Deutsches Chorzentrum feiert Richtfest in Neukölln

„Das Richtfest des Deutschen Chorzentrums ist ein Fest der Hoffnung für die Chormusik, welche momentan eine sehr schwere Zeit erlebt. Die Musikmetropole Berlin freut sich über das uns bereichernde neue Chorzentrum, von dem Impulse für das Chorleben in ganz Deutschland ausgehen werden. In unmittelbarer Nähe zum Heimathafen Neukölln und zur Neuköllner Oper entsteht nun mit dem Chorzentrum ein weiteres, kulturelles Highlight für Berlin, ein großer Gewinn für den Kiez und seine Menschen.“ Weiterlesen

Neuköllner Oper lädt mit ungebremster Spiellust zur neuen Saison ein

„Wie nie zuvor fiebern wir der neuen Spielzeit im August entgegen“, sagte mir Bernhard Glocksin gestern Abend. Ich traf den Künstlerischen Leiter der Neuköllner Oper bei der vorletzten Vorstellung von „Vorglühen“, einer Programm-Vorschau auf die bevorstehende Spielzeit, im Hof der Passage an der Karl-Marx-Straße. Seit Juni machen Künstlerinnen und Künstler immer freitags an den weit geöffneten Fenstern des Neuköllner Opernhauses auf die am 1. August unter Corona-Bedingungen beginnende Musiktheater-Saison 2020/2021 neugierig und geben 20 Minuten Weiterlesen

Spielbetrieb mit Fokus auf Publikum aus Berlin

„Es lässt sich derzeit nicht prognostizieren, zu welchem Zeitpunkt, in welcher Größenordnung und aus welchen Ländern Touristinnen und Touristen nach Berlin reisen werden. Die inzwischen ergriffenen und geplanten Maßnahmen der Lockerung, u. a. in der Hotellerie und Gastronomie, lassen diesen Schluss noch nicht zu.“ Ernüchternd fiel die Antwort aus, die Dr. Torsten Wöhlert, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Abgeordneten Sibylle Meister (FDP) gab, die mit einer Schriftlichen Anfrage (Drucksache 18/23267, f) im Berliner Landesparlament Weiterlesen

Hoffnung, Bangen und Zuversicht in der Neuköllner Oper

Eigentlich hätten Lou Strenger, Teresa Scherhag und Killian Ponert (r.) wohl jeden gerne mit Handschlag empfangen. Doch als die drei Schauspieler und Sänger ihre Premierengäste an der Tür des Studios der Neuköllner Oper persönlich begrüßten, stand die Bekanntgabe der Berliner Kontaktsperre-Gesetzes kurz bevor und Abstandhalten wurde zum Gebot der Stunde. So ging die Uraufführung der „Opera for Sale“ am 12. März als letzte Premiere vor der Corona-Krise in die Berliner Theatergeschichte ein. „Bis Weiterlesen

Neuköllner Oper will bis 2021 die Hälfte aller Führungspositionen mit Frauen besetzen

Zum 200. Geburtstag der Komponistin Clara Wieck-Schumann fand auf Initiative der Neuköllner Oper am 13. September letzten Jahres ein Hearing zur Frage der Gleichberechtigung von Frauen im Musiktheater statt. Yvonne Büdenhölzer (Theatertreffen), Dietmar Schwarz (Intendant Deutsche Oper Berlin), Karen Stone (Generalintendantin Theater Magdeburg), Annemie Vanackere (Intendantin HAU) und Sabine Bangert (Vorsitzende des Kulturausschusses im Berliner Abgeordnetenhaus) forderten damals eine Frauenquote bei öffentlich geförderten Institutionen und Projekten sowie eine Weiterlesen

„Die Siegfried-Sage ist für mich die zeitlose Geschichte von einer neuen Idee, die auf eine eingefahrene Gesellschaft trifft“

Liebe und Eifersucht, Treue und Ehre – Rache, Verrat und Mord: Diese dramatischen und zeitlosen Themen gelten für gewöhnlich als Stoff des Nibelungenliedes. Legendäre Protagonisten des Werkes, das ein anonymer Dichter ungefähr um das Jahr 1200 auf Grundlage alter germanischer Sagen schuf, sind Siegfried – der heldenhafte Königssohn aus Xanten – sowie die Burgunder Prinzessin Kriemhild, ihr Bruder Gunther, Königin Brünhild aus Island und Hagen von Tronje, sinister Ratgeber der Burgunder Weiterlesen

#gemeinsambunt: Heteronormative Mehrheitsgesellschaft und LSBTI*-Community feierten in der Neuköllner Oper

Täglich gibt es Diskriminierungen und Gewalttaten gegen Schwule, Lesben, Transpersonen und andere Menschen, die sich nach heteronormativen Kategorien nicht eindeutig als männlich oder weiblich einordnen lassen wollen. Homo- und transphob motivierte Überfälle in der Sonnenallee beantwortete die LSBTI*-Community im Mai 2018 in Neukölln mit einer großen Demonstration und einem Tuntenspaziergang.

Jetzt setzte auch die Mehrheitsgesellschaft im Bezirk ein deutliches Zeichen: Um für ein buntes und vielfältiges Neukölln zu werben, das gegen Gewalt und Weiterlesen

1926 uraufgeführt und noch 92 Jahre später hochaktuell

Restlos ausverkauft sind alle zehn Vorstellungen der tragischen Oper „Der Diktator“, die bis zum 5. Dezember auf dem Programm der Neuköllner Oper stehen. „Wir sind mit der Planung der Wiederaufnahme befasst. Zunächst kommt, wie verbindlich zugesagt und auch bereits veröffentlicht, die Studioproduktion ‚Ocaña, Königin der Ramblas‘ ab 12. Dezember wieder auf die Bühne“, teilte Pressesprecher Benjamin Stein für die Neuköllner Oper mit.

Die Rolle des Offiziers in der knapp einstündigen Vier-Personen-Oper übernahm kurzfristig für Sotiris Charalampous, der voraussichtlich weiter Weiterlesen

„Die Weise von Liebe und Tod“: Zeitgenössische Fortschreibung eines uralten Stoffes in der Neuköllner Oper

Eine der wichtigsten Inszenierungen war in der frühen Geschichte der Neuköllner Oper die Aufführung von Viktor Ullmanns Oper „Der Kaiser von Atlantis“, die der NO-Gründer Winfried Radeke 1989 und 2000 auf die Bühne brachte. Mit der Produktion „Die Weise von Liebe und Tod“ von Regisseur Fabian Gerhardt, die am Freitagabend auf der Studiobühne uraufgeführt wurde, präsentiert die Off-Oper an der Karl-Marx-Straße nun wieder ein Werk Viktor Ullmanns, der einst als begabter Pianist in den Wiener Schülerkreis von Arnold Schönberg aufgenommen wurde und ab 1923 seine ersten musikalischen Erfolge mit Schönberg-Variationen hatte.

Viktors Eltern, die aus jüdischen Familien stammten, waren schon vor seiner Geburt zum katholischen Glauben konvertiert. Sein Vater war Berufsoffizier in der österreich-ungarischen Armee, wurde im Ersten Weltkrieg zum Oberst befördert und in den Adelsstand erhoben. Erst durch die Rassenpolitik der Nationalsozialisten wurde Viktor Ullmann, ein geborener Katholik, zum Juden gemacht. 1942 deportierten ihn die Nazis ins Ghetto Theresienstadt. Im Oktober 1944 wurde er nach Auschwitz-Birkenau verschleppt und dort wenige Tage später ermordet.

„Ich habe in Theresienstadt ziemlich viel neue Musik geschrieben, zu betonen ist, dass wir keineswegs bloß klagend an Babylons Flüssen saßen und dass unser Kulturwille unserem Lebenswillen adäquat war“, erklärte Ullmann einmal selbst. Trotz größter Probleme engagierte er sich für ein reiches Musikleben im KZ Theresienstadt, wo er unter extremen Bedingungen einen beträchtlichen Teil seiner Werke schuf – u. a. „Der Kaiser von Atlantis“ und „Die Weise von Liebe und Tod“.

Das Melodram, das er im September 1944 komponierte, basiert auf Auszügen der Erzählung „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Rainer Maria Rilke. Der Dichter schrieb 1899 die Geschichte eines jungen Adeligen, der 1664 als Fahnenträger (Cornet) in den Krieg gegen die Türken zieht. Er erfährt das raue Leben der Soldaten, erlebt mit einer geheimnisvollen Gräfin seine erste Liebesnacht und zieht waffenlos, aber mit fliegender Fahne in die Schlacht, in der er unter 16 Säbelhieben schließlich stirbt. Das kurze, düster-romantische Stück erzielte erst im Jahr 1912 seinen großen Durchbruch. Der Cornet wurde Rilkes größter Erfolg, vor allem bei deutschen Soldaten, die mit dem Heftchen im Gepäck in beide Weltkriege zogen.

Für die Aufführung der Neuköllner Oper schufen Regisseur Fabian Gerhardt und Komponist Malte Giesen eine Neufassung und Interpretation des Urspungswerkes. Anders als bei Ullmann umfasst die Produktion erstmals Rilkes vollständigen Text. Für die neuen, 1944 nicht vertonten Passagen, schrieb Giesen, der sich insbesondere mit seinen elektro-akustischen Arbeiten einen Namen gemacht hat, die Musik. Begleitet vom Solopianisten Markus Syperek, der Klavier und Keyboard spielte, vokalisierte und deklamierte die Sopranistin Hrund Ósk Árnadóttir den Text im Wechsel mit dem Schauspieler Dennis Herrmann. Mit einfachen Mitteln und viel Kreativität gestaltete Rebekka Dornhege Reyes die Kostüme und das Bühnenbild. Videos von Cavo Kernich rundete die einstündige Aufführung im Studio der Neuköllner Oper ab.

„Ich kenne kein anderes Werk, das die Abgründe und Absurditäten des deutschen 20. Jahrhunderts so bündelt“, urteilt Fabian Gerhardt über Ullmanns letztes Musikstück im Programmheft. In Zeiten wachsender Verbreitung und drohender Akzeptanz rechtspopulistischer Parolen rüttelt die komponierte Interpretation von Giesen und Gerhardt auf – macht aber auch traurig und nachdenklich.

Weitere Aufführungen von „Die Weise von Liebe und Tod“ vom 21. bis 23. und 27. bis 30. September sowie 11. bis 14. und 19. Oktober um 20 Uhr im Studio der Neuköllner Oper (Karl-Marx-Str. 131/133); Karten ab 17 Euro.

=Christian Kölling=

Das war der Gipfel: Ereignisse aus Hamburg als Musical in Neukölln

Eigentlich wollte sich die Hansestadt Hamburg, um international an Popularität zu gewinnen, für die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben – das verbaten aber per Referendum die Bürger. Keine Chance hatten sie jedoch, den G20-Gipfel mitten in ihrer Stadt zu verhindern, der Hamburg im Juli vergangenen Jahres zweifellos auch bekannt machte: als Hochburg von Zerstörungen und Straßenschlachten.

Peter Lund (l.) hat den Stoff nun aufgegriffen, um in Kooperation mit Dozenten und Studierenden der UdK Berlin daraus für die Neuköllner Oper ein Musical mit dem programmatischen Namen „Welcome to Hell“ Weiterlesen

Spanplatten am Musikhaus Bading als Pinnwand der Bestürzung und Anteilnahme

„Was für eine sinnlose Tat – liebes Musikhaus Bading-Team: Wir drücken Euch für einen guten Neuanfang die Daumen!“, so macht die Neuköllner Oper auf ihrer Facebook-Seite ihre Anteilnahme öffentlich, nachdem in der Silvesternacht Randalierer erst eine Scheibe des Musikgeschäftes gesprengt und dann Feuerwerkskörper in den Verkaufsraum geworfen hatten, bis er völlig ausbrannte. „Bading repräsentierte wie kein anderes Geschäft die große Musikgeschichte Neuköllns“, erinnert – ebenfalls bei Facebook – die langjährige Neuköllner Kulturamtsleiterin Dr. Dorothea Kolland Weiterlesen

„Bei uns brauchen Sie keinen Opern-Führerschein!“: Kooperation von Neuköllner Oper und Stadtbibliothek gegen Berührungsängste

Als ein Unikum der pulsierenden Berliner Kulturszene hat sich die Neuköllner Oper mit ihrem Spielort im Zentrum des einstigen Arbeiterbezirkes in den letzten 40 Jahre tatsächlich weltweit einen Namen gemacht – zumindest in musikinteressierten Kreisen. Am vergangenen Donnerstagabend ließ Andreas Altenhof (r.), Mitglied des dreiköpfigen Direkto-riums der Neuköllner Oper, im Mehrzweckraum der Helene-Nathan-Bibliothek die wichtigsten Stationen dieser Erfolgsgeschichte Revue passieren. „Bei uns brauchen Sie keinen Opern-Führerschein“, brachte Altenhof den Anspruch der Neuköllner Oper auf eine anschauliche Formel. Bernhard Glocksin, künstlerischer Leiter Weiterlesen

Musikbibliothek Neukölln schärft ihr Profil: Neuköllner Oper gibt Einblicke in ihre Arbeit

Von Bach bis Eminem, von Gregorianik bis Computermusik: Die Musikbücherei der Neuköllner Stadtbibliothek bietet mit einem Bestand von ca. 43.000 Medieneinheiten einen umfassenden Querschnitt der Musikge-schichte mit allen ihren Gattungen und Richtungen. Damit beherbergt die Neuköllner Stadtbibliothek – was viele immer noch nicht wissen – neben der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor, der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf sowie der Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn eine der großen öffentlichen Musikbibliotheken in Berlin.

Martha Ganter (r.) , die seit Herbst letzten Jahres die Musikbibliothek Weiterlesen

„Kazım, wie schaffen wir das?“: Biographie eines unermüdlichen Kulturmittlers aus Neukölln erschienen

Als Mensch, der beharrlich gegen Fremdheit, Sprachlosigkeit und Gewalt arbeitet und für ein friedliches Miteinander eintritt, ist der Neuköllner Kazım Erdoğan weit über die Grenzen Berlins bekannt geworden. 2012 erhielt er für seine Verdienste um das Zusammenleben in Deutschland das Bundesverdienstkreuz.

Im Ballhaus Naunynstraße wurde Mitte September die Biographie vorgestellt, die die Autorin und Reporterin Sonja Hartwig über Kazım Erdoğan geschrieben hat. Das Ergebnis ihrer Arbeit namens „Kazım, wie schaffen wir das?“ ist weit mehr als ein einfaches Portrait des Psychologen, Sozialarbeiters, Gründer der ersten Selbsthilfegruppe für türkische Männer und Vorsitzender Weiterlesen

„Alles korrekt“ zum Lieblingssong gewählt

Ein Lied über „Nix“, der erste selbstverfasste Rap, eine kleine Hymne an die eigene Grundschule, das sind einige Ergebnisse des generationenüber-greifenden Musik-Projektes „Dein Song“, bei dem vor den Sommerferien eine 4. Klasse der Rixdorfer Grundschule in der Neuköllner Stadtbibliothek mit-machte. Donnerstagmittag kamen alle Beteiligten – die Jugendmusik-Dozenten von app2music, Schüle-rinnen und Schüler sowie Senioren – auf Einladung von Martha Ganther, Leiterin der Musikabteilung in der Helene-Nathan-Bibliothek, noch einmal zusammen, um die besten Titel auszuwählen.

„Ich fände es schade, wenn die Ergebnisse unseres Workshops einfach verpuffen“, sagte Ganther: „Wir wollen deshalb gemeinsam einen Lieblingssong  Weiterlesen

Geschichtsträchtiger Schuss und sein Nachhall auf der Bühne der Neuköllner Oper

8. Mai, 17. Juni, 13. August oder 9. November – viele Daten im Kalender markieren Wendepunkte der deutschen Geschichte. Dass auch der 2. Juni 1967, der Tag an dem Schah Reza Pahlavi und seine Frau Farah das ehemalige West-Berlin besuchten und der Student Benno Ohnesorg abends beim Anti-Schah-Protest nahe der Deutschen Oper erschossen wurde, ein Datum ist, das die Bun-desrepublik Deutschland grundlegend veränderte, will die Neuköllner Oper mit ihrer neuen Inszenierung „Der Schuss 2. Juni 1967″ anschaulich machen.

Der in Teheran geborene Komponist Arash Safain, der in Bayreuth aufwuchs, wo er früh mit den Opern Richard Wagners in Weiterlesen

Mehr als doppelt so lange und für Berlin fünfmal so teuer

Vor rund einem Jahr beendete der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeord-netenhauses zur Sanierung der Staatsoper seine Arbeit und legte einen Abschluss-bericht vor. Er stellte ausgiebig dar, warum der ursprünglich für 2013 geplante Eröffnungstermin der seit 2010 geschlossenen Oper am Boulevard Unter den Linden mehrmals verschoben wurde und wieso sich inzwischen die Sanierungskosten des Gebäudes auf geschätzt 400 Millionen Euro erhöht und somit fast verdoppelten. Ein grundsätz-licher Unmut der freien Szene über die Mittel-verteilung sowie ein tiefsitzendes Misstrauen der Steuerzahler gegenüber dem Bausumpf in Berlin bleiben bestehen. Folglich ist die Freude über Weiterlesen

Nur für Erwachsene: „Die Fledermaus“ als zeitgemäße Interpretation der Strauss-Vorlage in der Neuköllner Oper

Klassisches Musiktheater mit sozialkritischen Inhalten für ein breites Publikum, das ist seit eh und je der künstlerische und gesellschaftspolitische Anspruch der die-fledermaus_neukoellner-operNeuköllner Oper. Nur selten greift die niedrigschwellige Musikbühne dabei auf das Repertoire zurück, wie beispielsweise im Januar 2015 mit dem Stück „Die Akte Car-men“, das knapp ein Vierteljahr vor Beginn der Flüchtlingskrise aufgeführt wurde. Jetzt gibt es wieder Repertoire an Berlins vierter Oper: „Die Fledermaus“, eines der berühmtesten Werke von Johann Strauss, hatte gestern Abend in der Fassung von Julia Lwowski, Yassu Weiterlesen

Was ist Rausch, was Realität? Erfolgsalbum „Stadtaffe“ als Musical in der Neuköllner Oper

Unter Drogen kann manches völlig anders erlebt werden. Die Zeit verläuft nicht mehr nur linear, sondern kann sich dehnen oder rasen. Der Raum kann affe_neukoellner-oper_foto-matthias-heydeverändert wahrgenommen werden. Und nicht zuletzt: Man erlebt sich anders, kommt in Kontakt mit Schönem oder/und Furchtbarem.

Vor acht Jahren veröffentlichte der Berliner Musiker Peter Fox, der zu den Gründern der Band Seeed gehört, sein Solo-Album „Stadtaffe“. Dieses katapultierte sich mit seiner eindringlichen Musik und den intelligenten Texten aus dem Stand in die Charts und hat sich bislang 1,3 Millionen mal verkauft. Am vergangenen Mittwoch hatte nun eine Adaption des Werks mit dem verkürzten Titel „Affe“ Weiterlesen

Individuen zwischen perfektionierter Selbstoptimierung und spontanem Aufbegehren in der Neuköllner Oper

Zu einem poetisch-spekulativen Abend zwischen Beethoven, Punk, Elektronik und experimenteller Musik in deutscher, spanischer sowie englischer Sprache mit Mercat de les Flors - Sala Ovidi Montllor05-07-2016deutschen Übersetzungen bittet die Neuköllner Oper in ihrer neuesten Jahresproduktion: Am Donnerstag hatte das „Büro für Postidentisches Leben“, eine Spekulation über die Freiheit, in Neukölln Premiere, nachdem die Inszenierung bereits beim GREC Festival Barcelona uraufge-führt worden war.

„Die westliche Idee der Freiheit ist mit der Vorstellung von einem autonomen und in sich widerspruchsfreien Subjekt verbunden. Doch der Glaube an Weiterlesen