Neue Uferpromenade am Neuköllner Schiffahrtskanal mit einem Eröffnungsfest eingeweiht

Beim bundesweiten Tag der Städtebauförderung fanden allein in Neukölln am vergangenen Sonnabend sechs Veranstaltungen statt. „Die Berlinerinnen und Berliner können viele Projekte kennenlernen, mit denen unsere Stadt lebenswerter wird“, erklärte die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin Lompscher (Die Linke), zum Aktionstag.

Eines dieser Projekte gab Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (SPD) bereits mittags für die Öffentlichkeit frei: An der Sonnenbrücke, gegenüber vom Hotel Estrel, weihte sie mit Stadtrat Biedermann, Estrel-Direktor Thomas Brückner, und Dr. Armin Seitz, dem Vorsitzenden des Unternehmensnetzwerkes Neukölln Weiterlesen

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Viel Platz in alle Richtungen

Sonne von oben, Wasser vor der Nase und zur Seite, Ausflugsdampfer und Paddler, die vorbeiziehen, feinster Sand, die S-Bahn und eine Bushaltestelle in Sichtweite: Die im  Rahmen des Stadtumbau West-Programms  „Neukölln  ans  Wasser“  gestaltete Terrasse am Ufer des Neuköllner Schiffahrtskanals bietet einiges von dem, was sich

sonnenterrasse_neuköllner schifffahrtskanal

viele für eine kleine Auszeit vom Alltag wünschen. Offensichtlich holen sie es sich dann aber woanders. „Die meisten denken bestimmt, dass das hier zum Hotel gehört oder Getränke und Verpflegung nebenan im Biergarten zu kaufen sind“, meint ein Mann, der es besser weiß. Was aber nicht mitgebracht werden darf, sind Hunde.

Sonnige Plätze am Wasser

Bereits im Oktober letzten Jahres wurde die neu gestaltete Treppenanlage an der treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnSonnenbrücke der Öffent- lichkeit übergeben (wir be- richteten) – mit monate- langem äußerst mäßigem  Zuspruch, da das Wetter nicht eben zum Verweilen auf blankem Stein einlud.  Einen gewissen Schub in Sachen Attraktivität erfuhr die Sonnenterrasse zwi- schen dem Estrel Hotel und dem Neuköllner Schif- fahrtskanal erst mit den gestiegenen Temperaturen der letzten Tage. Dass der Run noch sehr verhalten ausfällt, liegt sicher nicht daran, dass Plätze an der Sonne nicht begehrt wären. Ursache scheint vielmehr eine gewisse Verunsicherung unter den potenziellen Nutzern zu sein. Und die wurde dieser Tage auch dadurch genährt, dass das an der Sonnenallee gelegene Eingangstor verschlossen und somit nur der treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnZugang von der Estrel-Seite möglich war.

Da beließen es viele Passanten bei sehn- süchtigen Blicken auf das 900.000 €-Pro- jekt. Etwas mutigere Naturen wagten sich zögernd auf die große Freitreppe, um den Nächstbesten zu fragen, ob man Hotelgast treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnsein oder et- was zum Es- sen oder Trinken bestellen müsse, um sich hier aufhalten zu dürfen. Dem ist definitiv nicht so, wenn es einzig um das Besetzen oder Belegen der Freitreppe geht. Anders ist der Fall jedoch – eigentlich – bei der Benutzung der gepolsterten Liegen: „Bitte haben Sie Verständnis, dass dieser Bereich nur für Hotelgäste reserviert ist“ steht an den Seiten des hölzernen Podests, dessen Er- klimmung für Arthrose-Patienten und Unsportliche eine echte Herausforderung sein dürfte.  Umgekehrt könnte es denen schwerfallen, aus den Alternativen – zwei treppenanlage sonnenbrücke nord, sonnenterrasse estrel hotel, neuköllnebenerdigen Liegeeiern – wieder heraus zu kommen.

Doch ein weiteres Manko der Sonnenterrasse betrifft Hotelgäste wie sonstige gleichermaßen: Mülleimer zur Entsorgung von Verpackungsmüll oder Zigarettenkippen sucht man dort vergeblich. Bleibt zu hoffen, dass mit der heutigen Eröffnung des neugestalteten Estrel-Sommergartens, der sich an die öffentliche Freitreppe anschließt, auch diesbezüglich eine neue Ära anbricht. Im eigenen Interesse des Hotels sollte es so sein, denn das ist für die Pflege des gesamten Bereichs zuständig.

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Etwas verspätet, aber immerhin: Es ist vollbracht

sonnenbrücke neukölln,einweihung der treppenanlage am estrel hotelWolken in allen möglichen Grautönen und für wenige Augenblicke ließ sich dann sogar noch die Sonne sehen: Es hätte vorgestern Mittag an der Sonnen- brücke also schlimmer kommen können.

Schirme für alle standen bereit, als Hella Dun- ger-Löper (l.), Berlins Staatssekretärin für Bauen und Wohnen, und der Neuköllner Baustadtrat Thomas Blesing die neugestaltete Treppenanlage  am Neuköllner Schiffahrtskanal einweihten und der Öffentlich- einweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, sonnentreppe estrel hoteleinweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, brunnenanlage sonnenbrücke estrel hotelkeit übergaben. Ebenfalls dabei: Thomas Brückner (r.), einer der Direktoren des benachbarten Estrel Hotels, das eine tragende Säule bei der Public-Private-Part- nership spielt, auf der das Projekt „Treppe Sonnenbrücke Nord“ basiert.

Eigentlich sollte der neue Zugang zum Wasser schon im September eröffnet werden. „Doch dann“, so Thomas Blesing, „wurden auf dem Gelände Wasserleitungen ge- funden, von deren Existenz niemand wusste und alles verzögerte sich.“ 900.000 Euro aus dem Stadtumbau West-Budget wurden verbaut, um aus der zuvor verwilderten, einweihung treppenanlage sonnenbrücke, neukölln, sonnentreppe estrel hotel,estrel biergartenabgeschotteten Uferkante eine attraktive, öffentlich zugängliche Tribüne mit Brunnenanlage und klei- ner Bühne am Kanal zu machen.

Damit „alles wie aus ei- nem Guss“ wirkt, gibt Tho- mas Brückner bekannt, habe das Estrel zusätzlich 200.000 Euro in die Um- gestaltung des hoteleige- nen Biergartens investiert, der sich an die Treppenanlage anschließt. Auch die Kosten für die Pflege des öffentlichen Bereichs werden von Neuköllns größtem Beherbergungsbetrieb übernommen. So ganz unkommentiert wollte Brückner das Lob von Hella Dunger-Löper, dass man hier von einem gelungenen Modellprojekt für das Zusammenspiel von öffentlichem und privatem Handeln sprechen könne, aber doch nicht stehen lassen. „Leider“, sagte er, „schließen sich die anderen ge- werblichen Nachbarn entlang des Kanals nicht an.“ Die Vision einer Promenade von der Sonnenbrücke bis zum Kiehlufer sei damit vom Tisch. Zumindest vorerst.

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