Bezirk Neukölln schafft Voraussetzung für Berlins höchstes Wohngebäude

Der ESTREL-Tower kann kommen – den Weg für den Neubau gegenüber dem ESTREL-Hotel an der Sonnenallee hat der Bezirk Neukölln frei gemacht. Ein entsprechender Bebauungsplan wurde von der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung am 13. Dezember beschlossen. Mit Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt tritt der Bebauungsplan in Kraft – dies solle noch im laufenden Jahr erfolgen, teilte Bezirksbürgermeisterin Giffey gestern mit.

Der Bebauungsplan für den ESTREL-Tower schließt sich südlich der Sonnenallee an das bestehende Hotel an. Um den Neubau zu ermöglichen, musste die erlaubte maximale Bauhöhe auf dem Weiterlesen

Der Sound geht, das Wasser bleibt

Auf Soundreisen durch die aktuelle Berliner Popmusik-Szene muss ab heute wieder verzichten, wer über Neuköllns Wasserstraßen schippert. Die sind mit dem Ende des Kunst-festivals 48 Stunden Neukölln passé, nicht aber die Dampferfahrten mit der Reederei Riedel: Zweimal täglich legen sie an der Kottbusser Brücke zur Tour über Landwehrkanal und Spree ab. An den Wochenenden und Feiertagen gibt es die sogenannten Brückenfahrten außerdem mit Stern + Kreis von und bis zur Station am Estrel.

Lob, aber auch Kritik für den umgestalteten Weichselplatz

„In Rixdorf is‘ Musike“, spielte der Leierkasten-mann Freitagnachmittag zum Auftakt der Eröffnung des Weichselplatzes im sogenannten Drei-ländereck zwischen Neukölln, Treptow-Köpenick, und Friedrichshain-Kreuzberg. Quer über den Platz, der als gesetzlich geschützte Grünan-lage ausgewiesen ist, war in Höhe Fuldastraße ein weißes Band gespannt: Als Höhepunkt der kleinen Eröffnungsfeier durchschnitten es Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey und Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann gemeinsam Weiterlesen

Rixdorfs Wanne und ihre wechselvolle Geschichte

Die Mierstraße ist 160 Meter lang und verbindet die Lahnstraße mit dem Mittel-buschweg, der vor allem als Neuköllner Müll-Hotspot bekannt geworden ist. Friedrich Wilhelm Mier, der 1912 im Alter von 76 Jahren starb, sei Stadtrat in Rixdorf gewesen, informiert eine Plakette über dem Straßenschild. Doch Miers Leben war nicht nur von Politik geprägt: Er war auch Fuhrunternehmer, Besitzer eines Eiswerks und Gründer der ersten Rixdorfer Freibade-anstalt, die am 2. Juni 1883 eröffnet wurde.

Damals hieß die Straße, die seit 1937 Neuköll-nische Allee heißt und an der Neuköllnischen Brücke beginnt, noch Kaiserstraße; später wurde sie erst in Canner Chaussee und dann in Köllnische Weiterlesen

Neue Uferpromenade am Neuköllner Schiffahrtskanal mit einem Eröffnungsfest eingeweiht

Beim bundesweiten Tag der Städtebauförderung fanden allein in Neukölln am vergangenen Sonnabend sechs Veranstaltungen statt. „Die Berlinerinnen und Berliner können viele Projekte kennenlernen, mit denen unsere Stadt lebenswerter wird“, erklärte die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke), zum Aktionstag.

Eines dieser Projekte gab Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) bereits mittags für die Öffentlichkeit frei: An der Sonnenbrücke, gegenüber vom Hotel Estrel, weihte sie mit Stadtrat Biedermann, Estrel-Direktor Thomas Brückner, und Dr. Armin Seitz, dem Vorsitzenden des Unternehmensnetzwerkes Neukölln Weiterlesen

Neu ab Mai: der südliche Lohmühlenplatz

Seit 2014 werden im Neuköllner Reuterkiez der Lohmühlen- und Weichselplatz schrittweise erneuert, um eine Verkehrsberuhi-gung zu erreichen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern: Der nördliche Lohmühlenplatz ist schon fertig, nun wird der südliche angegangen. Mit 150.000 Euro werden am Kiehlufer ein neuer Gehweg und eine Fußgängerquerung angelegt und die Grünflächen neu gestaltet.

Für den Bürgersteig zwischen den Baumhainen am Beginn des Kiehlufers wird die Straße dort auf 4 Meter Breite Weiterlesen

Gebiet zwischen Spree und Neuköllner Schiffahrtskanal unter der Lupe: „Es ist wirklich massiv, was jetzt verschwindet“

Berlin ist ein Hotspot der Artenvielfalt, und das Grün trägt viel zur Attraktivität der Stadt bei. Davon sind Andrea Gerbode vom ehrenamtlich arbeitenden Arbeitskreis grafik neukoelln_treptowStadtnatur des BUND-Berlin und Christian Hönig, hauptamtlicher Baumschutz-Fachreferent des Umwelt-verbandes, überzeugt. Damit Berlin die „grüne Metropole Europas“ bleibt, hat der BUND gemeinsam mit Berliner Naturschutzverbänden und dem Berlin der Gartenfreunde e. V. die Kampagne „Immer.Grün“ initiiert. „Hektische Wachstumspolitik und kleinteilige Stadtentwicklung zerstören grüne Lebensqualität in Berlin“, kritisierten Gerbode und Hönig gestern auf einer Pressekonferenz in der Geschäftsstelle des BUND-Landesverbandes.

Beide nahmen speziell das Gebiet zwischen Spree und Neuköllner Schiffahrtskanal unter die Lupe, das zwischen dem Weiterlesen

Geografische Verwirrung

„Neukölln liegt an der Mosel“ behaupten zahlreiche Sticker und Plakate, die seit erben rooftop winebar neukoellneinigen Wochen im Bezirk kleben. Wäre dem so, befände sich Neukölln nicht mehr im jüngsten kom-merziell nutzbaren Weinanbaugebiet Berlin, sondern in der ältesten Weinregion Deutschlands. Doch genau genommen ist es nur die 500 Quadratmeter große Dachterrasse des Colonia Nova, die an die Mosel gerückt ist – jedenfalls von donnerstags bis sonntags und noch bis Ende August.

Dort nämlich, nahe dem Neuköllner Schiffahrtskanal hat die Privatkellerei F. W. Langguth Erben eine Pop-up-Winebar errichtet, um sich, wie Geschäftsführer André Weltz erklärt, „bei einem jungen, urbanen Ziel-publikum ins Gespräch zu bringen“. Möglich werden soll das durch Weiterlesen

Ansichtssache

Ein amtliches, mindestens 10 Zentimeter hohes Kennzeichen ist Pflicht, ein Name sportboot neukoellnnicht. Aber das Gros der Sportboote hat trotzdem einen, zumeist einen weiblichen. Eine originelle Ausnahme von den Hildes, Muttis und Anjas, die auf Berlins Wasser-straßen und Seen unterwegs sind, hat sich dagegen der Skipper dieses kürzlich in Neukölln, unweit des Teltowkanals, gesichte-ten Exemplars einfallen lassen.

 

Falsch und zu massiv: Futter als Gefahrenherd

schwaene landwehrkanal_kreuzberg_neukoellnIm Landwehrkanal an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln wurden in den letzten zwei Wochen vier tote Schwäne und zwei tote Möwen von der Wasserschutz-polizei geborgen. Grund des Vogelsterbens könnte sowohl die illegale Müllentsorgung im Kanal wie auch das Füttern der Vögel sein, teilte der BUND Berlin in einer gestern verbreiteten Pressemeldung weiter mit. Die Vogelkadaver würden deshalb jetzt obdu-ziert, um zu untersuchen, ob ein Zusammen-hang mit der illegalen Müllentsorgung und der falschen Fütterung besteht. Der Bund für Umwelt- und Naturschutz erinnert daran, dass in Berlin – wie Weiterlesen

Mut zu neuen Wegen: Ausschuss befürwortet eine Fahrradstraße am Weigandufer

radfahren bei schnee_weigandufer_elsensteg neukoelln„Es kommt schon mal vor, dass die Bezirksverord-netenversammlung einen Antrag von der Konsensliste nimmt, um ihn im Ausschuss noch einmal zu beraten“, erklärte der SPD-Bezirksverordnete Marko Preuß vorgestern vor der 31. Sitzung des Ausschus-ses für Verkehr und Tiefbau im Rathaus Neukölln. Jüngstes Beispiel für dieses ungewöhnliche, aber immer mal wieder übliche Verfahren im Neuköllner Bezirksparlament ist der Antrag „Mut zu neuen Wegen – Weigandufer als Fahrradstraße“, den die Fraktion der Piraten im August 2013 in die BVV eingebracht hatte:

Im November 2014 wurde er zuerst im Ausschuss für Wirtschaft abgelehnt, dann folgte im September 2015 die Ablehnung im Ausschuss für Weiterlesen

Berliner Feuerwehr kämpft gegen Windmühlenflügel, weil immer wieder Überlebenswichtiges abhanden kommt

Foto © ABIX_wasserrettung berliner feuerwehr_wildenbruchbrücke neuköllnEine Verkettung unglücklicher Zufälle, Leichtsinn oder Unfälle führen immer wieder dazu, dass Menschen ins Wasser stürzen und anschließend mit fremder Hilfe herausgezogen gezogen werden müssen. Erst Ende Mai retteten Feuerwehrleute bei einem spektakulären Einsatz an der Wil-denbruchbrücke eine Person, die nach Mitternacht ins Wasser gesprungen war und dann erschöpft aus der Mitte des Neuköllner Schiffahrtkanals allein das Ufer nicht mehr erreichen konnte. „Vier Mal in zwei Monaten mussten wir diesen Sommer zu Einsätzen ausrücken, um Personen aus dem Wasser zu holen“, berichtet Stephan Bernhardt, Hauptbrandmeister auf der Feuerwache Neukölln: „In zwei Fällen waren die Personen bereits Weiterlesen

„Diese doofe Kleberei und überall Graffiti, die keiner versteht“

baumaßnahme lohmühlenbrücke_neuköllner schiffahrtskanalDie Baustellen-Ampel auf der Lohmühlen-brücke kündigt es bereits an: Auf dem etwa 50 Meter breiten Kopfsteinpflasterstreifen, wo seit der Wende 1989 die Harzer- und die Lohmühlenstraße aufeinandertreffen, wird bald eine Mittelinsel und eine Asphaltdecke mehr Übersichtlichkeit und Fahrkomfort für Radfahrerinnen und Radfahrer bringen. Nicht weit vom Ort entfernt, im südwestlichen Bereich des Weichselplatzes an der Kreu-zung Weichsel-/Fuldastraße, rollt der Bagger bereits, um den Gehweg zu verbreitern und das Längsparken für Autos zu ermöglichen. Die Bauarbeiten am Weichselplatz sollen Ende 2016 abgeschlossen sein. Die Erneuerung des Weiterlesen

Temporärer Quantensprung bei der Artenvielfalt

Die Wahrscheinlichkeit, in Neukölln Tieren zu begegnen, die normalerweise nicht zum Stadtbild gehören, ist momentan besonders groß – vor allem in der Gegend um das Estrel Hotel. Dort treffen sich nämlich noch bis morgen über 2.000 Fans der Furry-Bewegung, die aus 43 Nationen kommen, zur 21. Eurofurence-Convention. Be-

fischreiher_neuköllner schiffahrtskanal

reits gestern präsentierten sich die passionierten Fellträger bei ihrer traditionellen Parade, heute steigt die große Samstagabend-Show, und morgen reisen die Furries wieder ab. Ihre natürlichen Vorbilder bleiben.

Neuköllner Schiffahrtskanal beim Artenreichtum führend

katamaran solon_historischer hafen berlinZu einer gemeinsamen Bootstour auf der Spree hatten vorgestern Andreas Geisel, Berlins Senator für Stadtentwicklung und Umwelt, sowie der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, knapp 50 Journalisten eingeladen. Anlass der Rundfahrt mit dem völlig emissionsfreien, solarbetriebenen Katamaran Solon, die im Historischen Hafen an der Fischerinsel begann und bis in den Osthafen zum Belüf-tungsschiff Rudolf Kloos ging, das jetzt regelmäßig nachts den Landwehrkanal mit frischem Sauerstoff versorgt: Mitte Juni war es infolge Starkregens zum Überlaufen der Mischwasserkanalisation gekommen, was unmittelbar Weiterlesen

Neuer temporärer Kiez an der Sonnenallee ist ganz koscher

Alles wie immer vor Deutschlands größtem Hotel an der Sonnenallee, nichts wie sonst in ihm: Freie Auswahl bei den Liegestühlen am Neuköllner Schiffahrtskanal, alternativloser Vorbereitungsstress hinter den Kulissen des Estrel. Denn Montag be-ginnen in Berlin die 14. European Maccabi Games und machen das Hotel zum Athle-

estrel-biergarten_neuköllner schiffahrtskanal

ten-Dorf. Mehr als 2.000 jüdische Sportlerinnen und Sportler aus über drei Dutzend Ländern, die in 19 Sportarten gegeneinander antreten, ziehen hier ein. Was das für das Hotel, insbesondere aber für das Team um Estrel-Küchenchef Peter Griebel bedeutet, schildert  eine heute erschienene  Jüdische  Allgemeine-Reportage.

Mehr als ein Schmuckstück unter Neuköllns Kantinen

bwb-werkstatt am hafen_neuköllnEin Geheimtipp ist die Werkstatt am Hafen längst nicht mehr. Was dort genau gemacht wird, wissen zwar eher wenige von denen, die manchmal, oft oder öfter die Fabrikhalle in der Lahnstraße 3 aufsuchen. Was sie allerdings wissen: Zur BWB-Werkstatt am Hafen gehört eine öffentliche Kantine, in der man gut und wasser-terrasse_bwb-werkstatt am hafen_neuköllngünstig essen kann – bei schönem Wetter sogar auf einer Außen-terrasse direkt am Wasser.

Letzte Woche lud die Werkstatt am Hafen zum Tag der offenen Tür ein. Den gibt es zwar immer unter der Woche, weil die Kantine keinen separaten Eingang hat und der Produktionsbereich im unteren Weiterlesen

Kieloben in Neuköllns Kanälen

tote fische_neuköllner schiffahrtskanalSo ähnlich wie auf einem Fischmarkt roch es gestern in Neukölln zwischen Elsensteg und Wildenbruchbrücke und der Blick in den Neuköllner Schiffahrtskanal bot ein erschre-ckendes Bild.

Ein Leser hatte das FACETTEN-Magazin am Sonntagnachmittag auf „hunderte toter Fi- sche“, die am Weigandufer im Wasser treiben, aufmerksam gemacht. Überlebende Fische versuchten an der Oberfläche etwas Sauerstoff abzubekommen, schrieb er weiter in seiner Mail und teilte mit, dass er zugleich Weiterlesen

Nix wie weg hier

Nicht nur auf Neuköllns Bürgersteigen und Straßen, auf touristisch attraktiven Märkten wie dem Neuköllner Stoff am Maybachufer oder dem Schillermarkt und in Straßen- cafés war es gestern voll. Auch auf den Wasserwegen wurde es zuweilen eng für die, die dort ihren natürlichen Lebensraum haben. Heute sind es vor allem die Autofahrer

landwehrkanal_neukölln kreuzberg

und Besucher des Tempelhofer Felds, die sich auf Einschränkungen gefasst machen müssen: Wegen des Garmin Velothon Berlin haben Radrennfahrer Vorfahrt.

Ein gutes Beispiel – in Neukölln

tag der sinti und roma_wildenbruchbruecke neuköllnGestern, nachmittags gegen 14 Uhr: Rund 80 Menschen haben sich mit bunten Tulpen auf der Wildenbruchbrücke in Neukölln ein- gefunden, um wie überall auf der Welt den Internationalen Tag der Sinti und Roma zu begehen. Einige tragen eine grüne und blaue Flagge mit rotem Chakra. Die Farben der Fahne stehen symbolisch für Himmel und Erde, während das Rad an den gemein- samen indischen Ursprung der Roma und Sinti erinnert. Die Versammelten werden gleich ihre Blumen über die Brüstung ins Wasser werfen, als Erinnerung an die Opfer, die der Porajmos Weiterlesen