Digitaler Energieatlas informiert über den Stand der Energiewende auf lokaler Ebene

Klimaneutral bis 2050, dieses ehrgeizige Ziel hat sich das Land Berlin gesetzt, wofür in Neukölln bereits anschauliche Projekte – wie z. B. in der Heinrich-Mann-Oberschule in Buckow oder auf dem Tempelhofer Feld – verwirklicht wurden. Mit dem digitalen Energieatlas, der am Donnerstag freigeschal-tet wurde, informiert jetzt die Senatsverwaltung für Wirt-schaft, Energie und Betriebe bis auf den Postleitzah-lenbereich genau, was noch tun ist, damit der CO2-Ausstoß in der Stadt bis zur Mitte des Jahrhunderts um 80 bis 95 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 konkret sinkt. “Mit dem Energieatlas Berlin Weiterlesen

Warten auf die Abfuhr

Zum Silvester- und illegal entsorgten Sperrmüll gesellen sich seit einigen Tagen in den Straßen Neuköllns wieder die ausgedienten Weihnachtsbäume. Dort werden sie auch noch bis übermorgen liegen bleiben – und in den südlichen Stadtteilen sogar noch bis Samstag. Denn in Nord-Neukölln und Britz ist der erste Termin für die BSR-Weihnachtsbaumabfuhr erst am 11. Januar bzw. in Buckow, Gropiusstadt und Rudow am 13. Januar. Für Nachzügler gibt es jeweils eine Woche später einen zweiten Termin.

Rund 350.000 nadelnde Relikte des Weihnachtsfests sammelt die BSR alljährlich im Berliner Stadtgebiet, um sie zu schreddern und als Ersatz für fossile Weiterlesen

Neue Klimaschutzvereinbarung zwischen Berlin und der BSR

130 Millionen Euro wird die Berliner Stadtreinigung (BSR) in den nächsten Jahren für den Klimaschutz investieren. Dr. Tanja Wielgoß (r., neben Stefan Tidow), Vorstandsvorsitzende des Unter-nehmens, erklärte gestern beim Abschluss der 3. Klimaschutzvereinbarung zwischen der BSR und dem Land Berlin: „Wir ruhen uns nicht auf den Erfolgen der letzten Jahre aus, sondern legen nochmal eine Schippe drauf. Das ist nicht einfach, nachdem schon zwei Klimaschutz-perioden hinter uns liegen. Wir müssen uns mittlerweile sehr strecken, um auch an die höher hängenden Früchte zu kommen.“ Die BSR will bis 2025 Weiterlesen

Besuch von der Umweltsenatorin: Regine Günther zum Kiezspaziergang in Rixdorf

„In Rixdorf gibt viele eigentlich wunderschöne Plätze und eine lebendige Nach-barschaft, die diese gerne nutzt“, davon sind Anwohnerinnen und Anwohner des Kiezes zwischen S-Bahnhof Sonnenallee und Karl-Marx-Platz fest überzeugt. Sie gründeten deshalb im Sommer 2016 die Anwohner*inneninitiative „Mehr Kiez für Rixdorf“. Rixdorf sei der richitige Ort, um jetzt vorbildliche Modelle für ‚klimafreundliche Kieze‘ in Berlin zu schaffen, ist Saskia Ellenbeck, die die Gründung der Gruppe initiierte, sich sicher. Freitagnachmittag besuchte Umweltsenatorin Regine Günther (M.) die Initiative im Richardkiez für einen Spaziergang vom S-Bahnhof Sonnenallee zum Karl-Marx-Platz, bei dem sie von Weiterlesen

Von drinnen nach draußen

Vielen in Neukölln kann es offenbar wieder mal gar nicht schnell genug gehen, der Normalität Platz zu machen und Relikte des Weihnachtsfests aus den Wohnungen weihnachtsbaum-an-sperrmuell_neukoellnzu verbannen. Gepaart mit der saisonunabhän-gigen Manie, Bürgersteige mit ausgedientem Mobiliar wohnlich zu gestalten, ist den Tan-nen folglich noch ein dekoratives Nachspiel vergönnt. In Nord-Neukölln und Britz wird das bis zur nächsten Woche dauern, weil hier erst am 12. und 19. Januar die Weih-nachtsbäume von der BSR eingesammelt werden. Buckow, die Gropiusstadt und Rudow sind schon früher dran: nämlich am 7. und 14. Januar.

Schluss mit Müll und lustig

Die von Bezirksbürgermeisterin Giffey initiierte „Schön wie wir“-Aktion geht ihnen nicht weit genug: Deshalb haben die Neuköllner CDU-Bundestagsabgeordnete Christina 2016-10-14_christina-schwarzer-und-falko-liecke-cdu-bei-der-bsrSchwarzer und Bezirksstadtrat Falko Liecke mit der Initiative „Schluss mit Müll“ nachgelegt. Immer mehr Sperrmüll sammele sich auf Neuköllns Straßen, so ihr Eindruck. Um Möglichkeiten zur Krisenbewältigung zu erörtern, trafen sie sich kürzlich mit Dr. Tanja Wielgoß, der BSR-Chefin. „Auch nach diesem Gespräch sind wir sicher, dass unsere Forderungen, die Müllsünder aufzu-spüren und dann endlich mal zu bestrafen, richtig sind“, sagt Christina Schwarzer. Schließlich koste jeder BSR-Einsatz den Steuerzahler eine Menge Weiterlesen

Nur (schl)echt mit dem gelben Punkt

272 Schrottfahrräder wurden in Neukölln im vergangenen Jahr entsorgt, wie der Antwort auf eine Schriftliche Anfrage des CDU-Abgeordneten Oliver Friederici zu fahrrad-vandalismus_schillerpromenade neuköllnentnehmen ist. In den Jahren 2014 und 2013 war die Zahl der Räder, die vom öffentlichen Neuköll-ner Straßenland abgeräumt werden mussten, mit 282 und 212 ausrangierten Drahteseln ähnlich.

Insgesamt haben die Berliner Ordnungsämter in den Jahren 2013 bis 2015 sage und schreibe 5.288 Schrottfahrräder abgefahren. In dieser Zahl sind ausgemusterte Zweiräder aus dem Bezirk Treptow-Köpenick noch nicht einmal enthalten, da im Neuköllner Nachbarbezirk diese Aufgabe Weiterlesen

Mit vereinten Kräften

zuerich-gs_proneubritz-fruehjahrsputz_carl-weder-park_neukoellnLange bevor das Neuköllner Bezirksamt mit seiner Schön wie wir-Kampagne dazu appellierte, vor der eigenen Tür zu kehren, hatte der proNeubritz e. V. den Kampf um mehr Sauberkeit im Kiez bereits aufgenommen. Nur punktuell und temporär zwar, aber immer mit einem Erfolg, der sich in Säcken messen ließ.

Es müsse 2009 gewesen sein, als der Ortsteil-verein erstmals an einem Samstag die Anwohner zum Frühjahrsputz im Carl-Weder-Park aufrief, schätzt Bertil Wewer: „Erst seit letztem Jahr machen wir Weiterlesen

Mit kleinen Anfängen zu großen Zielen

simon_lets clean up europe_neukoellner stoff-markt maybachuferDie Konstellation war günstig, alles passte zusammen, und deshalb hatte gestern beim Neuköllner Stoff-Markt am Maybachufer ein neuartiger Neuköllner Stoff Premieregottschau_pech_lets clean up europe_neukoellner stoff-markt maybachufer.

Nahe am Kottbusser Damm hatte Cordula Simon (r.), bezirkliche Europabeauftrag-te, einen Stand aufgebaut, um über die neue „Schön wie wir“-Kampagne zu informie-ren und Mitmacher für ihre Aktion „Let’s Clean Up Europe“ zu gewinnen. Am anderen Ende des Marktes, in Höhe der Schinkestraße, standen Clemens Pech und Ulrike Gott-schau neben einer Kaffeebude, um ihre innovativen Kaffeebecher Weiterlesen

Spitzenplätze für Straßen im Schillerkiez und die Weserstraße

Der Norden von Neukölln ist blutrot, in der Mitte und im Süden sind die Tupfen spärlicher. Es könnte auch eine Bezirkskarte sein, in der die SPD schon mal markiert hat, wo sie bei der Wahl im September die Mehrheit zu holen gedenkt, ist aber die 160412 AktionAntimüll_Müllkarte_Bezirksamt NeuköllnGrundlage für die neue Aktion Antimüll des Neuköll-ner Bezirksamts: Aus den seit November gemeldeten Müllablagerungen in Neuköllns Straßen wurden nun die Meldehäufigkeit und Abfallmengen ausgewertet und ein Ranking der 15 Dreck-Hotspots erstellt. An deren Spitze: weite Teile des Schillerkiezes, das nörd-liche Drittel der Weserstraße, die Stuttgarter Straße und der Mittelbuschweg.
Der Vermüllung und dem Zustand, dass sich „einige Menschen auf Kosten der Allge-meinheit ihres Mülls entledigen“ müsse etwas entgegengesetzt werden, erklärte die übermorgen seit einem Jahr amtierende Bezirksbürgermeisterin Weiterlesen

Kein Ersatz, sondern eine Ergänzung: Mit Bürger-Engagement gegen Neuköllns Vermüllung

besen_sauberkeitskampagne schoen wie wir_neukoellnRund 800 Tonnen illegal abgelagerten Sperrmüll hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) allein 2015 im Auftrag des Ordnungsamts von Neuköllns Straßen geholt. Beim Anliegen-Management des Ordnungs-amtes im Bezirk gehen täglich bis zu 200 Meldungen online ein.

„Es ist nicht in Ordnung, Müll einfach auf die Straße oder in den Park zu kippen“, bringt Bezirksbürger-meisterin Dr. Franziska Giffey das Problem auf den Punkt und fordert: „Um etwas zu verändern, braucht es mehr als das klassische Bußgeldverfahren und die fleißige Arbeit der BSR-Beschäftigten. Menschen müssen ihr Verhalten ändern. Sie müssen sich verantwortlich fühlen und einen Stolz auf ihren Bezirk entwickeln.“ Gestern Mittag griff deshalb die Bezirksbürgermeisterin (l.) im Hof des Rathauses Weiterlesen

Ä Tännschen plies!

Die Ersten wurden schon vor Tagen wieder entschmückt, aus geheizten Stuben bsr-weihnachtsbaum-abholung neukoellnverbannt und über Balkongeländer in die Tiefe geworfen. Bis die Tannenbäume von der BSR eingesammelt, um als Ener-gielieferanten weiterverwertet zu werden, dauert es in Nord-Neukölln aber noch eine Weile: Dieser Teil des Bezirks ist erst am 13. Januar dran (2. Abholtermin am 20.1.). In Britz, Buckow, Rudow und Gropiusstadt werden die ausgedienten Weihnachtsrelikte bereits am 9. bzw. 16. Januar abgeholt.

Frohes Neues!

Zeit zum Feiern blieb bei der Berliner Feuerwehr auch beim Jahreswechsel 2015/16 wieder nicht: Mit 1.492 Leuten und 380 Fahrzeugen bewältigte sie in der Silvester-nacht 1.547 Einsätze. silvestermuell neukoelln„Sehr häufig kam es zu Brän-den auf Balkonen, wahrscheinlich durch verirrte Sil-vesterraketen“, weist die Bilanz aus. So auch in der Neuköllner Weichselstraße. In der Gropiusstadt, wo es einen brennenden Müllcontainer zu löschen galt, wurden die Feuerwehrleute – wie auch an anderen Einsatzstellen – während ihrer Arbeit „mit Pyro-technik beschossen“. Insgesamt resümierten Feu-erwehr und Polizei aber, dass es ein vergleichsweise ruhiger Jahreswechsel in Berlin gewesen sei.

Schon in der Nacht begannen 600 Beschäftigte der BSR damit, den Silvestermüll von „zentralen Plätzen der Stadt“ zu kehren. Im übrigen Stadtgebiet – und so auch in Neukölln – startet die alljährliche Prozedur morgen, wobei erst die Haupt- und dann die Neben-straßen dran sind. Dass sich in 2016 dicker Schnee auf den Partydreck legt und dieser erst bei Tauwetter wieder zum Vorschein kommt, ist nicht zu erwarten.

Sympathische Minderheit

Besonders in der warmen Jahreszeit ist es in Neukölln schwer angesagt, ein Weg-bier mit sich herumzutragen. Die mobile Gerstensaft-Pulle avancierte so zum ge-meinsamen Nenner von Alteingesessenen und Hipstern, die sich anfangs noch mit Club Mate-Flaschen von ersteren abgrenzten. Uncool scheint es dagegen in Wegbier-Träger-Kreisen zu sein, die leere Flasche in ein paar Cent zu verwandeln. Lieber wird

wegbuch_neukölln

sie auf Straßen und Bürgersteige geschmissen, damit auch andere etwas davon haben: lädierte Füße, Pfoten und Reifen oder – im Falle der BSR – Arbeit. Altruisti-sche Wegbuch-Träger, die allerdings noch eine Minorität sind, genießen folglich grö-ßere Sympathien: Ihre Vermächtnisse schmerzen weder finanziell noch körperlich.

Neukölln vermüllt

Wer schon immer wissen wollte, wie es unter dem sprichwörtlichen Sofa von Hem- pels aussieht, muss nicht auf die Knie gehen, sondern nur durch Neuköllns Straßen: An vielen Ecken errichten BSR-Mitarbeiter derzeit  Mülldeponien aus dem, was  ihnen

neukölln vermüllt_irenäus ilnicki

auf Bürgersteigen und Straßen vor die Besen gekommen ist. Da es bis zum Ab- transport oft einige oder viele Stunden dauert, erfüllen die Müllberge aber noch eine weitere Funktion: als Spielplätze für Windböen und Hunde.

Sehnsüchtiges Warten auf eine Abfuhr

Komplett abgeschmückt ist er und auch – wie von der Berliner Stadtreinigung ge- wünscht – nicht in einen Müllsack gestopft worden. Die Voraussetzungen, von der BSR zusammen mit anderen Exemplaren seiner Art geschreddert und als Energie-lieferant  weiterverwertet  zu  werden, sind also perfekt. Das Einzige, was  man die-

bsr-weihnachtsbaum-abholung_neukölln

sem Neuköllner Weihnachtsbaum vorwerfen kann, ist Ungeduld: Denn die BSR lässt die abgetakelten Tannen  in Britz, Buckow, Gropiusstadt und Nord-Neukölln erst am 10. und 17. Januar in den Genuss einer Abfuhr kommen; im Ortsteil Rudow muss bis zum 14. bzw. 21. Januar darauf gewartet werden.

Neukölln für die Tonne

Morgen beginnt die Europäische Woche der Abfallvermeidung, und zu den über 145 angemeldeten Akteuren gehören auch fünf in Neukölln. Mit Aktionstagen beteiligen sich der Soziale Computerladen in der Briesestraße, der PC-Recycling anbietet, Im- pact Hub im Mittelweg mit einem Reparaturcafé für Smartphones und elektrische Haushaltsgeräte und die Ahoj! Souvenirmanufaktur, die unter dem Motto Bonus Beu-

wie neu kölln_bsr-mülleimer neukölln

tel Berlin  zum Selbermachen von Einkaufsbeuteln einlädt. Außerdem sind die Neu- kölln Arcaden sowie die Gropius Passagen mit der Aktion Abfallarmes Weihnachten dabei. Für alle, die sich spielerisch auf die Themen Müllvermeidung, Weiterlesen

Ausgedient

Einige hatten es offenbar sehr eilig, den Steh-im-Weg wieder los zu werden. Schon gestern, am Tag 1 nach den Weihnachtsfeiertagen, konnte man in Neukölln vereinzelt

weihnachtsbaum-entsorgung_neukölln

ausgediente Tannen an den Straßenrändern sehen. Bis sie von der Berliner Stadt- reinigung abgeholt werden, wird noch einige Zeit vergehen: Nach Neukölln kommt die BSR erst am 11. und 18. Januar, um Weihnachtsbäume einzusammeln.

Vom Winde verweht

Etwa 439.000 Straßenbäume stehen in Berlin, knapp 21.000 davon in Neukölln. Mo- mentan halten sie die Berliner Stadtreinigung gewaltig auf Trab, die in der Hauptstadt für die Laubbeseitigung und somit rutschfreie Straßen und Gehwege zuständig ist. An

laubhaufen neukölln

die 95.000 Kubikmeter Blätter fegen die BSR-Teams in jedem Herbst zusammen, um sie in Brandenburger Großkompostieranlagen zu chauffieren. Bestenfalls gelingt das in wenigen Arbeitsschritten, schlechtestenfalls schalten sich Windböen ein, die die Laubberge noch vor dem Abtransport wieder durcheinander wirbeln.

Durchfallende Posten

bsr-mülleimer_neuköllnÜberquellende Mülleimer sind ein Ärgernis, überall in der Stadt und nicht nur in Neu- kölln. Hier wird das Szenario jedoch immer seltener.

Daran, dass sich der gemeine Neuköllner einen Dreck um Mülleimer schert, sondern sei- nen Müll lieber da fallen lässt, wo er ihn loswerden will, liegt das auch. Aber nicht nur. Der entscheidende Grund ist viel- mehr, dass das Fassungs-vermögen etlicher Neuköllner Mülleimer durch einen klei- nen Trick erheblich vergrö- ßert wurde. Durch ihn kann oben hemmungslos nachge- stopft werden; die optische Entsorgung übernimmt dann der nächste Schneeschauer. Im Sommer klappt der Trick also nicht.