Der Radikalenerlass und seine Auswirkungen für Lehrer und Schüler in Neukölln

Ein halbes Jahrhundert Neuköllner Schulgeschichte steht im Fokus der aktuellen Ausstellung des Museums Neukölln. Mit der Diskussionsrunde „Berufsverbote und linke Schülerschaft“ wurde am Donnerstagabend ergänzend ein Kapitel aus der Zeit des Kalten Krieges im ehemaligen West-Berlin thematisiert.

Politik und Schule der 1970er und 80er Jahre waren geprägt vom sogenannten Radikalenerlass, den die Ministerpräsidenten der Länder im Januar 1972 beschlossen, um Personen mit links- oder rechtsextremistischen Einstellungen vom Staats-dienst fernzuhalten. Obwohl die Bonner Koalition aus SPD und FDP den Erlass 1979 kündigt, hatte er in den Bundesländern noch bis zum Beginn Weiterlesen

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Auf den Spuren der Novemberrevolution 1918 in Neukölln

Eine historische Führung der Volkshochschule Neukölln zu Originalschauplätzen der November-revolution 1918 und ihrem blutigen Ende im März 1919 leitete am vorigen Sonnabend der Historiker Henning Holsten, Dokto-rand im Fachbereich Geschichts- und Kultur-wissenschaften des Fried-rich-Meinecke-Instituts der Freien Universität Berlin und Mitarbeiter beim Mobilen Museum des Museums Neukölln. Gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Berliner Bezirken fanden sich am Treffpunkt in der Karlsgartenstraße 7 – 9 neben einer Weiterlesen

50 Jahre Neuköllner Schulgeschichte im Museum Neukölln

Wir wissen nicht, wie Artur Buchenau, Kurt Löwenstein oder Fritz Karsen, bedeutende Reformpädagogen, die während der Weimarer Republik in Neukölln wirkten, auf die pädagogischen Herausforderungen reagiert hätten, die etwa im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in der Neuköllner Rütli Schule deutlich wurden. Zweifellos wurden aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Neukölln Maßstäbe für eine subs-tanzielle Demokratisierung der Schule gesetzt, zum Beispiel als 1968 mit der Walter-Gropius-Schule die erste integrierte Gesamtschule der Bundesrepublik eröffnet wurde. Und die einst verschriene Rütli-Schule entwickelte sich in den vergangenen 10 Jahre zum Campus Rütli fort. Weiterlesen

Dissonanzen im Museum Neukölln

Zum Abschluss der Ausstellung „Nebeltage – 70 Jahre nach der Berliner Luft-brücke“ fand am Sonntagvormittag im Museum Neukölln eine Gesprächsrunde mit den drei Herausgebern des Buches „Die Berliner Luftbrücke, Erinnerungsort des Kalten Krieges“ statt. Die Historikerin Prof. Dr. Corine Defrance sowie ihre Kollegen Prof. Dr. Ulrich Pfeil und Prof. Dr. Jörg Echternkamp trugen im Sammelband 20 Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftlern zusammen, in denen die Ereignisse während der Berlin Blockade 1948/49 aus unterschiedlicher Sicht dargestellt und Einschätzungen zum gegenwärtigen Stellenwert der Ereignisse gegeben werden. Die Publikation Weiterlesen

Persönliche Blicke auf einen der wichtigsten Erinnerungsorte des Kalten Krieges

„Nebeltage. 70 Jahre nach der Berliner Luftbrücke“, heißt die neueste Ausstellung im Museum Neukölln. Gezeigt wird seit der Vernissage am vergangenen Freitag-abend ein Projekt der Fotografin und Journalistin Dagmar Gester, das zum 70. Jahrestag der Berlin-Blockade eine Bestandsaufnahme des geschichts-trächtigen Ortes am ehemaligen Tempelhofer Flugfeld unternimmt und zugleich als Auseinander-setzung mit unserer visuellen Wahrnehmung der Wirklichkeit gedacht ist.

„Fotografien graben sich tief in unser Gedächtnis ein, bis wir fest daran glauben, die Ereignisse seien tatsächlich so gewesen, wie die Bilder uns sie zeigen“, sagte Gester zur Vernissage. Die Weiterlesen

Das Museum Neukölln will’s wissen: Was ist eine gute Schule?

Im Museum Neukölln wird aktuell eine Ausstellung über die Entwicklung der Schulreformen in Neukölln seit 1968 vorbereitet, die auf die vergangenen 50 Jahre Schul- und Bildungspolitik zurückblicken soll.

Wie geht gute Schule? Diese Frage beschäftigt nicht nur viele Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildung, Politik und Forschung. Auch und vor allem setzen sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer bzw. die Direktion und die Schülerschaft täglich mit dem Schulalltag auseinander und gestalten ihn Weiterlesen

„Schulzeit in Neukölln 1968-2018“: Museum Neukölln sucht Erinnerungsstücke für seine kommende Ausstellung

Erinnerungsstücke sind ein Kernbestandteil der Arbeit des Museums Neukölln. In der Ausstellung „Die Magie des Lesens“ präsentierte Museumsleiter Dr. Udo Gößwald (l.) zuletzt die Lieblingsbücher von 24 Menschen aus dem Bezirk, unter ihnen beispiels-weise die Neuköllnerin Christa Emde (r.).

Jetzt sucht das Museum auf dem Gutshof Britz für seine kommende Ausstellung „Schulzeit in Neukölln 1968 – 2018“ wieder besondere Erinnerungsstücke. Sammlungsleiterin Julia Dilger erklärt: „Die neue Ausstellung des Museums Neukölln wird sich im nächsten Jahr mit den letzten 50 Jahren der Neuköllner Schulgeschichte beschäftigen. Dafür sind wir auf der Weiterlesen