Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Weiterlesen

Silvester in Neukölln: Nach der Neujahrsfeier ist vor der Neujahrsfeier

Als am Neujahrsmorgen die Uhr auf dem Sri Mayurapathy Murugan Tempel in Britz kurz vor halb Elf zeigte, war der Jahreswechsel in Honolulu auf Hawaii noch 35 Minuten entfernt, während in Neuseelands größter Stadt Auckland bald der 2. Januar anbrach. Zwar ist der Wechsel vom alten Jahr ins Neue nur ein kurzer Moment, aber weltweit betrachtet dauert er einen ganzen Tag. Am Neujahrsmorgen waren Hindus aus ganz Berlin an die Blaschkoallee und zum Sri Ganesha Hindu Tempel in der Hasenheide gefahren, wo es ab 11 Uhr eine Neujahrsveranstaltung Weiterlesen

Neuer Hindu-Tempel in der Hasenheide: Einweihung im nächsten Jahr?

Täglich praktiziert ein Priester im Sri Ganesha Hindu Tempel in der Hasenheide spätnachmittags die Puja, eine religiöse Ehrerweisung und Verehrung, die einer festgelegten Ordnung folgt. Am Ende des einstündigen Rituals traf ich kürzlich Vilwanathan Krishnamurthy und Jayarama Naidu vom Unterstützungsverein des Hindu-Tempels. Beide lernten sich schon in Bangalore, der drittgrößten indischen Stadt im Bundesstaat Karnataka kennen und leben seit über 40 Jahren in Berlin. „Jayarama ist einige Jahre vor mir als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen“, berichtete Krishnamurthy über seinen Freund, mit dem zusammen er – unterstützt von anderen Weiterlesen

Fest für Ganesha im Hindutempel in der Hasenheide

Das Sri Ganesha Chaturthi-Fest ist einer der höchsten hinduistischen Feiertage. In Berlin wird der Tag, an dem Lord Ganesha – Sohn des Gottes Shiva und der Göttin Parvati – für alle seine Anhänger auf der Erde erscheint, alljährlich im Sri Ganesha Hindu Tempel in Neukölln gefeiert. Entsprechend dem hinduistischen Kalender fällt das Ereignis auf den vierten Tag nach Neumond im Monat Bhaadrapada. Es ist ein sehr beliebtes Fest, das im Süden Indiens zehn Tage lang ausgiebig gefeiert wird. Am vergangenen Sonnabend versammelten sich im Tempel in der Hasenheide Weiterlesen

Was lange währt …

Wäre alles planmäßig verlaufen, läge die Einweihung des Eingangsbereichs des Sri Ganesha Hindutempels, für den im September 2010 der Grundstein gelegt wurde, 3-2016 hindu tempel berlin_hasenheide neukoellnbereits fast fünf Jahre zurück. Aber was läuft in Berlin schon planmäßig? Inzwischen hat das 17 Meter hohe Portal des Tempels auf der zu Neukölln gehörigen Stra-ßenseite der 3-2016 hindutempel berlin_hasenheide neukoellnHasenheide zwar seine volle Größe erreicht, doch es ist nach wie vor eingerüstet. Ab Mitte März werde am Tem-peleingang weitergearbei-tet, teilte uns Vilwanathan Krishnamurthy, der Vizepräsident des Trägervereins, mit. Am 11. April solle schließlich mit den Arbeiten am Funda-ment des 864 Quadratmeter großen Sri Ganesha Hindu Tempels begonnen werden.

Politik und Kunst in Neuköllns Anlaufstelle mit Sternchen

soremsky_kahlefeld_kofbinger_Sommerfest Grünes BürgerInnen-Büro NeuköllnUm die Arbeit des Abgeordnetenhauses in der Stadt besser sichtbar zu machen und mehr Bürgernähe herzustellen, unterhalten seit einer Parlamentsreform die Landes-parlamentarier aller Parteien allein oder in Bürogemeinschaften sogenannte Bürger-büros. Im Gemeinschaftsbüro der Grünen-Abgeordneten Anja Kofbinger (r.) und Dr. Susanna Kahlefeld (M.), das im April 2014 im Richardkiez eingerichtet wurde, gab es am vergangenen Freitag ein Sommerfest. Mit ihm verbunden war die Eröffnung einer kleinen Ausstellung des Illustrators Bo Soremsky (l.), der in seinen Weiterlesen

Die Qual der Wahl: Durch Museen oder lieber durch Kirchen, Moscheen und Tempel? Oder alles miteinander verbinden?

Gegen die Lange Nacht der Museen ist die Lange Nacht der Religionen noch ein Youngster. Erstere findet Samstag zum 35. Mal statt; letztere lädt – ebenfalls Sams-tag – zum 4. Mal dazu ein, die Vielfalt religiöser Weltanschauungen kennenzulernen. 93 Gruppen präsentieren sich stadtweit, 14 sind es nur in Neukölln, wo die Nacht be-

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bereits mittags um 12 – und damit noch vor dem offiziellen Auftakt auf dem Gendar-menmarkt – beginnt: Die Dzogchen Gemeinschaft Deutschland führt in den Buddhis-mus, tibetisches Yoga und den Vajra-Tanz ein, der Treffpunkt Religion und Gesell-schaft geht der Frage „Was ist euch heilig?“ bei Besichtigungen des Weiterlesen

Nach neun Jahren endlich fertig: Kulturhaus der Sehitlik Moschee mit erster Ausstellung eröffnet

eröffnung ditib-kulturhaus sehitlik-moschee neuköllnDie Sehitlik Moschee am Neuköllner Colum- biadamm, eine der schönsten Moscheen in Deutschland, ist um einen Anziehungspunkt reicher: Feierlich wurde Freitagnachmittag das Kulturhaus der Sehitlik-Gemeinde eröff- net. Es ist im Stil der Safranbolu-Häuser am Schwarzen Meer gebaut und erinnert an die Osmanische Zeit. Um die Brückenfunktion des neuen Kulturhauses in heutiger Zeit zu veranschaulichen, dachten seine Erbauer sich etwas Besonderes aus: Die Begegnungsstätte hat zwei Haupteingänge, so dass sie wahlweise vom Gelände des alten türkischen Friedhofs Weiterlesen

Kommt Zeit, kommt Tempel

Parallelen zum Flughafen BER sind nicht von der Hand zu weisen: Auch beim Sri Ga- nesha Hindutempel an der Hasenheide fragt sich mancher, ob der wohl jemals fertig werden wird. Ganesha sei ein „ziemlich dicker, behäbiger Gott“, hatte Vilwanathan Krishnamurthy im September 2010 bei der Grundsteinlegung gesagt, für die Bauar- beiten aber  Geschwindig- statt Behäbigkeit  in Aussicht  gestellt.  Im nächsten Som-

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mer könne das Portal mit Stuckornamenten, Götterstatuen und einem 17 Meter hohen Turm eingeweiht werden, war der Vizepräsident des Tempelvereins Weiterlesen

Neukölln als Parcours für Perspektivwechsler

v. l.: Festivalleiter Dr. Martin Steffens, Auguste Kuschnerow (Kulturnetzwerk Neukölln), Kulturstadträtin Dr. Franziska Giffey, Francesco Mammone (Reihe "Kunst und Kult"), Festivalleiter Thorsten Schlenger, Andrea Klahold (Neukölln Arcaden)

v. l.: Festivalltg. Dr. Martin Steffens, Auguste Kuschnerow (Kulturnetzwerk Neukölln), Kul- turstadträtin Dr. Franziska Giffey, Francesco Mammone (Reihe „Kunst und Kult“), Festivalltg. Thorsten Schlenger, Andrea Klahold (Neukölln Arcaden)

Gutes Schuhwerk, das ist es, was Neuköllns Kulturstadträtin Dr. Fran- ziska Giffey allen empfiehlt, die sich am Wochenende auf die Spuren der Kunst im Bezirk begeben. Denn heute geht 48 Stunden Neukölln in die 15. Runde – und das bedeutet: bis Sonntagabend etwa 400 Ver- anstaltungen, die das Jahresthe- ma „Perspektivwechsel!“ umset- zen, an 250 Orten. Immerhin seien es gut 30 Prozent weniger als noch im Vorjahr, erinnert Auguste Kusch- nerow vom Kulturnetzwerk Neukölln e. V., das das Festival veranstaltet.

Verschlankt kommt es nun also daher, und das betrifft nicht ausschließlich die Zahl der Veranstaltungen und Orte. Mit „Kultur- und“ hat es den Ballast von drei Silben und einem Bindestrich abgeworfen. martin steffens_auguste kuschnerow_48 stunden neukölln-pkDas Kunstfestival 48 Stunden Neukölln heißt es jetzt nur noch“, betont Dr. Martin Steffens und geht auf weitere Neuerungen ein: Die Beiträge der Künstler sollen stärker als bisher auf das jeweilige Jahresthema konzentriert sein, und Galerien ohne speziell auf das Festival- thema zugeschnittene Ausstellungen oder Events sind künftig keine Teilnehfranziska giffey_francesco mammone_thorsten schlenger_48 stunden neukölln-pkmer mehr, die im Pro- gramm bewor- ben werden, sondern nur noch „assoziierte Orte“. So sei es im letzten Herbst bei einer Zukunftswerkstatt mit diversen Beteiligten be- schlossen worden, sagt der langjährige Festival- leiter, der – auch das ist neu – in diesem Jahr zusammen mit Thorsten Schlenger als Doppel- spitze agiert. Erklärtes Ziel sei, das relativ alte, inzwischen mehrfach kopierte Format des Festivals in eine zeitgemäße Form zu bringen, um gegenüber den Nachahmern die Nase vorne zu behalten. Dazu gehört auch ein neues Corporate Design rund um info-stand neukölln arcaden_48 stunden neuköllndas etablierte 48 Stunden Neukölln-Logo.

„Hier ist Kunst“, allgegenwärtig ist der Schriftzug derzeit im Bezirk. „Da ist Kunst“ heißt es heißt es auf den außerhalb Neu- köllns ausliegenden Orientierungsplänen. Den Effekt, dass wegen des Festivals „Menschen kommen, die sonst nicht den Weg nach Neukölln finden“, schätzt auch Franziska Giffey. Damit sie sich nicht verirren und Einheimische im Event-Overkill ebenfalls den Überblick behalten, hat das junge Neuköllner Unternehmen Quar- terland eine Festival-App entwickelt. „Mit einer Echtzeitkarte“, erklärt Torsten Fischer, „werden den Usern von Smartphones 48 stunden neukölln-pkoder Tab- lets nur Veranstaltungen angezeigt, die gerade in unmittelbarer Nähe stattfinden.“

An die Nicht-ohne-mein-Smartphone-Generation ist also gedacht – und den so genannten Silver- Agern wird in diesem Jahr erstmals eine eigene Festivalreihe gewidmet: Im Labor Urbanes Altern, das in der 1. Etage der Neukölln Arcaden ein- barbara duisberg_labor urbanes altern_neukölln arcaden_48 stunden neukölln-pkgerichtet ist, sol- len die Senioren stärker in den Fo- kus genommen und einbezogen werden. Neben einer Ausstellung der Berliner Künstlerin Barbara Duisberg gibt es Audio-Installationen, ein Medien-Center, Performances und verschiedene Projekte, die auf die Förderung des intergenerativen Dialogs ausgerichtet sind und somit zum Perspektivwechsel einladen. „Dieses Anliegen“, informiert Thorsten Schlenger, der die Reihe betreut, „wird auch bei den nächsten Festivals fortgesetzt.“ Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land habe bereits das Sponsoring für 2014 labor urbanes altern_48 stunden neukölln-pkund 2015 zugesagt.

Einen weiteren 48 Stunden Neukölln-Schwer- punkt schafft die Veranstaltungsreihe Kunst und Kult – Stimmen der Religionen, die von Fran- cesco Mammone kuratiert wurde. „Hier liegt der Akzent auf dem Dialog zwischen Künstlern und Gemeinden“, erklärt er. Fünf Gotteshäuser in Neukölln beteiligen sich an der Reihe, ebenso fünf Künstler: „Bei der Zuordnung war es uns wichtig, dass sie nicht der entsprechenden Glaubensgemeinschaft angehören.“ Das Ergeb- nis seien intensive, künstlerisch-religiöse Aus- einandersetzungen einer Buddhistin mit der katholischen Sankt-Clara-Gemeinde, einer Ka- tholikin mit der Sehitlik-Moschee, einer Muslima mit der Herrnhuter Brüdergemeine, eines muslimisch-katholisch sozialisierten Künstlers mit der evangelischen Gene- zareth-Gemeinde und einer Künstlerin, die im griechisch-orthodoxen Umfeld auf- geheimnisvolle tür_48 stunden neukölln-pkwuchs, mit dem Sri-Ganesha-Hindutempel.

Heute um 19 Uhr wird das Kunstfestival, im Kesselhaus der ehemaligen Kindl-Braue- rei an der Werbellinstraße eröffnet. Bis Sonntagabend kann dann, so Auguste Kuschnerow, die Sichtweise auf Fremdes geschärft und das Wechseln von Stand- orten und Perspektiven erlernt werden. Wer das mit dem 28-seitigen Programm als Wegbegleiter tun will, sollte nicht nur an gutes Schuhwerk, sondern – bei nicht mehr ganz so guten Augen – auch an die Lese- brille denken. Sonst bleibt die Sichtweise auf weite Passagen des Heftes ver- schwommen und wird das Wechseln von Standorten und Perspektiven zur echten Herausforderung.

=ensa=

Es geht voran

sri ganesha hindutempel hasenheide neuköllnDer Optimismus war groß: Im nächsten Sommer werde der Eingangsbereich des Sri Gane- sha Hindu Tempels eingeweiht, verkündete Vilwanathan Krish- namurthy, Vizepräsident des Trägervereins, bei der  Grund-steinlegung am 11. September 2010. Dann aber warfen uner- wartet bei Bodenuntersuchun- gen entdeckte Trümmer des 2. Weltkriegs und die aktuelle Wirt- schaftskrise die Planung über den Haufen. Gönner, die schon ihre Unterstützung für das Stem- men der spendenfinanzierten Baukosten in Höhe 850.000 Euro signalisiert hatten, legten ihre Zusagen auf Eis, andere zeigten sich zurückhaltender als erwartet.

Der Optimismus ist den Bauherren dennoch nicht vergangen, und mittlerweile nimmt der Haupteingang zum Tempel Gestalt an: 17 Meter wird der stufenpyramidenartige Turm mit Stuckornamenten und Götterstatuen  hoch werden, für das Eingangsportal ist eine Höhe von 6 Metern geplant.  Bis zu Ganeshas Geburtstag im September sollte es mit der Fertigstellung klappen, hofft man beim Tempelverein.

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Die Dünen von Neukölln

Über ein halbes Jahr ist seit der Grundsteinlegung des Sri Ganesha Hindu Tempels im September letzten Jahres vergangen (wir berichteten). Im Sommer 2011, wurde damals angekündigt, solle der 17 Meter hohe Eingangsbereich fertig sein und eingeweiht werden. In etwa einem Vierteljahr also.

Zu glauben, dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann, fällt schwer angesichts dessen, was  derzeit an der Baustelle zu  sehen ist:  ein tiefes  Loch und  dünenartige

Sandberge. Optimistisch stimmt dann aber doch der sonntägliche Eifer von über einem Dutzend Leuten, die das Vorhaben tatkräftig vorantreiben. Unter ihnen auch Vilwanathan Krishnamurthy, maßgeblicher Initiator des Projekts und zugleich das leibhaftige Gegenmodell zum behäbigen Hindu-Gott Ganesha, der dem Tempel seinen Namen geben wird.

=ensa=

Der Grundstein für den Hindu-Tempel in der Neuköllner Hasenheide ist gelegt

„Ganesha ist ein ziemlich dicker, behäbiger Gott“, sagt Vilwanathan Krishnamurthy. Andererseits aber sei er kräftig und voller Energie und deshalb der richtige Namensgeber für den Sri Ganesha Hindu Tempel Berlin, dessen Grundstein heute Vormittag in der Hasenheide gelegt wurde. Dem voraus ging eine feierliche Zeremonie mit fast einem Dutzend Gläubigen, bei der es mehr Geschenke, als bei solchen Ritualen üblich, für Ganesha gab. Wenn der Gott dadurch ein wenig auf Trab gebracht  würde,  wäre wohl  niemand  traurig darüber. Schließlich  ist  es schon fünf

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Jahre her, seit die Idee entstand, einen Hindu-Tempel in Berlin zu Weiterlesen