Galerie im Saalbau zeigt auch 2021 mindestens drei Ausstellungen mit Kunstschaffenden aus Neukölln

Es ist im Bezirk seit 2014 ein guter Brauch, dass der Fachbereich Kultur jährlich drei Ausstellungen in der Galerie im Saalbau ausdrücklich für Künstlerinnen und Künstler reserviert, die in Neukölln leben oder arbeiten. So können die Kunstschaffenden des Bezirks unterstützt und der Öffentlichkeit die Vielfalt der in Neukölln vertretenen künstlerischen Ansätze präsentiert werden. Eine fünfköpfige Jury, der Dorothee Bienert (Leiterin der kommunalen Galerien Neukölln). Paulus Fugers (Leiter SomoS Arts), Can Mileva Rastovic (Young Arts Neukölln) sowie Weiterlesen

Unförmige Formen in der Galerie im Saalbau

Jeder Farbklecks hat eine Form, jeder Pinselstrich eine Struktur, jeder dahingeworfene Tonklumpen eine Gestalt: Fünf Berliner Künstlerinnen und Künstler erforschten die Grenzen des Erkenn- und Benennbaren und arbeiteten jenseits des gewohnten Wahrnehmungsrepertoires an gestalt- und konturlosen Formen.

Die Galerie im Saalbau Neukölln zeigt in der Ausstellung „Amorph“ einige Arbeiten von Michael Bause, Peter Hock, Gabriele Künne, Enrico Niemann, Maja Rohwetter, die sich allesamt malerisch und bildhauerisch mit dem Unförmigen Weiterlesen

Bewerbungsfrist für den Neuköllner Kunstpreis 2021 läuft

Mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler mit einem Atelierstandort oder Wohnsitz in Neukölln bewarben sich im letzten Jahr für den Neuköllner Kunstpreis 2020. Acht von ihnen waren für die von der Abteilung Kultur des Bezirksamts initiierte Auszeichnung nominiert worden, die Catherine Evans letztlich mit ihrer Installation „Standing Stone“ gewann. Ende Januar wurde die Ausstellung der Arbeiten der Finalisten in der Galerie im Saalbau eröffnet, die eigentlich bis Ende März laufen sollte, dann aber wegen des Corona-Lockdowns schon zwei Wochen Weiterlesen

Ohren spitzen und auf Gefühle achten in der Galerie im Saalbau

Tellerklappern, Kinderschreien, Türenschlagen oder Musikfetzen: In unserer Umwelt, die stark von visuellen Reizen geprägt ist, haben auch vertraute Klänge die Macht, den Alltag zu prägen und die ganze Palette der Gefühle auszulösen. Die Klangkünstlerin Chelsea Leventhal präsentiert in ihrer Ausstellung „Dear Resident“ sechs ganz unterschiedliche Arbeiten, die sich alle mit der alltäglichen Geräuschkulisse und insbesondere mit auditiven Archetypen des häuslichen Lebens Weiterlesen

In der Galerie im Saalbau gibt es wieder eine neue Ausstellung zu sehen

Still und leise, ohne die eigentlich übliche Vernissage, öffnete die Galerie im Saalbau am Montag nach zweimonatiger Zwangspause mit der neuen Ausstellung „Narratives Schweigen“, in der Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern gezeigt werden. „Die vergangenen Wochen sind vom unausweichlichen Rückzug ins Private geprägt und machen leise Töne wie durch einen Verstärker hörbar“, Weiterlesen

Verleihung des 4. Neuköllner Kunstpreises mit einem nachdenklichen Blick zurück

„Neukölln ist Endstation. Die wenigen Studenten, die hier leben, verschweigen unter ihresgleichen so lange es geht, daß sie in diesem Stadtbezirk wohnen, und wenn sie es zugeben, fügen sie rasch hinzu: ‚Aber ich zieh‘ da bald weg!‘ Das Quartier hat keine attraktive Szene, kein nennenswertes alternatives Milieu, keine Subkultur.“ Bald 25 Jahre sind seit diesem Zitat vergangen, das aus einer reißerischen, aber facettenreichen und weiterhin im Internet zu findenden Reportage stammt, die der Journalist Peter Wensierski Ende Oktober 1997 im Magazin „Der Spiegel“ veröffentlichte. Kulturstadträtin Karin Korte nahm in ihrer Rede bei der Verleihung Weiterlesen

Kati Gausmann macht in der Ausstellung „dancing dough and circumstances“ Bewegungen der Erde sichtbar

Am Kai von Andenes im Norden Norwegens, 69 Grad nördlicher Breite, geht die Sonne zwischen Mitte Mai und Mitte Juli praktisch nicht unter. Ein idealer Ort für die Arbeit der Künstlerin Kati Gausmann, die seit 12 Jahren mit ihren Feldarbeiten in Norwegen, auf Island und in den spanischen Hochpyrenäen die räumlichen und zeitlichen Relationen von Erdbewegungen sowie deren Spuren in Landschaftsformen und Landschaftsstrukturen erforscht. „Mich faszinieren geolologische Prozesse und die Tatsache, wie wenig wir von den Erdbewegungen wahrnehmen, Weiterlesen

„Fata Morgana“ zeigt drei Werkgruppen der Fotografin Franca Wohlt im Saalbau Neukölln

Realität beginnt im Kopf. Dieses Diktum regte die Franca Wohlt zu ihrer Foto-Arbeit „Reise ins Bewusstsein“ an. „Meine Mutter hat mir oft von ihrer Faszination für den Südwesten der USA erzählt. In den 1940er Jahren geboren, wuchs sie in der Blütezeit des klassischen Westerns in Deutschland auf und erlebte die 1968er Studenten- und Friedensbewegung, als das Western-Genre sein vorläufiges Ende fand“, berichtete Wohlt bei der Eröffnung ihrer Fotoausstellung „Fata Morgana“ im Saalbau Neukölln.

Mit ihrer Mutter habe sie oft diskutiert, ob ein eigenes Bild, ein Weiterlesen

Gruppenausstellung zeigt acht für den Neuköllner Kunstpreis 2019 nominierte Arbeiten

Zum dritten Mal wurde am vergangenen Freitag der Neuköllner Kunstpreis verliehen, für den sich in diesem Jahr rund 140 Künstlerinnen und Künstler mit Arbeitsplatz oder Wohnort im Bezirk bewarben. Der Kunstpreis will das – auch im internationalen Vergleich – beachtliche Niveau der künstlerischen Produktion in Neukölln anerkennen.

Die Jury zeichnete Lisa Premkes Installation „Von Mustern, die sich erzählen“ (2017) mit dem 1. Preis aus. Für die Endausscheidung waren Werke von acht Künstlerinnen und Künstlern nominiert. „Lisa Premke schafft eine dichte, poetische und höchst innovative Arbeit, die Klangkörper, farbenprächtiges Tafelbild und kinetisches Weiterlesen

„Pirate Jenny“ erinnert in der Galerie im Saalbau an die Arbeiterkultur der Weimarer Republik

Künstlerische Methoden der Arbeiterkultur aus den 1920er Jahren stellt Ina Wudtke (l.) in den Mittelpunkt ihrer Ausstellung „Pirate Jenny“, die Freitagabend in der Galerie im Saalbau von Galerieleiterin Dorothee Dorothee Bienert und Kuratorin Natalia Raaben eröffnet wurde. Im Gefolge der russischen Oktober-Revolution und nach Gründung der Sowjetunion unterstützten marxistische Zeitungen und Verlage in der ganzen Welt Arbeiterinnen und Arbeiter darin, Texte sowie andere künstlerische Arbeiten über ihre Wohn-, Lebens- und Arbeitsverhältnisse zu veröffentlichen. „Arbeiterschriftssteller“ Weiterlesen

Die Stadt als utopischer Montageraum: Ausstellung „Die gefaltete Stadt“ in der Galerie im Saalbau eröffnet

„Das Thema dieser Ausstellung ist hochaktuell“, begrüßte Kulturstadträtin Karin Korte am Freitagabend bei der Vernissage von Claudia von Funckes Ausstellung „Die gefaltete Stadt“ die Gäste in der Galerie im Saalbau. Auch Bezirksstadtrat Bernward Eberenz gehörte zu ihnen. „Nichts dokumentiert die tumultartigen Prozesse und soziale Sprengkraft der Gegenwart genauer als ihre Architektur. Moderne Megastädte wachsen fieberhaft, horizontal wie vertikal“, erläuterte Korte (l.). Anhaltendes Bevölke-rungswachstum, Wohnungsnot, Gentrifizierung und eine weltweit immer größer werdende Schere zwischen Arm und Weiterlesen

Grenzüberschreitungen durch Kontraste und Formate

Die Welt, die Helena Hernández in die Galerie im Saalbau gebracht hat, ist schwarz-weiß. Bunte Akzente sucht man in den Tinte- und Tusche-Zeichnungen, die seit Freitag hier ausgestellt sind, vergeblich. Einzig Grauschattierungen mischen sich in die Werke der mexikanischen Künstlerin, die seit 2014 in Berlin lebt, aber nach wie vor ein Atelier in ihrer Heimat hat.

„Crossing the Line“ heißt die Ausstellung, und die Grenzen, die Helena Hernández überwindet, sind nicht nur durch Kontraste markiert. Auch bei der Weiterlesen

„Kunst und Neukölln gehören zusammen“: Neuköllner Kunstpreis 2018 im Heimathafen Neukölln verliehen

„Neukölln ist nicht mehr nur Problembezirk. Wir müssen uns schon lange nicht mehr verstecken!“ Mit dieser selbstbewussten Einschätzung begrüßte Dr. Martin Steffens vom Kulturnetzwerk Neukölln am Samstagabend die vielen Besuche-rinnen und Besucher, die zur Verleihung des 2. Neuköllner Kunstpreises in den Heimathafen Neukölln gekommen waren. „Die Qualität und Quantität der künstlerischen Produktion in Neukölln ist im internationalen Vergleich sehr hoch“, erläuterte Steffens seine vielleicht einige Menschen Weiterlesen

Ausstellung in der Galerie im Saalbau beleuchtet Flüchtlingsschicksale aus verschiedenen Blickwinkeln

„We refugees“ (Wir Flüchtlinge), heißt ein Aufsatz, den die politische Theoretikerin Hannah Arendt 1943, zehn Jahre nach ihrer Flucht aus Deutschland, in den USA veröffentlichte. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen mit der Rechtlosigkeit, die sie während ihrer Flucht als Staatenlose machen musste, entwickelte Arendt in dem erstmals in der jüdischen Zeitschrift „Menorah Journal“ erschienenen Essay die These, derzufolge Menschsein das Recht bedeutet, Rechte zu haben.

In der Galerie im Saalbau eröffnete am vergangenen Freitag die Ausstellung „Translations“: Die dort gezeigten Videos, Fotografien, Texte und Weiterlesen

Künstlerische Apparate und Artefakte in der Galerie im Saalbau

Fünf Arbeiten des Künstler*innenkollektivs Quadrature, die dazu anregen, über Weltraum, Mensch und Zivilisation nachzudenken, zu philosophieren oder zu träumen, werden derzeit in der Ausstellung „Ebenen der Expansion“ in der Galerie im Saalbau gezeigt.

In ihrer neuen Funktion als Leiterin der Galerien im Saalbau und im Körnerpark eröffnete Dorothee Bienert (r.) am 1. September die Ausstellung mit künstleri-schen Apparaten und Artefakten von Jan Bernstein, Juliane Götz und Sebastian Neitsch. „Das in Berlin basierte Künstlerkollektiv Quadrature experimentiert mit der Widersprüchlichkeit und Mehrdeutigkeit des Raumbezugs unserer Zivilisation sowie ihrer Aufbreitung im Universum“, erläuterte Bienert. Die Exponate der von Cathérine Kuebel (l.) kuratierten Weiterlesen

Kunst, die zu überraschen weiß, in der Galerie im Saalbau

Werfen Sie gelegentlich einen neugierigen Blick in die Fenster der Galerie im Saalbau, um sich spontan für oder gegen einen Ausstellungsbesuch zu entschei-den? In den nächsten knapp zwei Monaten gibt es in der Galerie am U-Bahnhof Karl-Marx-Straße die Gelegenheit, die Ausstellung „Das Maß der Dinge“ mit Exponaten von Ingo Gerken (M.) und Florian Neufeldt (r.) zu besichtigen – von der Straßen aus betrachtet sieht es allerdings eher aus, als ob die Räume gerade umbaut werden. Lassen Sie sich aber davon nicht abschrecken, denn dieser Eindruck ist beabsichtigt: „Ingo Gerken und Florian Neufeldt greifen in die Substanz von Räumen ein und eröffnen so vor Ort neue Hand-lungsspielräume“, erklärte Kuratorin Dorothee Bienert (l.) in ihrer Weiterlesen

Berlin / Damaskus – früher / heute: Besondere Momente im Museum Neukölln

ausstellung-lost-images-berlin-damaskus_museum-neukoellnAuf einem Flohmarkt in Damaskus fand der syrische Konzeptkünstler und Filmemacher Ammar Al-Beik vor vielen Jahren eine wahrhafte Schatzkiste, die randvoll mit Fotos gefüllt war, deren Herkunft und Geschichte er nicht kannte. Die Bilder zeigen verführerische Frauen, stolze Männer und drollige Kinder, die oft in Ateliers fotografiert wurden.

Der geheimnisvolle Reiz der Aufnahmen ließ Ammar Al-Beik nicht mehr los: Er verwendete die Bilder 2008 erstmals für die Serie „Lost Images“ in seiner Heimatstadt Damaskus. 2013 erweiterte er die Serie und setzte sie, nachdem er 2014 nach Berlin geflohen war, 2016 mit vier Arbeiten fort. Am vergangenen Freitag wurde seine Ausstellung „Lost Images Berlin / Damaskus“ im Museum Neukölln eröffnet. „Es Weiterlesen

Neuköllner Produktionen in Ateliers und Galerien

art-spaces-nk_offene-ateliers-neukoellnEine Premiere steht heute Abend in der Galerie im Saalbau auf dem Programm: Dort wird um 18 Uhr erstmalig der mit insgesamt 5.000 Euro dotierte Neuköllner Kunstpreis verliehen, um den sich über 180 in Neukölln „professionell arbeitende bildende Künst-ler*innen“ beworben haben. Zehn von ihnen wurden nominiert, sind nun Anwärter auf die Auszeichnung und dürfen ihre Werke bei der Ausstellung „Neuköllner Produktion“ zeigen.
Nichts wirklich Neues ist hingegen das Begleitprogramm, das sich am Wochenende anschließt. Morgen und übermorgen stehen von 15 bis 20 Uhr über 150 Ateliers im Bezirk offen, um entdeckt zu werden, Gespräche mit den Kunstschaffenden zu ermöglichen und die Aufmerksamkeit auf die Bandbreite des Produktionsstandorts Neukölln zu lenken. Ergänzt wird das Event, das wie eine Reanimation des NACHTUNDNEBEL-Kunstfestivals bzw. eine Weiterlesen

„Wir sind gut darin, für die Freiheit zu kämpfen. Aber wir haben Probleme damit, in einer Demokratie zu leben“

drohnen_galerie-im-saalbau_neukoelln„Uff wat für Ideen die hier komm‘n, die Künstler“, staunte ein Mann nicht schlecht, der sicherlich kein typischer Galeriebesucher ist, aber trotzdem jüngst ausstellungsplakat_galerie-im-saalbau-neukoellnden Weg in die Galerie im Saalbau fand, um die Ausstel-lung „Flucht aus dem Kino ‚Freiheit‘“ mit zeitgenössischer Kunst aus Polen zu besuchen. Seine Bewunderung galt unter anderem der Arbeit „Volvo 240“ von Zuzanna Janin. Dem Publi-kum berichtete die Künstlerin bei der Vernissage: „Eines Tages war mein altes Auto schrottreif und nicht mehr zu gebrauchen. Da habe ich es zu einem Kunstwerk transformiert.“ Das Weiterlesen

Kurze, vermeintlich beliebige Augenblicke

fotoausstellung-juergen-buergin_galerie-im-saalbau_neukoelln„Mensch und Metropole“ lautet der Titel einer Ausstellung mit Arbeiten des Neuköllner Fotografen Jürgen Bürgin, die am Freitag in der Galerie im Saalbau eröffnet wurde.

„Wenn es gut geht, können meine Fotos eine Stimmung im Betrachter erzeugen. Noch besser ist, wenn die Bilder den Betrachter anstoßen, sich eine eigene Geschichte auszudenken“, erklärte Bürgin, der Metropolen in Amerika, Europa und Asien mit der Kamera bereiste, bei der Vernissage. Vor allem Bilder aus New York, daneben aber auch aus Berlin, Lissabon, Shanghai, Saigon und Tokio, die in den Jahren 2009 bis 2015 aufgenommen wurden, werden in den drei Weiterlesen