Künstlerische Apparate und Artefakte in der Galerie im Saalbau

Fünf Arbeiten des Künstler*innenkollektivs Quadrature, die dazu anregen, über Weltraum, Mensch und Zivilisation nachzudenken, zu philosophieren oder zu träumen, werden derzeit in der Ausstellung „Ebenen der Expansion“ in der Galerie im Saalbau gezeigt.

In ihrer neuen Funktion als Leiterin der Galerien im Saalbau und im Körnerpark eröffnete Dorothee Bienert (r.) am 1. September die Ausstellung mit künstleri-schen Apparaten und Artefakten von Jan Bernstein, Juliane Götz und Sebastian Neitsch. „Das in Berlin basierte Künstlerkollektiv Quadrature experimentiert mit der Widersprüchlichkeit und Mehrdeutigkeit des Raumbezugs unserer Zivilisation sowie ihrer Aufbreitung im Universum“, erläuterte Bienert. Die Exponate der von Cathérine Kuebel (l.) kuratierten Weiterlesen

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Kunst, die zu überraschen weiß, in der Galerie im Saalbau

Werfen Sie gelegentlich einen neugierigen Blick in die Fenster der Galerie im Saalbau, um sich spontan für oder gegen einen Ausstellungsbesuch zu entschei-den? In den nächsten knapp zwei Monaten gibt es in der Galerie am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße die Gelegenheit, die Ausstellung „Das Maß der Dinge“ mit Exponaten von Ingo Gerken (M.) und Florian Neufeldt (r.) zu besichtigen – von der Straßen aus betrachtet sieht es allerdings eher aus, als ob die Räume gerade umbaut werden. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken, denn dieser Eindruck ist beabsichtigt: „Ingo Gerken und Florian Neufeldt greifen in die Substanz von Räumen ein und eröffnen so vor Ort neue Hand-lungsspielräume“, erklärte Kuratorin Dorothee Bienert (l.) in ihrer Weiterlesen

Berlin / Damaskus – früher / heute: Besondere Momente im Museum Neukölln

ausstellung-lost-images-berlin-damaskus_museum-neukoellnAuf einem Flohmarkt in Damaskus fand der syrische Konzeptkünstler und Filmemacher Ammar Al-Beik vor vielen Jahren eine wahrhafte Schatzkiste, die randvoll mit Fotos gefüllt war, deren Herkunft und Geschichte er nicht kannte. Die Bilder zeigen verführerische Frauen, stolze Männer und drollige Kinder, die oft in Ateliers fotografiert wurden.

Der geheimnisvolle Reiz der Aufnahmen ließ Ammar Al-Beik nicht mehr los: Er verwendete die Bilder 2008 erstmals für die Serie „Lost Images“ in seiner Heimatstadt Damaskus. 2013 erweiterte er die Serie und setzte sie, nachdem er 2014 nach Berlin geflohen war, 2016 mit vier Arbeiten fort. Am vergangenen Freitag wurde seine Ausstellung „Lost Images Berlin / Damaskus“ im Museum Neukölln eröffnet. „Es Weiterlesen

Neuköllner Produktionen in Ateliers und Galerien

art-spaces-nk_offene-ateliers-neukoellnEine Premiere steht heute Abend in der Galerie im Saalbau auf dem Programm: Dort wird um 18 Uhr erstmalig der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Neuköllner Kunstpreis verliehen, um den sich über 180 in Neukölln „professionell arbeitende bildende Künst-ler*innen“ beworben haben. Zehn von ihnen wurden nominiert, sind nun Anwärter auf die Auszeichnung und dürfen ihre Werke bei der Ausstellung „Neuköllner Produktion“ zeigen.
Nichts wirklich Neues ist hingegen das Begleitprogramm, das sich am Wochenende anschließt. Morgen und übermorgen stehen von 15 bis 20 Uhr über 150 Ateliers im Bezirk offen, um entdeckt zu werden, Gespräche mit den Kunstschaffenden zu ermöglichen und die Aufmerksamkeit auf die Bandbreite des Produktionsstandorts Neukölln zu lenken. Ergänzt wird das Event, das wie eine Reanimation des NACHTUNDNEBEL-Kunstfestivals bzw. eine Weiterlesen

„Wir sind gut darin, für die Freiheit zu kämpfen. Aber wir haben Probleme damit, in einer Demokratie zu leben“

drohnen_galerie-im-saalbau_neukoelln„Uff wat für Ideen die hier komm‘n, die Künstler“, staunte ein Mann nicht schlecht, der sicherlich kein typischer Galeriebesucher ist, aber trotzdem jüngst ausstellungsplakat_galerie-im-saalbau-neukoellnden Weg in die Galerie im Saalbau fand, um die Ausstel-lung „Flucht aus dem Kino ‚Freiheit‘“ mit zeitgenössischer Kunst aus Polen zu besuchen. Seine Bewunderung galt unter anderem der Arbeit „Volvo 240“ von Zuzanna Janin. Dem Publi-kum berichtete die Künstlerin bei der Vernissage: „Eines Tages war mein altes Auto schrottreif und nicht mehr zu gebrauchen. Da habe ich es zu einem Kunstwerk transformiert.“ Das Weiterlesen

Kurze, vermeintlich beliebige Augenblicke

fotoausstellung-juergen-buergin_galerie-im-saalbau_neukoelln„Mensch und Metropole“ lautet der Titel einer Ausstellung mit Arbeiten des Neuköllner Fotografen Jürgen Bürgin, die am Freitag in der Galerie im Saalbau eröffnet wurde.

„Wenn es gut geht, können meine Fotos eine Stimmung im Betrachter erzeugen. Noch besser ist, wenn die Bilder den Betrachter anstoßen, sich eine eigene Geschichte auszudenken“, erklärte Bürgin, der Metropolen in Amerika, Europa und Asien mit der Kamera bereiste, bei der Vernissage. Vor allem Bilder aus New York, daneben aber auch aus Berlin, Lissabon, Shanghai, Saigon und Tokio, die in den Jahren 2009 bis 2015 aufgenommen wurden, werden in den drei Weiterlesen

In drei Räumen von Neuköllns Vorzeit bis in die Zukunft

war-ist-wird sein_gegenwart_galerie im saalbau neukoellnMan muss durch die Gegenwart, um in die Vergan-genheit zu kommen. Was macht das Leben in der Karl-Marx-Straße im Jahr 2016 aus? Dieser Frage gehen die Exponate nach, die derzeit im Zentrum der war-ist-wird sein_vergangenheit_galerie im saalbau neukoellnGalerie im Saalbau aus-gestellt werden.

Nur wenige Schritte weiter beginnt, in einem mit schwarzem Stoff verklei-deten Raum, die Historie. Wie lebte es sich im Jahr 1916 in Neukölln, als der erste Weltkrieg auf dem Höhepunkt war und Frauen noch kein Wahlrecht besaßen? Auch diesem Aspekt sind rund 60 Sechstklässler der Hermann-Boddin- und Richard-Schule gemeinsam mit Künstlern, Weiterlesen