Wirt der Kiezkneipe Schiller‘s will sich nicht einfach rausschmeißen lassen

Im Schiller‘s an der Ecke Schillerpromenade / Okerstraße kommen Kulturen zusammen: alte und junge, arme und reiche Leute. Die Eckkneipe ist seit 10 Jahren für Neuankömmlinge, Zugezogene und Alteingesessene gleichermaßen im Milieuschutzgebiet Schillerkiez ein beliebter Treffpunkt. Im Schiller‘s entstand die Initiative 100% Tempelhofer Feld. Die Lokalzeitung Kiez und Kneipe hält hier regelmäßig ihre Redaktionssitzungen ab. Doch Waldemar Schwienbacher (l.), Wirt des Schiller‘s und auch mit 72 Jahren immer ab 14 Uhr bis spät in die Nacht in Weiterlesen

Degewo und Bezirksstadtrat Biedermann werben für Neubau in der Gropiusstadt

Berlin braucht dringend neuen bezahlbaren Wohnraum – aber fast überall, wo er entstehen soll, sind die alteingesessenen Mieterinnen und Mieter erstmal skeptisch, wenn es Zuwachs in der Nachbarschaft gibt. Das Wohnungsunternehmen Degewo verwaltet rund 4.300 Wohnungen in der Gropiusstadt. Ab Oktober 2019 wird die Degewo bis Sommer 2021 zwei neue Wohngebäude mit insgesamt 83 Mietwohnungen im Theodor-Loos-Weg 15 errichten, wo derzeit noch viel Freifläche für Weiterlesen

Keine Trendwende in Sicht bei der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen

Fast 100.000 Mietwohnungen wurden in den vergangenen zehn Jahren berlinweit in Eigentumswohnungen umgewandelt, schwerpunktmäßig innerhalb des S-Bahn-Rings, wie dem aktuellen Wohnungsmarktbericht 2018 zu entnehmen ist, der 2015 einen vorläufigen Höhepunkt von 17.331 Umwandlungen verzeichnete. Eine grundsätzliche Trendwende ist nicht abzusehen.

16.475 Mietwohnungen wurden allein 2017 in der Stadt in Eigentumswohnungen umgewandelt, erfuhr die Grüne Abgeordnete Katrin Schmidberger kürzlich von der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Anitidiskriminierung. Besonders hoch ist die Zahl der Weiterlesen

DaWoEdekaMaWa-Gelände geräumt

Das DaWoEdekaMaWa-Gelände auf dem Grundstück Braunschweiger Straße 21 wurde gestern früh geräumt. Eine Gruppe von Anwohnerinnen und Anwohnern hatte Mitte Mai damit begonnen, auf der Brache einen Gemeinschaftsgarten einzurichten. Früher sicherte dort ein inzwischen abgerissener Edeka-Markt die Nahversorgung im Kiez. In Zukunft möchte ein Investor 149 sogenannte Microappartments, Ein- bis Zweizimmerwohnungen mit einer durchschnittlichen Grundfläche von 28 bis 55 Quadratmetern, auf dem Grundstück errichten lassen.

So sinnvoll das Wohnungsbauvorhaben an sich sein mag, so unverständlich teuer sollen in einem armen Wohnviertel die ausschließlich als Wohneigentum angebotenen Appartments einmal verkauft werden. Ab 6.000 Euro pro Quadratmeter aufwärts -das sind 170.000 Euro für eine 28 Quadratmeter kleine Unterkunft- sollten die Kunden der Makleragentur Nagel Properties ursprünglich dabei sein: auf der Webseite der Nagel Properties ist das Angebot aber mittlerweile nicht mehr zu finden.

Die Gruppe „DaWoEdekaMaWa“ fordert den sofortigen Stopp der Bebauungspläne für das Gelände. Langfristig sollen stattdessen entweder bezahlbare und marktferne Wohnungen entstehen oder die Fläche soll als selbstgestalteter Park, Gemeinschaftsgarten und sozialer Treffpunkt erhalten bleiben.Anfang Juni machte die Initiative am Rand der Einweihung des neugestalteten Böhmischen Platzes auf ihr Anliegen aufmerksam. Ein erster Räumungsversuch konnte am 17. Juni noch abgewendet werden. Für den morgigen Donnerstag kündigt DaWoEdekaMaWa eine Protestkundgebung vor dem Gelände Braunschweiger Straße 21 an. Weitere Informationen https://edekawo.noblogs.org/

=Christian Kölling=

Exkursion zu Kunst- und Kultur-Orten im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße

Nein, eine Touristengruppe war es nicht, die am Dienstagnachmittag vor dem Heimathafen Neukölln mit Kopfhörern und Mikrophon ausgerüstet zu einer Erkundungstour durch das Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße aufbrach. Vielmehr bestand die Gruppe aus Teilnehmer der „Lenkungsgruppe vor Ort“, die die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] zum zweiten Mal einberief, nachdem es im Sommer 2018 eine gut besuchte Begegnung auf dem KINDL-Gelände im Rollbergviertel Weiterlesen

Der Böhmische Platz auf dem beschwerlichen Weg zum klimafreundlichen Kiez

Dass es in Rixdorf eigentlich viele wunderschöne Plätze gibt, die die Nachbarn gerne nutzen würden, wenn es nur nicht so viel motorisierten Durchgangsverkehr gäbe, davon ist die Initiative „Mehr Kiez für Rixdorf“ fest überzeugt. Vor zwei Jahren konnte sie ihre Vorschläge für einen klimafreundlichen Richardkiez der Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther bei einem Rundgang präsentieren. Im Sommer letzten Jahres legte die Initiative dem Bezirksamt über 1.000 Unterschriften für Verkehrsberuhigung im Richardkiez vor. Unter dem Aspekt der Umweltgerechtigkeit betrachtet ist der Richardkiez ähnlich stark belastet wie die anderen Quartiere im Weiterlesen

Plakatwettbewerb macht für mehr Rücksicht in Rixdorf mobil

In Rixdorf ist dicke Luft: Der motorisierte Individualverkehr nimmt seit Jahren zu und die Dauerbaustelle in der Karl-Marx-Straße verleitet zusätzlich viele Autofahrer zu einem Umweg durch den Richardkiez. „Mehr Abgase, mehr Stau, mehr Gefährdungen der Kinder auf ihrem Schulweg sind ebenso das Ergebnis wie rücksichtsloses Parkverhalten und gleichzeitige Parkplatzknappheit“, schilderte mir Stephanie Piehl das tägliche Chaos im Wohngebiet rund um den Richardplatz. Ihr Fazit: „Wenn mehr Leute auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß gehen, Weiterlesen