Orte und ihre Geschichte(n): Kiezkunde für Anfänger und Fortgeschrittene

Ausgerechnet an diesem Wochenende, wenn wegen des Rixdorfer Weihnachts-markts besonders viele Menschen am Richardplatz 1_ausstellung-geschichte-richardplatz_frauenzentrum-neukoellnsind, die besonders wenig über die Gegend dort wissen, ist der Frauentreffpunkt Affidamento nur für geladene Gäste des Neuköll-ner Bezirksamts geöffnet – und somit auch die sehenswerte Ausstellung „Geschichte(n) im Quartier Richardplatz Süd“.

Zehn Adressen im Kiez hat sich das Team von Stadträumliches Lernen herausgepickt, um an ihnen einerseits den Wandel über Jahrhunderte hinweg bis in die Gegenwart in Texten und Bildern zu veranschaulichen und andererseits verschiedene thematische Aspekte zu beleuchten. Weiterlesen

Raus aus der Komfortzone – einem besonderen Backerlebnis und der Geselligkeit zuliebe

dorfbackofen_ref. bethlehemsgemeinde neukoellnZuhause in der eigenen Küche sind die Wege zweifellos kürzer und die Handgriffe vertrauter. Man weiß um die Möglichkeiten oder Eigenarten des Backofens und dessen Zeitschaltuhr gibt mahnende Signale von sich, wenn Kuchen, Brot oder Pizza in Zimmertemperatur zu überführen sind.

Völlig anderes erleben alle, die den Dorfbackofen im Garten der Bethlehemsgemeinde am Rande des Böhmischen Dorfs benutzen. Denn das bedeutet durchaus den Verzicht auf Bequemlich- und Verläss-lichkeit, der schon damit beginnt, dass nicht spontan gebacken werden kann und der rohe Teig in die Richardstraße transportiert werden muss. Manche ließen und lassen sich jedoch nicht davon abhalten, Weiterlesen

Zwei, die eng miteinander verbunden waren: Manfred Motel und das Böhmische Dorf

manfred-motel_foto-neukoelln-info-centerNeuköllns früherer Bezirksbürgermeister Prof. Bodo Manegold hatte Manfred Motel einst anerkennend „unseren Oberböhmen“ genannt. Dr. Franziska Giffey, die amtierende Rathaus-Chefin, bescheinigte dem mit der Neuköllner Ehrennadel und dem Bundesverdienstkreuz Ausgezeichneten, dass er den Bezirk über Jahrzehnte geprägt habe.

Nach langer schwerer Krankheit starb Manfred Motel am 8. September im Alter von 74 Jahren; letzten Sonnabend fand im Kirchsaal der Brüdergemeine die Trauerfeier statt. Für das Bezirksamt nahm Sozialstadtrat Bernd Szczepanski an der Zeremonie Weiterlesen

Neues auf der Streuobstwiese im Böhmischen Dorf

Die Streuobstwiese zwischen Richardplatz und Donaustraße ist schon lange sich selber überlassen, was sie nicht gerade schöner machte. Der Karma Kultur e. V. will diesen Zustand nun zusammen mit Anwohnern ändern. Vor zwei Wochen fand ein streuobstwiese boehmisches dorf_neukoellnerstes Treffen statt, bei dem die künftige parallele Nutzung des grünen Refugiums als Hundeauslauf und Nachbarschaftsgarten diskutiert wurde. Weitere Ideen werden in Zettel-Boxen gesammelt, die im Café Dritter Raum und Linus sowie beim Quartiersmanagement Ganghoferstraße stehen. „Das nächste Anwohnertreffen ist für Anfang August geplant“, teilt Kwon Kim von Karma Kultur mit. Bis dahin werde auch mit dem Aufbau einer Infrastruktur begonnen, die es zulässt, gemeinsam mit der Anwohnerschaft die ersten Hochbeete einzurichten.

Knapp daneben: Was im Böhmischen Dorf als Inferno endete

Es war Karl Kuschke, der heute vor 167 Jahren in den Mittagsstunden große Teile von Deutsch- und Böhmisch-Rixdorf in Schutt und Asche legte und über 500 Men-schen obdachlos storch_brandkatastrophe 1849 rixdorf_neukoellnmachte. Statt den auf der Scheune von Wilhelm Mulack nistenden Storch zu treffen, traf der Knecht mit seinem Geschoss aber das Strohdach, brandkatastrophe 1849 rixdorf_chronik manfred moteldas schnell lichterloh brannte. Da der Wind das Feuer weiter trieb, fielen innerhalb weniger Stunden 52 Wohnhäuser, 28 Scheunen und 74 Ställe dem Feuer zum Opfer.

„Das Böhmische Dorf wird fast vollständig zerstört“, schreibt Manfred Motel in seiner Chronik „Das Böhmi-sche Dorf in Berlin-Neukölln (Rixdorf) in Geschichte und Gegenwart“. Nur vier Wohnhäuser, die Schule und die Betsäle der Brüdergemeine und Böhmisch-refor-mierten Gemeinde waren nach der Brandkatastrophe noch nutzbar. Noch im selben Jahr konnte der Wiederaufbau vieler Häuser abgeschlossen werden, Weiterlesen

Ĝojan Kristnaskon!

Mit den Herrnhuter Sternen, die in der Kirchgasse im Böhmischen Dorf und heute in unserem 2000. Beitrag leuchten, wünschen wir allen Leserinnen und Lesern ein schönes, friedliches Weihnachtsfest – wo, mit  wem und wie auch immer sie es ver-

herrnhuter sterne_boehmisches dorf_neukoelln

bringen. Außerdem wünschen wir den Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern der Feuerwache Neukölln, der Polizei, den Diensthabenden an Seelsorge-Telefonen und in Notfall-Ambulanzen, dass sie wenig Arbeit in unserem Bezirk haben.

Süß und bunt: ein Neuköllner Kiez aus Lebkuchen

neukoelln_ganghoferkiez aus lebkuchenDie Herausforderung war enorm: Dazu, den Gang-hoferkiez aus Lebkuchen nachzubauen, hatten die Initiatoren der Veranstaltungsreihe Kiez trifft Kiez ges-tern Nachmittag die Nachbarschaft in den Mutter-Kind-Treff Shehrazad lebkuchenhäusergeygerstr neukoellneingeladen. Auf wie viele kleine und große Häuslebauer sie dabei set-zen können, war im Vorfeld ebenso ungewiss wie das Ausmaß des Elans, den diese mitbringen würden.

Um die Baumaterialien hatten sie sich nicht kümmern müssen: Kemmsche Kuchen, bunte Zuckerstreusel, Schokolinsen und Tuben mit Lebensmittelfarbe-Pasten, Schüsseln mit Zuckerguss, Buchstaben Weiterlesen