Was kann der „Klimabürger:innenrat Berlin“ in Zukunft leisten?

„Berlin muss bis zu Ende des Jahrzehnts klimaneutral werden!“ Mit dieser ehrgeizigen Forderung startete die Initiative Klimaneustart Berlin am ersten Juli-Wochenende auf einer Kundgebung in der Neuköllner Hasenheide eine Unterschriftensammlung zur Einleitung eines Volksbegehrens: Das Bündnis „Berlin2030 klimaneutral“ will mit dem Volksbegehren das Berliner Energiewendegesetz novellieren und dort das Jahr 2030 als verbindliches Ziel festschreiben. Dem Bündnis gehören über 20 Unterstützer-Organisationen an, darunter der ADFC, Fridays Weiterlesen

„A100 stoppen oder was?!“: Kiezdebatte auf der Heimathafen-Sommerbühne

High Noon in Neukölln: Pünktlich um 12 Uhr mittags startete am Welttheatertag eine mehrmonatige Zusammenarbeit des Heimathafens Neukölln mit der Extinction Rebellion Berlin. „Wir wollen deutlich machen, dass die aktuelle Pandemie nur der Vorläufer für die weltweiten ökologischen Krisen ist. Wir müssen mit der Frage umgehen, welche Rolle die Kulturwelt in und nach der Pandemie einnimmt und wie die Transformation in eine nachhaltige Zukunft gelingen kann“, verkündeten die Theatermacherinnen damals und stellten Ende März ihren leerstehenden Ballsaal als Werft für den Bau von Archen zur Verfügung. „Wir wissen seit Jahren, Weiterlesen

Heimathafen Neukölln und Extinction Rebellion Berlin kooperieren anlässlich der Klimakonferenz in Glasgow

lets_panic_saalbau„Lasst uns Archen bauen: Das Wasser steht uns bis zum Hals!!!“ Mit diesem eindringlichen Appell der Schauspielerin und Regisseurin Inka Löwendorf wandte sich am vergangenen Sonnabend erstmals das neue Aktionsbündnis zwischen Extinction Rebellion Berlin und Heimathafen Neukölln an die Öffentlichkeit. Das Neuköllner Volkstheater, dessen Gründungsmitglied Löwendorf ist, und die in London gegründete Klimagerechtigkeitsbewegung, die seit April 2019 auch Weiterlesen

Rixdorfer Perlen brechen im Heimathafen Neukölln in die „neue Normalität“ auf

„Prösterchen!“ Mit einem kleinen Schnäpperken begrüßten die drei Rixdorfer Perlen im „Feuchten Eck“ auf der Bühne des Heimathafens Neukölln am Freitagabend ihre Gäste an den Tischen des Theatersaals: Endlich konnten Kneipenwirtin Marianne Koschlewsky, Amüsierdame Jule und Putzperle Miezeken zusammen mit dem Publikum wieder anstoßen und eine neue Aufführung der Revue-Reihe „Keine Angst vor nichts und niemand“ feiern. Corona sei zwar nicht vorüber, wie Tresen-Chefin Weiterlesen

„Gazino Berlin“: Hommage an eine Mittlerin zwischen den Kulturen

„Als ich Emine Sevgi Özdamars Romane gelesen habe, war ich sofort verliebt. Ich habe in ihrer Trilogie ‚Sonne auf halbem Weg‘ ganz viele Parallelen zu mir und meinem Leben entdeckt. Meine Eltern kommen aus der Türkei und haben sich in Deutschland kennengelernt. Ich bin in Nürnberg geboren.“ Die Regisseurin Gökşen Güntel, die ich vor gut zwei Wochen mit ihrem Ensemble bei den Proben für das Stück „Gazino Berlin“ beobachten durfte, fasste ihre Leseerfahrung in einem Satz zusammen: „Die großen, mutigen und oft grotesken Bilder, die Weiterlesen

Heimathafen Neukölln startet im September wieder in den regulären Spielbetrieb

„Wo man nicht segeln kann, da muss man rudern. So mancher Mensch schöpft aus dieser schwierigen Zeit Produktivität und Inspiration.“ Mit viel Optimismus, aber nicht ohne den notwendigen Sinn für die Realität, begrüßte mich Inka Löwendorf in der vergangenen Woche in ihrem Büro an der geschäftigen Karl-Marx-Straße, als sie das Programm für die neue Spielsaison des Heimathafens Neukölln vorstellte. „Corona ist nicht vorüber“, sagte die Schauspielerin und Regisseurin, die Teil der künstlerischen Leitung am Heimathafen ist, und fügte schnell an: „Ich hoffe, dass unser Publikum auch unter den veränderten Bedingungen ins Theater kommt. In der neuen Spielsaison können wir ab September Weiterlesen

Deutsches Chorzentrum feiert Richtfest in Neukölln

„Das Richtfest des Deutschen Chorzentrums ist ein Fest der Hoffnung für die Chormusik, welche momentan eine sehr schwere Zeit erlebt. Die Musikmetropole Berlin freut sich über das uns bereichernde neue Chorzentrum, von dem Impulse für das Chorleben in ganz Deutschland ausgehen werden. In unmittelbarer Nähe zum Heimathafen Neukölln und zur Neuköllner Oper entsteht nun mit dem Chorzentrum ein weiteres, kulturelles Highlight für Berlin, ein großer Gewinn für den Kiez und seine Menschen.“ Weiterlesen

Spielbetrieb mit Fokus auf Publikum aus Berlin

„Es lässt sich derzeit nicht prognostizieren, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Größenordnung und aus welchen Ländern Touristinnen und Touristen nach Berlin reisen werden. Die inzwischen ergriffenen und geplanten Maßnahmen der Lockerung, u. a. in der Hotellerie und Gastronomie, lassen diesen Schluss noch nicht zu.“ Ernüchternd fiel die Antwort aus, die Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Abgeordneten Sibylle Meister (FDP) gab, die mit einer Schriftlichen Anfrage (Drucksache 18/23267, f) im Berliner Landesparlament Weiterlesen

Corona in Neukölln: Heimathafen schränkt den Spielbetrieb ein

Der Heimathafen Neukölln wird bis Anfang April auf einen eingeschränkten Spielbetrieb umstellen, damit weder Publikum noch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einem unnötigen Risiko in Sachen Covid-19-Infektion ausgesetzt werden, teilte gestern das Volkstheater mit. Verbunden war die Nachricht mit dem deftigen Kommentar in einer bunten Illustration: „Corona ist ein Arsch“.

Nach derzeitigem Stand (!) werden am 13. März das Bühnenprogramm von Jan Philipp Zymny und am 19. März Weiterlesen

Operette für alle: Das Ensemble ConTutti bringt „Die Fledermaus“ in den Heimathafen Neukölln

In der glamourösen Wiener Staatsoper gehört sie zum Repertoire und steht seit Silvester 1900 am Beginn des Jahres regelmäßig auf dem Spielplan. Im großen Saal des Heimathafens Neukölln dagegen – wo früher ein Theater der einfachen Leute war, das in den 1930er Jahren als Kino umfunktioniert wurde – verzauberte am vergangenen Montagabend die bekannteste Operette des Komponisten Johann Strauß wahrscheinlich zum ersten Mal. Mit einer erfolgreichen Premiere der Fledermaus im ausverkauften Haus Weiterlesen

Kritik und Anerkennung für die Frontal 21-Dokumentation „Wem gehört Neukölln?“

Ein halbes Jahr lang begleiteten die Autoren Christian Esser und Anne Herzlieb Bezirksbürgermeister Martin Hikel zu Polizeieinsätzen, Bürgerfesten und bei Terminen, in denen es um Immobilienspekulationen und steigende Mieten ging. Im Sommer wurde ihre 45-minütige Dokumentation „Mein Haus, mein Kiez, mein Clan – Wem gehört Neukölln?“ erstmals im ZDF ausgestrahlt.

Am Dienstagabend luden die beiden Frontal 21-Autoren zu Weiterlesen

„Mittelmeer-Monologe“ bringen die tödlichste Grenze der Welt auf die Bühne des Heimathafens Neukölln

„Ich will den Überfahrten menschliche Gesichter geben, statt nur abstrakte Zahlen zu verbreiten“, stellte Michael Ruf von der Bühne für Menschenrechte sein neuestes dokumentarisches Theaterstück bei der Uraufführung am vergangenen Donnerstagabend im Heimathafen Neukölln vor. Dann appellierte er an das Premierenpublikum: „Helfen Sie mit, dass die ‚Mittelmeer-Monologe‘ in möglichst vielen deutschen Städten zu sehen sind.“ Rund 700 Mal wurden seine ersten drei dokumentarischen Theaterstücke „Asyl -Monologe”, “Asyl-Dialoge” und “NSU-Monologe” in ganz Deutschland aufgeführt. Für sein viertes wortgetreues Theaterstück „Mittelmeer-Monologe“ Weiterlesen

Exkursion zu Kunst- und Kultur-Orten im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße

Nein, eine Touristengruppe war es nicht, die am Dienstagnachmittag vor dem Heimathafen Neukölln mit Kopfhörern und Mikrophon ausgerüstet zu einer Erkundungstour durch das Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße aufbrach. Vielmehr bestand die Gruppe aus Teilnehmer der „Lenkungsgruppe vor Ort“, die die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] zum zweiten Mal einberief, nachdem es im Sommer 2018 eine gut besuchte Begegnung auf dem KINDL-Gelände im Rollbergviertel Weiterlesen

„Bevor der Messias kommt!“: Berlin-Premiere von Aydin Isik im Heimathafen Neukölln

„Es gibt nur einen Gott – und der hat einen komischen Humor.“ Mit Tiefgang und Sarkasmus stellte der Kabarettist Aydin Isik am Mittwoch vergangener Woche sein Kabarett-Programm „Bevor der Messias kommt!“ bei der Berlin-Premiere im Heimathafen Neukölln vor. Es dreht sich um die Odyssee des erneut auf die Erde gesandten Messias, der versucht aus Bethlehem nach Europa zu gelangen.

„Du denkst, deine Religion ist die Beste und dein Gott, Allah, Jehowa oder wie auch immer er heißt, ist der Wahrhaftigste, der Barmherzigste, der Mächtigste und ganz anders, als die anderen?“ Isik klärt auf, dass die Realität seit tausenden Jahren eine andere ist. Dem türkischstämmigen Schauspieler und Regisseur Aydin Isik reichen wenige Requisiten Weiterlesen

„He, du Glückliche!“ hinterfragt, was von der Rolle der Frau im DDR-Sozialismus geblieben ist

29 Lebensgeschichten ostdeutscher Großmütter, Töchter und Enkelinnen haben Monika Stenzel und Ulrike Jackwerth in ihrem Buch „He, du Glückliche“ zusammengetragen, das im Mai beim Mitteldeutschen Verlag erschien. Für ihre Buchpremiere kamen die beiden gelernten Schauspielerinnen am 2. Juni in das vollbesetzte Studio des Heimathafens Neukölln.

Monika Stenzel (r.), die die Texte schrieb, wurde in Halle an der Saale geboren und schloss eine Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab. Die in der Wiener Neustadt geborene Ulrike Jackwerth, die für die Leitung Weiterlesen

Auf der Bühne fürs Leben lernen

Aufgeregte Premierenstimmung herrschte bei der Eröffnung des 23. Neuköllner Theatertreffens der Grundschulen (NTT) am vergangenen Montag im Heimathafen Neukölln: Kinder flitzten vor ihrem Auftritt in aufwändigen Kostümen durch das Foyer und Eltern mit Kameras aller Art erwarteten den Auftritt ihres Nachwuchses auf der großen Bühne im Theatersaal, wo vier Berliner Grundschulen kleine Ausschnitte ihrer Inszenierungen zeigten.

„Das Neuköllner Theatertreffen der Grundschulen hat sich längst zu einer Institution entwickelt, die aus dem Berliner Schulleben und der Kulturlandschaft des Bezirks Neukölln nicht mehr Weiterlesen

Neukölln wird zum Zentrum des Singens in Deutschland

„Das Haus ist ein besonderes“, findet Franziska Giffey. 2014 stand es schon einmal in den Schlagzeilen, erinnert die künftige Ex-Bürgermeisterin von Neukölln, die heute als neue Bundesfamilienministerin vorgestellt wird: Damals sei die heruntergekommene Immobilie in der Karl-Marx-Straße 145, die einer arabischen Großfamilie gehörte, zwangsversteigert worden und der Termin habe nur mit einem Großaufgebot der Polizei stattfinden können. Von 17 Clan-Mitgliedern, Tumulten im Amtsgericht und von niemandem außer einem anonymen Käufer, der sich den Erwerb des Hauses getraut habe, spricht Giffey.

Aus ihrer Begeisterung darüber, dass ausgerechnet dieses Gebäude jetzt an den Deutschen Chorverband (DCV) weiterverkauft wurde, der hier Weiterlesen

Gastspiel der Theatergruppe Azdar mit „Geschichte einer Tigerin“ im Heimathafen Neukölln

Kabul im Dezember 2014 bei der Premiere des Stückes „Herzklopfen. Die Stille nach der Explosion“ der Theatergruppe Azdar: Während ein Schauspieler eine leblos wirkende Person im Rampenlicht über den Bühnenboden hinter sich her zieht, wird die Szene jäh durch eine Explosion beendet. Manche Zuschauer klatschen – sie halten die Explosion für einen besonders realistischen Effekt. Erst als Panik ausbricht, versteht das Publikum, was passiert ist. Zwei Theater-besucher und der 17-jährige Selbstmord-attentäter werden tödlich verletzt, wie die sehenswerte WDR-Dokumentation „Spielen für die Freiheit: die afghanische Theatergruppe Azdar“ Weiterlesen

„Kunst und Neukölln gehören zusammen“: Neuköllner Kunstpreis 2018 im Heimathafen Neukölln verliehen

„Neukölln ist nicht mehr nur Problembezirk. Wir müssen uns schon lange nicht mehr verstecken!“ Mit dieser selbstbewussten Einschätzung begrüßte Dr. Martin Steffens vom Kulturnetzwerk Neukölln am Samstagabend die vielen Besuche-rinnen und Besucher, die zur Verleihung des 2. Neuköllner Kunstpreises in den Heimathafen Neukölln gekommen waren. „Die Qualität und Quantität der künstlerischen Produktion in Neukölln ist im internationalen Vergleich sehr hoch“, erläuterte Steffens seine vielleicht einige Menschen Weiterlesen

Premiere des Dokumentarfilms „Überleben in Neukölln“

„Überleben in Neukölln“ heißt der neueste Film des Regisseurs Rosa von Praunheim, der am vergangenen Donnerstag im Kino Moviemento auf der Kreuzberger Seite des Kottbusser Damms uraufgeführt wurde.

Dass Praunheim um die politische Wirkung von Filmtiteln weiß, zeigte er mit seinem Spielfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“, der Anfang der 1970er Jahre den Weg für die politische LGBTI-Bewegung ebnen half, die heute für ein selbstbestimmtes Leben von Lesben, Schwulen (englisch: Gays), Bisexuellen, Trans-Menschen und Intersexuellen eintritt. Diesmal Weiterlesen