Dr. Fritz Felgentreu wieder als „Neuköllner in Berlin“ im Bundestag

Mit einem stahlgrauen Tourenrad kurvte Dr. Fritz Felgentreu, Neuköllner SPD-Bundestagsabgeord-neter, gebürtig 1968 in Kiel und seit der Wende in Neukölln politisch beheimatet, in den letzten Wochen durch seinen Bundestagswahlkreis Nummer 82. Vergangenen Freitag – zwei Tage vor der Wahl – sah ich ihn mit einem roten Damenrad auf dem Harzer Kiezfest in Neukölln. „Das ist das Fahrrad meiner Frau. Mein Rad hat vorne eine Acht“, erklärte Felgentreu. Der persönliche Einsatz hat sich für den alten und neuen SPD Bundestagsabgeordneten offensichtlich gelohnt. Mit 26,8 Prozent der Erststimmen zog er wieder in Deutschlands politische Schaltzentrale, den Deutschen Bundestag, ein. Ein Ort der früher „Bonn“ und heute kurz „Berlin“ Weiterlesen

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Vier Neuköllner Direktkandidaten auf der Zielgeraden für die Bundestagswahl

„Was braucht Neukölln?“ Um diese Frage detailliert zu beantworten waren am vergangenen Dienstagabend die Neuköllner Direktkandidaten für die Bundestags-wahl 2017 von CDU, SPD, Linken und Grünen in den Pfarrsaal der katholischen St. Clara-Gemein-de gekommen. Der Diskussionsabend wurde gemeinsam vom Evangelischen Kirchenkreis Neukölln, der Katholischen Kirche Nord-Neukölln sowie vom Pastoralen Raum Neukölln-Süd veranstaltet. „Im Vorfeld der Bundestagswahl möchten wir von Ihnen wissen, wie Sie zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit, der Erhaltung der Schöpfung und des interkulturellen Zusammenlebens stehen“, formulierten Viola Kennert, Superintendentin des Evange-lischen Kirchenkreises Neukölln, sowie der katholische Dekan Martin Kalinowski zu Beginn ihre Erwartungen.

Christina Schwarzer (CDU), Dr. Fritz Felgentreu (SPD), Judith Benda (Die Linke) und Dr. Susanna Kahlefeld (Bündnis 90/Die Grünen) gaben Moderator Hans-Joachim Ditz, Ökumenebeauftragter des Erzbistums Berlin, sowie dem Publikum im vollbe-setzten Pfarrsaal anderthalb Stunden lang umfassend Auskunft, warum gerade sie persönlich und ihre Partei am kommenden Sonntag gewählt werden sollten. Moderator Ditz rief nacheinander – zuerst in der Diskussionsrunde und anschließend bei den Publikumsfragen – alle wahlrelevanten Stichworte von Bildungspolitik und Mindestlohn über Mietpreisbremse bis hin zur Verteidigungspolitik auf.

Für die Bundestagswahl, bei der die Wählerinnen und Wähler eine Erststimme sowie eine Zweitstimme haben, stehen im Wahlkreis 82-Neukölln insgesamt 12 Personen als Direktkandidatinnen und -kandi-daten auf dem Stimmzettel. Neben den vier Politikern, deren Parteien bereits im Bundestag vertreten sind, hatten die Veranstalter auch Frank-Christian Hansel (AfD) und Marcus Jensen (FDP) zur Teilnahme an der Diskussion eingeladen. Beide Kandidaten waren ohne Angabe von Gründen allerdings nicht erschienen, wie Moderator Hans-Joachim Ditz mitteilen musste.

=Christian Kölling=

Beeindruckende Bilanz einer spontanen Idee

„Gib etwas zurück an Berlin“, dachte sich Annamaria Olsson, die 2008 aus Schweden für das Studium und um als Journalistin zu arbeiten in die Stadt gekommen war, als sie 2012 mit einem spontanen Eintrag bei Facebook die Gruppe „Give Somthing Back To Berlin“ (GSBTB) initiierte. Die Botschaft ihrer Initiative, die ein Jahr später förmlich gegründet wurde, lautete: Jeder Mensch kann etwas Gutes für seinen Aufnahmeort Berlin tun, unabhängig von Staatsangehörigkeit, sozialer Herkunft oder Aufenthaltsdauer in der Stadt.

Am Donnerstag vergangener Woche richteten Annamaria Olsson (l.) und Lucy Thomas (M.), Geschäftsführerin bei GSBTB, im Sharehaus in der Weiterlesen

„Alles, was wir hier in den letzten Jahren aufgebaut haben, wird jetzt von einem völlig entfesselten Wohnungsmarkt mit Wahnsinnsmieten wieder kaputt gemacht“

Eine Befragung zur Bundestagswahl mit den Neuköllner Direktkandidaten von CDU, SPD, Linken, Grünen und FDP führte am Dienstagabend das Bündnis Bezahlbare Mieten Neukölln durch, ein Zusammenschluss von Nachbarn, Kiezinitiativen, Mieterorganisationen, Quartiersräten und Parteienvertretern, das seit Frühjahr 2013 aktiv ist. „Wir sind die Ersten gewesen, die mit einem Einwohnerantrag erfolg-reich für die Einrichtung von Milieuschutzgebieten in Nord-Neukölln gestritten haben“, sagte Michael Anker (r.) als Sprecher des Mietenbündnisses zur Begrüßung der Kandidatinnen und Kandidaten, die in den erkennbar renovierungs-bedürftigen großen Saal der Manege in die Rütlistraße Weiterlesen

Positionen der Parteien zum Thema „Mieten“ sind ausgesprochen

„Neukölln ist nicht der teuerste Stadtteil, aber der, in dem die Mieten am stärksten gestiegen sind“, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Fritz Felgentreu am vergangenen Montagabend zur Begrüßung seines Parteikollegen Olaf Scholz. Der Erste Bürger-meister der Hansestadt Hamburg war zum Gespräch über bezahlbares Wohnen nach Neukölln ins Prachtwerk gekommen war, um über gute Erfahrungen mit dem verstärkten Wohnungs-neubau in seiner Heimatstadt zu berichten.

„Wohnen in Neukölln – wer soll das noch bezahlen?“, hatte Felgentreu rhetorisch bereits in seiner Einladung gefragt. Angesichts ständig steigender Mieten wachse vor allem in der Weiterlesen

Kommt jetzt in Neukölln der Wahlkampf in Fahrt?

Der richtige Schwung für die Bundestagswahl am 24. September fehlt bislang beim Wahlkampf in Neukölln, der eher unbemerkt mit einem Mehr-Parteien-Gespräch im Mai beim Britzer Bürgerverein begann.

Donnerstagabend stellte nun auf Einladung des Neu-köllner Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu  der Berliner SPD-Landesvorsitzende Raed Saleh sein Buch „Ich Deutsch“ in der Alten Dorfschule in Rudow vor. Anschließend diskutierten die rund 50 Gäste angeregt über Salehs These einer „linken Leit-kultur“.

Bereits Anfang Juli hatte die Neuköllner Bundestagskandidatin Weiterlesen

Ende der Neuköllner Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen C&A-Haus absehbar?

Die Erleichterung war groß, als kurz vor Weihnachten 2015 der Malteser-Hilfsdienst mit einfachen Mitteln eine Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Haus an der Karl-Marx-Straße einrichten konnte: Der mehr-stöckige Bau war eine günstige Alternative zur damals gängigen Unterbringung in Turnhallen und der einstige Konsumtempel in Sichtweite des Rathaus Neukölln erschien grundsätzlich für eine mehrjährige Nutzung geeignet. Jetzt ist das Ende der Notunterkunft im Gespräch, wie Staatssekretär Weiterlesen