„Wir können es uns nicht leisten, uns dem Luxus der Resignation hinzugeben“

genezareth-kirche-neukoellnDer 2005 ins Leben gerufene Abend der Begegnung zwischen Christen und Muslimen war auf dem besten Weg zu einer Neuköllner Tradition zu werden. Zehn Mal wurde in der Genezareth-Kirche am Nikolaustag, initiert von der Bürgerstiftung Neukölln, dem Türkisch-Deutschen Zentrum und dem Interkulturellen Zentrum Genezareth (IZG), das Miteinander von Religionen und Kulturen gefeiert, dann war Schluss. Ob nur vorübergehend oder für immer, stand in den Sternen.

„Es hat eine ganze Weile gedauert, bis deutlich wurde, dass es unter den Mitveranstaltern durchaus unterschiedliche Auffassungen über den Charakter der Veranstaltung gab“, resümierte Elisabeth Kruse, damals noch Pfarrerin der Genezareth-Gemeinde, seinerzeit. War es eine gemeinsame Aktion? Waren die einen Weiterlesen

Nicht umsonst, aber draußen: Premiere des „Berlin Classic Open Ice“ im Eisstadion Neukölln

raemer_osc eisladies_berlin classic open ice_eisstadion neukoellnAusgerechnet beim Eishockey, einer der schnell-sten und härtesten Mannschaftssportarten, ist sogar in den höchsten deutschen Ligen möglich, was nicht nur beim Fußball undenkbar wäre: Frauen dürfen in Männerteams mitspielen.

Jan-Christopher Rämer drehte den Spieß gestern um: Bei der Premiere des Berlin Classic Open Ice im Eisstadion an der Oderstraße mischte Neuköllns Sportstadtrat im Bundesliga-Team der OSC Eisladies Berlin mit, die in einem Benefizspiel gegen die Landesliga-Herren vom ERSC Berliner Bären antra-ten. Darum, die sportlichen Leistungen von Frauen und Männern Weiterlesen

Anfangs belächelt, inzwischen eine feste Neuköllner Größe

friedemann walther_gründung bürgerstiftung neuköllnDas Image Neuköllns lag wie ein ausge-knockter Boxer am Boden, als sich Mitte Januar 2004 einige Leute um Friedemann Walther (r.) versammelten, um dem Bezirk durch eine Bürgerstiftung wieder auf die Beine zu helfen. Viele von ihnen erklärten mit ihrer Unterschrift, mindestens 500 Euro dafür zu investieren – und wurden belächelt oder bemitleidet. Nicht mal zwei Jahre später, am Vortag von Angela Merkels erster Wahl zur Bundeskanzlerin, war ein Kapital von knapp 71.000 Euro von 103 Gründungsstiftern zu-sammen und die Bürgerstiftung Neukölln im Stiftungsregister eingetragen. Gestern wurde mit einem Festakt im Weiterlesen

„Fokus Neukölln“ hilft dem Dialog zwischen Einwohnern und Neukölln-Forschern auf die Sprünge

ortsschild berlin-neuköllnViel diskutiert wird über Neukölln schon lange: Entweder über den Problembezirk oder seit neuestem über den Trendbezirk Neukölln, der zum guten Beispiel in der sich wandelnden Metropole Berlin werden könne. Wie können Neuköllne-rinnen und Neuköllner in Zukunft aber mehr miteinander statt übereinander reden? Wie kann vor allem die Wissenschaft, die im Modell-Bezirk fleißig forscht, in diesen Dialog einbezogen werden? Die Bürgerstiftung Neukölln und das Wissenschaftszentrum Berlin halfen mit Unter-stützung der Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) am vergangenen Montagabend diesem überfälligen Dialog gehörig auf die Sprünge: Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftler stellten in der vollbesetzten Villa Neukölln ihre aktuellen Studien über Wohnen, Leben und Lernen in Neukölln knapp und verständlich Weiterlesen

Unterwegs in Neukölln

n+fotowettbewerb2015_buergerstiftung neukölln_neuköllner leuchtturmFotos zu diesem Thema einzureichen, dazu hatte die Bürgerstiftung Neukölln bei ihrem 10. N+Fotowettbewerb aufgerufen. Und 109 Aufnahmen trudelten bis zum Einsende-schluss ein. Seit vergangenem Freitag werden die Bilder nun im Neuköllner Leuchtturm ausgestellt, an eben jenem Abend wurde auch bekanntgegeben, wer die sechs Erstplatzierten des Wettbewerbs sind: Alle erhielten Urkunden, die drei Besten zusätzlich Geld- und die drei Nächstbesten Sachpreise. Eine Ausnahme bildete allerdings die Siegerin, denn Sabine Schreiber war noch im Urlaub, als die Gewinner geehrt wurden. Deshalb wird Weiterlesen

„Ich wollte nicht, dass die Leute denken, ich hätte als Jude jetzt Angst in Neukölln rumzulaufen“

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

(v. l.: Hannah Tzuberi, Shahak Shapira, Sultan Doughan und Armin Langer)

Zu einer Gesprächsrunde über das Span- nungsverhältnis von Antisemitismus und Islamophobie, hatte gestern die Salaam-Schalom Initiative zusammen mit der Bür- gerstiftung Neukölln in den Neuköllner Leuchtturm eingeladen. „Wie wird Anti- semitismus (nicht) instrumentalisiert?“, fragten die Veranstalter und fanden damit so viel Publikumsinteresse, dass kein Stuhl des Ausstellungs- und Begegnungs-zentrums im tiefsten Nord-Neukölln leer blieb. Eine eindeutige Antwort gab es an diesem Abend nicht. Dafür aber einen umfassenden Einblick, was Berliner Juden, die nicht meinen, dass Neukölln wegen gewaltbereiter Moslems eine Weiterlesen

„Ich schenk was mit Neukölln“

Wer das für Weihnachten plant, aber noch nichts weiter in die Wege geleitet hat, muss sich sputen. „Nu is zu!“ heißt es für die Weinhandlung Weinholdz in der Schillerpromenade schon seit Wochen – und am frühen Mittwochnachmittag dann nu is zu_weinholdz neuköllnauch für die Geschenkejäger. Nichts wie los also!

Souvenirs aus Neukölln von A wie Aufkleber bis T wie T-Shirts hat die Ahoj! Souvenirmanufaktur im Angebot: Heute und morgen ist der Laden in der Hertzbergstraße 1 von 10 bis 20 Uhr, am Heiligabend von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
Ein Präsent, auf dem nicht nur Neukölln drauf- sondern auch drinsteht, erschien im Herbst mit Christoph Spiel- bergs Krimi „Der Ein-Euro-Schnüffler“. Er – wie auch andere Neukölln-Literatur – ist z. B. in den Kiez-Buch-handlungen Die gute Seite (Richardplatz 16) und Die Buchkönigin (Hobrechtstraße 65) erhältlich.
Eine besonders exklusive Neukölln-Gabe ist im Wein- und Spirituosengeschäft Landsmann (Herrfurthplatz 11, Tel. 218 41 96) in Abfüllungen à 0,75 oder 0,2 Liter zu erwerben: Die extratrockene, flaschengegärte Sektmarke Schillerperle/Edition Schillermarkt gibt es nur dort.
Für diejenigen, die einmal mit einem historisch bewan-derten Ortskundigen durch Neukölln spazieren wollen, dürfte ein Gutschein für eine Kiezführung mit Reinhold Steinle das passende Geschenk sein.
Aus 13 Fotos, die zum Thema „Neukölln bewegt“ entstanden, produzierte die Bürger-stiftung Neukölln ihren Neukölln-Kalender 2015. Er ist sowohl in der Geschäftsstelle (Emser Straße 117, Tel. 627 380 13) als auch im benachbarten Neuköllner Leucht- turm erhältlich, der morgen Nachmittag letztmalig vor den Feiertagen geöffnet hat.