Die ersten Poller schützen den Radverkehr auf der Hermannstraße

Das Bezirksamt Neukölln bemüht sich seit über drei Jahren darum, den Radverkehr auf der Hermannstraße sicherer zu machen. Dies ist nicht zuletzt auf den politischen Druck lokaler Gruppen zurückzuführen, die – wie das Netzwerk Fahrrad-freundliches Neukölln oder die Initiative „Hermannstraße für alle“ – beharrlich mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende auf der Magistrale fordern. SPD und Grüne, die in der Bezirksverordnetenversammlung die beiden größten Fraktionen stellen, legten jüngst in ihrer zweiten Vereinbarung für eine weitere politische Zusammenarbeit unter Punkt 15 ausdrücklich fest: „Die Zählgemeinschaft setzt sich dafür ein, die geschützte Radverkehrsanlage auf der Hermannstraße schnellstmöglich fertigzustellen und weiter zu planen.“

Am letzten Donnerstag wurden jetzt auf der Hermannstraße die ersten Poller in die Fahrbahn eingelassen, um einen schon bestehenden Radstreifen wirkungsvoll vor dem Kraftfahrzeugverkehr zu schützen. „Die Arbeiten auf dem südlichen Teil der Hermannstraße zwischen Glasower Straße und Leinestraße werden noch das erste Quartal andauern“, gab Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann bekannt. „Die an einzelnen Stellen des Radstreifens abgeplatzte Farbe wird bei wärmeren Temperaturen im Frühjahr neu aufgetragen“, kündigte er zudem an. Wann die Verkehrssicherheit auf dem restlichen Abschnitt der Hermannstraße bis zum Hermannplatz für Radfahrende verbessert werden kann, sodass das Versprechen der rot-grünen Zählgemeinschaft vollständig eingelöst wird, ist allerdings noch unklar.

Den existierenden Planungen ist jedoch bereits zu entnehmen: Nach dem vollständigen Umbau der Hermannstraße werden auf der Ostseite stadteinwärts bis zum Hermannplatz circa 92 PKW-Stellplätze vorhanden sein. Stadtauswärts wird es auf der Westseite rund 115 Parkplätze für Autos geben. Dies entspricht einem Stellplatzverlust von circa 58 Prozent auf der Ostseite und rund 54 Prozent auf der Westseite der Hermannstraße, wo bisher Platz für circa 224 bzw. 255 Autos am Bordstein ist.

=Christian Kölling=

Eine Antwort

  1. Hallo, FACETTEN-Redakteur Christian Kölling,

    heute ist nicht nur Dietrich Bonhoeffers Geburtstag (1906 bis 1945), sondern ich veranstalte auch wieder einen Bunten Abend – diesmal in Kreuzberg, bin froh, überhaupt einen annehmbaren Ort in diesen Zeiten gefunden zu haben! Die Verbindung zu Neukölln bin erst mal ich und zweitens ist es die Vorstellung meines „Rixdorfer Modells“ bzw. ein Vorschlag für ein „Salomonisches Jahr für Hochbegabte“. – Damit werde ich wahrscheinlich nicht durchkommen, weil Hochbegabte keine Sozialpädagogen ernähren wie die goldenen „Einzelfälle“, doch die Gedanken sind ja frei. Gott sei Dank.

    Freundliche Grüße, Herbert Friedrich Witzel

    Bonhoeffers Geburtstag

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