Mähen, trocknen, pressen

© Holger Koppatsch

Wer dabei sein will, wenn morgen die diesjährige Mahd-Saison auf dem Tempelhofer Feld beginnt, muss früh aufstehen: Schon gegen 5 Uhr wird Klaus Messinger mit großem landwirtschaftlichen Gerät am Tor 9 in Höhe des U-Bahnhofs Paradestraße erwartet. „Der frühe Zeitpunkt wurde gewählt, um Verkehrsprobleme in Berlin durch die große Mähmaschine zu vermeiden“, teilte die Pressestelle der Grün Berlin GmbH mit. Der Termin für die Mahd an sich ist wiederum mit der Obersten Weiterlesen

Entwicklungskonzept für den Britzer Garten geplant: Sanierungsarbeiten beginnen am Jahresende

Grüne Oase, Fitness-Club, Yoga-Studio und Spielplatz: Der Britzer Garten wirbt mit vielen Angeboten, die allen Besuchern individuell mit Abstand die beste Erholung bieten wollen. „Sei achtsam“, lautet als gemeinsamer Nenner der eingängige Slogan, der die Neugierigen auf der hübsch gestalteten neuen Webseite der weitläufigen Parkanlage begrüßt.

„In den kommenden Jahren sollen einzelne Bereiche des Parks saniert und weiterentwickelt werden, um den sich wandelnden Bedürfnissen Weiterlesen

Schutzgebiete für Feldlerchen auf dem Tempelhofer Feld

Jedes Jahr werden von April bis August zwischen den beiden Start- und Landebahnen Bereiche abgesperrt, die während dieser Zeit nicht mehr betreten werden dürfen. Insbesondere ist die Leinenpflicht für Hunde zu beachten, um Störungen der brütenden Vögel zu vermeiden. Ab dem morgigen Ostersonntag gilt das nach Mitteilung der Grün Berlin GmbH auch in diesem Jahr wieder.

Die Feldlerche gehört zu den gefährdeten Vogel-arten in Deutschland. Die Vögel brüten von April bis Mitte August bis zu dreimal pro Saison und sind bei der Aufzucht der Jungen auf Freilächen von mehreren Quadratkilometern angewiesen. Weiterlesen

„Ein Ort, an dem Kinder glücklich sein können“: Umweltbildungszentrum im Britzer Garten eröffnet

„Was kann es Schöneres geben, als an einem wundervollen Mittwochvormittag eine Eröffnung im Britzer Garten zu begehen?“, so begrüßte Bezirks-bürgermeisterin Dr. Franziska Giffey gestern Vormittag alle, die zum Umwelt-zentrum im Britzer Garten gekommen waren, um dabei zu sein, wie Umwelt-staatssekretär Stefan Tidow, Michael Freiberg, 1. Vorsitzender im Vorstand des Förderverein Freilandlabor Britz e. V. sowie Christoph Schmidt, Geschäftsführer der Grün Berlin GmbH gemeinsam mit ihr den Neubau des österreichischen Architektenbüros Hermann Weiterlesen

Und sie drehen sich doch noch

„Der Eigentümer der Britzer Mühle, die Grün Berlin GmbH, hat den Pachtvertrag mit dem Britzer Müllerverein e.V. zum 31. Dezember 2016 beendet“, heißt es auf dessen Website. Folglich sei es dem Verein nicht mehr möglich, dort Veranstaltungen durchzuführen. Still stehen die Flügel der Neuköllner Mühle aber nun trotzdem nicht, denn einige Mitglieder des bishe-rigen Pächtervereins haben einen neuen Verein gegründet – den Britzer Müllerei e. V., der seinerseits seit Januar die Mühle weiter betreibt.

Daher kann die Britzer Mühle auch in diesem Jahr wieder am Deutschen Mühlentag teilnehmen, der 1994 erstmals von einem nieder-sächsischen auf einen bundesweiten Aktionstag ausgedehnt Weiterlesen

Vorsichtsmaßnahmen in der Hasenheide

Der Britzer Garten geht mit einem stark vergrößerten Tierbestand in die neue Saison: Elf Ziegenlämmer – so viele wie noch nie – wurden dort in der letzten Woche gebo-ren, kashmirziegenbock_tierpark neukoellnteilte die Grün Berlin GmbH stolz mit.

Nachwuchs gab es auch bereits bei den Kaschmirziegen im Tierpark Neukölln in der Hasenheide. Doch anders als im Britzer Gar-ten, wo die Lämmer schon durchs Freigehege toben, müssen Mutter und Kind zunächst im Stall bleiben. Die Gefahr, dass ein Fuchs sich das Kleine holt, sei einfach zu groß, sagt einer der Tierpfleger. Deshalb komme es erst kurz vor Ostern auf die Weide. Bis dahin kann der Vater des Lamms noch ungestört in der Sonne – so vorhanden – vor sich hin dösen.

Ein Sitz in Britz für Neuköllns Ex-Bezirksbürgermeister

Ruhig ist es um Heinz Buschkowsky geworden. Seit Dr. Franziska Giffey vor gut vier Monaten das Bürgermeisteramt in Neukölln von ihm übernahm, sind öffentliche Auf-tritte rar. Doch heute Mittag wird es im Britzer Garten wieder einen solchen geben, wenn der 67-Jährige dort seinen  Sitz in Britz  bekommt. Mit einer Bank auf dem  Ro-

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delberg bedankt sich der Parkbetreiber, die Grün Berlin GmbH, bei Buschkowsky, den „seit vielen Jahren eine besondere Liebe“ mit dem Britzer Garten verbindet, der aber vor allem die Sonderschau Tulipan durch die Idee von Tulpenpatenschaften ergänz-te. Begeistert nehme er zudem bei „Feuerblumen und Klassik Open Weiterlesen

Alles, was schön und teuer war: Vor 30 Jahren öffnete die Bundesgartenschau in Britz

BUGA LogoDas Gelände südlich der Mohriner Allee, auf der Hochfläche des Teltower Plateaus gelegen, teilten sich noch Mitte des vorigen Jahrhunderts Ackerland, Klein- gärten und ein Friedhof. Es ist geprägt durch eine fast wasserundurchlässige, bis zu 16 Meter dicke Schicht mit kleinen Pfuhlen und Gräben. Mangelnde Grünflä- chen im Südosten Westberlins bewogen die Senats-verwaltung, hier einen Erholungspark vorzusehen, wie denn auch im Flächennutzungsplan von 1965 (gemeint ist natürlich 1985) zu sehen ist. Bemerkenswert auch, dass hier noch die Trasse der Osttangente Süd (später A 102) eingezeichnet ist, die das Areal auf 1,8 Kilometer Länge untertunnelt.

Bereits 1970 wurde von Prof. Hermann Mattern ein erstes grünplanerisches Gut- achten erstellt. Es war Grundlage für die vier Jahre später einsetzende Diskussion zum möglichen Standort eines Erholungsparks durch den Weiterlesen

Das war spitze!

Mit über 1.000 Twitter-Nachrichten hielt die Einsatzzentrale der Berliner Polizei ab Frei- tagabend bei der Aktion #24hPolizei alle auf dem Laufenden, die schon immer mehr über den Alltag der Ordnungshüter wissen wollten. Straftaten, Unfälle, Beziehungs- konflikte und sonstige Meldungen, von amüsant  über erschreckend bis verwundernd,

tempelhofer feld_berlin

rauschten durch den Kurznachrichtendienst. Den Gipfel der Skurrilität und zugleich der Toptweets erklomm jedoch diese: „Auf Tempelhofer Feld soll sich eine Person mit Samurai-Schwert bewegen.“ Dank einer Presse-Info der Grün Berlin GmbH musste immerhin nicht befürchtet werden, dass den Besuchern das Feld um die Ohren fliegt, wenn die Waffe an der falschen Stelle in den Boden gestochen wird.

Im Sumpf der Entwicklungen stecken geblieben

Während sich andere in immer neuen Vermutungen und Wahrscheinlichkeiten hinsichtlich der Zukunft des Tempelhofer Felds  ergehen, übertreffen sich Grün Berlin und die Tempelhof Projekt GmbH als Projektverantwortliche in puncto „Informa- tionspolitik“ selber: Auf großformatigen Plakaten  beantworten sie an ihrem Info-Pa-

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villon am Eingang Columbiadamm  Fragen rund um die IGA 2017, die längst niemand mehr stellt und deren Antworten folglich niemanden mehr interessieren. Denn wenn etwas bezüglich der Zukunft des Tempelhofer Felds klar ist, dann: Dass die IGA 2017 ihren einst angedachten Schwerpunkt und Hauptstandort nicht dort, sondern in den Gärten der Welt im Bezirk Marzahn-Hellersdorf haben wird.

Fehlstart in die Wintersportsaison auf dem Tempelhofer Feld

„als ich heute nachmittag mit meinen langlaufskiern und stöcken am tempelhofer feld ankam, um dort eine runde zu drehen, bot sich mir am eingang oder- straße/leinestraße dieses bild“, schrieb uns gestern ein Leser per E-Mail. Ein Foto tempelhofer feld,eingang leinestraße neuköllndes Anblicks, dem er ge- genüberstand, lag eben- falls im elektronischen Postkasten. Weder an der Leine- noch an der Oker- und Allerstraße, teilte er weiter mit, sei der Zugang zum Feld möglich ge- wesen: „da ich aber leute hinter dem zaun sah, bin ich noch weiter zum ein- gang an der herrfurth- straße gegangen, der dann tatsächlich offen war.“ Weshalb es an den verschlossenen Toren keinerlei Hinweise auf geöffnete Eingänge gab, ist unserem Leser ein Rätsel. Auch fragt er sich, ob die eingeschränkten Zugangsmöglichkeiten ein Dauerzustand bleiben sollen.

„Nein“, erklärte dazu heute eine Mitarbeiterin der Grün Berlin GmbH auf die telefonische Anfrage, „das waren Startschwierigkeiten, ein Versehen.“ Es gebe auf dem Tempelhofer Feld einen eingeschränkten Winterdienst, der jedoch gestern leider die kleinen Tore nicht berücksichtigt hatte. Deshalb seien nur die Haupteingänge am nördlichen und südlichen Ende der Oderstraße geöffnet gewesen. „Ab heute“, versprach sie, „sind aber wieder alle Tore offen.“

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Vier Tore und acht Eckfahnen fürs Tempelhofer Feld

Seit heute gibt’s auf dem Tempelhofer Feld was Neues: zwei Bolzplätze – zwar ohne Linien, Mittelkreis und Elfmeterpunkte, dafür aber mit richtigen Toren und Eckfahnen.

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Zur Einweihung des größeren der beiden Plätze kickte in einem Freundschaftsspiel ein Frauenteam des TSV Helgoland 1897 gegen die in blauen Outfits antretenden Damen des SV Adler Berlin. Verspringende Bälle und zahlreiche Fehlpässe lähmten den Spielfluss auf beiden Seiten und machten den Unterschied zwischen einem rumpeligen Bolzplatz und einem Fußballfeld offensichtlich.

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Mit der Erweiterung des Freizeitsport-Angebots durch einen 90 x 60 Meter-Platz und ein 60 x 40 Meter großes Kleinspielfeld nahe des Eingangs am Columbiadamm reagieren die Grün Berlin GmbH als Bewirtschafterin des Tempelhofer Felds sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung laut einer Presse-Info auf die „Nachfrage der Besucher nach Sport- und Freizeitflächen“. Es sei geplant, heißt es weiter, „bis zur endgültigen Realisierung der Parklandschaft mit provisorischen, temporären Angeboten der Nachfrage nach Sport- und Aktionsflächen so weit wie möglich zu entsprechen.“ Man darf also gespannt sein, was da noch alles so kommt.

=ensa=

Acht Hektar fürs Wunschdenken auf dem Tempelhofer Feld

Vorgestern wurden im Hangar 1 des ehemaligen Flughafens Tempelhof die ersten 19 (möglichen!) Pionier-Projekte vorgestellt: Vormittags eine Pressekonferenz mit Berlins Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer, abends eine Infor- mationsveranstaltung mit Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Verantwortlichen vom „Tempelhof Projekt“ sowie von der Grün Berlin GmbH fürs Volk. Ziemlich viel forum thf,pioniernutzung tempelhofer freiheit,tempelhofer  feld,berlin-tempelhofGetöse für die Pläne von 19 Pro- jektträgern, die momentan mehrheit- lich vor allem aus Ideen und Ab- sichtsbekundungen bestehen. Das Wichtigste fehlt jedoch den meisten noch: eine Finanzierung. Doch das konkret zur Sprache zu bringen, schien so gar nicht im Interesse der Offiziellen zu liegen.

Auch Ingeborg Junge-Reyer trug im rbb-Abendschau-Interview kräftig zur Verschwiemelung des Sachverhalts bei. So könnte ihr auf die Projektinitiatoren gemünzter Satz „Ich bringe die Finanzierung mit!“ leicht den Eindruck erwecken, dass diese bereits mit Geldkoffern in den Startblöcken hocken. Dem ist aber nicht so. Und auch die durch Junge-Reyers Aussage genährte Annahme, öffentliche Mittel würden bei der Realisierung der Pionier-Vorhaben gar keine Rolle spielen, ist mit Vorsicht zu genießen. So soll beispielsweise die Finanzierung des Kulturnetzwerk Neukölln-Projekts „Jet Set“ im Pionierfeld Oderstraße zum Großteil durch den Hauptstadtkulturfonds und mit 5.000 Euro aus dem Soziale Stadt-Topf des Quar- tiersmanagements Schillerpromenade gespeist werden. Bewilligt ist bislang nur letzteres.

Gut möglich also, dass im Frühjahr 2011, wenn die meisten der 19 Pioniere der ersten Stunde starten wollen, einige von ihnen ihre Konzepte für die große Tempelhofer Freiheit ob fehlender finanzieller Mittel wieder in den Schubladen versenkt haben.

_ensa_

Klimazone Tempelhofer Feld

tempelhofer feld, hinweis zum grillenImmer eine frische Brise und ein paar Grad weniger als umzu – dass auf dem Tempel- hofer Feld ein ganz besonderes, völlig unurbanes Klima herrscht, spürt jeder, der sich auf dem Areal aufhält. Ganz so schlimm wie die Hinweistafeln der Grün Berlin GmbH am Zaun des Feldes vermuten lassen, ist jedoch nicht, worauf man sich klimatisch einzustellen hat.

Wer also am Eingang zum Feld steht und sich gerade mit einem Schirm gegen einen Wolkenbruch schützt, sollte nicht damit rechnen, dass ein paar Schritte später alles trocken und die große Dürre angesagt ist. Denn dann würden die Wiesen zwi- schen den Betonpisten wohl nicht so aussehen, oder?

_ensa_