Spielbetrieb mit Fokus auf Publikum aus Berlin

„Es lässt sich derzeit nicht prognostizieren, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Größenordnung und aus welchen Ländern Touristinnen und Touristen nach Berlin reisen werden. Die inzwischen ergriffenen und geplanten Maßnahmen der Lockerung, u. a. in der Hotellerie und Gastronomie, lassen diesen Schluss noch nicht zu.“ Ernüchternd fiel die Antwort aus, die Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Abgeordneten Sibylle Meister (FDP) gab, die mit einer Schriftlichen Anfrage (Drucksache 18/23267, f) im Berliner Landesparlament erfahren wollte, ob mit den kommenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen nun auch wieder Touristen in die Stadt wiederkehren würden.

Ebenso wie die anderen Spielstätten in Berlin hoffen auch der Heimathafen Neukölln und die Neuköllner Oper, dass nach den Sommerferien der Spielbetrieb zumindest eingeschränkt wieder aufgenommen werden kann.

„Aufgrund der durch Reisebeschränkungen längerfristig zu erwartenden niedrigen Zahlen an ausländischen Touristinnen und Touristen aus dem außereuropäischen und europäischen Ausland, kann der Fokus der Kultureinrichtungen vorerst nur auf Besucherinnen und Besucher aus Berlin und mit Lockerung der Maßnahmen auf Touristinnen und Touristen aus ganz Deutschland liegen“, erklärte Wöhlert. In den vergangenen fünf Jahren kamen in der Neuköllner Oper 85 Prozent und im Heimathafen Neukölln 80 Prozent der Besucherinnen und Besucher aus Berlin. Im Friedrichstadt Palast und im Schlosspark Theater kam dagegen etwa die Hälfte der Gäste aus ganz Deutschland und dem – zumeist deutschsprachigen – Ausland, wie der Antwort auf die Schriftliche Anfrage zu entnehmen ist.

=Christian Kölling=