Sorge um die Prinzessinnengärten auf dem St. Jacobi-Friedhof II

„Die Prinzessinnengärten sind in Gefahr“, warnt Dr. Susanna Kahlefeld (Grüne) in ihrem aktuellen Newsletter. „Stadtrat Eberenz verlangt den Abbau sämtlicher Beete, der Torftoiletten etc.. Er beruft sich dabei auf ‚Naturschutz‘“, schreibt die Neuköllner Wahlkreisabgeordnete und kündigt ihre Unterstützung für das Projekt an. Die Prinzessinnengärten in Neukölln sind Teil des europäischen Edible-City-Network und bauen auf der Konversionsfläche des St. Jacobi-Friedhofs ein Zentrum für Umweltbildung auf. „Im eng bebauten Norden Weiterlesen

Hatun-Sürücü-Preis 2020 für ReachIna

„Mit dem grünen Frauenpreis für die Förderung der Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen rücken wir die Menschen in den Vordergrund, die sich oft im Stillen, aber mit Tatkraft und viel Herz für Mädchen und junge Frauen engagieren“, erklärten mir Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld, die ich am Freitagabend bei diesjährigen Verleihung des Hatun-Sürücü-Preises im Festsaal des Berliner Abgeordnetenhauses traf. „Gleichzeitig erinnern wir mit dem Preis an Hatun Sürücü, die am 7. Februar 2005 von einem ihrer Brüder ermordet wurde, weil sie ihr Leben selbstbestimmt und frei führen wollte“, fügten die beiden Neuköllner Weiterlesen

Gedenken an die Opfer des Völkermords an den Herero und Nama auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof am Columbiadamm

Heute, zwei Sonntage vor dem ersten Advent, wird in Deutschland zur Erinnerung an die Kriegstoten und die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen der Volkstrauertag begangen. Auf dem ehemaligen Garnisonsfriedhof am Columbiadamm legten deshalb die Neuköllner Grünen und die Initiative Omas gegen Rechts Berlin gestern Nachmittag zwei Blumengestecke nieder, um des Völkermords an über 70.000 Herero und Nama in den Jahren 1904 bis 1908 zu gedenken.

Die Blumengebinde wurden an der Gedenkplatte niedergelegt, die Weiterlesen

Spätis fordern Gleichstellung mit Tankstellen und Bahnhofsläden

Rund 200 Späti-Betreiber und ihre Unterstützer kamen am vergangenen Sonntagmittag auf dem Hermannplatz in Neukölln zu einer Kundgebung unter dem Motto “Ladenöffnungsgesetz modernisieren – Kiezkultur schützen” zusammen. Hintergrund des Protestes: In den vergangenen Monaten überprüften die Ordnungsämter mehrerer Berliner Bezirke in Minimärkten und Spätis wieder verstärkt die Einhaltung des Öffnungsverbotes an Sonn- und Feiertagen. Um das Berliner Ladenöffnungsgesetz durchzusetzen, gehen Polizei und Ordnungsamt in verschiedenen Weiterlesen

„Wir brauchen eine prozessbegleitende Beteiligung bei Fragen der Nachhaltigkeit und der Stadtverträglichkeit des Tourismus in Neukölln“

Potsdam, Karlsruhe, Bad Gastein,… Tourismuskonzepte sind in großen und kleinen, bekannten und weniger bekannten Destinationen längst üblich. Anders in Berlin: In den letzten zehn Jahren hat sich die deutsche Hauptstadt zu einem der Top-Reiseziele im internationalen Städtetourismus entwickelt. Die Übernachtungszahlen verdoppelten sich im genannten Zeitraum auf aktuell fast 30 Millionen im Jahr. Ein Tourismuskonzept beschloss der Berliner Senat dagegen erst im Frühjahr 2018. Das aktuelle “Tourismuskonzept für den Bezirk Neukölln” erschien im April 2019. Es ist sowohl als Langfassung wie auch Weiterlesen

Freiwilligenarbeit unter veränderten politischen Rahmenbedingungen

„Ehrenamt wohin?“, unter diesem Titel hatten am vergangenen Mittwochnachmittag Monika Fritsch-Behrens und Dietrich Schippel (r.) vom Sprecherrat des Netzwerkes Ehrenamt Neukölln zum traditionellen Neujahrsempfang in das Bürgerzentrum Neukölln eingeladen.

Die Unterstützungsarbeit für Ehrenamtliche ist im Umbruch, seitdem der Berliner Senat sich die flächendeckende und systematische Förderung und Finanzierung der Freiwilligenarbeit zum Ziel gesetzt hat. Im Dezember 2017 wurde aufgrund der neuen Weiterlesen

Morus 14 verabschiedet sich mit der 815. Ausgabe von „Der Rollberg tafelt“ aus dem Gemeinschaftshaus

Eine öffentliche Institution und weit mehr als ein gewöhnlicher Mittagstisch ist die Initiative „Der Rollberg tafelt“, die 2002 unter dem Titel „Mieter kochen für Mieter“ im Gemeinschaftshaus in der Morusstraße 14 begründet wurde. Nachbarn, Politiker, Künstler, Unternehmer, Schriftsteller und lokale Akteure standen seit 2002 ein Mal wöchentlich am Mittwoch im Vereinshaus am Herd, um für Bewohner und Besucher des Quartiers zu kochen.

Doch zum Ende des Jahres muss der Morus 14 e. V. aus finanziellen Gründen das Gemeinschaftshaus und damit auch die Gemeinschaftsküche aufgeben. Frank Bourgett, der Leiter des Gemeinschaftshauses, und zwei Weiterlesen