus

Das ökologische Gleichgewicht auf der Erde ist ins Wanken geraten. Klimawandel, Umweltverschmutzung und Artensterben sind nur einige der Schlagworte, die viele Menschen in Sorge versetzen. Dennoch kommt es bei den Wenigsten zu nachhaltigen Verhaltensänderungen.

Die Ausstellung „Fragile Times“, die ab heute in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist, beschäftigt sich mit dem fragilen Verhältnis von Weiterlesen

Wenn Dinge erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind

„Unsichtbarkeiten“ heißt die Ausstellung, die vorletzten Freitag in der Galerie im Körnerpark eröffnet wurde. Genauso gut könnte sie aber auch „Unsicherheiten“ heißen, denn was man hier sieht, irritiert. Und bei vielen Besuchern beginnt die Verwirrung schon, wenn der Blick vor dem Betreten der Galerie am Plakat neben der Tür hängenbleibt. „OTTTO“ steht in großen weißen Lettern auf ihm, der Titel der Ausstellung kleiner und blasser darunter.

Die Frage, was es mit dem Palindrom mit Zusatz-T auf sich habe, werde ihm öfter gestellt. Bei der Antwort müsse er aber passen, sagte der Galerie-Mitarbeiter noch vor einigen Tagen. Oliver Oefelein, der wie auch Ka Bomhardt und Angela Lubič der Künstlergruppe OTTTO Weiterlesen

Galerie im Körnerpark zeigt zeitgenössische Kunst- und Kulturproduktionen aus Guatemala

Bald ein Vierteljahrhundert ist es her, dass in Guatemala am 29. Dezember 1996 ein Friedensvertrag formell den 36-jährigen Bürgerkrieg beendete. Doch bis heute sind die Ursachen des Bürgerkrieges, der in dem bevölkerungsreichsten Land Zentralamerikas seit 1960 herrschte und weit mehr als 200.000 Menschen das Leben kostete, längst nicht überwunden: Hohe soziale Ungleichheit und weitverbreitete Armut bestehen in Guatemala ebenso fort, wie eine starke Polarisierung der Gesellschaft. Vor allem die indigene Bevölkerung ist in Politik, Verwaltung und Wirtschaft Weiterlesen

Aktuelle künstlerische Blicke auf Revolutionen und Revolten

Sind Sie zufrieden oder neigen Sie zum Protest? 11 internationale Künstlerinnen, Künstler und Kunst-gruppen widmen sich in der Ausstellung „Are You Satisfied?“, die am Freitagabend in der Galerie im Körnerpark eröffnet wurde, den Bedingungen und Mechanismen revolutionären Handelns und seiner Folgen.

„Die Kunst kann Proteste unter vielfältigen Perspektiven behandeln, wie es Historiker nicht können“, stellte Galerieleiterin Dorothee Bienert die unterschiedlichsten Arbeiten vor. „Die wachsende Polarisierung der politischen Lager im In- und Ausland verdeutlicht die Verunsicherung und soziale Unzufriedenheit, sie lässt den Weiterlesen

Individuen jenseits der üblichen Stereotype

Die Auseinandersetzung mit antiziganistischen Vorurteilen ist seit drei Jahrzehnten ein wesentliches Thema der fotodokumentari-schen Arbeit von Nihad Nino Pušija (l.), der 1965 in Sarajevo im damaligen Jugoslawien geboren wurde. Wie schon sein Großvater wollte auch er Fotograf werden, studierte Journalismus und Politik an der Universität seiner Heimatstadt und kam 1986 zur bosnischen Tageszeitung Oslobođenje, für die er später auch weiterhin als freier Fotojournalist arbeitete. Über viele Stationen auf der Balkanroute kam er bei seiner Migration, die aufgrund des brutal geführten Bürgerkriegs Weiterlesen

7. KinderKulturMonat mit Kunst an 74 Orten – fünf davon in Neukölln

Zwischen dem Schloss Biesdorf in Marzahn-Hellersdorf und der Liebermann-Villa am Wannsee lädt der 7. KinderKulturMonat an vier Wochenenden im Oktober wieder zu rund 150 kostenfreien und abwechslungs-reichen Veranstaltungen an 74 Kulturorten in ganz Berlin ein. Ziel der Initiative ist es, Offenheit und Verständnis für kulturelles Schaffen zu fördern. Allen Kindern zwischen vier und 12 Jahren soll gemeinsam mit ihren Familien der Zugang zu künstlerischen Aktivitäten und kreativer Entfaltung ermöglicht werden, ganz unabhängig von Herkunft, Bildung oder Einkommen. 25.000 Programmhefte in Deutsch sowie 5.000 Hefte Weiterlesen

„Anonyme Zeichner 2018“ geht in Neukölln der Frage nach, ob Kunst tatsächlich nur von Können kommt

In Basel, Kopenhagen, Rom und anderen europäischen Städten war das Ausstel-lungsprojekt und Konzeptkunstwerk „Anonyme Zeichner“ bereits zu sehen, ebenso wie in mehreren deutschen Städten und Berliner Bezirken.

Zur Vernissage der Ausstellung „Anonyme Zeichner 2018“ in Neukölln kamen Freitagabend zahlreiche Besucher – unter ihnen Bezirksbürger-meister Martin Hikel – in die kommunale Galerie im Körnerpark. Die Idee des weitgereisten Ausstellungsprojektes, das als kollektives Gesamtkunstwerk ganz bewusst mit den gängigen Regeln des Kunstmarktes brechen will, setzte die Berlin lebende Künstlerin Anke Becker Weiterlesen

„Kunst kann aufrütteln und zum Nachdenken anregen“: Freitag eröffnete die Ausstellung „Entwurzelt“

Unzählige entwurzelte Bäume blieben im Herbst letzten Jahres zurück als Sturmtief Xavier auch durch Neukölln wütete. Bereits einige Monate zuvor hatte eine Orkanböe den großen Ahornbaum in einer Ecke des Körnerparks aus dem Boden gerissen. Dorothee Bienert, Galerieleiterin des Kulturamtes, und Bernd Kanert, Leiter des Grünflächenamtes Neukölln, waren sich damals bald einig, dass mit dem umgestürzten Ahorn etwas gemacht werden muss, weil er zu schade zum Wegwerfen sei. So entstand die Idee zur Ausstellung „Entwurzelt“, Weiterlesen

Ausstellung anonymer Kunstwerke im Körnerpark

Am 14. Juli wird in der Galerie im Körnerpark die Ausstellung „Anonyme Zeichner 2018“ eröffnet, die rund 600 Kunstwerken umfassen soll. Das Besondere daran: Alle Arbeiten werden ohne Kenntnis, von wem sie stammen, ausgewählt und ohne Angabe der Künstler*innennamen ausgestellt. So entsteht sowohl eine Hommage an die Vielfältigkeit des Mediums Zeichnung, als auch ein kollektives Gesamtkunstwerk innerhalb dessen die üblichen Regeln des Kunst-markts ausgehebelt und ad absurdum geführt werden

Was ist eine gute Zeichnung? Wie verändert sich das eigene Urteil, wenn man nichts über die ausstellenden Künstler*innen weiß? Das will das experimentelle Konzept herausfinden. Eine weitere Frage, auf die Antworten gefunden werden sollen, ist: Weiterlesen

Das Zarte als ästhetische Kategorie

Als feinfühlig, rücksichtsvoll und einfühlsam sind die Menschen in Berlin – insbesondere in Neukölln – nun wirklich nicht bekannt. Es mag deshalb überraschen, dass die Ausstellung „Eine Enzyklopädie des Zarten“ von Anne Brannys (r., neben Kuratorin Dorothee Bienert) gerade in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist. „Ich wollte meine Ausstellung unbedingt hier präsentieren, weil mich der langgestreckte Raum mit der Fensterfront an einer Seite stark an eine Orangerie erinnert“, begründete Brannys auf der Vernissage am vergangenen Weiterlesen

Konzerte pausieren, aber die Kunst bleibt

Die Galerie im Körnerpark bietet mit ihrer neobarocken Orangerieanlage seit 1983 einen attraktiven Ausstellungsort für alle Arten zeitgenössischer Kunst.

Derzeit werden Installationen und Videoperfor-mances des slowenischen Künstlerduos Nika Oblak und Primoz Novak gezeigt, die mit hintergründigem Witz die blinden Flecken des Realen im Medienzeitalter in Szene setzen. Sonntagnachmittag endete im Körnerpark zudem die 34. Saison der Konzertreihe „Sommer im Park“ mit einem Auftritt der Gruppe More Town Soul. Viele Menschen aus der Nachbarschaft und Weiterlesen

Immer wieder sonntags

1984 hatte die Konzertserie „Sommer im Park“ ihre Premiere. Seitdem wird von Mitte Juni bis Ende August an den Sonntagabenden im Körnerpark musiziert. Heute um 18 Uhr geht die Veranstaltungsreihe des Neuköllner Bezirksamts in die neue Saison: Nach der Eröffnung durch Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer legt Mi Solar mit lateinameri-kanischen Klängen, die auf Pop, Funk, Hip Hop und Latin-Jazz treffen, los.
„Das diesjährige Programm von ‚Sommer im Park‘ ist wieder sehr vielfältig und lässt mitreißende und musi-kalisch anspruchsvolle Konzerte erwarten“, kündigt Rämer an. Nächsten Sonntag wird es von Black Heri-tage fortgesetzt; am 27. August beendet More Town Soul die 34. Saison der Reihe.

Zerstörtes und Verstörendes in einer neuen Ausstellung

Es sind nur wenige Exponate in der Ausstellung „Constructing the Earthquake“. Doch so aufwändig wie deren Aufbau war bisher keiner in der Galerie im Körnerpark. „Vier Tonnen Asphalt, der von Berliner Straßen abge-tragen wurde, mussten von der Sammelstelle im Westhafen per LKW hergebracht werden“, berichtet Kuratorin Dorothee Bienert am Rande der Vernissage am vergangenen Freitag. Ein Radlader habe schließlich die Brocken in die Galerie transportiert und in einen 15 Quadratmeter großen Behälter geschüttet.

Folke Köbberlings Installation „Testphase #3“ ist das Kernstück der Ausstellung, die „Erdbeben als Metapher für gesellschaftliche und emotionale Weiterlesen

Anlass zum Nachdenken über die Nacht und ihre Erhellung

knochenfunde-wollhaarmammut_galerie-im-koernerpark_neukoellnObjekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen, waren ein wesentlicher Bestandteil der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung „Ich bin, varim, je suis, Abendrot“ von Susanne Kriemann. Das Fragment eines Oberschenkelknochens und die Gelenkkugel eines Wollhaarmammuts aus der Eiszeit, die beide um 1900 in Franz Körners Kiesgrube gefunden wurden, waren zweifellos das Highlight der Ausstellung. Die beiden Exponate in einer Vitrine konnten mit Hilfe einer Lichtmaschine, die aus Weiterlesen

Reminiszenz an Raupen und kindliche Rückzugsorte

urban cave_koernerpark neukoellnDie Hochsaison, in der Pfaffenhütchen-Gespinstmotten ihr Unwesen treiben und Spaziergängern Schauer über den Rücken jagen, ist längst vorbei. Ein bisschen erinnert jedoch julia sossinka_urban cave_koernerpark neukoellnJulia Sossinkas Installation auf der Galerieterrasse im Körner- park wieder an die Naturkunst- werke der Raupen. Das ist aber nur ein Nebeneffekt. Mit „Urban Cave“ ging es der Künstlerin vorrangig um die Gestaltung einer Höhle, die viele an ihre Kindheit zurückdenken lassen wird, die zudem aber auch zum Bekrabbeln und Entdecken ihrer Struktur einlädt.

Ein bisschen (mehr) Frieden

galerie im koernerpark_neukoellnDie Galerie im Körnerpark ist kaum wieder zu erkennen. Weg ist der schier endlos lange Saal, getauscht gegen mathilde ter hejine_galerie im koernerpark neukoellnein völlig neues Raumgefühl. Zu verdanken ist es Mathilde ter Heijne und ihrer Ausstellung „Blood, Sweat and Tears – Assembling Past and Future“. Gemeinsam mit einem Netzwerk Kulturschaffender fokussierte die Künstlerin ein 100 Jahre zurückliegendes Ereignis, den ersten Internationalen Frauenfriedenskongress in Den Haag, um ihn mit aktuellen Krisen in Beziehung zu setzen und Weiterlesen

All You Can Eat: Nord-Neukölln macht am Wochenende satt

satt_kunstfestival 48 stunden neukoellnNeukölln gehört zwar mit Kreuzberg-Friedrichshain und Mitte zu den flächenmäßig kleinsten Berliner Bezirken, richtet aber mit 48 STUNDEN NEUKÖLLN das größte freie Kunstfestival der Hauptstadt aus.

Von morgen bis Sonntag mischen sich in den Straßen wieder blau-weiße Fahnen mit dem Logo der Veran-stalter zwischen die Flaggen, die anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Wind flattern. Und es werden wieder mehr als 70.000 Leute im Bezirk unterwegs sein, um wenigstens einen Bruchteil dessen zu erleben, was über 1.200 Künstlerinnen und Künstler für sie vorbe-reitet haben. Wer Kultur satt will, hat in den nördlichen Kiezen rund 400 Events an etwa 250 Orten zur Auswahl – wer Kultur satt hat, sollte sich am Wochenende besser südlich der Silbersteinstraße aufhalten. Weiterlesen

100 Tage für 100 Jahre: Neukölln feiert den Körnerpark

koernerpark neukoellnHätten sich alle zu einem Gruppenfoto aufgestellt, die an der Vorbereitung oder Durchführung des Festprogramms zum 100-jährigen Bestehen des Körnerparks beteiligt sind,gruppenbild_pk 100 jahre koernerpark_neukoelln wäre es auf der Terrasse vor der Galerie eng geworden. Deshalb traten Montag beim Pressetermin nur die Hauptverantwortlichen vor die Kameras.

„Das Interesse am Mitwirken seitens der Neuköllnerinnen und Neuköllner war überhaupt nicht einzuschätzen, als wir vor genau zwei Jahren angefangen haben, das Jubiläum zu planen“, sagt Kulturamtsleiterin Dr. Katharina Bieler (4. v. r.). Ihre Mitarbeiterin Bettina Busse (l.) hat seitdem regelmäßig zu einem Stamm-tisch eingeladen, der mit dem Input „Wir spinnen erstmal nur rum!“ Weiterlesen

Auseinandersetzung mit Identitätsfragen auf Augenhöhe

art&anthropology_galerie im koernerpark_neukoelln„Die Berlinerin“: Kurz und selbsterklärend war der Titel der letzten Ausstellung, die die Galerie im Körnerpark zeigte. Letzteres trifft zwar auch auf den Namen der aktuellen Ausstellung in der kom-munalen Galerie im Neuköllner Norden zu, insgesamt kommt er doch äußerst sperrig und mit bildungsbürgerlichem Impetus daher: „Art & Anthropology – Ethnographische Bezüge in der zeitgenössischen Kunst“ heißt die von Dr. Heike Fuhlbrügge und Dr. Christine Nippe kuratierte Ausstellung, die vor einer Woche eröffnet wurde.

14 internationale Künstler möchten mit ihr einen „poetischen Möglichkeitsraum“ schaffen, der auf Augenhöhe zur Auseinandersetzung mit Identitätsfragen einlädt. Ihre Installationen, Malereien, Objekte, Weiterlesen

Fotos und „schriftliche Selfies“ hunderter Frauen in einer neuen Ausstellung in der Galerie im Körnerpark

ausstellung die berlinerin_galerie im körnerpark neuköllnPortraits von 375 Berlinerinnen – ohne Auf-wand und Filter bei natürlichem Licht aufgenommen – fertigte Ashkan Sahihi für sein Fotoprojekt „Die Berlinerin“ von Sep-tember 2013 bis August 2015 an. „Jede Frau wurde in der Umgebung ihrer Wahl und in eigener Kleidung aufgenommen, sodass sie ihrer Individualität volle Geltung verschaf-fen konnte“, erklärt der Fotograf sein künstlerisches Konzept. Außerdem sei es wichtig, mit der Kamera keine Angst zu machen oder mit einer aufwändigen Fotoausrüstung zu drohen. Um möglichst viele der Bilder in der Galerie im Körner-park zeigen zu können, werden die eindrucksvollen Fotografien in Weiterlesen