„Britzer Flitzer“ macht die Nachbarschaft mobil

Umweltbewusste Britzerinnen und Britzer können im Nachbarschaftsbüro BENN Britz seit Anfang Juni das Cargobike „Britzer Flitzer“ ausleihen. Das Gefährt hat einen geräumigen Transportkasten (100x67x60cm), schafft mit seinen acht Gängen auch Steigungen und bewegt jede Last. Der „Britzer Flitzer“ ist als typisches Berliner Lastenrad für viele Zwecke einsetzbar: Egal ob Sie mal eben zum Baumarkt wollen, um Blumenerde zu holen, ein paar Stühle von A nach B transportieren oder die Schätze zum nächsten Hufeisenflohmarkt bringen müssen – und es eignet sich auch für Menschen, die noch keine Erfahrung mit Lastenfahrrädern gemacht haben.

Susen Engel, Teamleiterin bei BENN Britz, und Projektmanager Luca Gefäller traf ich vorgestern, als sie gerade die neueste Ausgabe der BENN-Rundschau aus dem Auto in den Transportkasten des Lastenrades umluden, um die Kiezzeitung in der Nachbarschaft zu verteilen. Wer den „Britzer Flitzer“ ausleihen will, kann sich beim Projekt „fLotte“ des ADFC registrieren und dort eine Buchung eintragen oder einfach im Nachbarschaftsbüro am Akazienwäldchen anrufen. Der ADFC Berlin stellt nicht nur die technische Infrastruktur, sondern betreibt im Auftrag der Bezirksämter den Ausleihprozess, betreut die Verleihstationen und koordiniert die Wartung der Räder. Bei BENN Buckow in der Christoph-Ruden-Straße 6 kann bereits seit längerem das „Lastenrad Benno“ ausgeliehen werden.

„Unsere Nachbarschaftsarbeit hat sich nach dem Ausbruch des Coronavirus ein wenig verändert. Solange die Abstands- und Hygieneregeln gelten, bleibt das Büro geschlossen, weil es keine guten Lüftungsmöglichkeiten gibt. Momentan bieten wir deshalb unsere Sprechstunde als „Bordsteingespräch“ vor dem Büro auf gemütlichen Gartenstühlen unter blauem Himmel an“, berichtete Susen Engel. Außerdem steht jetzt vor dem Büro ein gut sichtbarer Briefkasten, die sogenannte BENN-Eule. Hier können Sie ganz klassisch und analog Karten, Briefe oder Bilder einwerfen, wenn Sie Sorgen und Nöte schildern oder auch Wünsche und Ideen einbringen möchten.

Kontaktinfos zum Nachbarschaftsbüro BENN Britz (Hanne Nüte 1), Tel.: 030 62 60 86 14, E-Mail: Benn-Britz@stephanus.org

=Christian Kölling=

„Für die Gropius Passagen wäre es gut, wenn der Laden bleibt“

Erst im Oktober vorletzten Jahres wurde die Eröffnung einer neuen Karstadt-Filiale mit knapp 8.000 Quadratmetern Verkaufsfläche in den Gropius Passagen gefeiert. Am Freitag wurde bekannt, dass dieses Kaufhaus nun kurz vor dem Aus steht: 62 der Häuser der Galeria-Karstadt-Kaufhof-Gruppe sollen in Deutschland geschlossen werden. Sechs davon allein in Berlin, darunter auch die Filiale in der Gropiusstadt. “Für die Gropius Passagen wäre es gut, wenn der Laden bleibt“, sagte mir gestern Michael Morsbach, Verordneter der SPD im Weiterlesen

Beim Arbeitslosenfrühstück der SPD-Rixdorf sind alle willkommen

„Wann löst er den Scholz ab? Er ist der Einzige, der arbeitet!“, flachst ein älterer Mann, der zum Arbeitslosenfrühstück der SPD Rixdorf am Reuterplatz gekommen ist, um ein großes Frühstückspaket entgegenzunehmen. Wolfgang Teßmann reicht es ihm durch das weit geöffnete Fenster eines ehemaligen Kiosks entgegen. Es ist an der Stimme des Mittfünfzigers zu hören, und wer das alte Milieu in der Umgebung mit seinem rauen Ton – also die Lebenswelt der unteren Schichten am Reuterplatz – noch ein wenig kennt, weiß es ohnehin: Der Weiterlesen

„Ich ziehe den Hut vor so viel Engagement und Fürsorge“

Auf Stelzen servierten Rico und Peppino mit großem Abstand Maibowle für die Senioren der Wohnanlage, während die Herr’n von der Tankstelle viele alte Schlager wie „Veronika, der Lenz ist da….“, „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Mein kleiner grüner Kaktus“ sangen: Auf den Höfen der Seniorenwohnanlagen Rollberg- und Pflügerstraße erfreute die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land am vergangenen Donnerstag- und Freitagnachmittag auf ungewöhnliche Weise Weiterlesen

Tabu-Thema „Häusliche Gewalt“ wächst in Krisenzeiten

Dass in gesellschaftlichen Extremsituation die Gewalt gegen die Schwächsten zunimmt, ist eine traurige Erkenntnis, die sich als Folgewirkung der Lockdown-Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weltweit gerade wieder bestätigt. Was aus epidemiologischer Sicht in Wuhan, New York und auch Berlin notwendig ist, führt zu sozialem Stress, innerfamiliären Spannungen und damit verbunden zu einem Anstieg häuslicher Gewalt, die sich vornehmlich gegen Frauen und Kinder richtet, weil manche Männer den Weg der gewaltfreien Konfliktbewältigung nicht kennen.

Mit Leuchtreklamen macht deshalb zum Beispiel der Weiße Ring in Weiterlesen

1.361 Meter für ein Lunchpaket

558 Kilometer trennen das Diakonie Haus Britz und den Ort Wickede/Echthausen im Kreis Soest. In Britz machte sich Montagfrüh letzter Woche Jens Kielmann auf den Weg, um bei seinem einwöchigen Spendenmarathon für die Obdachlosenarbeit der Tee und Wärmestube Neukölln bis nach Echthausen in Westfalen zu laufen. Nach sieben Etappen mit einem Umfang zwischen 50 und 113 Kilometern kam der 29-jährige Koch und Freizeitfußballer des BSV Grün-Weiß Neukölln am Sonntagnachmittag wohlbehalten im Haus seiner Eltern an.

„Die Obdachlosen haben gar nichts: Die haben weder ein Dach Weiterlesen

Zu Fuß von Britz nach Wickede

Neun Wochen dauert nun schon die coronabedingte Schließung der Tee und Wärmestube Neukölln an, die am 17. März begann. Ein ehrenamtliches Team aus dem Diakonie Haus Britz bereitet seitdem Lunchpakete vor, die zu festen Zeiten in der Weisestraße ausgegeben werden. „Die Pakete enthalten eine frische warme Mahlzeit sowie eine zusätzliche Brotzeit. Getränke, Obst sowie Joghurt oder Quark sind ebenfalls beinhaltet. Pro Woche werden so ca. 350 Pakete im Wert von jeweils 3€ ausgegeben. Das ist nicht nur ein finanzieller Kraftakt“, Weiterlesen

Kostenlose Mund-Nase-Masken sind in Neukölln rar

Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs und in Geschäften muss seit letzter Woche eine textile Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Für Berlinerinnen und Berlinern, die sich diese einfachen Masken finanziell nicht leisten können, stellte der Senat kurzfristig Community-Masken zur kostenlosen Ausgabe bereit.

In Neukölln traf die erste Lieferung von 7.500 Alltagsmasken in der letzten Aprilwoche ein. 1.000 davon gingen unmittelbar an soziale Träger zur Weiterverteilung, die übrigen wurden u. a. an der Pförtnerloge des Neuköllner Rathauses Weiterlesen

Hotline für die Corona-Nachbarschaftshilfe geschaltet

Um Hilfesuchende und Engagierte zusammen zu bringen, gibt es ab sofort in Neukölln eine Hotline für die Corona-Nachbarschaftshilfe. Sie kann unter der Nummer 030 / 629 336 320 von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr erreicht werden. Online können sich Hilfesuchende und engagierte Bürger*innen unter https://www.nez-neukoelln.de/corona-nachbarschaftshilfe-in-neukoelln selbst registrieren.

Das persönliche Matching erfolgt durch das Neuköllner EngagementZentrum sowie für weitere Sprachen auch durch das Nachbarschaftsheim Neukölln. Dabei wird der Datenschutz Weiterlesen

Sofortprogramm für Nachbarschaftshilfe angelaufen: Felicitas Then kochte in der Teupitzer Straße

Foto: @Felicitas.Then

10.000 Euro hat das Bezirksamt Neukölln für die Corona-Krisen-Nachbarschaftshilfe kurzfristig als Sondermittel aus dem FEIN-Programm zur Verfügung gestellt. Gestern gab es die erste Solidaritätsaktion aus diesem Programm: Fernsehköchin Felicitas Then verteilte 100 Liter Bauerneintopf in der Neuköllner Einrichtung „Kubus“ sowie der benachbarten Einrichtung GeBeWo gGmbh in der Teupitzer Straße. Das Mittagessen für Langzeitarbeitslose sowie für wohnungs- und obdachlose Menschen, die in den Einrichtungen leben, wurde aus einem Foodtruck heraus verteilt.

“In dieser schwierigen Phase müssen wir alle zusammenhalten. Weiterlesen

Gabenzäune – an sich eine gute Idee, aber …

„Das Ausmaß der Corona-Pandemie hat uns alle überraschend stark getroffen. Lasst uns dabei helfen, dass all unsere Mitmenschen auf den Straßen Berlins diese schwere Zeit gut überstehen.“ Diesen Aufruf las ich gestern an einem der Gabenzäune, die mittlerweile nicht nur am Reuter- und Richardplatz, sondern z. B. auch an den Ecken Herrfurth-/ Weisestraße, Siegfried-/Hermanntraße und Columbiadamm/Fontanestraße entstanden sind.  Weiterlesen

Mieterängste im Schillerkiez auch in Zeiten der Corona-Krise

Blockade, Mauerbau und Insellage West-Berlins: Der Halbmond – ein Häuserkomplex am Anita-Berber-Park, unmittelbar neben der früheren Einflugschneise des Flughafens Tempelhof – hat schon viele Krisen erlebt. Jetzt müssen die Mieterinnen und Mieter in Zeiten der Corona-Krise sich zusätzlich Sorgen um ihre Existenz machen, denn die 13 Häuser Leinestraße 28 – 36 A/B sowie Oderstraße 28 – 29 wurden im Februar an einen bis heute unbekannten Eigentümer mit ungewissen Absichten verkauft. “Werde ich zukünftig meine Miete noch zahlen können? Wohin soll Weiterlesen

Mehrsprachige Informationsveranstaltung „Probleme mit der Miete“ im Reuterkiez

Unter dem Titel „Probleme mit der Miete und was Sie tun können“ laden das elele Nachbarschaftszentrum, der Jugendclub Manege, die Stadtteilmütter sowie das Stadtteilbüro Reuterkiez in der kommenden Woche zu einer mehrsprachigen Informationsveranstaltung ein.

„Meine Miete wurde erhöht – ist das erlaubt?“, „Das Haus wird modernisiert – müssen wir wegziehen?“ Ein Anwalt des Berliner Mietervereins wird über gängige mietrechtliche Konfliktthemen sprechen und die Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworten. Die Hausgemeinschaft Sonnenallee berichtet über ihre Weiterlesen

Frauen in Obdachlosigkeit: „Wir müssen eine Katastrophe verhindern!“

In der „Nacht der Solidarität“ vom 29. auf den 30. Januar findet in Berlin eine Zählung von Obdachlosen statt. Damit wird erstmals eine Übersicht über Obdachlosigkeit und die Grundlage für den Bedarf an Unterstützungs- und Hilfeangeboten geschaffen. Im Vorfeld dieser Zählung führt die Landeszentrale für politische Bildung fünf Veranstaltungen durch. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Sozialverbänden, Politik, sozialen Einrichtungen und Betroffenenselbstorganisationen Weiterlesen

Helfen macht Spaß: Über 200 Christmas-Biker und mehr als 150 Neuköllner beim Charity-Flashmob in der „Teupe“

„Ich bin sehr gerührt. Neukölln hat ein echtes Herz. Vielen, vielen Dank!“ Bezirksbürgermeister Martin Hikel strahlte bei seinen Worten und Michael Lind, Geschäftsleiter des Nahkauf-Supermarktes am Elsensteg, sagte ebenso überwältigt: „Völlig stark. Dankeschön! Diese Wette habe ich gerne verloren.“

Grund für die Freude der beiden Männer: Mehr als 150 Menschen waren am Sonnabendnachmittag in die Teupitzer Straße zwischen Neuköllner Schiffahrtskanal und Ringbahn zum ehemaligen Weiterlesen

Von Neukölln nach Kreuzberg versetzt

Wer ausgemusterte Bücher bisher zur BücherboXX am Herrfurthplatz gebracht oder dort gerne nach neuer Lektüre gestöbert hat, muss sich umorientieren. Ende September wurde nämlich die zur Bibliothek umfunktionierte Telefonzelle abgeräumt. Vor knapp fünf Jahren war sie auf dem Platz vor der Genezareth-Kirche am Rand der Terrasse vom Café Selig eröffnet worden und erfreute sich seitdem großer Beliebtheit.

Mangelnder Zuspruch sei also nicht das Problem gewesen, sagt Konrad Kutt vom Institut für Nachhaltigkeit in Bildung, Arbeit und Kultur, das 2010 in Berlin begann, alte Telefonzellen anders zu nutzen: Weiterlesen

Arme in Neukölln sind nicht mehr „sozial schwach“

„Einkommensschwache Menschen sind nicht ‚sozial schwach‘!“ Im September vergangenen Jahres bat die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln mit einem Beschluss das Bezirksamt, in sämtlichen Publikationen und Veröffentlichungen die Formulierung „sozial schwach“ nicht mehr im Zusammenhang mit armen oder einkommensschwachen Personen zu verwenden. Jetzt sagten kürzlich Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Weiterlesen

Unverhoffte Lotteriegewinne in Britz

Mit dem Ziel, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, wurde vor 30 Jahren in den Niederlanden eine sogenannte Soziallotterie gegründet. „Gewinnen auch Sie, wenn Ihr Nachbar gewinnt“, lautet das Motto der Postcode-Lotterie , die es seit 2016 auch in Deutschland gibt. 59 Gewinnerinnen und Gewinner aus dem Postleitzahlbereich 12347, der zwischen Germaniapromenade und Mohriner Allee liegt, trafen sich am vergangenen Sonnabend auf dem Sportplatz an der Weiterlesen

„Der Neuköllner Sommerball für Senioren eröffnet sich von selbst“

Mit vielen Kultur- und Freizeitangeboten bereichert der Seniorenservice des Bezirksamtes Neukölln rund um das Jahr das Leben der Generation 60 Plus. Einer der Höhepunkte im Veranstaltungskalender ist der traditionelle Sommerball für Seniorinnen und Senioren, der am Freitagabend wie gewohnt im Hotel Estrel gefeiert werden konnte.

Rund 350 Senioren aus ganz Berlin, einige in Abendkleid und Smoking, andere – an die hochsommerlichen Temperaturen angepasst – leger gekleidet, Weiterlesen

Die Tee- und Wärmestube Neukölln ist auch im Sommer gut besucht

„Armut dauert zwölf Monate im Jahr. Auch im Sommer sollte niemand auf der Straße, in Parks, U-Bahn-Schächten oder unter der Brücke schlafen müssen“, das sagte mir Thomas de Vachroi, Leiter des Diakonie Haus Britz, mit dem ich kürzlich am Rand der Jubiläumsfeier des inklusiv gestalteten Wohnhauses an der Buschkrugallee sprach. De Vachroi ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch Armutsbeauftragter des Diakoniewerks Simeon, Sozialbeauftragter des CDU-Kreisverbandes Weiterlesen