„Großstadt Neukölln. 1920 – 2020“ sensibilisiert für feinste Veränderungen im Stadtbild

Die Schlange derer, die gestern Abend auf dem Gutshof Britz auf Einlass ins Museum Neukölln warteten, war lang. Über 100 Gäste hatten sich angemeldet, um bei der Eröffnung der Ausstellung „Großstadt Neukölln. 1920 – 2020“ dabei sein zu können. Vernissagen mit Rednern, Begleitprogramm und Publikum hatte es schließlich seit dem Corona-Lockdown im März nicht mehr gegeben.

Als Berlin im Jahr 1920 zu Groß-Berlin erweitert wurde, entstand Weiterlesen

„Es fehlt noch eine detaillierte Aufarbeitung der Endtage des 2 Weltkriegs in Neukölln“

Mit einem einmaligen gesetzlichen Feiertag erinnert Berlin an den 8. Mai 1945. Die Kapitulation der Wehrmacht jährt sich heute zum 75. Mal. Das Datum markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und wird als Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus gefeiert.

Bezirksstadträtin Karin Korte, zuständig für Bildung, Schule, Kultur und Sport, erklärte gestern in einer Pressemitteilung zum Kriegende vor einem Weiterlesen

Neue digitale Angebote des Neuköllner Museums

Unter den Hashtags #MuseumFromHome und #ClosedButOpen machen nationale und internationale Museen aus der Not eine Tugend. Wenn Besucher nicht zu ihnen kommen können, weil das kulturelle Leben zur Eindämmung des Corona-Virus stillsteht, kommen die Museen eben durch das weltweite Netz zu den Interessierten.

Auch das Museum Neukölln hat digitale Lösungen entwickelt, Weiterlesen

Videoinstallation im Museum Neukölln lässt acht Kriegskinder zu Wort kommen

Eine ausführliche Vorab-Berichterstattung in den großen Berliner Medien und rund 200 Gäste bei der Vernissage am Freitagabend im Gutshof Britz: Das Museum Neukölln hat mit der Videoinstallation „Kriegskinder“ von Ina Rommee in Kooperation mit Fotograf und Kameramann Stefan Krauss ganz augenscheinlich den Nerv der Öffentlichkeit getroffen. Acht Neuköllner Zeitzeugen der Jahrgänge 1929 bis 1938 erzählen in Videoclips über ihre Kindheitserlebnisse während des Zweiten Weltkriegs und den ersten Jahren danach. 1945 waren sie Weiterlesen

„Wir haben es mit den ‚Mauergesprächen‘ geschafft, die Leute zusammenzubringen“

berliner mauer, heidelberger straße, neukölln, treptow„Wahnsinn“ – In der Nacht vom 9. zum 10. November 1989 und in den darauffolgenden Tagen, war das das Wort, mit dem die überraschende Öffnung der Mauer zwischen Ost und West im Fernsehen, im Radio. in den Wohnzimmern und auf den Straßen am häufigsten kommentiert wurde. Was folgte auf die Euphorie der ersten Tage? Gibt es in Deutschland Ost und West weiterhin eine Mauer in den Köpfen, oder ist der Begriff nur eine abgedroschene Metapher? Weiterlesen

Museum Neukölln stellt Handwerksbetriebe im Bezirk vor

Rund 2.500 Handwerksbetriebe, die unentbehrliche Produkte ebenso wie reizvolle Arbeitsplätze bieten, gibt es allein in Neukölln. Wie sieht es eigentlich hinter ihren Türen aus? Am Beispiel von 27 Betrieben stellt das Museum Neukölln mit seiner aktuellen Sonderausstellung „In guten Händen – Handwerk in Neukölln“ exemplarisch die breite Palette des Handwerks vor. Weiterlesen

„Wussten Sie schon, dass die Britzer Prinzessin ein Prinz war?“

Im 20. Jahrhundert wurden in Neukölln einige bedeutsame archäologische Funde gemacht. Bei Bauarbeiten im Körnerpark entdeckte man 1912 ein germanisches Reitergrab, das vermutlich im 6. Jahrhundert n. Chr. angelegt wurde. Wahrscheinlich aus der gleichen Epoche stammen zwei Gräber, die 1951 im Buschkrugpark in Britz gefunden wurden. In einem Grab befanden sich die Gebeine eines ca. 30-jährigen Mannes. Zwei Meter entfernt wurden das feingliedrige Skelett einer etwa 16-jährigen Person gefunden, die lange für ein Mädchen gehalten wurde. Wegen der wertvollen Grabbeigaben, zu denen u. a. ein Kamm, zwei goldene Anhänger, eine Weiterlesen

Zerbrechliches aus der Gegenwart und Vergangenheit im Museum Neukölln

„Seit 35 Jahren bin ich auf keramischer Entdeckungs-reise und bewege mich in den Bereichen der angewandten und bildenden Kunst sowie der räumlichen Gestaltung mit Kunst am Bau“, sagt Martina M. Thies über sich und ihre Arbeit. Die Vielfalt des Porzellans beschäftigt die Künstlerin seit vielen Jahren und hat sie zu ihren selbstgedrehten, verformten, applizierten und bemalten Porzellan-arbeiten inspiriert.

Die von Thies gestaltete Rauminstallation „Die Blaue Blume“ wurde am Donnerstagabend im Museum Neukölln eröffnet. Für die Ausstellung hat sie ihre Kunstwerke in einen Zusammenhang mit historischen Objekten Weiterlesen

1968 revolutionär, heute selbstverständlich

Noch bis zum Ende des Monats ist im Museum Neukölln die Ausstellung „Neukölln macht Schule. 1968-2018“ zu sehen. Die letzte Begleitveran-staltung unter dem Titel „1968 und seine Folgen in der Schule – Am Beispiel des Albrecht-Dürer-Gymnasiums“ fand gestern Abend statt: Michael Cramer, Europa-Abgeordneter und zwischen 1977 und 1995 Sport- und Musik-Lehrer an der ADO, Daniela Dargusch, die von 1973 bis 1979 Schülerin des Gymnasiums in der Emser Straße war, und Lorenz Völker (l.), der heute Geschichte, Sport Weiterlesen

Der Radikalenerlass und seine Auswirkungen für Lehrer und Schüler in Neukölln

Ein halbes Jahrhundert Neuköllner Schulgeschichte steht im Fokus der aktuellen Ausstellung des Museums Neukölln. Mit der Diskussionsrunde „Berufsverbote und linke Schülerschaft“ wurde am Donnerstagabend ergänzend ein Kapitel aus der Zeit des Kalten Krieges im ehemaligen West-Berlin thematisiert.

Politik und Schule der 1970er und 80er Jahre waren geprägt vom sogenannten Radikalenerlass, den die Ministerpräsidenten der Länder im Januar 1972 beschlossen, um Personen mit links- oder rechtsextremistischen Einstellungen vom Staats-dienst fernzuhalten. Obwohl die Bonner Koalition aus SPD und FDP den Erlass 1979 kündigt, hatte er in den Bundesländern noch bis zum Beginn Weiterlesen

Auf den Spuren der Novemberrevolution 1918 in Neukölln

Eine historische Führung der Volkshochschule Neukölln zu Originalschauplätzen der November-revolution 1918 und ihrem blutigen Ende im März 1919 leitete am vorigen Sonnabend der Historiker Henning Holsten, Dokto-rand im Fachbereich Geschichts- und Kultur-wissenschaften des Fried-rich-Meinecke-Instituts der Freien Universität Berlin und Mitarbeiter beim Mobilen Museum des Museums Neukölln. Gut 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Berliner Bezirken fanden sich am Treffpunkt in der Karlsgartenstraße 7 – 9 neben einer Weiterlesen

50 Jahre Neuköllner Schulgeschichte im Museum Neukölln

Wir wissen nicht, wie Artur Buchenau, Kurt Löwenstein oder Fritz Karsen, bedeutende Reformpädagogen, die während der Weimarer Republik in Neukölln wirkten, auf die pädagogischen Herausforderungen reagiert hätten, die etwa im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in der Neuköllner Rütli Schule deutlich wurden. Zweifellos wurden aber auch nach dem Zweiten Weltkrieg in Neukölln Maßstäbe für eine subs-tanzielle Demokratisierung der Schule gesetzt, zum Beispiel als 1968 mit der Walter-Gropius-Schule die erste integrierte Gesamtschule der Bundesrepublik eröffnet wurde. Und die einst verschriene Rütli-Schule entwickelte sich in den vergangenen 10 Jahre zum Campus Rütli fort. Weiterlesen

Dissonanzen im Museum Neukölln

Zum Abschluss der Ausstellung „Nebeltage – 70 Jahre nach der Berliner Luft-brücke“ fand am Sonntagvormittag im Museum Neukölln eine Gesprächsrunde mit den drei Herausgebern des Buches „Die Berliner Luftbrücke, Erinnerungsort des Kalten Krieges“ statt. Die Historikerin Prof. Dr. Corine Defrance sowie ihre Kollegen Prof. Dr. Ulrich Pfeil und Prof. Dr. Jörg Echternkamp trugen im Sammelband 20 Aufsätze von Wissenschaftlerinnen und Wissen-schaftlern zusammen, in denen die Ereignisse während der Berlin Blockade 1948/49 aus unterschiedlicher Sicht dargestellt und Einschätzungen zum gegenwärtigen Stellenwert der Ereignisse gegeben werden. Die Publikation Weiterlesen

Persönliche Blicke auf einen der wichtigsten Erinnerungsorte des Kalten Krieges

„Nebeltage. 70 Jahre nach der Berliner Luftbrücke“, heißt die neueste Ausstellung im Museum Neukölln. Gezeigt wird seit der Vernissage am vergangenen Freitag-abend ein Projekt der Fotografin und Journalistin Dagmar Gester, das zum 70. Jahrestag der Berlin-Blockade eine Bestandsaufnahme des geschichts-trächtigen Ortes am ehemaligen Tempelhofer Flugfeld unternimmt und zugleich als Auseinander-setzung mit unserer visuellen Wahrnehmung der Wirklichkeit gedacht ist.

„Fotografien graben sich tief in unser Gedächtnis ein, bis wir fest daran glauben, die Ereignisse seien tatsächlich so gewesen, wie die Bilder uns sie zeigen“, sagte Gester zur Vernissage. Die Weiterlesen

Das Museum Neukölln will’s wissen: Was ist eine gute Schule?

Im Museum Neukölln wird aktuell eine Ausstellung über die Entwicklung der Schulreformen in Neukölln seit 1968 vorbereitet, die auf die vergangenen 50 Jahre Schul- und Bildungspolitik zurückblicken soll.

Wie geht gute Schule? Diese Frage beschäftigt nicht nur viele Expertinnen und Experten aus den Bereichen Bildung, Politik und Forschung. Auch und vor allem setzen sich Eltern, Lehrerinnen und Lehrer bzw. die Direktion und die Schülerschaft täglich mit dem Schulalltag auseinander und gestalten ihn Weiterlesen

„Schulzeit in Neukölln 1968-2018“: Museum Neukölln sucht Erinnerungsstücke für seine kommende Ausstellung

Erinnerungsstücke sind ein Kernbestandteil der Arbeit des Museums Neukölln. In der Ausstellung „Die Magie des Lesens“ präsentierte Museumsleiter Dr. Udo Gößwald (l.) zuletzt die Lieblingsbücher von 24 Menschen aus dem Bezirk, unter ihnen beispiels-weise die Neuköllnerin Christa Emde (r.).

Jetzt sucht das Museum auf dem Gutshof Britz für seine kommende Ausstellung „Schulzeit in Neukölln 1968 – 2018“ wieder besondere Erinnerungsstücke. Sammlungsleiterin Julia Dilger erklärt: „Die neue Ausstellung des Museums Neukölln wird sich im nächsten Jahr mit den letzten 50 Jahren der Neuköllner Schulgeschichte beschäftigen. Dafür sind wir auf der Weiterlesen

Bald auch ein Stolperstein für den Apotheker Adolf Mockrauer in Britz?

Kurz vor dem 79. Jahrestag der Reichspogromnacht wurden mehr als ein Dutzend Stolpersteine in Neukölln gestohlen. Die Taten lösten viel Entsetzen, Unverständnis und Empörung, aber auch eine breite Welle der Solidarität und Spendenbereitschaft aus. Allein die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts meldete, dass seit dem 7. November innerhalb von 5 Tagen 1.245 Euro Spendengelder bei ihr für den Ersatz der in Britz entwendeten Stolpersteine eingegangen seien.

„Die Wiederverlegung ist damit gesichert“, teilte die Initiative gestern mit. „Hinzu kommen weitere 110 Euro, die mit der Bitte an uns verbunden sind, einen Stolperstein für den jüdischen Apotheker Adolf Mockrauer in die Wege zu leiten.“ Vor dessen Weiterlesen

Britzer Stolpersteine ausgegraben und gestohlen

Zahlreiche Stolpersteine, die in Neukölln an Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden in der Nacht zu Montag aus dem Pflaster gebrochen und gestohlen. Ein Passant meldete Montagvormittag bei der Polizei den Diebstahl zweier Stolpersteine, die in der Steinbockstraße zur Erinnerung an Lucie und Arthur Hecht verlegt wurden.

Nachmittags teilte die Anwohner*inneninitiative Hufeisern gegen Rechts in einer Presserklärung mit, dass in der Nacht vom 5. zum 6. November alle sieben in der Hufeisensiedlung verlegten Stolpersteine entwendet wurden. Auch ein Gedenkstein, der erst am 9. September zur Erinnerung an Wienand Kaasch in der Parchimer Allee 94 Weiterlesen

Spuren von Karl Weise in Bad Freienwalde

Die Namensgeber für die Schillerpromenade und die Fontanestraße im Schillerkiez müssen sicher nicht näher vorgestellt werden. Schwieriger wird es, wenn man fragt, nach wem die ebenfalls zentral durch den Neuköllner Kiez führende Weisestraße benannt ist. Sie trägt ihren Namen nach dem Dichter und Drechslermeister Karl Weise. Sogar die Schule in der Weisestraße, 1903 erbaut, hat sich wohl erst in den 1950er Jahren den Namen Karl-Weise-Schule gegeben.

Karl Weise wurde 1813 in Halle an der Saale geboren und starb 1888 in Freienwalde (heute: Bad Freienwalde). Hier lebte er – nach einem sechsjährigen Aufenthalt in Berlin – insgesamt Weiterlesen

„Neukölln Open“: Einladung zur aktiven Beteiligung an Prozessen der politischen Meinungsbildung

„Kurz vor der Bundestagswahl gilt es ein Zeichen zu setzen: Für Vielfalt, Toleranz, Demokratie und Menschenrechte!“, erklärte Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer, als er Sonntagmittag auf der Freilichtbühne des Gutshofes Britz das umfangreiche Programm des eintägigen Festivals „Neukölln Open“ vorstellte. Diskussionsforen, Workshops, Info-stände, Mitmachaktionen sowie Musik und Poetry Slam wurden bis in die Abendstunden geboten.

Kultursenator Klaus Lederer diskutierte im Kulturstall über eine Renaissance des europäischen Gedankens, während Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey mit Gästen im Weiterlesen