Berliner Demo für einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungs- und Mietenpolitik

Gefühlt war fast die ganze Stadt auf den Beinen, um an der Demo „Gemeinsam gegen Verdrän-gung und #Mietenwahnsinn“ teilzunehmen, die sich gestern kurz nach 14 Uhr am Potsdamer Platz in Bewegung setzte und deren Ende deutlich nach 17 Uhr die Potsdamer-/Goebenstraße erreichte. Genauere Teilnehmerzahlen schwanken zwischen 13.500 (Polizei) und über 25.000 (Organisatoren). „So eine große Demo habe ich noch nicht gesehen“, sagte ein Neuberliner am Rand des Umzugs, während ein Alteingessener sich an Westberliner Weiterlesen

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Herausforderungen für alle: Neuköllner Bezirksstadträte stellen Arbeitsprogramm 2018 vor

„Ich will die erfolgreiche Politik von Heinz Buschkowsky und Franziska Giffey weiterführen, denn ich habe den Neuköllner Weg mitgestaltet.“ Mit dieser Kernaussage eröffnete der seit drei Wochen amtierende Bezirksbürger-meister Martin Hikel (SPD) gestern Mittag eine Pressekonferenz, bei der die Stadträte des Bezirksamtes ihre Arbeitsschwerpunkte für das laufende Jahr vorstellten. „Neukölln ist eine großartige Herausforderung, auf die ich mich freue“, erklärte Hikel hoch motiviert und wies auf seine Ausbildung als Mathematiker hin. Eine Qualifikation, die Hikel übrigens mit BVV-Vorsteher Weiterlesen

Was entsteht auf Tankstellengrundstück an der Sonnenallee?

Rot-weißes Flatterband und ein Gitterzaun sperren seit einigen Tagen die alte Esso-Tankstelle in Sichtweite des Hermannplatzes ab. „Hält das Bezirksamt den möglichen Neubau eines weiteren Hotels auf dem Eckgrundstück Sonnenallee 9/Hobrechtstraße, auf dem sich z. Z. eine Tankstelle befindet, trotz der Belastung Neuköllns durch den Tourismus im benachbarten Reuterkiez für wünschenswert?“, wollte die Bezirksverordnete Marlis Fuhrmann (Linke) auf der BVV-Sitzung am 21. März per mündlicher Anfrage erfahren.

„Für das Grundstück wurden bisher lediglich Beratungsgespräche im Fachbereich Stadtplanung geführt. Ein Bauantrag oder sonstige Anträge Weiterlesen

Zwischenbilanz zum Milieuschutz in Neukölln

Neukölln hat mit drastisch steigenden Mieten zu kämpfen, doch um die Verdrängung alteingessener Mieter zu verhindern, ist seit Anfang 2016 der sogenannte Milieuschutz in vielen Kiezen im Norden des Bezirks in Kraft.

Die Neuköllner Linke-Abgeordneten Anne Helm lud Donnerstagabend ins Wahlkreisbüro Rigorosa, das sie in der Schierker Straße 26 mit ihrem Kollegen Niklas Schrader teilt, um eine Bilanz zum bisher praktizierten Milieuschutz zu ziehen und zu diskutieren, ob der Milieuschutz ein effektives Mittel gegen steigende Mieten im Bezirk ist. Eingeladen waren zum Erfahrungsaustausch, den Weiterlesen

Nachts in den Straßen der Hauptstadt

„Jetzt in Neukölln Straßenschläfer mit Tee und Schlafsack versorgt“ oder „Ein junger Mann erzählt uns, dass er seit sechs Wochen auf der Straße lebt, eigentlich im April mit dem Medizinstudium beginnt, aber die verspro-chene Wohnung nicht bekommen hat“ oder „Manche wollen aber auch einfach keine Hilfe annehmen“: Es sind Eindrücke wie diese, die Neuköllns Sozialstadtrat von einer Nacht mit dem Berliner Kältebus-Team mitbrachte. „Viele krasse Eindrücke – zum Lachen, zum Schreien, zum Weinen“, resümiert Jochen Biedermann und bittet, Obdachlose auf jeden Fall zu fragen, ob sie Hilfe brauchen, und das Kältebus-Telefon 0178 523 58 38 anzurufen, wenn sie die Frage bejahen.

Alles neu und manches wie früher

Solange der Winterschlaf der Natur in Neukölln andauert, sieht man sogar von der Straße aus, dass sich im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe etwas getan hat. Schon vor zwei Jahren konnte der Abschluss der Sanierungsarbeiten vom Haus 1 des Gebäude-Ensembles gefeiert wer-den; in dieser Woche wurde das nunmehr um-gebaute und energetisch sanierte Haus 2 einge-weiht.

Offiziell heißt es jetzt „Veranstaltungs- und Begeg-nungszentrum Lessinghöhe“, was hervorheben soll, dass künftig eben nicht mehr nur Kinder und Jugendliche das Gebäude besuchen sollen. „Wir Weiterlesen

„Rudow liest“ mit Sten Nadolny, vielen Neuerscheinungen und vielleicht einer neuen Bezirksstadträtin zur Eröffnung

„Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Jahr Sten Nadolny für eine Lesung gewinnen konnte“, sagt Heinz-Jürgen Ostermann, als er mir das diesjährige Programm von „Rudow liest“ bei einem Gespräch in seiner Buchhandlung Leporello vorstellt. „Nadolny ist wahrhaftig einer der Großen der deutschen Literatur. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nannte ihn anlässlich seines 75. Geburtstags einen Glücksfall für die deutsche Literatur“, fügt Ostermann an.

1983 erschien Nadolnys Roman „Die Entdeckung der Langsamkeit“, der in alle Weltsprachen übersetzt wurde und zu den modernen Klassikern der Weltliteratur zählt. „‚Das Glück des Zauberers‘ heißt das vergnüglich-weise Werk, aus dem Sten Nadolny am Samstag auf der Hauptveranstaltung im Gemeindezentrum Weiterlesen