Die Räumung des Syndikats wirft auch Fragen nach der sozialen Infrastruktur in den Neuköllner Kiezen auf

„Ich bin enttäuscht. Am Abend wird es wohl noch Rabbatz geben.“ So kommentierte eine alteingesessene Neuköllnerin aus dem Schillerkiez, die ich gestern Nachmittag auf dem Herrfurthplatz traf, die Ereignisse der vergangenen Tage rund um die Räumung der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße. Auf dem Platz setzten sich gerade einige Hundert Personen zu einer friedlich verlaufenden Demonstration in Bewegung, auf der die wütenden Sprechchöre nicht zu überhören waren. „Runter mit der Uniform, runter mit der Miete. Weiterlesen

Schöne Sonnenuntergänge und viel Stadtnatur mitten in Berlin am Dreiländereck

Das Ufer an der Lohmühlenbrücke, wo die drei Bezirke Neukölln, Treptow-Köpenick und Friedrichhain-Kreuzberg aneinander stoßen, wird Dreiländereck genannt. Es ist mitten in Berlin einer der besten Plätze, um schöne Sonnenuntergänge zu erleben. Jeden Abend treffen sich hier viele Menschen, um die tolle Aussicht und den Abend zu genießen. Dabei wird selbstverständlich auch gegessen, getrunken und geraucht. Leider bleibt danach viel zu oft Müll zurück. Auch Kippen und Kronkorken liegen – neben anderem Müll und Dreck – massenweise auf Weiterlesen

SPD Neukölln verurteilt sinnlose Gewalt im Umfeld einer Demonstration

Am Rande einer Anti-Gentrifizierungsdemo für den Erhalt der Kiezkneipe „Syndikat“ in Neukölln wurde das Parteibüro der SPD Neukölln am Sonnabend gezielt beschädigt. „Die Angreifer zerstörten fünf Panzerglas-Scheiben des Büros und hinterließen damit erheblichen Sachschaden. Beobachtet wurden außerdem massive Stein- und Flaschenwürfe auf Polizistinnen und Polizisten sowie Sachbeschädigung im Kiez“, machte die SPD Neukölln in einer Pressemitteilung bekannt.

Bezirksbürgermeister Martin Hikel verurteilte die Gewalttaten mit Weiterlesen

Die Diskussion über die Zukunft von Karstadt am Hermannplatz geht weiter

„Nicht ohne Euch!“, verspricht ein meterhohes Transparent an der Fassade des Karstadt-Gebäudes. Es soll auf die Informationskampagne zur Zukunft des Traditions-Kaufhauses am Hermannplatz hinweisen, die die Signa-Gruppe des Unternehmers René Benko im Juni begann. „Unsere erklärten Ziele für das Projekt sind die nachhaltige Sicherung des Warenhausstandortes, die Sicherung der bestehenden und die Schaffung weiterer Arbeitsplätze, die Realisierung eines attraktiven Nutzungsmix sowie eine frühzeitige Beteiligung der Anwohner an den Plänen“, sagte Timo Herzberg, CEO von Signa Real Estate, anlässlich der Vorstellung Weiterlesen

Für den Neubau des Jugendclubs „Blueberry Inn“ werden ein Spielplatz und ein Durchgangsweg gesperrt

Das Bezirksamt Neukölln beginnt morgen mit dem Neubau des Jugendclubs „Blueberry Inn“ an der Reuterstraße. Hier entsteht ein neues, größeres Gebäude mit neuen Außenflächen, um dem gestiegenen Bedarf in Zukunft besser entsprechen zu können, wie der Bezirk in einer Pressemitteilung erklärt. Der Jugendclub wird nach Fertigstellung auf zwei Stockwerken etwa das Vierfache der aktuellen Fläche haben. Weiterlesen

Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln fordert: „Keine halben Sachen auf der Hermannstraße!“

Die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln beschloss in der letzten Woche, im August für Teilabschnitte der Hermannstraße temporäre Fahrradwege, sogenannte Pop-Up-Bike-Lanes, einzurichten. „Wir kämpfen seit Jahren für einen sicheren Radweg auf der Hermannstraße“, freute sich das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln über diesen ersten Schritt. Die Hermannstraße werde täglich von Tausenden genutzt. Für den Rad- und den Fußverkehr sei die Situation seit Jahren sehr gefährlich, weil die bisherige Flächenaufteilung einseitig Weiterlesen

Bürgerbeteiligung zu „Lebendiges Quartier Schillerpromenade“ trotz pandemiebedingter Einschränkungen

Nachdem beim Auftakt am 15. Januar zahlreiche Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner gesammelt werden konnten, geht der SchillerDialog in die nächste Runde: Das Büro Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG hat nach den Rückmeldungen aus den Fachämtern des Bezirksamtes Neukölln einen Entwurf für das städtebauliche Entwicklungskonzept „Lebendiges Quartier Schillerpromenade“ entwickelt, der jetzt diskutiert werden soll. „Es muss gewährleistet sein, dass Bürgerinnen und Bürger auch in diesen Weiterlesen

Drei temporäre Spielstraßen in Neukölln eröffnet

„Für Fahrzeuge aller Art verboten. Fahrräder und Krafträder dürfen geschoben werden.“ Mit dieser einfachen Regel, die das Zeichen 250 der Straßenverkehrsordnung signalisiert, und zwei kleinen Zusatzschildern richtete das Bezirksamt Neukölln mit ehrenamtlicher Unterstützung durch die Nachbarschaft am Pfingstwochenende drei temporäre Spielstraßen ein. Vorerst bis zum 9. August gilt hier an Sonn- und Feiertagen nachmittags ein absolutes Halte- und Durchfahrtsverbot.

Ursprünglich war die Einrichtung von sechs Spielstraßen auf Zeit vorgeschlagen worden, um Kindern und ihren Eltern Weiterlesen

Umwelt-Ausschuss der BVV Neukölln berät über Prinzessinnengärten als Vorbild für Friedhofs-Nachnutzung

Das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln verhängte Ende Februar eine Rückbauanordnung für den Gemeinschaftsgarten der Prinzessinnengärten auf dem St. Jacobi Friedhof II mit der Begründung, dass das Projekt gegen geltendes Naturschutzrecht und einen 1993 für den Friedhof erstellten Landschaftplan verstoßen würde. Der für das Gelände zuständige Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte widersprach im April in allen Punkten dieser Anordnung, die u. a. den Abbau sämtlicher Beete und einer Torftoilette fordert. Das Prinzessinnengarten-Kollektiv mobilisierte die Öffentlichkeit und verfasste eine Online-Petition an Weiterlesen

Neukölln erprobt temporäre Spielstraßen als Pilotprojekt

Pfingsten kann es für viele Kinder auf sechs Neuköllner Straßen richtig rund gehen: Das Bezirksamt will Straßenabschnitte in den Ortsteilen Neukölln und Britz zu temporären Spielstraßen erklären. Zunächst sechs Straßen sollen dafür ab 31. Mai an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 19 Uhr in einem Pilotprojekt zeitlich begrenzt gesperrt werden. „In Corona-Zeiten benötigen Kinder und Jugendliche mehr Platz, auch um überfüllte Spielplätze zu Weiterlesen

Milieuschutz in Neukölln: Stadt und Land kann drei Häuser erwerben

In mittlerweile 14 Fällen konnte das Bezirksamt Neukölln das Vorkaufsrecht in sozialen Erhaltungsgebieten rechtssicher ausüben, seitdem der Bezirk im Jahr 2017 begonnen hat, dieses Instrument zu nutzen. Neuester Erfolg im Kampf gegen Verdrängung in Milieuschutzgebieten: Drei Häuser im Norden des Bezirks können in den nächsten Monaten ins Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land übergehen. „Der ursprüngliche Käufer der Häuser in der Roseggerstraße, Uthmannstraße und der Weiterlesen

Temporäre Rad-Infrastruktur während der Corona-Krise auch an Neuköllner Hauptstraßen?

Weniger Autoverkehr in der Stadt, dafür aber mehr Menschen auf den Straßen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, das ist seit den Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu verzeichnen. Kürzlich begegnete ich beispielsweise am Hertzbergplatz dem Journalisten Stephanus Parmann, der nicht mit den Öffentlichen, sondern mit dem Fahrrad in Neukölln unterwegs war. Bundesweit wird inzwischen eine pandemie-gerechte Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr gefordert. In Friedrichshain-Kreuzberg gibt Weiterlesen

Genossenschaft kauft Häuserblock im Schillerkiez

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat das Bezirksamt Neukölln sein Vorkaufsrecht in einem Milieuschutzgebiet ausgeübt. Der Häuserblock Leinestraße 28-36 / Oderstraße 28-29 am Tempelhofer Feld mit insgesamt 164 Wohnungen, der als „Luftbrückenhaus“ oder „Halbmond“ bekannt ist, soll von der Genossenschaft Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG übernommen werden. „Nach Wohnungszahl ist das das größte Objekt, für das der Bezirk Neukölln bisher das Vorkaufsrecht geprüft hat. Berlinweit handelt es sich um den größten Vorkauf Weiterlesen

Mieterängste im Schillerkiez auch in Zeiten der Corona-Krise

Blockade, Mauerbau und Insellage West-Berlins: Der Halbmond – ein Häuserkomplex am Anita-Berber-Park, unmittelbar neben der früheren Einflugschneise des Flughafens Tempelhof – hat schon viele Krisen erlebt. Jetzt müssen die Mieterinnen und Mieter in Zeiten der Corona-Krise sich zusätzlich Sorgen um ihre Existenz machen, denn die 13 Häuser Leinestraße 28 – 36 A/B sowie Oderstraße 28 – 29 wurden im Februar an einen bis heute unbekannten Eigentümer mit ungewissen Absichten verkauft. “Werde ich zukünftig meine Miete noch zahlen können? Wohin soll Weiterlesen

„Das gilt ab sofort“: Bezirksstadtrat Biedermann stellt Neuköllner Modell für kiezverträglichen Wohnungsbau vor

Donnerstagvormittag stellte Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann auf einer gut besuchten Pressekonferenz im Rathaus Neukölln sein „Neuköllner Modell für kiezverträglichen Wohnungsbau“ vor. Analog zum „Berliner Modell“, das seit 2014 zur kooperativen Baulandentwicklung stadtweit in Kraft ist, verpflichtet es Investoren, 30 Prozent des neu entstehenden Wohnraums mietpreisgebunden anzubieten und sich zudem an den Kosten der sozialen Infrastruktur wie Kitas oder Schulen im Kiez zu beteiligen. Das Neuköllner Modell gilt bereits bei kleineren Bauvorhaben über 1.000 Quadratmetern, wenn Investoren also beispielsweise eine Baulücke Weiterlesen

Wieder einmal suchen Neuköllner Mieter einen Hauseigentümer mit Herz

„Hilfe, unser Haus wird verkauft!“ Dieser Hilferuf ist in Neukölln von Mietern, die sich nicht nur am Boddinplatz vor steigenden Mieten und Verdrängung fürchten, weiterhin oft zu hören. Erst am vergangenen Dienstag sprachen mich Mieter an, die im Häuserkomplex Leinestraße/Oderstraße wohnen, der kürzlich den Eigentümer wechselte. Weil die 13 Häuser des Blocks, in dem sich insgesamt 165 Wohnungen befinden, im Milieuschutzgebiet Schillerpromenade liegen, prüft die Abteilung Stadtentwicklung des Bezirksamtes Neukölln gerade, ob das Weiterlesen

„Hier wird das entwicklungspolitische Herz Berlins schlagen“

„Berlin als nachhaltige, weltoffene und solidarische Stadt – das ist die Vision der Berliner Landespolitik. Mit dem Berlin Global Village bekommt diese Vision einen festen Ort.“ Wirtschaftssenatorin Ramona Pop sparte beim Richtfest für den Erweiterungsbau des Berliner Eine-Welt-Zentrums am Montagvormittag auf dem Kindl-Gelände nicht mit Lob: „Berlin braucht solche Leuchttürme, in denen das breite zivilgesellschaftliche Engagement sichtbar und für alle Berlinerinnen und Berliner zugänglich wird. Ich bin gespannt auf die zahlreichen Initiativen Weiterlesen

Informativ-unterhaltsamer Rundgang führt in die Historie von Karstadt am Hermannplatz ein

Wer in der Hasenheide zur südwestlichen Ecke des Hermannplatzes blickt, sieht auf der linken Straßenseite einen unzerstörten Teil des alten Karstadt-Warenhauses. Er dokumentiert die Größe des Gebäudes, das einst vom Architekten Philipp Schaefer entworfen und im Juni 1929 als das modernste Kaufhaus Europas eröffnet wurde. 32 Meter in die Höhe erhob sich damals die Muschelkalkfassade des gewaltigen Baukörpers auf einer Länge von 256 Metern. Weitere 24 Meter ragten zwei Türme empor, auf denen jeweils eine 15 Meter hohen Lichtsäule stand. Unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen sprengte am 25. April 1945 vermutlich die Waffen-SS den größten Teil des monumentalen Gebäudes am Hermannplatz. Weiterlesen

Rodung am Weigandufer: NABU erstattet Anzeige gegen Bezirksbürgermeister Hikel

Am Weigandufer wurden im Abschnitt zwischen Wildenbruch- und Fuldastraße am 16. Oktober 2019 entlang des Neuköllner Schiffahrtskanals auf einer Länge von ca. 300 Metern Großsträucher, Hecken und die Krautschicht komplett gerodet. Mit Datum vom 4. Februar 2020 erstattete nun der NABU-Regionalverband Leipzig wegen dieser Rodung eine Anzeige gegen Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie gegen alle Verantwortlichen des die Anzeige betreffenden Tatbestandes. Gegenstand der Anzeige: Verstoß gegen den Paragraph 44 Absatz 1, Nr. 1 bis 3 Weiterlesen

Mietergemeinschaft Elsenstraße 74 will keine „günstige Gelegenheit“ auf dem Immobilienmarkt sein

Gut besucht bis in die frühen Abendstunden war gestern das Hoffest der Hausgemeinschaft Elsenstraße 74. Einzig und allein Postkarten und Internet-Postings, Mund-zu-Mund-Propaganda, zahlreiche Aushänge in der Nachbarschaft und Party-Musik lockten jüngere und ältere Menschen ab 13 Uhr zum Haus dicht an der Ecke Harzer Straße. Auch die Neuköllner SPD-Abgeordnete Dr. Nicola Böcker-Giannini, deren Wahlkreisbüro zwei Ecke weiter ist, war gekommen.

Erst vor einigen Wochen übte der Bezirk Neukölln nebenan in der Elsenstraße 75 sein Vorkaufsrecht im Milieuschutzgebiet aus, Weiterlesen