Anlass zum Nachdenken über die Nacht und ihre Erhellung

knochenfunde-wollhaarmammut_galerie-im-koernerpark_neukoellnObjekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen, waren ein wesentlicher Bestandteil der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung „Ich bin, varim, je suis, Abendrot“ von Susanne Kriemann. Das Fragment eines Oberschenkelknochens und die Gelenkkugel eines Wollhaarmammuts aus der Eiszeit, die beide um 1900 in Franz Körners Kiesgrube gefunden wurden, waren zweifellos das Highlight der Ausstellung. Die beiden Exponate in einer Vitrine konnten mit Hilfe einer Lichtmaschine, die aus Weiterlesen

Reminiszenz an Raupen und kindliche Rückzugsorte

urban cave_koernerpark neukoellnDie Hochsaison, in der Pfaffenhütchen-Gespinstmotten ihr Unwesen treiben und Spaziergängern Schauer über den Rücken jagen, ist längst vorbei. Ein bisschen erinnert jedoch julia sossinka_urban cave_koernerpark neukoellnJulia Sossinkas Installation auf der Galerieterrasse im Körner- park wieder an die Naturkunst- werke der Raupen. Das ist aber nur ein Nebeneffekt. Mit „Urban Cave“ ging es der Künstlerin vorrangig um die Gestaltung einer Höhle, die viele an ihre Kindheit zurückdenken lassen wird, die zudem aber auch zum Bekrabbeln und Entdecken ihrer Struktur einlädt.

Ein bisschen (mehr) Frieden

galerie im koernerpark_neukoellnDie Galerie im Körnerpark ist kaum wieder zu erkennen. Weg ist der schier endlos lange Saal, getauscht gegen mathilde ter hejine_galerie im koernerpark neukoellnein völlig neues Raumgefühl. Zu verdanken ist es Mathilde ter Heijne und ihrer Ausstellung „Blood, Sweat and Tears – Assembling Past and Future“. Gemeinsam mit einem Netzwerk Kulturschaffender fokussierte die Künstlerin ein 100 Jahre zurückliegendes Ereignis, den ersten Internationalen Frauenfriedenskongress in Den Haag, um ihn mit aktuellen Krisen in Beziehung zu setzen und Weiterlesen

All You Can Eat: Nord-Neukölln macht am Wochenende satt

satt_kunstfestival 48 stunden neukoellnNeukölln gehört zwar mit Kreuzberg-Friedrichshain und Mitte zu den flächenmäßig kleinsten Berliner Bezirken, richtet aber mit 48 STUNDEN NEUKÖLLN das größte freie Kunstfestival der Hauptstadt aus.

Von morgen bis Sonntag mischen sich in den Straßen wieder blau-weiße Fahnen mit dem Logo der Veran-stalter zwischen die Flaggen, die anlässlich der Fußball-Europameisterschaft im Wind flattern. Und es werden wieder mehr als 70.000 Leute im Bezirk unterwegs sein, um wenigstens einen Bruchteil dessen zu erleben, was über 1.200 Künstlerinnen und Künstler für sie vorbe-reitet haben. Wer Kultur satt will, hat in den nördlichen Kiezen rund 400 Events an etwa 250 Orten zur Auswahl – wer Kultur satt hat, sollte sich am Wochenende besser südlich der Silbersteinstraße aufhalten. Weiterlesen

100 Tage für 100 Jahre: Neukölln feiert den Körnerpark

koernerpark neukoellnHätten sich alle zu einem Gruppenfoto aufgestellt, die an der Vorbereitung oder Durchführung des Festprogramms zum 100-jährigen Bestehen des Körnerparks beteiligt sind,gruppenbild_pk 100 jahre koernerpark_neukoelln wäre es auf der Terrasse vor der Galerie eng geworden. Deshalb traten Montag beim Pressetermin nur die Hauptverantwortlichen vor die Kameras.

„Das Interesse am Mitwirken seitens der Neuköllnerinnen und Neuköllner war überhaupt nicht einzuschätzen, als wir vor genau zwei Jahren angefangen haben, das Jubiläum zu planen“, sagt Kulturamtsleiterin Dr. Katharina Bieler (4. v. r.). Ihre Mitarbeiterin Bettina Busse (l.) hat seitdem regelmäßig zu einem Stamm-tisch eingeladen, der mit dem Input „Wir spinnen erstmal nur rum!“ Weiterlesen

Auseinandersetzung mit Identitätsfragen auf Augenhöhe

art&anthropology_galerie im koernerpark_neukoelln„Die Berlinerin“: Kurz und selbsterklärend war der Titel der letzten Ausstellung, die die Galerie im Körnerpark zeigte. Letzteres trifft zwar auch auf den Namen der aktuellen Ausstellung in der kom-munalen Galerie im Neuköllner Norden zu, insgesamt kommt er doch äußerst sperrig und mit bildungsbürgerlichem Impetus daher: „Art & Anthropology – Ethnographische Bezüge in der zeitgenössischen Kunst“ heißt die von Dr. Heike Fuhlbrügge und Dr. Christine Nippe kuratierte Ausstellung, die vor einer Woche eröffnet wurde.

14 internationale Künstler möchten mit ihr einen „poetischen Möglichkeitsraum“ schaffen, der auf Augenhöhe zur Auseinandersetzung mit Identitätsfragen einlädt. Ihre Installationen, Malereien, Objekte, Weiterlesen

Fotos und „schriftliche Selfies“ hunderter Frauen in einer neuen Ausstellung in der Galerie im Körnerpark

ausstellung die berlinerin_galerie im körnerpark neuköllnPortraits von 375 Berlinerinnen – ohne Auf-wand und Filter bei natürlichem Licht aufgenommen – fertigte Ashkan Sahihi für sein Fotoprojekt „Die Berlinerin“ von Sep-tember 2013 bis August 2015 an. „Jede Frau wurde in der Umgebung ihrer Wahl und in eigener Kleidung aufgenommen, sodass sie ihrer Individualität volle Geltung verschaf-fen konnte“, erklärt der Fotograf sein künstlerisches Konzept. Außerdem sei es wichtig, mit der Kamera keine Angst zu machen oder mit einer aufwändigen Fotoausrüstung zu drohen. Um möglichst viele der Bilder in der Galerie im Körner-park zeigen zu können, werden die eindrucksvollen Fotografien in Weiterlesen