„Ich freue mich, dass in diesem Jahr das Siegerfoto nicht aus dem Neuköllner Norden kommt“

65 Fotoamateure beteiligten sich mit insgesamt 176 Beiträgen zum Thema „Echt Neukölln“ am diesjährigen N+Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln. Am Donnerstag wurden die sechs besten Aufnahmen im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße ausgezeichnet. Den 1. Platz erhielt Bärbel Schürrle für das Foto eines blühenden Kirchbaumes am U-Bahnhof Blaschkoallee. Mit Platz 2 wurde Heinz Schreibers Momentaufnahme „Der Überflieger“ prämiert, die einen Salto schlagenden Mann vor staunendem Publikum beim Festumzug des Karnevals der Kulturen zeigt. Der 3. Platz ging an Ingrid Gödele für ihre Aufnahme des Graffiti „Deutsch mich nicht voll“ an einer Neuköllner Häuserwand. Die Sachpreise überreichten Weiterlesen

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Wie nehmen Neuköllner ihren Bezirk wahr und wie wird er von anderen wahrgenommen?

Diese Selbst- und die Fremdwahrnehmung ist seit langem im Fokus der kommu-nalen Kulturarbeit. Der N+Fotowettbewerb, den die Bürgerstiftung Neukölln seit 2006 ausrichtet, trägt viel zu dieser Selbsterkun-dung bei, denn die zwölf besten eingesandten Bilder werden regelmäßig in einem Wandkalender veröffentlicht. In diesem Jahr lautete das Wett-bewerbs-Thema „Fokus Neukölln“, und ich gehörte für das FACETTEN-Magazin der Jury an, die am vergangenen Freitag die Sieger ehrte.

„Wo ist denn das? Das sieht ja aus wie am Meer!“, dieser Kommentar war häufig bei der Preisverleihung im Neuköllner Leuchtturm zu hören. Er galt Weiterlesen

Unterwegs in Neukölln

n+fotowettbewerb2015_buergerstiftung neukölln_neuköllner leuchtturmFotos zu diesem Thema einzureichen, dazu hatte die Bürgerstiftung Neukölln bei ihrem 10. N+Fotowettbewerb aufgerufen. Und 109 Aufnahmen trudelten bis zum Einsende-schluss ein. Seit vergangenem Freitag werden die Bilder nun im Neuköllner Leuchtturm ausgestellt, an eben jenem Abend wurde auch bekanntgegeben, wer die sechs Erstplatzierten des Wettbewerbs sind: Alle erhielten Urkunden, die drei Besten zusätzlich Geld- und die drei Nächstbesten Sachpreise. Eine Ausnahme bildete allerdings die Siegerin, denn Sabine Schreiber war noch im Urlaub, als die Gewinner geehrt wurden. Deshalb wird Weiterlesen

Momentaufnahmen mit Neuköllner Lokalkolorit

femke thieß_n+fotowettbewerb 2013_neuköllnAugenblick mal! Wie lange danach gewartet wer- den muss, hängt von verschiedenen Faktoren ab, weil so ein Augenblick – wie auch dessen Kumpel, der Moment – eben nichts ist, was sich in starre Zeitspannen pressen lässt. Selbst der Duden bleibt bei seiner Definition des Begriffs „Augenblick“ äußerst schwammig und spricht von einer „sehr kurzen Dauer“.

Was also ist zu erwarten, wenn ein Fotowett-bewerb mit dem Thema „Augenblick Neukölln“ ausgeschrieben wurde? Wie lösen Fotografen die Aufgabenstellung? Und welche Maßstäbe legen Juroren bei der Auswahl der eingesandten Aufnahmen an, um die besten Weiterlesen

„Neukölln anders“ in 163 Varianten

Manfred Elter hat in seinem Leben schon vieles erlebt. Nun ist der Neuköllner Schuhmachermeister, der mit seinem Laden in der Mareschstraße seit Jahrzehnten  zu den festen Größen des Kiezes gehört, auf seine alten Tage auch n+fotowettbewerb neukölln anders, gewinnerin charlotte schmitz, bürgerstiftung neuköllnnoch Fotomodell geworden. Zu verdanken ist das Charlotte Schmitz, die neben 57 anderen Fo- tografinnen und -grafen am Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln teilnahm und diesen mit einer Szene aus Elters Werkstatt gewann. Ein- stimmig entschied die Ju- ry, dass Charlotte Schmitz‘ Visualisierung des Wett- bewerbsthemas „Neukölln anders“ die gelungenste der insgesamt 163 Einsen- dungen ist.

Bereits zum sechsten Mal hatte die Bürgerstiftung Neukölln Hobby- und Profi- fotografen zu ihrem Wettbewerb aufgerufen, der nicht nur mit Geld- und Sachpreisen lockt, sondern auch sämtliche Werke in einer Ausstellung im Neuköllner Leuchtturm und 13 Fotos im alljährlich n+fotowettbewerb neukölln anders, bürgerstiftung neukölln, neuköllner leuchtturmerscheinenden N+Kalender präsentiert. Auf dessen 2012- Ausgabe darf man schon jetzt gespannt sein. Fest steht, dass er der Vitalität und dem Facettenreichtum Neuköllns wesent- lich gerechter wird als das derzeit noch aktuelle Exemplar. „Mit dem Thema ‚Neu- kölln anders‘ haben wir uns wirklich einen großen Gefallen getan“, sagt auch Bern- hard Thieß, der Leiter der N+Foto-AG. Einerseits spiegelt sich das in der Teilnehmerzahl wider, die im letzten Jahr durch das behäbige, denkmallastige Thema „650 Jahre Neukölln“ auf magere 36 ab- gesackt war. Andererseits in der Spannbreite des Spielraums und der Vielfalt der Perspektiven und Herangehensweisen.

„Neukölln anders“ – dazu fällt jedem etwas ein und fast jedem etwas anderes. Die Palette reicht von der ländlichen Idylle am südlichen Stadtrand bis zum winterlichen Britzer Oberhafen, mit dem Marc Vorwerk den 2. Platz eroberte. Von zwei wartenden Hunden an der U-Bahnstation Leinestraße, die von   Michaela Behrens (3. Platz) foto-

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grafiert und mit dem originellen Titel „Und ich sag noch, lass uns da lieber nicht aussteigen“ versehen wurde, über an der Waltersdorfer Chaussee abgestellte Skier n+fotowettbewerb neukölln anders, bürgerstiftung neukölln, neuköllner leuchtturmund Snowboards bis hin interkulturellen Zwiegesprächen. Menschen, Jahreszeiten, Architektur, Tiere, Stillleben – kaum etwas, das nicht zum Sinnbild für das Thema „Neukölln anders“ taugt. Heraus kam eine spannende Ausstellung über das, was Neukölln an Alltäglichem, Skurrilem, Lebendigem, Vertrautem und mehr oder weniger Unentdecktem zu bieten hat: viel!

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Die Ausstellung mit allen Beiträgen für den diesjährigen Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln ist noch bis zum 29. Juli im Creativ-Centrum Neu- köllner Leuchtturm (Emser Straße 117) zu sehen. Geöffnet ist von mitt- wochs bis freitags zwischen 14 und 19 Uhr sowie heute von 14 bis 17 Uhr; der Eintritt ist frei.

=ensa=