„Bei uns brauchen Sie keinen Opern-Führerschein!“: Kooperation von Neuköllner Oper und Stadtbibliothek gegen Berührungsängste

Als ein Unikum der pulsierenden Berliner Kulturszene hat sich die Neuköllner Oper mit ihrem Spielort im Zentrum des einstigen Arbeiterbezirkes in den letzten 40 Jahre tatsächlich weltweit einen Namen gemacht – zumindest in musikinteressierten Kreisen. Am vergangenen Donnerstagabend ließ Andreas Altenhof (r.), Mitglied des dreiköpfigen Direkto-riums der Neuköllner Oper, im Mehrzweckraum der Helene-Nathan-Bibliothek die wichtigsten Stationen dieser Erfolgsgeschichte Revue passieren. „Bei uns brauchen Sie keinen Opern-Führerschein“, brachte Altenhof den Anspruch der Neuköllner Oper auf eine anschauliche Formel. Bernhard Glocksin, künstlerischer Leiter Weiterlesen

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Musikbibliothek Neukölln schärft ihr Profil: Neuköllner Oper gibt Einblicke in ihre Arbeit

Von Bach bis Eminem, von Gregorianik bis Computermusik: Die Musikbücherei der Neuköllner Stadtbibliothek bietet mit einem Bestand von ca. 43.000 Medieneinheiten einen umfassenden Querschnitt der Musikge-schichte mit allen ihren Gattungen und Richtungen. Damit beherbergt die Neuköllner Stadtbibliothek – was viele immer noch nicht wissen – neben der Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor, der Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Steglitz-Zehlendorf sowie der Mark-Twain-Bibliothek in Marzahn eine der großen öffentlichen Musikbibliotheken in Berlin.

Martha Ganter (r.) , die seit Herbst letzten Jahres die Musikbibliothek Weiterlesen

„Kazım, wie schaffen wir das?“: Biographie eines unermüdlichen Kulturmittlers aus Neukölln erschienen

Als Mensch, der beharrlich gegen Fremdheit, Sprachlosigkeit und Gewalt arbeitet und für ein friedliches Miteinander eintritt, ist der Neuköllner Kazım Erdoğan weit über die Grenzen Berlins bekannt geworden. 2012 erhielt er für seine Verdienste um das Zusammenleben in Deutschland das Bundesverdienstkreuz.

Im Ballhaus Naunynstraße wurde Mitte September die Biographie vorgestellt, die die Autorin und Reporterin Sonja Hartwig über Kazım Erdoğan geschrieben hat. Das Ergebnis ihrer Arbeit namens „Kazım, wie schaffen wir das?“ ist weit mehr als ein einfaches Portrait des Psychologen, Sozialarbeiters, Gründer der ersten Selbsthilfegruppe für türkische Männer und Vorsitzender Weiterlesen

„Alles korrekt“ zum Lieblingssong gewählt

Ein Lied über „Nix“, der erste selbstverfasste Rap, eine kleine Hymne an die eigene Grundschule, das sind einige Ergebnisse des generationenüber-greifenden Musik-Projektes „Dein Song“, bei dem vor den Sommerferien eine 4. Klasse der Rixdorfer Grundschule in der Neuköllner Stadtbibliothek mit-machte. Donnerstagmittag kamen alle Beteiligten – die Jugendmusik-Dozenten von app2music, Schüle-rinnen und Schüler sowie Senioren – auf Einladung von Martha Ganther, Leiterin der Musikabteilung in der Helene-Nathan-Bibliothek, noch einmal zusammen, um die besten Titel auszuwählen.

„Ich fände es schade, wenn die Ergebnisse unseres Workshops einfach verpuffen“, sagte Ganther: „Wir wollen deshalb gemeinsam einen Lieblingssong  Weiterlesen

Geschichtsträchtiger Schuss und sein Nachhall auf der Bühne der Neuköllner Oper

8. Mai, 17. Juni, 13. August oder 9. November – viele Daten im Kalender markieren Wendepunkte der deutschen Geschichte. Dass auch der 2. Juni 1967, der Tag an dem Schah Reza Pahlavi und seine Frau Farah das ehemalige West-Berlin besuchten und der Student Benno Ohnesorg abends beim Anti-Schah-Protest nahe der Deutschen Oper erschossen wurde, ein Datum ist, das die Bun-desrepublik Deutschland grundlegend veränderte, will die Neuköllner Oper mit ihrer neuen Inszenierung „Der Schuss 2. Juni 1967″ anschaulich machen.

Der in Teheran geborene Komponist Arash Safain, der in Bayreuth aufwuchs, wo er früh mit den Opern Richard Wagners in Weiterlesen

Mehr als doppelt so lange und für Berlin fünfmal so teuer

Vor rund einem Jahr beendete der Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeord-netenhauses zur Sanierung der Staatsoper seine Arbeit und legte einen Abschluss-bericht vor. Er stellte ausgiebig dar, warum der ursprünglich für 2013 geplante Eröffnungstermin der seit 2010 geschlossenen Oper am Boulevard Unter den Linden mehrmals verschoben wurde und wieso sich inzwischen die Sanierungskosten des Gebäudes auf geschätzt 400 Millionen Euro erhöht und somit fast verdoppelten. Ein grundsätz-licher Unmut der freien Szene über die Mittel-verteilung sowie ein tiefsitzendes Misstrauen der Steuerzahler gegenüber dem Bausumpf in Berlin bleiben bestehen. Folglich ist die Freude über Weiterlesen

Nur für Erwachsene: „Die Fledermaus“ als zeitgemäße Interpretation der Strauss-Vorlage in der Neuköllner Oper

Klassisches Musiktheater mit sozialkritischen Inhalten für ein breites Publikum, das ist seit eh und je der künstlerische und gesellschaftspolitische Anspruch der die-fledermaus_neukoellner-operNeuköllner Oper. Nur selten greift die niedrigschwellige Musikbühne dabei auf das Repertoire zurück, wie beispielsweise im Januar 2015 mit dem Stück „Die Akte Car-men“, das knapp ein Vierteljahr vor Beginn der Flüchtlingskrise aufgeführt wurde. Jetzt gibt es wieder Repertoire an Berlins vierter Oper: „Die Fledermaus“, eines der berühmtesten Werke von Johann Strauss, hatte gestern Abend in der Fassung von Julia Lwowski, Yassu Weiterlesen