30 Jahre Mauerfall, 30 Jahre Wiedervereinigung – was verbindet Neukölln und Treptow-Köpenick seitdem?

Zwischen dem Schlesischen Busch in Treptow und der Waltersdorfer Chaussee in Rudow trennte von 1961 bis 1989 ein rund 15 Kilometer langer Mauerstreifen die Nachbarschaften und Familien in Ost und West. Zum 30. Jubiläum des Mauerfalls 2019 gab es verschiedenste Erinnerungsaufrufe in der Stadt, u. a. auch von den SPD-Kreisverbänden Treptow-Köpenick und Neukölln. „Wir wollen, dass die schönen und traurigen Erinnerungen gleichermaßen nicht in Vergessenheit geraten und rufen Weiterlesen

Informativ-unterhaltsamer Rundgang führt in die Historie von Karstadt am Hermannplatz ein

Wer in der Hasenheide zur südwestlichen Ecke des Hermannplatzes blickt, sieht auf der linken Straßenseite einen unzerstörten Teil des alten Karstadt-Warenhauses. Er dokumentiert die Größe des Gebäudes, das einst vom Architekten Philipp Schaefer entworfen und im Juni 1929 als das modernste Kaufhaus Europas eröffnet wurde. 32 Meter in die Höhe erhob sich damals die Muschelkalkfassade des gewaltigen Baukörpers auf einer Länge von 256 Metern. Weitere 24 Meter ragten zwei Türme empor, auf denen jeweils eine 15 Meter hohen Lichtsäule stand. Unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen sprengte am 25. April 1945 vermutlich die Waffen-SS den größten Teil des monumentalen Gebäudes am Hermannplatz. Weiterlesen

„Was wäre, wenn die Neonazis an die Macht kämen?“, fragt die Theateraufführung „Nach wie vor – Widerstand“

Sechs junge Menschen aus Neukölln schlossen sich im Nationalsozialismus in der „Rütligruppe“ zu einem Widerstandskreis zusammen. Bei regelmäßigen Treffen diskutierten sie politische Schriften und setzten sich mit der Verteilung von Flugblättern für den Frieden ein. Das Little Blackfish Collective brachte die Geschichte der Widerstandsgruppe in Zusammenarbeit mit der Fritz-Karsen-Schule und dem Museum Neukölln in der Theaterproduktion „Nach wie vor – Widerstand“ im November erstmals auf die Bühne des Weiterlesen

Verleihung des 4. Neuköllner Kunstpreises mit einem nachdenklichen Blick zurück

„Neukölln ist Endstation. Die wenigen Studenten, die hier leben, verschweigen unter ihresgleichen so lange es geht, daß sie in diesem Stadtbezirk wohnen, und wenn sie es zugeben, fügen sie rasch hinzu: ‚Aber ich zieh‘ da bald weg!‘ Das Quartier hat keine attraktive Szene, kein nennenswertes alternatives Milieu, keine Subkultur.“ Bald 25 Jahre sind seit diesem Zitat vergangen, das aus einer reißerischen, aber facettenreichen und weiterhin im Internet zu findenden Reportage stammt, die der Journalist Peter Wensierski Ende Oktober 1997 im Magazin „Der Spiegel“ veröffentlichte. Kulturstadträtin Karin Korte nahm in ihrer Rede bei der Verleihung Weiterlesen

„Die Nazi-Diktatur ist der tiefste moralische Absturz einer Kulturnation gewesen“

Auschwitz – keine Metapher drückt wohl knapper den Schrecken von Völkermord und staatlichem Terror, die furchtbarste Antithese der Humanität und Demokratie aus. Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die sowjetische Armee das Vernichtungslager Auschwitz. Im BVV-Saal des Rathaus Neukölln fand aus diesem Anlass gestern Nachmittag eine Feierstunde statt. Ein Streicher-Quartett der Musikschule Neukölln eröffnete das Gedenken mit dem prominenten Trauerfeierstück „Adagio for Strings op. 11“ von Samuel Barber. Weiterlesen

Alle wollen Karstadt, aber jeder will es anders

Ohne ein greifbares Ergebnis endete gestern Nachmittag eine Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der BVV Neukölln:  Auf ihr hatten der Projektmanager Thibault Chavanat und Timo Hertzberg, CEO von Signa Deutschland, ihre Pläne für den Karstadt-Neubau am Hermannplatz in einer siebenminütigen Power-Point-Präsentation vorgestellt und Weiterlesen

Videoinstallation im Museum Neukölln lässt acht Kriegskinder zu Wort kommen

Eine ausführliche Vorab-Berichterstattung in den großen Berliner Medien und rund 200 Gäste bei der Vernissage am Freitagabend im Gutshof Britz: Das Museum Neukölln hat mit der Videoinstallation „Kriegskinder“ von Ina Rommee in Kooperation mit Fotograf und Kameramann Stefan Krauss ganz augenscheinlich den Nerv der Öffentlichkeit getroffen. Acht Neuköllner Zeitzeugen der Jahrgänge 1929 bis 1938 erzählen in Videoclips über ihre Kindheitserlebnisse während des Zweiten Weltkriegs und den ersten Jahren danach. 1945 waren sie Weiterlesen