„Neukölln Open“: Einladung zur aktiven Beteiligung an Prozessen der politischen Meinungsbildung

„Kurz vor der Bundestagswahl gilt es ein Zeichen zu setzen: Für Vielfalt, Toleranz, Demokratie und Menschenrechte!“, erklärte Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer, als er Sonntagmittag auf der Freilichtbühne des Gutshofes Britz das umfangreiche Programm des eintägigen Festivals „Neukölln Open“ vorstellte. Diskussionsforen, Workshops, Info-stände, Mitmachaktionen sowie Musik und Poetry Slam wurden bis in die Abendstunden geboten.

Kultursenator Klaus Lederer diskutierte im Kulturstall über eine Renaissance des europäischen Gedankens, während Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey mit Gästen im Weiterlesen

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80 Museen und 800 Veranstaltungen in einer Nacht

Vor 20 Jahren, im Februar 1997, wurde die Lange Nacht der Museen in Berlin erfunden und etablierte sich anschließend als Vorbild aller langen Nächte. 18 Museen aus der ganzen Stadt, darunter auch das Museum Neukölln, öffneten damals zum ersten Mal bis tief in die Nacht ihre Türen. „Die Lange Nacht ist mit ihrer besonderen Atmosphäre und den engagierten Aktionen und Angeboten der teilnehmenden Museen fester und wichtiger Bestandteil des kulturellen Angebotes der Stadt“, erklärte Kultursenator Dr. Klaus Lederer (l.) vergangenen Mittwoch im Museum für Kommunikation auf der Pressekonferenz zur diesjährigen Jubiläumsnacht unter dem Motto „Made in Berlin“. Am Weiterlesen

Pläne für einen Ort des Erinnerns und Lernens in Neukölln

„Gedenken ohne Gewissheit?“, unter dieser Frage stand am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion zum geplanten Gedenkort für Burak Bektas, der am 5. April 2012 arslan_raemer_diskussion-gedenkort-burak-bektas_museum-neukoellnin der Rudower Straße von einem bis heute unbekannten Täter erschossen wurde. „Es war ein schrecklicher Mord. Schon das allein ist Grund genug, um einen Ort des Gedenkens und Erinnerns einzurichten“, sagte Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer (r.) vor rund 60 Besuchern der Gesprächsrunde im Kulturstall des Britzer Gutshofes: „Ich bin froh, dass wir die Diskussion um den Gedenkort vergangenes Jahr aus dem Wahlkampf herausgehalten haben.“ Die Bezirksverordnetenversammlung habe zweimal über den Weiterlesen

Immer auf der Suche nach dem Schönen

goessw_maculan_al-beik_sires_karssli_museum-neukoellnEine syrisch-deutsche Plauderei über das Leben und die Kunst gab es am Samstagabend im Museum Neukölln. Begleitend zur kürzlich eröff-neten Ausstellung „Lost Images. Berlin/Damas-kus“ sprachen, moderiert von Museumsleiter Dr. Udo Gößwald, der Konzeptkünstler Ammar Al-Beik, die Kuratorin Dr. Lena Maculan sowie die Filme-macherin Reem Karssli darüber, wie das Leben im Exil und die Sorge um Freunde und Angehörige in der Heimat Weiterlesen

Berlin / Damaskus – früher / heute: Besondere Momente im Museum Neukölln

ausstellung-lost-images-berlin-damaskus_museum-neukoellnAuf einem Flohmarkt in Damaskus fand der syrische Konzeptkünstler und Filmemacher Ammar Al-Beik vor vielen Jahren eine wahrhafte Schatzkiste, die randvoll mit Fotos gefüllt war, deren Herkunft und Geschichte er nicht kannte. Die Bilder zeigen verführerische Frauen, stolze Männer und drollige Kinder, die oft in Ateliers fotografiert wurden.

Der geheimnisvolle Reiz der Aufnahmen ließ Ammar Al-Beik nicht mehr los: Er verwendete die Bilder 2008 erstmals für die Serie „Lost Images“ in seiner Heimatstadt Damaskus. 2013 erweiterte er die Serie und setzte sie, nachdem er 2014 nach Berlin geflohen war, 2016 mit vier Arbeiten fort. Am vergangenen Freitag wurde seine Ausstellung „Lost Images Berlin / Damaskus“ im Museum Neukölln eröffnet. „Es Weiterlesen

Probates Mittel: Öffentlichkeit

„Rund 800 Autorinnen und Autoren wurden 2015 weltweit verfolgt, bedroht, inhaftiert oder gar ermordet, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahmen“, goesswald_writers-in-prison_museum-neukoellnerinnerte Dr. Udo Gößwald (r.), Leiter des Museum Neukölln: Vorgestern, am Internationalen Tag der Menschenrechte, endete dort mit der Abend-veranstaltung „Writers in Prison – Zur Situation inhaftierter  Autor*innen“ die Vortragsreihe zur Jahresausstellung „Die Magie des Lesens“.

China, Saudi-Arabien und der Iran, aber auch Ägypten, Honduras und die Türkei werden neben anderen Ländern immer wieder beschuldigt, das elementare Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung zu missachten und missliebige Schriftsteller Weiterlesen

Vorgang des Lesens als spektakuläres Wunder

Mit einem gelungenen Auftakt begann gestern Vormittag im Museum Neukölln das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung „Die Magie des Lesens“: assmann_goesswald_museum-neukoellnProf. Dr. Aleida Assmann, eremitierte Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, erläuterte den zahlreich erschienenen Gästen in ihrem Vortrag „Lesen als Erfahrung“, was es eigentlich genau mit der Magie des Buches auf sich hat. „Ich bin ja eine professionelle Leserin“, begrüßte die renommierte Literaturwissenschaftlerin ihre Zuhörinnen und Zuhörer im Gutshof Britz, um ihnen anschließend den unscheinbaren Vorgang des Lesens als spektakuläres Wunder detailliert vorzustellen. „Ein klassisches Beispiel für den magischen Gebrauch des Buches finden wir in Shakespeares Drama ‚Der Sturm'“, berichtete sie aus Weiterlesen