„Karneval für die Zukunft“ zog durch die Kieze

Dani und Patzi, zwei Poetinnen aus der Zukunft, trudelten gestern Nachmittag auf der Treppe vor dem Rathaus Neukölln ein, um den zweiten „Karneval für die Zukunft“ zu eröffnen. „Wir sind jetzt an dem Zeitpunkt, an dem wir noch etwas verändern können“, warnten die Zeitreisenden vor den unumkehrbaren Folgen des Klimawandels, die eintreten, sofern nicht unverzüglich radikale Maßnahmen gegen die sich immer deutlicher Weiterlesen

Wie kann die Verkehrswende in Neukölln gelingen?

„Wo liegen in Neukölln kurz- und mittelfristig die Hindernisse zur Umsetzung des Mobilitätsgesetzes?“ Um dieser Frage nachzugehen, luden das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln und der Verein Changing Cities am Montag vergangener Woche zur Podiumsdiskussion in die Neuköllner Oper. Aufmunternder Titel der Veranstaltung, deren Aufzeichnung weiterhin im Internet zu sehen ist:  „Komm in die Gänge, Neukölln!“ Moderatorin Elena Steinrücke (r.) konnte ein breit aufgestelltes Panel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft begrüßen. Neben Kerstin Stark (2.v.l.), Mitinitiatorin des Weiterlesen

Pop-Up-Ausstellung brachte C&A-Haus für ein Wochenende zum Leben

Hereinspaziert! Zwar stand die Tür des Seiteneingangs nur halb offen, aber viele blau-gelbe Plakate, die am Schaufenster des ehemaligen C&A-Hauses klebten und die einen Aufsteller mitten auf der Karl-Marx-Straße zierten, machten am Sonntagnachmittag auf das Innere des Gebäudes neugierig. Als Programmteil der Berlin Art Week hatte der gemeinnützige Artists Inside e. V. die weitläufige erste Etage des früheren Bekleidungshauses am Sonnabend von 14 bis 22 und am Sonntag von 12 bis 18 Uhr für die Öffentlichkeit geöffnet, um seine diesjährige Weiterlesen

Ausstellung im Rathaus Neukölln würdigt Stadtbaurat Martin Wagner

„Berlin ist die jüngste, aber auch die ärmste Weltstadt Europas. Aber nicht nur Reichtum, auch Armut verpflichtet, verpflichtet doppelt zu einer Konzentration der Mittel und der Kräfte, mit dem beschränkt gegebenen Kapital ein Höchstmaß an Zweckerfüllung, Form und Repräsentation zu erreichen.“ Dieses Zitat des Berliner Stadtbaurates Martin Wagner aus dem Jahr 1928 begegnete mir kürzlich in einer Ausstellung im Rathaus Neukölln. Sie wurde im Berliner Jubiläumsjahr “100 Jahre Groß-Berlin 1920 – 2020“ konzipiert und trägt den Titel „Der Dirigent der Weltstadt – Martin Wagner und das Neue Berlin“. Berlin war damals mit 3,8 Millionen Weiterlesen

Grüne Neukölln verlegten Sitzung auf den Hermannplatz

Außergewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Dass das regelmäßige Bezirksgruppen-Treffen der Neuköllner Grünen am vergangenen Dienstagabend als „Outdoor-Bezirksgruppen-Sitzung“ stattfand, war allerdings nicht nur der weiterhin grassierenden Corona-Pandemie geschuldet. Rahul Schwenk, der im Vorstand der Grünen Bezirksgliederung für Landespolitik und die Einbindung der Zivilgesellschaft zuständig ist, hatte vielmehr mitten auf den Hermannplatz eingeladen, um in der öffentlichen Bezirksgruppensitzung über die Pläne der Signa-Unternehmensgruppe zur Umgestaltung des Karstadt-Kaufhauses Weiterlesen

Sachbuch „Überhitzt“ zeigt Wege zu einem klimaresilienten Leben

„Er ist real. Wir sind die Ursache. Er ist gefährlich. Die Fachleute sind sich einig. Wir können noch etwas tun.“ Nur 20 Worte fassen die Kernbotschaft des Buches schon auf der ersten Seite zusammen. Unabhängig davon, ob wir ihn wahrhaben wollen oder nicht: Die Häufung von Wetterextremen, Dürren und Überflutungen sind ebenso wenig zu übersehen, wie die Zunahme bislang seltener Krankheiten und der Anstieg wirtschaftlicher Folgekosten. Es ist deshalb höchste Zeit, dass wir in jeder Hinsicht klimaresilienter werden! Weiterlesen

Wie kommt die Verkehrswende im Süden Neuköllns voran?

„Wann beginnen die Planungen des Ausbaus der U7 zum BER?“ Auf diese und zwanzig weitere Fragen zum Themenkomplex „Mobilität, öffentlicher Personennahverkehr und Verkehrsanbindungen im Süden Neuköllns“ hat der SPD-Abgeordnete Marcel Hopp von Staatssekretär Markus Kamrad aus der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz kürzlich eine Reihe mehr oder minder ausführlicher Antworten erhalten. Die Fragen des Parlamentariers und die Antworten des Senats (Drucksache 19 / 12446) geben auf rund 10 Seiten Weiterlesen

Wie steht es um das kommunale Vorkaufsrecht neun Monate nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts?

Im November 2021 beendete ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 09.11.2021, Az. 4 C 1.20) die bis dahin in Berlin -ebenso wie in Hamburg und München- bei den Stadtplanungsämtern übliche Auslegung des Paragraf 24.1. Nr. 4 Baugesetzbuch. Das kommunale Vorkaufsrecht in Milieuschutzgebieten ist damit vorerst gekippt. Allein in Neukölln übte bis Juli 2021 der Bezirk in einem Zeitraum von vier Jahren das Vorkaufsrecht auf Grundlage sozialer Erhaltungssatzungen für mehr als 800 Wohnungen aus. Zusätzlich wurden -ebenfalls nach Angaben des Bezirksamtes- in dieser Zeit 76 Abwendungsvereinbarungen mit Weiterlesen

„Lenkungsruppe vor Ort“ auf der Suche nach urbanen Freiräumen im Norden Neuköllns

Urbane Freiräume ergänzen bebaute Flächen in einer sich verdichtenden Großstadt, sind klimatisch bedeutsam und fördern die Biodiversität. Die „Lenkungsgruppe vor Ort“, ein stadtentwicklungspolitischer Rundgang im Sanierungsgebiet Karl-Marx-Straße, den die Lenkungsgruppe der [Aktion! Karl-Marx-Straße] seit 2018 einmal im Jahr ausrichtet, stellte am vergangenen Mittwochnachmittag Bezirksstadtrat Jochen Biedermann sowie rund 30 Interessierten aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft vier Orte im Neuköllner Norden vor, an denen urbane Freiräume qualifiziert, rückgewonnen oder gesichert werden können. Auf dem Alfred-Scholz-Platz Weiterlesen

Bislang nur wenig Resonanz für das „Energetische Quartierskonzept Gropiusstadt“

Für die Gropiusstadt erarbeitet der Bezirk Neukölln gemeinsam mit dem beauftragten Büro seecon Ingenieure GmbH derzeit ein energetisches Quartierskonzept. Es soll die aktuellen CO₂-Emissionen der Gropiusstadt ermitteln und konkrete Vorschläge machen, wie der Schadstoffausstoß des Quartiers reduziert werden kann. Zur Vorstellung und Diskussion des Konzeptes, luden Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Stadtrat Jochen Biedermann, der für die Ressorts Stadtentwicklung, Umwelt sowie Verkehr zuständig ist, am vergangenen Mittwochabend in das Gemeinschaftshaus Gropiusstadt an der Lipschitzallee. Weiterlesen

„Urbane Praxis“: Radikal divers wie das zeitgenössische Berlin

„Urbane Praxis“ heißt ein neues Konzept der Stadtentwicklung, das sowohl im Koalitionsvertrag der rot-grün-roten Berliner Landesregierung als auch in der Neuköllner Zählgemeinschaftsvereinbarung von SPD und Grünen verankert ist. Ein konkretes Projekt der „Urbanen Praxis“ nahm in der südlichen Gropiusstadt, wo das landeseigene Wohnungsunternehmen Degewo in der Umgebung des U-Bahnhofs Wutzkyallee rund 5.000 Wohnungen besitzt, am vergangenen Donnerstag offiziell seine Arbeit auf. „Urbane Praxis“ soll – einfach gesagt – die Nachbarschaft mit Kunst und Kultur stärken. Im Stadtteilzentrum der Weiterlesen

Beteiligungsverfahren für das ehemalige Rias-Gelände läuft

Im Rathaus Neukölln liegt der Entwurf des Bebauungsplans 8-98 für die Grundstücke Tempelhofer Weg 114, 118 und 122 sowie Britzer Damm 160, 164, 172, 174 und 176 im Ortsteil Britz aus. Auf Grundlage der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung gemäß Baugesetzbuch kann der Bebauungsplan beim Fachbereich Stadtplanung noch bis einschließlich 8. Juli eingesehen werden. Es besteht die Möglichkeit, sich über die Planungen unterrichten zu lassen und hierzu Stellungnahmen abzugeben, teilte das Bezirksamt kürzlich in einer Presseerklärung mit. Fragen zum Verfahren oder zu den Inhalten der Bebauungsplanentwürfe Weiterlesen

Stadtentwicklung in Neukölln unter dem Eindruck der Klimakrise

„Was müssen wir heute tun, damit Neukölln auch in 20, 30 Jahren noch lebenswert ist?“ Am vergangenen Sonnabend begrüßte Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann mit diesem Satz, den ich von ihm – so oder so ähnlich – in den zurückliegenden Monaten schon bei der Eröffnung mehrerer Veranstaltungen gehört habe, die Anwohnerinnen und Anwohner eines Kiezfestes in der Elbestraße. Der Senat und das Bezirksamt haben die Elbestraße im Sanierungsgebiet Sonnenallee zu einem Modellgebiet für die Förderung des Fuß- und Radverkehrs erklärt. „Die Weiterlesen

SPD-Landesparteitag grundsätzlich offen für Enteignungsgesetz gegen Wohnungskonzerne

„Das ist bestimmt nicht unsere letzte Aktion gewesen“, verabschiedete sich ein Aktivist der InitiativeDeutsche Wohnen & Co enteignen“, nachdem er am Sonntagmorgen ein Erinnerungsfoto mit seiner Gruppe vor dem Haupteingang des Neuköllner Estrel-Hotels gemacht hatte. Drinnen nahm der Landesparteitag der Berliner SPD mit über 260 Delegierten allmählich seine Arbeit auf. Schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn hatten sich die Aktiven mit ihren Fahnen und bunten Warnwesten vor dem Hotel in der Ziegrastraße Weiterlesen

Stadtteilzentrum Buckow eröffnet

Rund 200 Menschen aus der Nachbarschaft sowie zahlreiche Aktive aus Politik und Gesellschaft feierten am vergangenen Freitagnachmittag die Eröffnung des Stadtteilzentrums Buckow.  Im ersten Stock des Hauses Christoph-Ruden-Straße 9 sprachen unter anderem Wenke Christoph, Staatssekretärin für Integration und Soziales, Ülker Radziwill, Staatssekretärin für Mieterschutz und Quartiersentwicklung, Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Dr. Christian Nottmeier, Superintendent des Weiterlesen

Informationsveranstaltung zum klimaresilienten Umbau der Hasenheide

„Wir wollen die Hasenheide erhalten!“ Mit dieser eindringlichen Botschaft eröffnete Bezirksbürgermeister Martin Hikel am vergangenen Dienstagnachmittag eine Informationsveranstaltung über die nachhaltige Renaturierung der größten öffentlichen Grünanlage Neuköllns. Das Bezirksamt und ein Team des Landschaftsplanungsbüros Gruppe F stellten an der Hasenschänke den bisherigen Planungsstand für einen klimaangepassten Umbau der Hasenheide vor. „In diesem Jahr war der trockenste März in Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!“, Weiterlesen

Bezirksamt Neukölln fördert Nachbarschaftsprojekte

Privatpersonen, Vereine und Initiativen können für ihre Projekte außerhalb von QM-Gebieten auch in diesem Jahr wieder Fördermittel zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in Neukölln beantragen. Die beiden Stichtage für die Antragsstellung sind der 15. Juni und der 31. August. Das Programm „Freiwilliges Engagement In Nachbarschaften“ (FEIN) vergibt für jedes nachbarschaftliche Weiterlesen

Verwaltungsgericht Berlin entscheidet über Werbefläche am ehemaligen C&A-Haus

Viel Fußgängerverkehr herrscht täglich an der Anzengruber-/Karl-Marx-Straße im Zentrum des Bezirks zwischen Alfred-Scholz-Platz und Rathaus Neukölln. „Wann wird die Werbung am ehemaligen C&A-Gebäude unterbunden, weil seit langer Zeit keinerlei Bauarbeiten mehr durchgeführt werden?“, wollte die Bezirksverordnete Carla Aßmann in der Mai-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung wissen. Zweitens fragte die Kommunalpolitikerin aus der Linke-Fraktion, welche Genehmigungen für die beiden haushohen Werbeflächen am Baugerüst des ehemaligen C&A-Gebäudes vorlägen. Weiterlesen

Naturführer enthüllen die verborgenen Reize des Tempelhofer Feldes

Wer auf das Tempelhofer Feld am südostlichen Parkeingang durch das sogenannte Crashgate kommt, bewegt sich zwischen Spaziergängern, Joggern, Radfahrern und Skatern direkt auf einen großzügig bemessenen Grillplatz zu, findet in westlicher Richtung ein weitläufig angelegtes Hundeauslaufgebiet, oder kann ganz in der Nähe einen jüngst eingerichteten Naturerfahrungsraum für Kinder und Jugendliche besuchen. Auf dem rund 300 Hektar großen Areal, das mitten in der Großstadt für alle Menschen und jeden Geschmack etwas bietet, traf ich am Crashgate letzten Sonntagvormittag die Biologen Frederic Griesbaum und Korbinian Pacher. Sie sind als freiberufliche Guides in der Berliner Stadtnatur tätig und haben für das Berliner Naturkunde Museum bereits Entdeckungstouren im Tiergarten Weiterlesen

Ehemaliges C&A-Haus bleibt Problem-Immobilie an der Karl-Marx-Straße

„Fortune favors the brave“ verkündete ein haushohes Werbeplakat, das im vergangenen Winter vor dem ehemaligen C&A-Haus an der Karl-Marx-/Anzengruberstraße hing, wo sich seit längerer Zeit einige Obdachlose dicht am fest verschlossenen Eingang eingerichtet hatten. An der zentral gelegenen Ecke zwischen Rathaus Neukölln und Alfred-Scholz-Platz müsse sich unbedingt etwas ändern, forderte damals Falko Liecke. „Wir haben hier über viele, viele Jahre einen wirklichen Schandfleck“, beklagte der erfahrene Kommunalpolitiker und kündigte an: „Wir planen hier eine wirtschaftliche Nutzung.“ Eine entsprechende Initiative sei mit Weiterlesen