Vorzeichen der Barrierefreiheit

Laut der Website der [Aktion! Karl-Marx-Straße] beginnen die Bauarbeiten für einen Aufzug im U-Bahnhof Karl-Marx-Straße im September 2017. Wenn es keine Verzögerungen gibt, soll der Fahrstuhl bis Anfang nächsten Jahres fertig-gestellt sein. Bis dahin sind Mütter mit ihren Kinderwagen noch auf hilfsbereite Mitmenschen angewiesen, die helfen die Kinderwagen die Treppe hinunter- und hinaufzutragen. Weiterlesen

Logenplätze

balkonien-werbellinstr-neukoellnDie Besitzer dieses Balkons an der Werbellin-straße setzen unverkennbar Prioritäten: Ihre Satel-litenschüssel hat es zwar nicht warm, aber doch weitgehend trocken, während der Bär und der Affe an der Brüstung platziert wurden und inzwischen ziemlich mitgenommen aussehen.
Begehrt dürften Logenplätze hingegen wieder am kommenden Mittwoch im warmen und trockenen BVV-Saal des Neuköllner Rathauses sein: Bei der dritten Sitzung der Bezirks-verordnetenversammlung  steht zum dritten Mal die Wahl des Weiterlesen

Sport mit Aussicht

aussicht-rathausturm-neukoellnDie Gefahr, über die Stränge zu schlagen, ist groß: Wer dem heutigen Tag der italienischen Küche angemessen bei Antipasti, Pizza mit üppig Käse oder Pasta mit sahniger Sauce, Dessert und Wein huldigt, dürfte morgen ein wenig Bewegung vertragen können.
Um 13 Uhr wird die Gelegenheit dazu im Rat-haus Neukölln geboten, wenn Reinhold Steinle wieder mit den Teilnehmern seiner einstündi-gen Führung in den Turm aufsteigt. Nach 240 Stufen ist die Aussichtsplattform erreicht; Anmeldung und weitere Informationen beim NIC – Neukölln Info Center.

 

Mit Schwaben rechnen

schwabylon-berlin-neukoellnUns Schwaben wird ja gemeinhin eine große Sparsamkeit bis hin zum Geiz und ein unermüdliches Arbeiten nachgesagt. Dies ist auch in Sätzen wie „Schaffe, schaffe, Häusle baue und nicht nach den Mädle schaue“ versinnbildlicht. Dass wir Schwaben uns aber auch selbst tischspruch_schwabylon-neukoellnauf die Schippe nehmen können, beweisen die Sprüche auf den Tischen des Schwabylon in der Pannierstraße.

Während Dominik Eiseles kulina-rischer Schwaben-Hotspot, in dem nicht zuletzt am Einbau eines Klos gespart wurde, noch relativ neu ist, geht in Neukölln eine Institution für Pfennigfuchser ihrem Ende entgegen: Mit großen Plakaten bewirbt derzeit das Karstadt Schnäppchen-Center seine Weiterlesen

Was ist Rausch, was Realität? Erfolgsalbum „Stadtaffe“ als Musical in der Neuköllner Oper

Unter Drogen kann manches völlig anders erlebt werden. Die Zeit verläuft nicht mehr nur linear, sondern kann sich dehnen oder rasen. Der Raum kann affe_neukoellner-oper_foto-matthias-heydeverändert wahrgenommen werden. Und nicht zuletzt: Man erlebt sich anders, kommt in Kontakt mit Schönem oder/und Furchtbarem.

Vor acht Jahren veröffentlichte der Berliner Musiker Peter Fox, der zu den Gründern der Band Seeed gehört, sein Solo-Album „Stadtaffe“. Dieses katapultierte sich mit seiner eindringlichen Musik und den intelligenten Texten aus dem Stand in die Charts und hat sich bislang 1,3 Millionen mal verkauft. Am vergangenen Mittwoch hatte nun eine Adaption des Werks mit dem verkürzten Titel „Affe“ Weiterlesen

Einst in einem ehemaligen Seifengeschäft und im „Blauer Affe“ in Neukölln

Der Otto Wrede Regina-Verlag hat heute seinen Sitz in Wiesbaden und wird in dritter Generation von Edda Wrede geführt. Doch gegründet wurde er 1907 in Berlin, und hier notenblaetter_otto-wrede-regina-verlag_wiesbadenwar er auch ansässig, bis er wenige Jahre nach dem 2. Weltkrieg in die hessische Landes-hauptstadt umzog.

Der Gründer des Musikverlags, Otto Wrede (1883-1945), war mit Heinrich Zille befreundet, der auch mehrere Titelblätter für den Verlag zeichnete. Bekannte Komponisten, so der in Rixdorf geborene Gerhard Winkler, ließen ihre Werke im Regina-Verlag veröffentlichen. Eine Zeitlang war der Verlag Weiterlesen

Zu Wasser und Lande: Erinnerungen an einen Rütli-Schüler

Zuerst war nur der Gedanke, dass es auch einfach eine Namensgleichheit sein könnte. Doch ein Anruf bei dem Schiffseigentümer, der Angel und Seetouristik GmbH, kutter-hanno-guenther_warnemuendebrachte die Gewissheit: Der 1949 erbaute Fischkutter „Hanno Günther“, der vom Alten Strom in Warnemünde aus regelmäßig zu Angel-Törns in See sticht, wurde tatsächlich nach dem Widerstandskämpfer aus Neukölln benannt.

Hanno Günther war in den 1920er Jahren Schüler der Neuköllner Rütli-Schule und gründete zur Nazizeit, während er eine Bäcker-Lehre machte, eine Widerstands-gruppe. Nach deren Aufdeckung wurde er im Dezember 1942, mit  Weiterlesen