Zeitreisen auf Neuköllner Friedhöfen

Mareschstraße, Wanzlikpfad, Niemetz- und Jansastraße: Im Neuköllner Norden stößt man häufig auf Namen, die auf die von böhmischen Exulanten geprägte Entstehung Rixdorfs verweisen. Es sind Familiennamen, die vom Aussterben bedroht sind. „Die Zahl der Mitglieder der Herrnhuter Brüdergemeine schrumpft erheblich“, muss auch Stefan Butt erfahren, der vor sechs Jahren seine Tätigkeit als Archivar für das Böhmische Dorf begann. „Damals“, sagt er, „folgten der traditionellen Osterprozession noch Weiterlesen

Die Freunde Neuköllns entdecken das Stadtgrün

Auf die Geschichte bekannter wie auch vergessener historischer Orte macht der Verein Freunde Neuköllns seit März 2018 mit der mehrteiligen Veranstaltungsreihe “Neuköllner Zeitreisen“ aufmerksam. Nachdem es mit Rundgängen zu kulturhistorischen Denkmälern begann und die zweite Reihe zu Neuköllner Kirchen führte, geht es bei der dritten Neuköllner Zeitreise mit vier Veranstaltungen diesmal ins Weiterlesen

Bis morgen wieder am Richardplatz: Weihnachtlicher Budenzauber mit internationalem und karitativem Flair

15 kleine Stände und ein Lautsprecherwagen bildeten 1972 den ersten Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt, der inzwischen zu einer über alle Grenzen hinaus bekannten Institution im Veranstaltungskalender des Bezirkes geworden ist. „Ich bin ein bisschen neidisch auf diesen Weihnachtsmarkt. Er ist ein deutliches Zeichen des sozialen Zusammenhalts“, sagte Petr Hájek, Bürgermeister von Neuköllns Partnerstadt Usti nad Orlici gestern Abend zur Eröffnung des 46. Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarktes auf der großen Musikbühne am Richardplatz, wo die Big Band des Albert-Einstein-Gymnasiums zum Auftakt spielte. Die tschechische Kreisstadt richtet selbst einmal jährlich ein großes Stadtfest mit internationalen Weiterlesen

Zeitreise zu Neuköllner Kirchen zwischen Mittelalter und Moderne

Vier Neuköllner Kirchen aus dem Mittelalter, dem 19. sowie dem 20. Jahrhundert stellt der Verein Freunde Neuköllns in der zweiten Staffel der Veranstaltungs-reihe „Neuköllner Zeitreisen“ vor, die im März mit vier Rundgängen zu kulturhistorischen Denkmälern gestar-tet war.

In der evangelischen Dorfkirche Alt-Buckow begrüßte am vergangenen Sonnabendnachmittag der frühere Neuköllner Bezirksbürgermeister Prof. Bodo Manegold rund zwei Dutzend Besucherinnen und Besucher zu einer Führung in der altehrwürdigen Kirche. „Vom Typ her ist unsere Dorfkirche der Marienfelder Dorfkirche verwandt, Weiterlesen

Städtepartnerschaftsverein Freunde Neuköllns kümmert sich wieder um Denkmalspflege

„Mit der Veranstaltungsreihe ‚Neuköllner Zeitreisen‘ besinnen sich die Freunde Neuköllns wieder auf den ursprünglichen Anlass der Vereinsgründung im Jahr 1983, nämlich auf die Unterstützung kulturhistorischer Baudenkmäler im Bezirk“, erklärte Bertil Wewer, Vorsitzender des Traditionsvereins, der seit 1997 seinen Schwerpunkt auf die Pflege der 13 Neuköllner Städtepartnerschaften legt.

Wewer und viele andere Geschichtsinteressierte waren Sonntagnachmittag bei sonnigem Wetter an den Haupteingang des Garnisonsfriedhofs am Columbiadamm gekommen, um zum Auftakt des neuen Veranstaltungsformates an einer Führung des Historikers Werner Schmidt teilzunehmen. „Der Garnisonsfriedhof ist ein Erinnerungsort, Weiterlesen

Die besten Fotos der Ausstellung „Čermná und Neukölln durch meine Augen“ jetzt zusammen in einem Kalender

„Čermná und Neukölln durch meine Augen“ hieß eine Ausstellung mit Bildern tsche-chischer und deutscher Amateurfotografen, die in diesem Jahr in Horni Cerma – dem Ausgangspunkt der seit über 25 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft zwischen Neukölln und Ústí nad Orlicí – im Gemeindehaus und anschließend in der Neuköllner Galerie Zebrapony zu sehen war. Aus den besten Arbeiten wurde inzwischen ein großformatiger Kalender mit typischen jahreszeitlichen Ansichten zusammen-gestellt. Die Besucher der Ausstellungen waren aufgerufen, die schönsten Motive für einen Fotokalender auszuwählen und für zwei Fotos stimmen, jeweils für eins aus Horní Čermná und eins aus Weiterlesen

Zwei, die eng miteinander verbunden waren: Manfred Motel und das Böhmische Dorf

manfred-motel_foto-neukoelln-info-centerNeuköllns früherer Bezirksbürgermeister Prof. Bodo Manegold hatte Manfred Motel einst anerkennend „unseren Oberböhmen“ genannt. Dr. Franziska Giffey, die amtierende Rathaus-Chefin, bescheinigte dem mit der Neuköllner Ehrennadel und dem Bundesverdienstkreuz Ausgezeichneten, dass er den Bezirk über Jahrzehnte geprägt habe.

Nach langer schwerer Krankheit starb Manfred Motel am 8. September im Alter von 74 Jahren; letzten Sonnabend fand im Kirchsaal der Brüdergemeine die Trauerfeier statt. Für das Bezirksamt nahm Sozialstadtrat Bernd Szczepanski an der Zeremonie Weiterlesen