„Wenn ich gewählt werde, will ich mich im Abgeordnetenhaus für die Aufklärung des rechten Terrors einsetzen“

„Ich trete als Direktkandidat der Grünen im Neuköllner Wahlkreis 1 an, weil ich im Abgeordnetenhaus die politischen Rahmenbedingungen für Neukölln verbessern will und dabei auch die Erfahrungen aus meiner langjährigen politischen Arbeit im Bezirk einbringen möchte.“ André Schulze, Jahrgang 1987, äußerte sich in einem Telefoninterview, das ich im Mai mit ihm führte, zuversichtlich zu seinen Chancen, im Herbst direkt in das Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen. Bei den Wahlen 2011 und Weiterlesen

48 Stunden Neukölln am Wochenende erstmals „phygital“

Wie ein fliegender Teppich: Bildlich gesprochen hängen unzählige Kunst- und Kulturschaffende seit 15 Monaten Corona-Krise so in der Luft. Das diesjährige Programm der 48 Stunden Neukölln ist mit den Arbeiten von mehr als 600 Künstlerinnen und Künstlern deshalb etwas ganz Besonderes. Längst keine Fata Morgana im überwiegend virtuellen Raum wie 2020, sondern als hybride Veranstaltung ein Hoffnungsschimmer am Horizont! „Phygital“ nennen die Macherinnen und Macher ihr Angebot, Weiterlesen

„Die Abteilung 1 der SPD Neukölln ist wild entschlossen, den Kiez zurückzuholen!“

„Arbeitslosigkeit, eine Krise im Leben oder einfach eine Übergangsphase kann jeden treffen. Es ist längst nicht die Regel, keinerlei Brüche in der Biographie zu haben. Deshalb gibt es soziale Rechte. Diese Rechte sind hart erkämpft worden.“ Timo Sascha Schramm, Jahrgang 1987, bezieht selber gerade Hartz IV. Er ist Reserveoffizier und schloss kürzlich sein Studium der Politikwissenschaft am Berliner Otto-Suhr-Institut ab. Zuvor hatte er sich für vier Jahre als Zeitsoldat bei der Bundeswehr verpflichtet. „Ich kann mir nicht anmaßen, für alle Hartz IV-Beziehenden zu sprechen, aber ich bekomme gerade dieses System hautnah mit. Ich bin erst während der Corona-Pandemie Weiterlesen

Rudower Glocke mit Nazisymbolen ins Museum Neukölln überführt

Zwölf Jahre dauerte die Nazi-Diktatur, aber die Schatten des „Tausendjährigen Reiches“ liegen weiterhin über der Gegenwart. Jüngstes Beispiel in Neukölln: In der Philipp-Melanchthon-Kapelle im Orchideenweg in Berlin-Rudow rief eine Glocke mit nationalsozialistischen Symbolen, Reichsadler und Hakenkreuz zum Gottesdienst. Sie wurde 1935 gemeinsam mit der Kapelle eingeweiht. Erst kurz vor dem ersten Advent 2017 wurde die Weiterlesen

Was ist das Tempelhofer Feld wert und wo können neue Wohnungen entstehen?

Entspannen, sich austoben, anderen Menschen begegnen: Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Tempelhofer Feld zu nutzen. Und auch als Bauland weckt die riesige Fläche mitten in Berlin immer wieder Begehrlichkeiten. Wenige Tage bevor ein Volksbegehren im Mai 2014 über die künftige Nutzung des Geländes entschied, stellte der Schriftsteller Thilo Bock seinen Freiluftroman „Tempelhofer Feld“ im Studio des Heimathafens Neukölln vor. „Das Tempelhofer Feld ist voll das analoge Internet: Jeder kann sich ausprobieren, weil Platz ist übelst genug für Weiterlesen

Kundgebung vor dem Klinikum Neukölln fordert faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege

Krankenhausbeschäftigte der Charité, von Vivantes und den Tochterunternehmen starteten am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, mit Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Berliner Krankenhausbewegung. Zum Auftakt übergaben sie eine Petition an den Berliner Senat. Ihre Forderungen sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen. „Die Corona-Krise hat die Probleme des Personalmangels in den Krankenhäusern sichtbarer gemacht als je zuvor“, bilanziert die Initiative und erklärt Weiterlesen

Neukölln geht beim Vorkaufsrecht neue Wege

In mittlerweile 18 Fällen konnte das Vorkaufsrecht in Neuköllner Milieuschutzgebieten bisher rechtssicher ausgeübt werden seit das Bezirksamt im Jahr 2017 begonnen hat, das Instrument gegen die Verdrängung im Bezirk zu nutzen. Jüngster Erfolg, den Stadentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann am Montag via Twitter melden konnte: Im Falle des markanten Eckhauses Walter-/ Silbersteinstraße erklärten Käufer und Verkäufer ihren Verzicht auf Rechtsmittel gegen die Ausübung des Vorkaufsrechtes. Der Bescheid des Bezirkes ist damit rechtskräftig und die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land kann Weiterlesen

Quartiersmanagement Harzer Straße hilft im Kiez mit Rad und Tat

Anfang letzten Jahres beschloss der Senat, dass aus dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“, das bis 2019 unter dem Namen „Soziale Stadt“ firmierte, ab dem ersten Quartal 2021 acht neue Quartiersmanagementgebiete gefördert werden.  Allein drei dieser Gebiete liegen in Neukölln: In der Gropiusstadt Nord, in Neubritz rund um die Glasower Straße sowie im Umkreis der Harzer Straße im Norden des Weiterlesen

Fotowettbewerb „Vergessenes Neukölln“ weckt Reminiszenzen an Traditionsbetriebe und die geteilte Stadt

45 Fotografinnen und Fotografen beteiligten sich am N+Fotowettbewerb 2021 und reichten zum Thema „Vergessenes Neukölln“ knapp 130 Beiträge ein. Am Donnerstag gab die Bürgerstiftung Neukölln die Namen der diesjährigen Gewinner bekannt und würdigte gleichzeitig alle eingegangenen Fotografien, von denen 12 Aufnahmen im Fotokalender der Bürgerstiftung 2022 veröffentlicht werden sollen. Weiterlesen

Neukölln fragt lokale Unternehmen nach ihren Perspektiven für den Tourismus

Acht Berliner Bezirke starteten kurz vor Pfingsten das Projekt „Berlin reloaded“: Mit einer Umfrage bei lokalen Unternehmen wollen die Wirtschaftsförderungen der beteiligten Bezirke erfahren, welche Unterstützung touristische Unternehmen während und nach der Corona-Krise am dringendsten brauchen. Die Tourismusbranche ist wirtschaftlich mit am stärksten von Weiterlesen

Brunch auf die Hand beim Nachbarschaftsfest in Buckow

Zum vierten Mal findet am 28. Mai deutschlandweit der Tag der Nachbarn statt. Die Idee des Aktionstages: An einem festgelegten Termin im Jahr, dem letzten Freitag im Mai, treffen sich Menschen in ihrer Nachbarschaft – unabhängig von Herkunft, Einkommen, Alter, sozialer Schicht oder religiöser Zugehörigkeit – zu einem Nachbarschaftsfest. So soll ein gemeinsames Zeichen für eine gute, lebendige und tolerante Nachbarschaft gesetzt und das Zusammengehörigkeitsgefühl im Viertel gestärkt werden. Weiterlesen

Foto-Vortrag „Neukölln wie es einmal war“

Zu einem Online-Bildvortrag laden die Freunde Neuköllns am kommenden Freitag um 18 Uhr ein. Stefan Butt, Leiter des Archivs im Böhmischen Dorf, präsentiert alte Fotoaufnahmen aus Rixdorf und Neukölln. Gezeigt werden historische Fotografien aus dem Böhmischen Dorf und anderen Ecken, die zwischen dem Ende des 19. Jahrhunderts und dem Anfang der 1950er Jahre entstanden, wie z. B. die nebenstehende Aufnahme vom Rathaus Neukölln.

Die Teilnahme am Foto-Vortrag am 28. Mai ist kostenlos. Interessierte erhalten den Zugangscode nach Anmeldung bei Weiterlesen

Neukölln bekommt Beteiligungshaus für die Jugendarbeit

In der Aronsstraße am Dammweg wird ab Mitte des Jahres ein Beteiligungshaus für die bezirkliche Jugendarbeit entstehen. Derzeit sucht das Jugendamt einen freien Träger der Jugendhilfe für den Betrieb der neuen Einrichtung. Über den Bereich Aronstraße hinaus, sollen kiezbezogenen Kinder- und Jugendinitiativen sozialraumnah begleitet und unterstützt, sowie institutionelle Akteure in den Kiezen fachlich im Feld der Kinder und Jugendbeteiligung beraten werden. Weiterlesen

Gewinner des Neuköllner Kunstpreises 2021 ausgezeichnet

Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler, die im Bezirk leben oder arbeiten, haben sich auch in diesem Jahr wieder um den Neuköllner Kunstpreis beworben. Acht von ihnen wurden von einer fünfköpfigen Fachjury für den mit insgesamt 6.000 Euro dotierten Kunstpreis nominiert. In einer Gruppenausstellung stellt die Galerie im Saalbau die Arbeiten der Nominierten vor. „Die Ausstellung wird für das Publikum geöffnet, sobald die Weiterlesen

„Die Schließung der Rixdorfer Schnalle kann nur ein Anfang sein“

„Zufahrt Karl-Marx-Platz für KfZ gesperrt“, warnt ein Schild an der Sonnenallee/Hertzbergstraße seit knapp zwei Wochen. Es weist darauf hin, dass ein beliebter Schleichweg zur Karl-Marx-Straße nun endgültig geschlossen ist. An gleicher Stelle hatte eine große blaue Tafel zuvor rund zwei Jahrzehnte lang an die Autofahrerinnen und Autofahrer appelliert, nicht durch den historischen Rixdorfer Dorfkern zu fahren.

Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 10 bzw. 20 Stundenkilometer Weiterlesen

Jetzt über die Vorschläge zum Bezirkshaushalt 2022/2023 abstimmen

125 Vorschläge für den nächsten Neuköllner Bezirkshaushalt 2022/2023 brachten Bürgerinnen und Bürger in diesem Jahr auf der Beteiligungsplattform Mein.Berlin.de ein. Das ist eine neue Rekordbeteiligung! Noch bis zum 23. Mai um 23:59 Uhr können Sie jetzt über die Vorschläge abstimmen und die besten Anregungen zur Verbesserung des Wohnumfeldes auswählen. Während im vergangenen Jahr nur zwei Anregungen gemacht wurden, waren 2019 insgesamt über 70 Vorschläge eingereicht worden. Bei Fragen zum Verfahren berät erstmals die neu geschaffene Weiterlesen

Campus für die Nachbarschaft bringt Natur und Kultur der Weißen Siedlung nahe

1,2 Hektar misst das Gelände des alten Schulgartens der Carl-Legien-Schule am Dammweg. Eine kleine grüne Oase unmittelbar am Rand der Weißen Siedlung, in der rund 4.500 Bewohner leben. „Wir wollen die Fläche für die Nachbarn öffnen. Es gibt derzeit eine hohe Belegung der Wohnungen, insbesondere mit kinderreichen Familien. Das kann sich aber in Zukunft ändern und es ist schwer vorauszusagen, wie sich die Bevölkerung in 15 Jahren zusammensetzen wird“, sagte mir Dr. Sabine Kroner, die ich am Dienstag vergangener Woche traf. Kroner leitet das Weiterlesen

Rixdorfer Bücherschrank auf dem Alfred-Scholz-Platz eröffnet

Eigentlich sieht es so aus, als ob der Rixdorfer Bücherschrank schon immer auf dem Alfred-Scholz-Platz gestanden hätte, denn sein Design ist optimal auf die Sitzbänke am Ort abgestimmt. Tatsächlich wurde das neue Stadtmöbel erst am vergangenen Mittwochvormittag der Öffentlichkeit im Beisein von Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann werbewirksam vorgestellt: Neukölln ist bundesweit zwar für vieles bekannt, aber nicht unbedingt für eine ausgeprägte Lesekultur. Der Berliner Weiterlesen

Gedenktafel soll bald an ein Zwangsarbeiterlager in der Hufeisensiedlung erinnern

gedenktafel_onkel_braesigMillionen Frauen, Männer und Kinder aus Gebieten, die während des Zweiten Weltkriegs besetzt waren, wurden in Deutschland vom NS-Regime als Zwangsarbeiter ausgebeutet. Sie wurden unter den Augen der Zivilbevölkerung in allen Bereichen der Gesellschaft eingesetzt: Sie mussten in Tischlereien, Bäckereien und Brauereien, in Bekleidungsgeschäften, bei der Müllabfuhr, in der Landwirtschaft, in der Rüstungsindustrie, auf kirchlichen Friedhöfen und sogar in privaten Privathaushalten arbeiten. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide schätzt, dass alleine im Berliner Stadtgebiet sich etwa 3.000 Lager für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter befanden. An wenigen Stellen sind inzwischen Gedenkorte Weiterlesen

Kulturluftbrücke am Tempelhofer Feld will Kunst-Begegnungen im Kiez anregen

gester_herrfurthplatz„Durchhalten. Nicht die Nerven verlieren. Die Zähne zusammenbeißen und sich daran aufrichten, daß es auch wieder einmal anders kommt.“ Die Berliner Journalistin Ruth Andreas-Friedrich hielt diese Gedanken im April 1948 in ihrem Tagebuch fest. Einige Monate später, im Juli, notierte sie: „Wenn man nur wüßte, wie es weiterginge. Immer noch schwanken wir unentschlossen hin und her. Die Luftbrücke stabilisiert sich. Alle drei Minuten ein Flugzeug.“

Fast sieben Jahrzehnte später unternahm die Künstlerin Dagmar Gester eine fotografische Bestandsaufnahme der Umgebung des ehemaligen Tempelhofer Flugfeldes, dem damaligen Brennpunkt der Weiterlesen