„Kunst kann aufrütteln und zum Nachdenken anregen“: Freitag eröffnete die Ausstellung „Entwurzelt“

Unzählige entwurzelte Bäume blieben im Herbst letzten Jahres zurück als Sturmtief Xavier auch durch Neukölln wütete. Bereits einige Monate zuvor hatte eine Orkanböe den großen Ahornbaum in einer Ecke des Körnerparks aus dem Boden gerissen. Dorothee Bienert, Galerieleiterin des Kulturamtes, und Bernd Kanert, Leiter des Grünflächenamtes Neukölln, waren sich damals bald einig, dass mit dem umgestürzten Ahorn etwas gemacht werden muss, weil er zu schade zum Wegwerfen sei. So entstand die Idee zur Ausstellung „Entwurzelt“, Weiterlesen

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Ausstellung anonymer Kunstwerke im Körnerpark

Am 14. Juli wird in der Galerie im Körnerpark die Ausstellung „Anonyme Zeichner 2018“ eröffnet, die rund 600 Kunstwerken umfassen soll. Das Besondere daran: Alle Arbeiten werden ohne Kenntnis, von wem sie stammen, ausgewählt und ohne Angabe der Künstler*innennamen ausgestellt. So entsteht sowohl eine Hommage an die Vielfältigkeit des Mediums Zeichnung, als auch ein kollektives Gesamtkunstwerk innerhalb dessen die üblichen Regeln des Kunst-markts ausgehebelt und ad absurdum geführt werden

Was ist eine gute Zeichnung? Wie verändert sich das eigene Urteil, wenn man nichts über die ausstellenden Künstler*innen weiß? Das will das experimentelle Konzept herausfinden. Eine weitere Frage, auf die Antworten gefunden werden sollen, ist: Weiterlesen

Das Zarte als ästhetische Kategorie

Als feinfühlig, rücksichtsvoll und einfühlsam sind die Menschen in Berlin – insbesondere in Neukölln – nun wirklich nicht bekannt. Es mag deshalb überraschen, dass die Ausstellung „Eine Enzyklopädie des Zarten“ von Anne Brannys (r., neben Kuratorin Dorothee Bienert) gerade in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist. „Ich wollte meine Ausstellung unbedingt hier präsentieren, weil mich der langgestreckte Raum mit der Fensterfront an einer Seite stark an eine Orangerie erinnert“, begründete Brannys auf der Vernissage am vergangenen Weiterlesen

Konzerte pausieren, aber die Kunst bleibt

Die Galerie im Körnerpark bietet mit ihrer neobarocken Orangerieanlage seit 1983 einen attraktiven Ausstellungsort für alle Arten zeitgenössischer Kunst.

Derzeit werden Installationen und Videoperfor-mances des slowenischen Künstlerduos Nika Oblak und Primoz Novak gezeigt, die mit hintergründigem Witz die blinden Flecken des Realen im Medienzeitalter in Szene setzen. Sonntagnachmittag endete im Körnerpark zudem die 34. Saison der Konzertreihe „Sommer im Park“ mit einem Auftritt der Gruppe More Town Soul. Viele Menschen aus der Nachbarschaft und Weiterlesen

Immer wieder sonntags

1984 hatte die Konzertserie „Sommer im Park“ ihre Premiere. Seitdem wird von Mitte Juni bis Ende August an den Sonntagabenden im Körnerpark musiziert. Heute um 18 Uhr geht die Veranstaltungsreihe des Neuköllner Bezirksamts in die neue Saison: Nach der Eröffnung durch Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer legt Mi Solar mit lateinameri-kanischen Klängen, die auf Pop, Funk, Hip Hop und Latin-Jazz treffen, los.
„Das diesjährige Programm von ‚Sommer im Park‘ ist wieder sehr vielfältig und lässt mitreißende und musi-kalisch anspruchsvolle Konzerte erwarten“, kündigt Rämer an. Nächsten Sonntag wird es von Black Heri-tage fortgesetzt; am 27. August beendet More Town Soul die 34. Saison der Reihe.

Zerstörtes und Verstörendes in einer neuen Ausstellung

Es sind nur wenige Exponate in der Ausstellung „Constructing the Earthquake“. Doch so aufwändig wie deren Aufbau war bisher keiner in der Galerie im Körnerpark. „Vier Tonnen Asphalt, der von Berliner Straßen abge-tragen wurde, mussten von der Sammelstelle im Westhafen per LKW hergebracht werden“, berichtet Kuratorin Dorothee Bienert am Rande der Vernissage am vergangenen Freitag. Ein Radlader habe schließlich die Brocken in die Galerie transportiert und in einen 15 Quadratmeter großen Behälter geschüttet.

Folke Köbberlings Installation „Testphase #3“ ist das Kernstück der Ausstellung, die „Erdbeben als Metapher für gesellschaftliche und emotionale Weiterlesen

Anlass zum Nachdenken über die Nacht und ihre Erhellung

knochenfunde-wollhaarmammut_galerie-im-koernerpark_neukoellnObjekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen, waren ein wesentlicher Bestandteil der gerade zu Ende gegangenen Ausstellung „Ich bin, varim, je suis, Abendrot“ von Susanne Kriemann. Das Fragment eines Oberschenkelknochens und die Gelenkkugel eines Wollhaarmammuts aus der Eiszeit, die beide um 1900 in Franz Körners Kiesgrube gefunden wurden, waren zweifellos das Highlight der Ausstellung. Die beiden Exponate in einer Vitrine konnten mit Hilfe einer Lichtmaschine, die aus Weiterlesen