Pläne für einen Ort des Erinnerns und Lernens in Neukölln

„Gedenken ohne Gewissheit?“, unter dieser Frage stand am Mittwochabend eine Podiumsdiskussion zum geplanten Gedenkort für Burak Bektas, der am 5. April 2012 arslan_raemer_diskussion-gedenkort-burak-bektas_museum-neukoellnin der Rudower Straße von einem bis heute unbekannten Täter erschossen wurde. „Es war ein schrecklicher Mord. Schon das allein ist Grund genug, um einen Ort des Gedenkens und Erinnerns einzurichten“, sagte Kulturstadtrat Jan-Christopher Rämer (r.) vor rund 60 Besuchern der Gesprächsrunde im Kulturstall des Britzer Gutshofes: „Ich bin froh, dass wir die Diskussion um den Gedenkort vergangenes Jahr aus dem Wahlkampf herausgehalten haben.“ Die Bezirksverordnetenversammlung habe zweimal über den Weiterlesen

Immer auf der Suche nach dem Schönen

goessw_maculan_al-beik_sires_karssli_museum-neukoellnEine syrisch-deutsche Plauderei über das Leben und die Kunst gab es am Samstagabend im Museum Neukölln. Begleitend zur kürzlich eröff-neten Ausstellung „Lost Images. Berlin/Damas-kus“ sprachen, moderiert von Museumsleiter Dr. Udo Gößwald, der Konzeptkünstler Ammar Al-Beik, die Kuratorin Dr. Lena Maculan sowie die Filme-macherin Reem Karssli darüber, wie das Leben im Exil und die Sorge um Freunde und Angehörige in der Heimat Weiterlesen

Berlin / Damaskus – früher / heute: Besondere Momente im Museum Neukölln

ausstellung-lost-images-berlin-damaskus_museum-neukoellnAuf einem Flohmarkt in Damaskus fand der syrische Konzeptkünstler und Filmemacher Ammar Al-Beik vor vielen Jahren eine wahrhafte Schatzkiste, die randvoll mit Fotos gefüllt war, deren Herkunft und Geschichte er nicht kannte. Die Bilder zeigen verführerische Frauen, stolze Männer und drollige Kinder, die oft in Ateliers fotografiert wurden.

Der geheimnisvolle Reiz der Aufnahmen ließ Ammar Al-Beik nicht mehr los: Er verwendete die Bilder 2008 erstmals für die Serie „Lost Images“ in seiner Heimatstadt Damaskus. 2013 erweiterte er die Serie und setzte sie, nachdem er 2014 nach Berlin geflohen war, 2016 mit vier Arbeiten fort. Am vergangenen Freitag wurde seine Ausstellung „Lost Images Berlin / Damaskus“ im Museum Neukölln eröffnet. „Es Weiterlesen

Probates Mittel: Öffentlichkeit

„Rund 800 Autorinnen und Autoren wurden 2015 weltweit verfolgt, bedroht, inhaftiert oder gar ermordet, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnahmen“, goesswald_writers-in-prison_museum-neukoellnerinnerte Dr. Udo Gößwald (r.), Leiter des Museum Neukölln: Vorgestern, am Internationalen Tag der Menschenrechte, endete dort mit der Abend-veranstaltung „Writers in Prison – Zur Situation inhaftierter  Autor*innen“ die Vortragsreihe zur Jahresausstellung „Die Magie des Lesens“.

China, Saudi-Arabien und der Iran, aber auch Ägypten, Honduras und die Türkei werden neben anderen Ländern immer wieder beschuldigt, das elementare Menschenrecht auf freie Meinungsäußerung zu missachten und missliebige Schriftsteller Weiterlesen

Vorgang des Lesens als spektakuläres Wunder

Mit einem gelungenen Auftakt begann gestern Vormittag im Museum Neukölln das begleitende Veranstaltungsprogramm zur Ausstellung „Die Magie des Lesens“: assmann_goesswald_museum-neukoellnProf. Dr. Aleida Assmann, eremitierte Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, erläuterte den zahlreich erschienenen Gästen in ihrem Vortrag „Lesen als Erfahrung“, was es eigentlich genau mit der Magie des Buches auf sich hat. „Ich bin ja eine professionelle Leserin“, begrüßte die renommierte Literaturwissenschaftlerin ihre Zuhörinnen und Zuhörer im Gutshof Britz, um ihnen anschließend den unscheinbaren Vorgang des Lesens als spektakuläres Wunder detailliert vorzustellen. „Ein klassisches Beispiel für den magischen Gebrauch des Buches finden wir in Shakespeares Drama ‚Der Sturm'“, berichtete sie aus Weiterlesen

Ein neuer, würdiger Platz für eine neue Gedenktafel

weigandufer16_wildenbruchstr_neukoellnAm Weigandufer 16, gegenüber vom Wilden-bruchpark, wohnten von 1926 bis 1933 der sozialdemokratische Politiker Franz Künstler und sein Ehefrau Margarete in einer Wohnung im dritten Stock. Seit Freitag erinnert wieder eine Berliner Gedenktafel an Künstler, der am 13. Mai 1888 im Kreuzberger Kiez SO36 geboren wurde.

Eine Gedenktafel, die 1993 in Neukölln am Haus Elsenstraße 52 montiert wurde, wo Künstler von 1933 bis zu seinem Tod am 10. September 1942 wohnte, verschwand 2013 nach Renovierung der Weiterlesen

Neukölln feiert das Erbe des Grubenkönigs

ausstellung 100 jahre koernerpark_neukölln arcaden

Wer Leute mal so richtig überraschen will, die im Neuköllner Norden gähnende Leere zwischen Hippem und Problemen vermuten, der führt sie gerne zum Körnerpark. Die verblüffte Feststellung „So was Schö-nes gibt’s in Neukölln?!“ kennt auch Jan-Christopher körnerpark-brunnen_neuköllnRämer, der mehr als 10 Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft des Klein-ods wohnte.

Gestern eröffnete der Kul-turstadtrat in den Neukölln Arcaden eine Ausstellung, die vom Mobilen Museum Neukölln zum 100-jährigen Bestehen des Körner-parks gestaltet wurde und auf 16 Schautafeln die wechselvolle Geschichte des 3,6 Hektar großen Gartendenkmals darstellt. „Sie ist aber auch der Auftakt zu einem großen Fest“, kündigt Rämer, Weiterlesen