Die Karl-Marx-Straße auf dem Weg zur erfolgreichen Einkaufsstraße – und zwischen Anspruch und Wirklichkeit

„Unsere Ära geht zu Ende“, steht in roten Buchstaben auf einem Plakat vor der Hohenzollern-Apotheke am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße: „Am 30. November müssen wir unsere Apotheke nach 117 Jahren leider schließen“, informiert die Apothekerin Dr. Sabine Göhr-Rosenthal ihre Kunden und dankt für die Treue sowie das erwiesene Vertrauen. Schräg gegenüber bzw. direkt neben der Apotheke lagen einst die traditionsreichen Neuköllner Geschäfte Koffer Panneck und die Bickhardt‘sche Buchhandlung. Beide schlossen Ende der 1990er Jahre ihre Türen für immer.

Der Name der Apotheke verweist auf den ersten Standort, an dem sie am 20. Oktober 1900 gegründet wurde. Es war am Hohenzollernplatz 1, dem Weiterlesen

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Bald auch ein Stolperstein für den Apotheker Adolf Mockrauer in Britz?

Kurz vor dem 79. Jahrestag der Reichspogromnacht wurden mehr als ein Dutzend Stolpersteine in Neukölln gestohlen. Die Taten lösten viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts meldete, dass seit dem 7. November innerhalb von 5 Tagen 1.245 Euro Spendengelder bei ihr für den Ersatz der in Britz entwendeten Stolpersteine eingegangen seien.

„Die Wiederverlegung ist damit gesichert“, teilte die Initiative gestern mit. „Hinzu kommen weitere 110 Euro, die mit der Bitte an uns verbunden sind, einen Stolperstein für den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer in die Wege zu leiten.“ Vor dessen Weiterlesen

„Der Raub der Stolpersteine hat deutlich gemacht, wie aktuell der Gedenktag an die Pogromnacht vom 9. November 1938 ist“

„Diese Tat ist an Dummheit, Geschichtsvergessenheit und Menschenverachtung kaum zu überbieten“, verurteilte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey den Diebstahl von über einem Dutzend Stolpersteinen in der Nacht von Sonntag zu Montag in Neukölln. Die Bürgermeisterin sprach am Donnerstagabend vor der ehemaligen Albrecht-Dürer-Apotheke in der Britzer Buschkrugallee 179 bei einer Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Reichspogromnacht.

In der Nacht zum 10. November 1938 zerschlugen Neuköllner Nationalsozialisten die Schaufensterschei-ben sowie die Einrichtung des Geschäftes und verprügelten den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer. Ein Terror-Überfall unter unzähligen, der veranschaulicht wie – beginnend mit der Weiterlesen

Pünktlich zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution: Neukölln reflektiert seine kommunistische und linksradikale Vergangenheit

„Neukölln ist ein perfektes Laboratorium für die Beschäftigung mit der Geschichte des Kommunismus“, erläuterte Katharina Hochmuth, Projektkoordinatorin der Stiftung Aufarbeitung, zur Eröffnung der Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“, für die am Dienstagnachmittag – exakt der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution vom 7. November 1917 – im Obergeschoss der Neuköllner Stadtbibliothek nur ein kleiner Besucherkreis zusammengekommen war. Die Ausstellung, die auf beide Etagen der Helene-Nathan-Bibliothek verteilt ist, will den Aufstieg und Niedergang der kommunistischen Bewegung umfassend beschreiben und so zu einem tieferen Verständnis der DDR-Diktatur beitragen. Sie Weiterlesen

Britzer Stolpersteine ausgegraben und gestohlen

Zahlreiche Stolpersteine, die in Neukölln an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden in der Nacht zu Montag aus dem Pflaster gebrochen und gestohlen. Ein Passant meldete Montagvormittag bei der Polizei den Diebstahl zweier Stolpersteine, die in der Steinbockstraße zur Erinnerung an Lucie und Arthur Hecht verlegt wurden.

Nachmittags teilte die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in einer Presserklärung mit, dass in der Nacht vom 5. zum 6. November alle sieben in der Hufeisensiedlung verlegten Stol-persteine entwendet wurden. Auch ein Gedenkstein, der erst am 9. September zur Erinnerung an Wienand Kaasch in der Parchimer Allee 94 verlegt Weiterlesen

Einziges Jugendfreizeitheim im Süden Neuköllns nach Vollsanierung wieder eröffnet

„Alles Gute für den Neustart!“, Tanja Schleef-Ruppert (l.), Erzieherin und Leiterin des Kinderclubhauses Zwicke, hörte ebenso wie ihre Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer am vergangenen Mittwoch-nachmitag viele gute Wünsche und Lob zur Wiedereröffnung ihres Hauses am äußersten Ende des Zwickauer Damms, kurz vor der Landesgrenze zu Brandenburg.

„Es ist wunderschön geworden“, bekannte Jugendstadtrat Falko Liecke (M.). „Wir haben es wirklich gut rausge-putzt“, sagte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (r.). Zur Weiterlesen

Spuren von Karl Weise in Bad Freienwalde

Die Namensgeber für die Schillerpromenade und die Fontanestraße im Schillerkiez müssen sicher nicht näher vorgestellt werden. Schwieriger wird es, wenn man fragt, nach wem die ebenfalls zentral durch den Neuköllner Kiez führende Weisestraße benannt ist. Sie trägt ihren Namen nach dem Dichter und Drechslermeister Karl Weise. Sogar die Schule in der Weisestraße, 1903 erbaut, hat sich wohl erst in den 1950er Jahren den Namen Karl-Weise-Schule gegeben.

Karl Weise wurde 1813 in Halle an der Saale geboren und starb 1888 in Freienwalde (heute: Bad Freienwalde). Hier lebte er – nach einem sechsjährigen Aufenthalt in Berlin – insgesamt Weiterlesen