Auch in der Geburtshilfe wurde in Neukölln Wegweisendes geleistet

Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die Neuköllner Hebammenschule am vergangenen Freitag im Vivantes Klinikum Neukölln. Am 1. Juli 1917 wurde die Lehranstalt in der Frau-enklinik am Marien-dorfer Weg 28-38 eröffnet, wo sie bis zu ihrem Umzug nach Buckow im Jahr 2002 ansässig war. Die heutige „staatlich anerkannte Hebammenschule“ am Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen in Neukölln ist aus dieser Einrichtung in direkter Nachfolge entstanden. Dort sind in 100 Jahren rund 2.000 Hebammen ausgebildet worden. Aktuell gibt Weiterlesen

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Im Oldtimerbus via Kreuzberg nach Neukölln

Der Motor fauchte und das Getriebe ächtzte. „Bei der ersten Tour bin ich nie schneller als 40 gefahren. Vorsichtig: So wie mit rohen Eiern“, versicherte Stefan Freytag, Geschäftsführer der Traditionsbus GmbH Berlin, bevor er sich in der Langen Nacht der Museen am Samstagabend zum zweiten Mal an das Steuer seines 85 Plätze zählenden Doppeldeckers setzte. Bis 1984 fuhr das Modell für die BVG durch das damalige West-Berlin. Vier Touren in die Berliner Kieze, die alle um 18.30 Uhr sowie um 21.30 Uhr vor dem Kulturforum starteten, waren vorab auf der Pressekonferenz zur LNDM angekündigt worden. „Die erstmals angebotenen Touren im Oldtimerbus waren besonders beliebt. Alle Fahrten in originalen, liebevoll bis ins kleinste Detail restaurierten Doppeldecker-Bussen des Typs Weiterlesen

Letzte Station einer Wanderausstellung in der Stadtbibliothek Neukölln

Fast 200 Stolpersteine wurden in den letzten 15 Jahren allein in Neukölln verlegt. Als Ergänzung zum partizipativen Erinnerungsprojekt von unten, das der Kölner Künstler Gunter Demnig initiierte, stellte das Mobile Museum Neukölln eine Wanderausstellung zusammen, die Ende Januar im Rathaus mit einer großen Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag eröffnet wurde. In der Stadtbibliothek Neukölln, die den Namen ihrer ersten jüdischen Bilbliothekarin Helene Nathan trägt, erreichte die Ausstellung jetzt ihre letzte Station und wird dort noch bis einschließlich 7. Sep-tember gezeigt.

Auf den Ausstellungstafeln werden ausgewählte Neuköllner Bürgerinnen und Bürger exemplarisch vorgestellt, für die im Bezirk ein Stolperstein Weiterlesen

„Haus 104 – Die Stadt sind wir!“: Erstes Bestandsgebäude auf dem Tempelhofer Feld öffentlich zugänglich

Auf dem früheren Areal des Sportparks Neukölln – heute der östliche Teil des Tempelhofer Feldes – wurde von 1939 bis 1940 für die Luftwaffe ein eingeschossiger Mauerwerksbau mit annähernd quadratischem Grundriss errichtet. In erhaltenen Bauunterlagen des Archivs der Tempelhof Projekt GmbH wird das Gebäude „U-Adcock-Peilanlage Bauart Lorenz“ genannt. Die Anlage diente der Funkortung von Flugzeugen und wurde im Zweiten Weltkrieg auch zur Führung von Bombern und Jagd-flugzeugen genutzt. Der Bau, der im Krieg nicht zerstört wurde, gehört zu den rund 30 kleineren Bestands-bauten auf dem ehemaligen Flughafengelände und trägt bis heute die Bezeichnung Gebäude 104. Um das Jahr 1950 richtete die US Air Force hier und im gegenüberliegenden Gebäude 101 ihre Flugwetterwarte und Radiosondenstation („Receiver site“) ein. In Weiterlesen

Eine „gute Geste zur Bewahrung des Berliner Erbes tschechischer Kultur“: Liberda auf dem Böhmischen Gottesacker in Neukölln wiederbeigesetzt

Auf einer Audienz bei König Friedrich Wilhelm I. konnte Johann Liberda im August 1732 die Ansiedlung böhmischer Exulanten in Berlin bewirken. Zu Liberdas 275. Todestag, dem 9. August 2017, wurden seine sterblichen Überreste von Nachfahren der Glaubensflüchtlinge – im Anschluss an eine feierliche Gedenkveranstaltung – auf dem Böhmischen Gottes-acker wiederbeigesetzt. Liberdas Gebeine waren im April 1994 im Zuge archäologischer Grabungsarbeiten unter dem Altar der böhmisch-lutherischen Kirche in Berlin – Mitte gefunden worden. Nach einer Weiterlesen

Buckow mit anderen Augen sehen

Wie sich das märkische Angerdorf Buckow im Laufe der Jahrhunderte zum Ortsteil der Metropole Berlin ent-wickelte, beschreibt Hartmut Christians in seinem Buch „Alt-Buckower Geschichte(n) – Ein Ortsteil im Wandel der Zeit“.

Der Autor, der auf einem Hof im Dorfkern von Alt-Buckow aufwuchs und „seit 25 Jahren leidenschaftlich Heimatforschung betreibt“, verschafft mit seinem handlichen, 184 Seiten starken und reich bebilderten Buch dem „verträumten Dorf Buckow am Rande Berlins“ die nötige Aufmerksamkeit, die Buckow neben den anderen Neuköllner Weiterlesen

Mit einer langen Vergangenheit in die Zukunft

Heute vor genau 100 Jahren, mitten im 1. Weltkrieg, wurde die Hebammenlehranstalt und Frauenklinik am Mariendorfer Weg in Betrieb genommen. Doch schon zum 10-jährigen Bestehen erhielt der von dem Architekten Theodor Goecke entworfene Gebäude-komplex den neuen Namen Brandenburgische Landesfrauenklinik. Neben der gynäkologischen und geburtshilflichen Tätigkeit blieb auch unter dem neuen Namen die Ausbildung von Hebammen erhalten.

Eine vor 17 Jahren begleitend zur Ausstellung „Der erste Schrei oder wie man in Neukölln zur Welt kommt“ veröffentlichte Broschüre des Museums Neukölln gibt Auskunft, dass allein in den ersten 10 Jahren nach Weiterlesen