Bildungsstadträtin Korte will deutsch-ukrainische Schule in der Leinestraße eröffnen

„Ich habe gegenüber der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie mehrfach das Interesse des Bezirksamts betont, das Gebäude der Carl-Legien-Schule in der Leinestraße in die Trägerschaft des Bezirks zu übernehmen und künftig als allgemeinbildende Schule zu nutzen. Zuletzt habe ich Ende Mai in einem Schreiben an Staatssekretär Slotty vorgeschlagen, dort eine deutsch-ukrainische Schule zu eröffnen.“ Das teilte die für Bildung, Kultur und Sport zuständige Neuköllner Bezirksstadträtin Karin Korte vor einer Woche auf eine Mündliche Anfrage (Drucksache 0373/XX) der Bezirksverordneten Marina Reichenbach mit. Weiterlesen

Stadtentwicklung in Neukölln unter dem Eindruck der Klimakrise

„Was müssen wir heute tun, damit Neukölln auch in 20, 30 Jahren noch lebenswert ist?“ Am vergangenen Sonnabend begrüßte Stadtentwicklungsstadtrat Jochen Biedermann mit diesem Satz, den ich von ihm – so oder so ähnlich – in den zurückliegenden Monaten schon bei der Eröffnung mehrerer Veranstaltungen gehört habe, die Anwohnerinnen und Anwohner eines Kiezfestes in der Elbestraße. Der Senat und das Bezirksamt haben die Elbestraße im Sanierungsgebiet Sonnenallee zu einem Modellgebiet für die Förderung des Fuß- und Radverkehrs erklärt. „Die Weiterlesen

Allein in Neukölln zwischen Januar und April bereits 181 Angriffe gegen Polizeivollzugskräfte

„Wie hat sich die Zahl der polizeilich erfassten Angriffe gegenüber Polizei und Feuerwehr in Berlin zwischen den Jahren 2018 bis 30.04.2022 entwickelt?“, wollte der Abgeordnete Alexander J. Herrmann (CDU) erfahren: Auf seine Schriftliche Anfrage (Drucksache 19 / 11942) erhielt er eine rund 20-seitige Antwort des Innen-Staatssekretärs Torsten Akmann. Allein in Neukölln sind bereits zwischen Januar und April dieses Jahres 181 Angriffe gegen Polizeivollzugskräfte registriert worden. Angriffe Weiterlesen

SPD-Landesparteitag grundsätzlich offen für Enteignungsgesetz gegen Wohnungskonzerne

„Das ist bestimmt nicht unsere letzte Aktion gewesen“, verabschiedete sich ein Aktivist der InitiativeDeutsche Wohnen & Co enteignen“, nachdem er am Sonntagmorgen ein Erinnerungsfoto mit seiner Gruppe vor dem Haupteingang des Neuköllner Estrel-Hotels gemacht hatte. Drinnen nahm der Landesparteitag der Berliner SPD mit über 260 Delegierten allmählich seine Arbeit auf. Schon eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn hatten sich die Aktiven mit ihren Fahnen und bunten Warnwesten vor dem Hotel in der Ziegrastraße Weiterlesen

„Von Neukölln bis Hanau – Shisha-Bars im Visier“

Unter diesem Motto fand am Mittwochabend eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung im Sharehouse Refugio in der Lenaustraße statt. Die für das Neuköllner Ordnungsamt zuständige Bezirksstadträtin Sarah Nagel (Die Linke) (2.v.l.), der Jurist Felix Rauls (l.) und der Podcaster Mohamed Chahrour (r.) aus Berlin diskutierten mit Ali Yildirim (M.) von der Hanauer Bildungsinitiative Ferhat Unvar. „Shisha-Bars, Barber Shops, Kiosks, Cafés und andere Läden, die mit Migration assoziiert werden, stehen seit einigen Jahren im Fokus von Weiterlesen

Was kann der Bezirk gegen prekäre Lebenslagen tun? – Gastbeitrag von Roland Leppek

Und was hat ein uraltes Papier damit zu tun?

„Willst Du Neukölln oben sehen, musst Du die Tabelle drehen.“ So postete ich in den nicht immer sozialen Netzwerken, nachdem die Geschäftsführerin des Jobcenters Neukölln im Sozialausschuss der Neuköllner BVV berichtet hatte, dass Neukölln mit 24,6% die bundesweit höchste Hartz-IV-Quote aufweist. Nicht gerade ein neuer Befund. Seit Jahren, inzwischen sogar Jahrzehnten liegt Neukölln hier ganz oben – bzw. unten. Die Reaktion auf meinen Post kam zugleich in der Erwähnung des „Lambsdorff-Papiers“. Weiterlesen

Chic zu Pfingsten: Freiwillige räumten in Buckow auf

Wer will am Dorfteich den Müll einsammeln? Wer kommt mit zur Gerlinger Straße?“ Sechs Touren hatte Michael Ruf (l.) vom Verein „Für ein schönes Buckow“ für seine Müllsammel-Aktion vorbereitet, die am Sonnabendvormittag vor dem Wahlkreisbüro der SPD-Abgeordneten Nina Lerch (r.) in der Christoph-Ruden-Straße startete. Über 20 Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Bezirksstadträtin Sarah Nagel und zwei Mitarbeiter ihres Ordnungsamtes, nahmen an der Aktion „Buckow macht sich chic“ einen Tag vor Pfingsten teil. „Mit Unterstützung der Kehrenbürger-Kampagne der Berliner Stadtreinigung wollen wir Buckow vom großen und kleinen Weiterlesen

Diskussion zur Situation wohnungsloser und obdachloser Frauen in Berlin

In der Nacht vom 22. Juni werden Freiwilligen-Teams zum zweiten Mal erfassen, wie viele Menschen in Berlin von Obdachlosigkeit betroffen sind. Im Vorfeld der Aktion, die den Namen „Zeit der Solidarität“ trägt, richtet die Berliner Landeszentrale für politische Bildung eine mehrteilige Diskussionsreihe aus, die der Verband soziokulturelle Arbeit organisierte. „Ohne Wohnung, ohne Schutz. Zur Situation wohnungsloser Frauen in Berlin“ hieß das Thema des zweiten Diskussionsabends, der am Donnerstag vor rund 50 Besucherinnen und Besuchern im Domizil der Weiterlesen

„Der Handlungsauftrag heißt gute Sozialpolitik“ – Gastbeitrag von Hakan Demir

Knapp ein Viertel der Menschen in Neukölln erhalten Unterstützung nach dem 2. Sozialgesetzbuch (SGB II). Das ist bundesweit trauriger Spitzenwert. Doch vor allem ist es ein Handlungsauftrag an die Politik, unsere Gesellschaft besonders für diese Menschen mit wenig Geld und oft in prekären Verhältnissen lebend, besser zu machen.

Dafür lohnt ein Blick dahinter, wer die Menschen sind, die Hartz IV beziehen. Zum einen handelt es sich um Erwerbslose – die Quote liegt in Neukölln bei 13 % und damit deutlich über dem bundesweiten Schnitt. Weiterlesen

Informationsveranstaltung zum klimaresilienten Umbau der Hasenheide

„Wir wollen die Hasenheide erhalten!“ Mit dieser eindringlichen Botschaft eröffnete Bezirksbürgermeister Martin Hikel am vergangenen Dienstagnachmittag eine Informationsveranstaltung über die nachhaltige Renaturierung der größten öffentlichen Grünanlage Neuköllns. Das Bezirksamt und ein Team des Landschaftsplanungsbüros Gruppe F stellten an der Hasenschänke den bisherigen Planungsstand für einen klimaangepassten Umbau der Hasenheide vor. „In diesem Jahr war der trockenste März in Berlin seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!“, Weiterlesen

Fotoausstellung dokumentiert Protest und Widerstand im geteilten Berlin der 1980er Jahre

1980 kommt die Fotografin und Fotojournalistin Ann-Christine Jansson aus dem ruhigen Stockholm nach West-Berlin. Im folgenden Jahrzehnt zwischen NATO-Nachrüstungsbeschluss und Mauerfall berichtet sie mit der Kamera über die öffentliche Protestkultur der Mauerstadt und studiert deren Milieus. Mit ihrem schwedischen Pass kann die Fotoreporterin über den Checkpoint Charlie aber ebenso in die damalige Hauptstadt der DDR fahren, um an Treffen und Demonstrationen der ostdeutschen Opposition teilzunehmen. Unter dem TitelProtest, Ungehorsam, Widerstand. Berlin in den 1980 Jahrenzeigt das August Bebel Institut in der Weddinger Müllerstraße Weiterlesen

Schulkorso für mehr Verkehrssicherheit und Sauberkeit im Kiez

Auf dem Hof der Neuköllner Theodor-Storm-Grundschule sammelten sich am Mittwochvormittag Kinder aus allen Klassen, um gemeinsam mit Eltern und Lehrerinnen für mehr Schulwegsicherheit und einen sauberen Kiez rund um die Hobrechtstraße zu demonstrieren. „Verschiedene Aktionen und Gespräche haben schon stattgefunden. Nun möchten wir mit einem Schulkorso noch stärker auf unsere Anliegen aufmerksam machen“, begründete Schulleiterin Andrea Bergup (2. v. l.) die Aktion. Auf der kleinen Bühne im Pausenhof trugen Weiterlesen

Tag der Nachbarn: Schillerwerkstatt eröffnete Veranstaltungsreihe zum Thema „Räume und Teilhabe“

Deutschlandweit zeigten Nachbarinnen und Nachbarn am 20. Mai mit vielen kleinen und großen Aktionen – zu denen Hoffeste, Lesungen, Spaziergänge durchs Viertel gehörten – wie wichtig das nachbarschaftliche Miteinander ist. In der Neuköllner Karlsgartenstraße wurde der diesjährige Tag der Nachbarn dagegen nachdenklich begangen: „Was bedeutet die Schließung eines Nachbarschaftshauses?“, fragte das Demokratieprojekt im Schillerkiez, das von der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung gefördert wird. Der Aktionstag war Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Räume und Teilhabe“. Hintergrund der Reihe: Das Weiterlesen

Kreativkongress Neukölln will die lokale Wirtschaft stärken

Zwei Tage lang tagte der Kreativkongress „Get Connected“ diese Woche in der Alten Post an der Karl-Marx-Straße in Neukölln. Die Corona-Pandemie hat deutschlandweit insbesondere den kreativen Bereichen Darstellende Kunst, Musik und Film stark zugesetzt, aber auch Rundfunk, Design und Werbung mussten Umsatzeinbußen zwischen zehn und sieben Prozent hinnehmen, während die Geschäftslage für die Teilmärkte Buch, Presse, Architektur sowie Software/Games fast unverändert blieb. Dementsprechend groß war das Interesse der Kunst- und Kreativ-Wirtschaft (KKW) am 5. Kreativkongress in Neukölln und das sechsköpfige Weiterlesen

Sozialstadtrat Liecke warnt vor unseriösen Wohnungsangeboten für Geflüchtete

„Ich nehme zunehmend wahr, dass bereits bekannte Anbieter problembehafteter Immobilien den hohen Druck auf den Wohnungsmarkt, aber vor allem die Unkenntnis von ukrainischen Flüchtlingen auszunutzen versuchen. Sie erhalten von diesen unseriösen Vermietern teilweise vollkommen überteuerte Mietangebote oder sollen in viel zu kleine Wohnungen einziehen“, warnte Neuköllns Sozialstadtrat Falko Liecke in dieser Woche. Manche Angebote würden statt einer üblichen Miete eine Bezahlung nach – sehr viel höheren – Tagessätzen erwarten. Weiterlesen

Verwaltungsgericht Berlin entscheidet über Werbefläche am ehemaligen C&A-Haus

Viel Fußgängerverkehr herrscht täglich an der Anzengruber-/Karl-Marx-Straße im Zentrum des Bezirks zwischen Alfred-Scholz-Platz und Rathaus Neukölln. „Wann wird die Werbung am ehemaligen C&A-Gebäude unterbunden, weil seit langer Zeit keinerlei Bauarbeiten mehr durchgeführt werden?“, wollte die Bezirksverordnete Carla Aßmann in der Mai-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung wissen. Zweitens fragte die Kommunalpolitikerin aus der Linke-Fraktion, welche Genehmigungen für die beiden haushohen Werbeflächen am Baugerüst des ehemaligen C&A-Gebäudes vorlägen. Weiterlesen

Zeitreise über den Garnisonfriedhof

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. „Dieser 8. Mai ist ein Tag der Freude, der Trauer, der Fassungslosigkeit, aber auch ein Tag der Hoffnung und des Neubeginns.“ Mit diesen Worten lud der Freunde Neuköllns e. V. am vergangenen Sonntagnachmittag zu einem neuen Rundgang über den Garnisonfriedhof am Columbiadamm, wo der Historiker Werner Schmidt vor gut vier Jahren die Veranstaltungsreihe „Neuköllner Zeitreisen“ eröffnet hatte. Die zweistündige Tour führte unter anderem wieder am martialisch erscheinenden Denkmal des Königin-Augusta-Garde-Grenadier-Regiments Nr. 4 vorbei , das auf dem Weiterlesen

Kein Platz mehr für die Maientage in Neukölln?

Gaukler und mobile Schausteller gehören seit dem 11. Jahrhundert zur Volkskultur. In dieser Tradition gastiert beispielsweise bis in die Gegenwart auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli dreimal im Jahr der Dom, das meistbesuchte Volksfest in Norddeutschland. Was für Hamburg recht ist, sollte für Berlin billig sein! Doch die Weltstadt an der Spree hat zwar oft ein Herz für den Rummel, aber immer öfter keinen Platz für den Jahrmarkt als Ort der Volksbelustigung. Seit 2020 sucht der Schausteller Thilo-Harry Wollenschlaeger vergeblich einen neuen Ort für das Deutsch-Amerikanische-Volksfest, dessen Erstauflage 1961 Weiterlesen

Changing Cities schickt weit über 100 Fahrräder nach Kharkiv

Innerhalb weniger Tage hat der Verein Changing Cities sein Ziel „100 Fahrradspenden für Ukraine“ deutlich übertroffen. Der Spendenwille der Berlinerinnen und Berliner sei überwältigend gewesen und mehrere Container hätten zusätzlich mit Zweirädern gefüllt werden können, schrieb der Verein am Montag in einer Pressemitteilung. U-Cycle, eine Partnerorganisation von Changing Cities in Kiew, habe Mitte April einen konkreten Hilferuf abgesetzt und um Fahrräder für den Transport von Hilfsmitteln in den Kriegsgebiete gebeten. Staatliche Stellen in Kharkiv Weiterlesen

Wie radikal muss Klimaprotest sein?

Schulstreik am Freitag, Sitzblockaden auf Autobahnen, Mitarbeit beim Klima-Bürger:innenrat oder politische Arbeit für den Kampf um Wählerstimmen: Um den Klimawandel zu stoppen – oder zumindest zu verlangsamen – werden viele politische Mittel genutzt. Wie radikal muss der Klimaprotest aber sein, damit sich wirklich etwas ändert? Im gut besuchten, allerdings längst nicht vollbesetzten Studio des Heimathafens Neukölln, sprach darüber Britta Steffenhagen (M.) bei der „Let‘s Panic Kiezdebatte“ am Sonntagabend mit Klimaaktivisten aus Weiterlesen