„Haus 104 – Die Stadt sind wir!“: Erstes Bestandsgebäude auf dem Tempelhofer Feld öffentlich zugänglich

Auf dem früheren Areal des Sportparks Neukölln – heute der östliche Teil des Tempelhofer Feldes – wurde von 1939 bis 1940 für die Luftwaffe ein eingeschossiger Mauerwerksbau mit annähernd quadratischem Grundriss errichtet. In erhaltenen Bauunterlagen des Archivs der Tempelhof Projekt GmbH wird das Gebäude „U-Adcock-Peilanlage Bauart Lorenz“ genannt. Die Anlage diente der Funkortung von Flugzeugen und wurde im Zweiten Weltkrieg auch zur Führung von Bombern und Jagd-flugzeugen genutzt. Der Bau, der im Krieg nicht zerstört wurde, gehört zu den rund 30 kleineren Bestands-bauten auf dem ehemaligen Flughafengelände und trägt bis heute die Bezeichnung Gebäude 104. Um das Jahr 1950 richtete die US Air Force hier und im gegenüberliegenden Gebäude 101 ihre Flugwetterwarte und Radiosondenstation („Receiver site“) ein. In Weiterlesen

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Mut-Lauf und Markt für seelische Gesundheit: Mehr als ein öffentlichkeitswirksames Signal für ein sensibles Thema und den Inklusionsgedanken

Burnout-Syndrom, Trauma, Autismus oder Depres-sion – das sind häufig nur Modeworte, die uns aus Medienberichten, Fernsehdiskussionen und Alltags-gesprächen geläufig scheinen. Ein wirkliches Verständnis für die seelischen Störungen, die die entsprechenden Fachbegriffe bezeichnen, gibt es in der Öffentlichkeit allerdings kaum. Die Diagnose „psychisch krank“ ist weiterhin mit einem Stigma versehen, das gravierende Folgen hat. Es schadet dem Selbstwertgefühl der Betroffenen, engt den Freundes- und Bekanntenkreis ein, Weiterlesen

Expeditionen ins Berliner Tier- und Pflanzenreich

44 Prozent der Stadtfläche seien öffentliche Grün- und Freiräume. „Die Natur in der Stadt ist es, die Berlin für die Bürgerinnen und Bürger lebenswert macht“, betont Umwelt-Senatorin Regine Günther anlässlich des heute und morgen stattfindenden Langen Tags der StadtNatur.
An über 150 Orten in Berlin werden unter dem Motto „Einmal Natur mit alles“ in 26 Stunden von rund 250 Fach-leuten etwa 500 naturkundliche Führungen und Aktionen geboten. „Ob Dschungelcamp, Bumerang-Workshop, Krab-beltier-Entdeckungen oder Abenteuer-Schatzsuche beim Geocaching – es ist für jede Altersgruppe etwas dabei“, ergänzt Wolfgang Busmann, Projektleiter des von der Stif-tung Naturschutz Berlin bereits zum 11. Mal organisierten Festivals.

Auch in Neukölln wird an vielen Orten bewiesen, dass das Mit- oder Nebeneinander von Natur und Urbanität gegenwärtig ist: In der Hasen-heide kann man an Pflanzenführungen und Orientierungsläufen Weiterlesen

Auch in Neukölln: Tafelrunden für die Demokratie

Wer sich ohnehin schon darüber ärgert, dass es auf Bürgersteigen nicht nur durch Müllhaufen, sondern auch durch die Tische und Stühle von Cafés und Restaurants immer enger wird, sollte am kommenden Samstag am besten zuhause bleiben. Denn dann ruft die Initiative Offene Gesellschaft ab 17 Uhr bundesweit zum Tafeln für die Demokratie auf. „Tische und Stühle raus, schön eindecken, Freunde, Nachbarn und Fremde einladen, essen debattieren, feiern und gemeinsam sagen, welches Land Deutschland sein will und kann“, ist das Motto.
Wie es praktisch umgesetzt wird, zeigte sich bereits vor fünf Jahren im Böhmischen Dorf, als die Kirchgasse zur Kaffeetafel wurde. Sonnabend ist mancherorts in Neukölln Ähnliches zu erwarten: beispielsweise auf der Schillerpromenade, vor dem Haus Sonnenallee 162, in der Herrfurthstraße 33, wo gepicknickt wird, oder auch auf dem Tempelhofer Feld, wo eine  Weiterlesen

Geschichte in Bildern in einem neuen Buch über den Flughafen Tempelhof

Heute jährt es sich zum siebten Mal, dass das Tempelhofer Feld wieder für die Bevölkerung zugänglich gemacht wurde. Sicher, die Sportarten die auf der Freifläche zwischen Neukölln, Kreuzberg und Tempelhof betrieben werden, haben sich geändert, aber auch vor gut 100 Jahren ließen hier – nicht anders heute – Hundebesitzer ihre Hunde laufen, machten Familien ein Picknick oder genossen Spazier-gänger die Weite des Feldes.

Nun hat der Sutton Verlag einen Bildband mit dem Titel „Der Flughafen Tempelhof in alten Bildern“ herausgegeben. Gesucht und zusammengestellt Weiterlesen

Feste feste feiern

schnee-tempelhofer-feld_berlin-neukoellnAuf dem Tempelhofer Feld muss man sich gar nicht erst auf die Suche nach einer Location machen, die dafür geeignet ist, den heutigen Spring-in-eine-Pfütze-Tag zu feiern. Statt Gummistiefeln und Wasserlachen sind dort dick gefütterte Winterschuhe und viel Platz zum Rodeln und Skilanglauf angesagt. Als Proviant drängen sich dabei heute mehr denn je Äpfel auf, denn seit nunmehr sieben Jahren ist der 11. Januar auch der Tag des deutschen Apfels.
Schon wesentlich länger gibt der Beauftragte des Berliner Senats für Integration und Migration alljährlich den Interkulturellen Kalender heraus, der jedoch Aktionstage ausklammert und sich stattdessen auf einen Überblick über Feiertage der Weltreligionen beschränkt.

Bücherverbrennungen – in der Antike aufgekommen und noch in der Gegenwart praktiziert

Das Museum Neukölln startete kürzlich begleitend zur Jahresausstellung „Die Magie des Lesens“ eine fünfteilige Veranstaltungsreihe: Am vergangenen Sonntag hielt helber_museum-neukoelln Dr. Patrick Helber (r.) einen Vortrag unter dem Titel „Die Bücherverbrennung auf dem Tempelhofer Feld 1921“.

Die öffentliche und feierliche Verbrennung von Büchern sei eine Praktik, die bereits in der Antike aufkam und ihren Höhepunkt in der Vormoderne erreichte. Eine symbolische Bücherverbrennung „undeutscher Bücher“ habe es beispielsweise nach dem Ende des Wartburgfestes bei Eisenach im Jahr 1817 gegeben. „Als geistiger Motivator für die dortige Bücherverbrennung gilt Friedrich Ludwig Jahn“, erklärte Dr. Patrick Helber, der als wissenschaftlicher Volontär im Weiterlesen