Umwelt-Ausschuss der BVV Neukölln berät über Prinzessinnengärten als Vorbild für Friedhofs-Nachnutzung

Das Umwelt- und Naturschutzamt Neukölln verhängte Ende Februar eine Rückbauanordnung für den Gemeinschaftsgarten der Prinzessinnengärten auf dem St. Jacobi Friedhof II mit der Begründung, dass das Projekt gegen geltendes Naturschutzrecht und einen 1993 für den Friedhof erstellten Landschaftplan verstoßen würde. Der für das Gelände zuständige Evangelische Friedhofsverband Berlin Stadtmitte widersprach im April in allen Punkten dieser Anordnung, die u. a. den Abbau sämtlicher Beete und einer Torftoilette fordert. Das Prinzessinnengarten-Kollektiv mobilisierte die Öffentlichkeit und verfasste eine Online-Petition an Weiterlesen

Neukölln erprobt temporäre Spielstraßen als Pilotprojekt

Pfingsten kann es für viele Kinder auf sechs Neuköllner Straßen richtig rund gehen: Das Bezirksamt will Straßenabschnitte in den Ortsteilen Neukölln und Britz zu temporären Spielstraßen erklären. Zunächst sechs Straßen sollen dafür ab 31. Mai an Sonn- und Feiertagen zwischen 13 und 19 Uhr in einem Pilotprojekt zeitlich begrenzt gesperrt werden. „In Corona-Zeiten benötigen Kinder und Jugendliche mehr Platz, auch um überfüllte Spielplätze zu Weiterlesen

Milieuschutz in Neukölln: Stadt und Land kann drei Häuser erwerben

In mittlerweile 14 Fällen konnte das Bezirksamt Neukölln das Vorkaufsrecht in sozialen Erhaltungsgebieten rechtssicher ausüben, seitdem der Bezirk im Jahr 2017 begonnen hat, dieses Instrument zu nutzen. Neuester Erfolg im Kampf gegen Verdrängung in Milieuschutzgebieten: Drei Häuser im Norden des Bezirks können in den nächsten Monaten ins Eigentum der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land übergehen. „Der ursprüngliche Käufer der Häuser in der Roseggerstraße, Uthmannstraße und der Weiterlesen

Temporäre Rad-Infrastruktur während der Corona-Krise auch an Neuköllner Hauptstraßen?

Weniger Autoverkehr in der Stadt, dafür aber mehr Menschen auf den Straßen, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, das ist seit den Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung des Corona-Virus zu verzeichnen. Kürzlich begegnete ich beispielsweise am Hertzbergplatz dem Journalisten Stephanus Parmann, der nicht mit den Öffentlichen, sondern mit dem Fahrrad in Neukölln unterwegs war. Bundesweit wird inzwischen eine pandemie-gerechte Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr gefordert. In Friedrichshain-Kreuzberg gibt Weiterlesen

Genossenschaft kauft Häuserblock im Schillerkiez

Zum dritten Mal in diesem Jahr hat das Bezirksamt Neukölln sein Vorkaufsrecht in einem Milieuschutzgebiet ausgeübt. Der Häuserblock Leinestraße 28-36 / Oderstraße 28-29 am Tempelhofer Feld mit insgesamt 164 Wohnungen, der als „Luftbrückenhaus“ oder „Halbmond“ bekannt ist, soll von der Genossenschaft Beamten-Wohnungs-Verein zu Berlin eG übernommen werden. „Nach Wohnungszahl ist das das größte Objekt, für das der Bezirk Neukölln bisher das Vorkaufsrecht geprüft hat. Berlinweit handelt es sich um den größten Vorkauf Weiterlesen

Mieterängste im Schillerkiez auch in Zeiten der Corona-Krise

Blockade, Mauerbau und Insellage West-Berlins: Der Halbmond – ein Häuserkomplex am Anita-Berber-Park, unmittelbar neben der früheren Einflugschneise des Flughafens Tempelhof – hat schon viele Krisen erlebt. Jetzt müssen die Mieterinnen und Mieter in Zeiten der Corona-Krise sich zusätzlich Sorgen um ihre Existenz machen, denn die 13 Häuser Leinestraße 28 – 36 A/B sowie Oderstraße 28 – 29 wurden im Februar an einen bis heute unbekannten Eigentümer mit ungewissen Absichten verkauft. “Werde ich zukünftig meine Miete noch zahlen können? Wohin soll Weiterlesen

„Das gilt ab sofort“: Bezirksstadtrat Biedermann stellt Neuköllner Modell für kiezverträglichen Wohnungsbau vor

Donnerstagvormittag stellte Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann auf einer gut besuchten Pressekonferenz im Rathaus Neukölln sein „Neuköllner Modell für kiezverträglichen Wohnungsbau“ vor. Analog zum „Berliner Modell“, das seit 2014 zur kooperativen Baulandentwicklung stadtweit in Kraft ist, verpflichtet es Investoren, 30 Prozent des neu entstehenden Wohnraums mietpreisgebunden anzubieten und sich zudem an den Kosten der sozialen Infrastruktur wie Kitas oder Schulen im Kiez zu beteiligen. Das Neuköllner Modell gilt bereits bei kleineren Bauvorhaben über 1.000 Quadratmetern, wenn Investoren also beispielsweise eine Baulücke Weiterlesen