Identifizierung potenzieller Milieuschutz-Gebiete südlich des S-Bahn-Rings gefordert

Die Gegenstimmen von CDU, AfD und FDP konnten es nicht verhindern: Die Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung beschloss vorgestern bei ihrer letzten Sitzung vor der Sommerpause, dass mit den Ge-bieten Silberstein-/Glasower Straße und Hertzberg-platz/Treptower Straße zwei weitere Kieze unter Milieuschutz gestellt werden. Somit gilt die Erhal-tungssatzung nicht nur fast im gesamten Norden des Bezirks, sondern auch für ein erstes Quartier südlich des S-Bahn-Rings.
Dabei soll es aber, geht es nach den Neuköllner Grünen, nicht bleiben. Der Hipster-Schutzwall funktioniere nicht mehr als natürliche Grenze gegen Luxussanierungen, Umwandlungen von Miet- in Weiterlesen

Weit unten und weit oben: Neue Farbtupfer gegen die Tristesse der Kachelwand

„Zweiter Gang, den Wagen einfach rollen lassen, sechs Stundenkilometer!“ Dr. Christian Hoffmann, Sprecher des Quartiersrates Flughafenstraße und Bezirksverordneter der Grünen im Rathaus Neukölln wurde an diesem Vormit-tag nicht müde, Autofah-rerinnen und -fahrer in der Neckarstraße daran zu erinnern, welche Regeln seit acht Mona-ten in der Spielstraße gelten und wie sie fahrtechnisch einzuhalten sind. „Warum ich Ihnen das sage?“, antwortete er auf eine Frage verdutzt: „Damit die Kinder die Spielstraße endlich als Spielstraße erobern können!“ Kinder Weiterlesen

Geschützt oder doch lieber klassisch? Diskussion über die Radstreifenplanung auf der Karl-Marx-Straße

Um den Radverkehr in Neukölln zu fördern, haben sich SPD und Grüne in der Bezirksverordneten-versammlung viel vorgenommen: Eine Machbarkeits-studie für die Einrichtung eines Radstreifens auf der Hermannstraße, ein integriertes Verkehrskonzept für den Verkehrsraum Sonnenallee sowie die Markierung eines Fahrradstreifens im nördlichen Teil der Karl-Marx-Straße noch vor dem Umbau der Magistrale, sind drei Forderungen der rot-grünen Zählgemeinschafts-vereinbarung, die „nicht nur ein Stück Papier, sondern ein echter Arbeitsvertrag für die nächsten fünf Jahre“ sein soll.

„Erste Überlegungen für Radverkehrsanlagen auf der Karl-Marx-Straße zwischen Weichselstraße und Hermannplatz“ standen am vergangenen Weiterlesen

„Neukölln hat einen Park geschenkt bekommen“

1986, mehr als ein halbes Jahrhundert nachdem Anita Berber auf dem St. Thomas-Friedhof bestattet wurde, fand dort die letzte Beerdigung statt. Drei weitere Jahrzehnte dauerte es, bis das Gräberfeld entwidmet werden konnte, und seit gestern Mittag ist das 66.000 Quadratmeter große Gelände an der Hermann-straße offiziell ein nach Anita Berber benannter Park.

Grundlage für die Umgestaltung war ein Abkommen, das im Gegenzug für den Bau der Stadtautobahn A100 die Erschließung von Ausgleichs-grünflächen vorschreibt. Folglich wurde der Anita-Berber-Park  Weiterlesen

Jetzt geht’s los: Spatenstich für den Neubau des Leonardo-da-Vinci-Gymnasiums

Für Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher ist das neue Leonardo-da-Vinci-Gymnasium eine „Schule der Zukunft“ und ein „Pilotprojekt des nachhaltigen Bauens“. Bildungssenatorin Sandra Scheeres prognostiziert, dass hier eine „offene Lernatmo-sphäre“ geboten werde. Und Neuköllns Schul-stadtrat Jan-Christopher Rämer ist sicher, dass der erste Schulneubau seit mehr als 10 Jahren im Bezirk „höchsten Standards entsprechen und Maßstäbe setzen“ wird.
Das allerdings mit einiger Verspätung: Schon für 2015 war der Baubeginn geplant, die Fertigstellung bis Ende 2018. Nun ist der erste Spatenstich Weiterlesen

Ein Jahr Milieuschutz in Neuköllner Kiezen

Nur wenige Interessierte kamen am vergangenen Freitagnachmittag in den Gemeindesaal der Genezareth-Gemeinde, um auf Einladung des Quartiersmanage-ments Schillerpromenade über die Wirkung des seit einem Jahr in Teilen Neuköllns geltenden Milieuschutzes zu diskutieren. Dabei war das Podium prominent besetzt: Neben dem für Stadt-entwicklung zuständigen Bezirksstadtrat Jochen Biedermann (3. v. l.) nahmen Stadt und Land-Geschäftsführer Ingo Malter (r.), Dr. Jochen Lang (2. v. l.), Abteilungsleiter der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, sowie die Architektin des Evangelischen Friedhofsverbands, Bettina Bauerfeind (l.), Platz. Max Althoff (3. v. r.), Mietrechtsanwalt Weiterlesen

Alles musste raus

Es war ein Ende mit Ansage. Schon vor vielen Wochen hatte Angelika Schilling angefangen, auf die Schließung ihrer Neuköllner Trödel Oase hinzuweisen. Am vergangenen Freitag war der letzte Tag gekommen – und mit ihm eine besondere Form des Ausver-kaufs: Wer 20 Euro Eintritt zahlte, konnte mitnehmen, was er tragen konnte.

Auf dem Areal der seit 2004 in der Richardstraße, vis-à-vis der Passage, bestehenden Institution für Trödel-Jäger und -Sammler sollen jetzt Wohnungen gebaut werden. Deshalb muss die Trödel Oase weichen. Aber es ist nur ein vorübergehendes Ende: Am 15. August eröffnet sie in der Donaustraße 84 neu.