Einschulungsuntersuchungen in Neukölln wieder auf aktuellem Stand

Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres 2022/23 meldet der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) des Bezirksamtes Neukölln 3393 erfolgreich durchgeführte Schuleingangsuntersuchungen. „Nachdem pandemiebedingt in den letzten zwei Jahren die Untersuchungen nur eingeschränkt stattfinden konnten, freue ich mich sehr, dass wir in diesem Jahr diese wichtige Maßnahme für den Schulzugang bedarfsgerecht umsetzen konnten“, kommentierte Gesundheits- und Jugendstadträtin Mirjam Blumenthal. Im Durchschnitt dauere eine Eingangsschuluntersuchung (ESU) etwa eine Dreiviertelstunde. Nach einem gründlichen Weiterlesen

Sachbuch „Überhitzt“ zeigt Wege zu einem klimaresilienten Leben

„Er ist real. Wir sind die Ursache. Er ist gefährlich. Die Fachleute sind sich einig. Wir können noch etwas tun.“ Nur 20 Worte fassen die Kernbotschaft des Buches schon auf der ersten Seite zusammen. Unabhängig davon, ob wir ihn wahrhaben wollen oder nicht: Die Häufung von Wetterextremen, Dürren und Überflutungen sind ebenso wenig zu übersehen, wie die Zunahme bislang seltener Krankheiten und der Anstieg wirtschaftlicher Folgekosten. Es ist deshalb höchste Zeit, dass wir in jeder Hinsicht klimaresilienter werden! Weiterlesen

Neuer Umweltgerechtigkeitsatlas zeigt Belastungen in Berliner Kiezen

Die Senatsverwaltung für Umwelt hat in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung aktualisierte Karten zum Stand der Umweltgerechtigkeit in Berlin veröffentlicht. Der sogenannte Umweltgerechtigkeitsatlas  stellt die Verteilung gesundheitsschädlicher Umweltbelastungen im Zusammenhang mit dem sozialen Statusindex bis hin zur Ebene der Kieze in den Berliner Bezirken dar. „Die Aktualisierung des Umweltgerechtigkeitsatlas ist ein wichtiger Schritt, um zu Weiterlesen

„Es wird unterschätzt, wie viele Menschen schon heute in Folge der Klimakrise auch hier in Berlin sterben“

„Die kommenden Tage werden heiß: Schützen Sie sich vor der Sonne, bleiben Sie im Schatten und trinken Sie viel!“, empfahl bereits Anfang der Woche der Neuköllner Amtsarzt Dr. Nicolai Savaskan bei Twitter. Der kurze, aber leicht verständliche und anschaulich bebilderte Tweet ist ein Indiz dafür, dass in Berlin inzwischen erkannt worden ist, welche Gefahren an Tagen mit Temperaturen weit über 30 Grad Celsius für die Gesundheit der Bevölkerung bestehen. „In Folge des Klimawandels treten Hitzewellen in Berlin in einer ungewöhnlichen Häufigkeit auf. Weiterlesen

In Neukölln arbeitet bereits die 20. Generation der Stadtteilmütter

Mit einem Projekt für türkischsprachige Frauen im Schillerkiez startete 2004 die erste Generation der Neuköllner Stadtteilmütter. Fast zwei Jahrzehnte später konnte Bezirksbürgermeister Martin Hikel am 1. Juli acht frisch ausgebildeten Stadtteilmüttern ihre Ausbildungszertifikate im Rathaus überreichen. Als 20. Generation der Stadtteilmütter sind die Frauen, die von rund 70 Kolleginnen begleitet wurden, nun mit Umhängetasche und rotem Schal im Bezirk unterwegs. Alleine in Neukölln wurden bis heute Weiterlesen

Armutsbeauftragter sagt Lebensmittelverschwendung in Neukölln den Kampf an

„Unser Land hat in wachsendem Maße -neben dem teilweise unermesslichen Reichtum- noch ein anderes Gesicht: die Not und die Armut! Die Pandemie, die grassierende Inflation sowie der Kriegsausbruch in Europa, haben die Armutsquote auf einen neuen Höchststand ansteigen lassen.“  Thomas de Vachroi, Armutsbeauftragter des Evangelischen Kirchenkreises Neukölln und des Diakoniewerks Simeon, kann sich bei seinem Urteil auf den neu erschienenen Armutsbericht 2022 des Paritätischen berufen. Doch eigentlich kennt er die soziale Schieflage in Deutschland seit langem -allein aus seinen Beobachtungen in der Neuköllner Tee- und Wärmestube- nur allzu gut. Weiterlesen

„Ausstiegswohnung“ für Armutsprostituierte öffnet in Neukölln

Um bedürftige Frauen beim Ausstieg aus der Armutsprostitution zu unterstützen, ist in Neukölln die berlinweit erste „Ausstiegswohnung“ offiziell eröffnet worden. Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Gerhard Schönborn, Vorsitzender des Berliner Vereins „Neustart e. V.“, erklärten zur Eröffnung am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung: „Sex ist ein Geschäft. Allein in Berlin bieten schätzungsweise 6.000 bis 8.000 Prostituierte ihre Dienste an. Ein Ausstieg scheint aufgrund der gesellschaftlichen Diskriminierung und sozialen Ausgrenzung und der oft unmittelbaren wirtschaftlichen Abhängigkeit fast unmöglich.“ Die absolute Mehrheit der Frauen, etwa 80 Prozent, müsse sich aus einer Not heraus prostituieren (Armutsprostitution, Beschaffungsprostitution) oder werde dazu gezwungen und sei somit von Menschenhandel betroffen. „Die Übergänge von Ausbeutung zu Zwang sind fließend. Die Weiterlesen

Stadtteil-Gesundheitszentrum Neukölln will Gesundheit für alle ermöglichen

Im Gesundheitskollektiv Berlin e.V. (GeKo) haben sich über 20 Menschen zusammengefunden, die beruflich in Sozialarbeit, Pflege, Medizin, Gesundheitswissenschaften, Pädagogik, Psychotherapie und Recht ausgebildet sind. Gemeinsam wollen sie das erste Stadtteil-Gesundheitszentrum Berlins dauerhaft einrichten. Auf dem ehemaligen Kindl-Gelände kann das Gesundheitskollektiv seit Dezember 2021 zwei Etagen im Haus „Alltag“ nutzen. Die Kinderarztpraxis Berg-Hafen und die allgemeinmedizinische Stadtteilpraxis sind in der Rollbergstraße 30 bereits eingezogen. Im März soll ein Café als zentrale Anlaufstelle und Begegnungsort im Kiez mit Weiterlesen

Corona-Protest und Gegenprotest jetzt auch in Neukölln

„Baby, lass uns impfen. Du kannst mir vertrau‘n. Wir tanzen durch die Menge. Leben wie im Traum.“ Laut schallte auf den Stufen des Rathaus Neukölln am späten Montagnachmittag aus zwei Boxen ein lebenslustiges Lied. Das österreichische DJ-Duo Möwe peppte eine eingängige Melodie von Bernie B. als Remix ordentlich auf und die Gesundheitskasse der Alpenrepublik nutzt es seitdem, um für das Impfen zu werben. Corona-Leugner und Impfskeptiker reagieren noch heute mit Spott und Satire auf den Ohrwurm. Für die Kundgebung, zu der u. a. die Neuköllner Gruppe des bundesweiten Bündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ und die Weiterlesen

Neben Pop-Up-Impfungen bietet Neukölln auch aufsuchende Impfangebote

Eine lange Warteschlange ringelte sich am Freitagmorgen vom Rixdorfer Tanzpaar mitten auf dem Hermannplatz bis in die südwestliche Ecke der Mittelinsel an der Hasenheide. „Die ersten Impfwilligen warten seit 8 Uhr 30. Schon an normalen Markttagen haben wir hier ein Platzproblem“, begrüßte mich Hannes Rehfeldt, Sprecher von Gesundheitsstadtrat Falko Liecke, beim Auftakt der ersten Neuköllner Pop-Up-Impfaktion kurz nach 10 Uhr. Sein Chef gab derweil Interviews im Minutentakt. „Das ist eigentlich kein Pressetermin. Ich habe nicht damit gerechnet, dass so viele Menschen kommen. Wir haben bei den Vorbereitungen sogar Weiterlesen

Kundgebung vor dem Klinikum Neukölln fordert faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen in der Pflege

Krankenhausbeschäftigte der Charité, von Vivantes und den Tochterunternehmen starteten am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, mit Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Berliner Krankenhausbewegung. Zum Auftakt übergaben sie eine Petition an den Berliner Senat. Ihre Forderungen sind gleicher Lohn für gleiche Arbeit sowie Arbeitsbedingungen, die nicht krank machen. „Die Corona-Krise hat die Probleme des Personalmangels in den Krankenhäusern sichtbarer gemacht als je zuvor“, bilanziert die Initiative und erklärt Weiterlesen

Trauer um die Opfer der Corona-Pandemie

corona_halbmast_20210418Am vergangenen Sonntag wehten vor den Rathäusern in ganz Deutschland die Fahnen auf Halbmast. So auch auf dem Rathaus Vorplatz in Neukölln. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier richtete eine nationale Gedenkveranstaltung im Konzerthaus am Gendarmenmarkt aus, um an die rund 80.000 Menschen zu erinnern, die allein in Deutschland an den Folgen oder im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion bereits gestorben sind. Auch der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Ralf Wieland erinnerte anlässlich des Gedenktages an die Todesopfer der Pandemie.

„In Berlin gehen wir inzwischen von dem traurigen Stand von Weiterlesen

Gemeinsam gegen Corona-Verschwörungstheorien

„Liebe Neuköllnerinnen und Neuköllner, die Lage ist sehr ernst. Allein in Neukölln sind schon über 300 Menschen an Corona gestorben. Und es werden täglich mehr.“ Mit dieser alarmierenden Nachricht wandte sich Bürgermeister Martin Hikel am vergangenen Wochenende in einer neuen Videoreihe an die Einwohnerschaft des international gemischten Bezirkes. Im Mittelpunkt der fünf Aufklärungsvideos stehen authentische Stellungnahmen Neuköllner Weiterlesen

Weiterhin kostenlose Schnelltests für Angehörigenbesuche in Pflegeheimen

Für Angehörige, die ihre Verwandten in Pflegeheimen besuchen wollen, werden seit Mitte Januar am Corona-Abstrich-Zentrum (CAZ) auf dem Gelände Blaschkoallee 32 kostenlose Schnelltests durchgeführt. „Ich bin sehr dankbar, dass mein Gesundheitsamt das stemmen kann“, erklärte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke kürzlich zum Angebot, das vormittags an allen Werktagen besteht. Es sei eine gute Nachricht für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen, für ihre Weiterlesen

Trauer im Schillerkiez: „Sehr viele wollten Marco helfen, aber er blieb stur“

Niemand muss in Berlin auf der Straße leben. Rund 50.000 Menschen, darunter etwa 15.000 Geflüchtete, sind in der Stadt auf Grundlage des Allgemeinen Sicherheits- und Ordnungsgesetzes (ASOG) in Wohnungen, ASOG-Unterkünften, Hostels oder in anderen Einrichtungen untergebracht. Umgekehrt wäre es falsch anzunehmen, dass sich mindestens 2.000 Obdachlose in Berlin, die während der ersten Nacht der Solidarität im letzten Jahr von Freiwilligen gezählt wurden, alle aus freiem Willen und eigenem Antrieb bewusst für das Leben auf der Straße entschieden Weiterlesen

Neukölln hat viel zu hohe Fallzahlen, ist aber längst kein Corona-Hotspot mehr

„Wir haben vor allem noch keine Entlastung in den Krankenhäusern. Die Situation in der Intensivpflege ist extrem angespannt. Es liegen noch einmal drei wirklich harte Wochen vor uns. Das muss man in aller Deutlichkeit sagen.“ Eindringlich appellierte der Regierende Bürgermeister Michael Müller am Mittwoch auf einer Pressekonferenz an die Vernunft aller Berliner und forderte sie auf, alles zu tun, um direkte persönliche Kontakte möglichst zu vermeiden und die Regeln des Lockdowns ernstzunehmen. Mit Blick auf die Zeit seit März Weiterlesen

Dank an das Personal des Neuköllner Krankenhauses für seinen aufreibenden und gefährlichen Einsatz

Über 1.100 Menschen sind in Berlin seit Ausbruch der Corona Pandemie mit einer Covid-Infektion verstorben. Allein in Neukölln sind bis heute mehr als 160 Todesfälle zu beklagen.

Am 17. Dezember musste der kommunale Klinikkonzern Vivantes mitteilen, dass ein Mitarbeiter der Rettungsstelle des Krankenhauses Neukölln eine Covid-Infektion nicht überlebte. „Einmal mehr wurde auf tragische Weiterlesen

Corona in Neukölln: „Größte Hygienesorgfalt ist ein bleibendes Muss in unseren Schulen“

Immer wieder freitags informiert Bezirksstadträtin Karin Korte in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Neukölln und der Regionalen Schulaufsicht Neukölln über die aktuelle Corona-Situation in den allgemeinbildenden Schulen des Bezirks. „Gegenwärtig gibt es 69 positiv getestete Schülerinnen und Schüler sowie 26 positiv getestete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Schulpersonal in 40 von insgesamt 59 allgemeinbildenden Neuköllner Schulen. 882 Schülerinnen und Schüler befinden sich in Quarantäne, während es vor einer Woche noch 1.106 waren“, Weiterlesen

Zwei Telefonnummern, die in diesem Winter wieder Leben retten können

„Teilweise bedeckt, verbreitet Frost, Tiefsttemperatur -3 Grad Celsius, Wind aus Südost.“ Wettermeldungen wie diese aus der vergangenen Nacht erinnern uns an den bevorstehenden Winter. Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt, um klar und deutlich auf zwei Telefonnummer hinzuweisen:

Unter 0178 / 523 58 38 sind zwischen 20.30 und 2 Uhr die beiden Kältebusse der Stadtmission zu erreichen. Unter 030 / 600 300 1010 kann zwischen 18 und 24 Uhr der Weiterlesen

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: „Auch Männer sollten sich beraten lassen“

Jede vierte Frau in Deutschland erleidet mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch einen Partner oder Ex-Partner. Mit einer gemeinsamen Fahnenhissung auf dem Rathaus-Vorplatz setzte deshalb der Bezirk Neukölln gestern ein deutliches Zeichen und sagte „NEIN zu Gewalt an Frauen und Mädchen!“ In diesem Jahr stand der 25. November als Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen bundesweit unter dem Motto „#meinherzgehörtmir – Gegen Zwangsverheiratung und Frühehen“. Gewalt gegen Frauen ist eine der schwerwiegendsten und am weitesten Weiterlesen