Firmenjubiläum in Buckow: 100 Jahre Hahn-Licht

Wer an die Verknüpfung von Tradition und Innovation im Handwerk denkt, dem fällt vielleicht das bayerische Bekenntnis zu „Laptop und Lederhosen“ ein oder die schwäbische Redewendung „Wir können alles, außer Hochdeutsch“. Kaum jemand denkt aber an Berlin mit seinen zahllosen klein- und mittelständischen Betrieben. Eigentlich schade, denn dass es in der selbsternannten Startup-Metropole erfolgreiche Beispiele für die Legierung von Altem und Neuem gibt, war am Freitagmittag an der Warmenstacher Straße in Buckow zu erleben, wo das Familienunternehmen Hahn-Licht, das 1919 am Segitzdamm in Kreuzberg gegründet wurde, sein 100-jähriges Weiterlesen

Jubiläum des Mercedes-Benz Nutzfahrzeug-Zentrums ganz im Zeichen der Verkehrssicherheit

„Probefahrt gefällig, Herr Bezirksbürgermeister?“ René Rudelt, Leiter Vertrieb LKW von Mercedes-Benz Berlin und Leiter des Nutzfahrzeug-Zentrums, konnte am Sonnabendmittag viel Prominenz – darunter zahlreiche zufriedene Kunden – beim Tag der Offenen Tür zum 10-jährigen Jubiläum der Niederlassung begrüßen, die am Schnittpunkt der Bezirke Neukölln und Treptow-Köpenick, direkt neben der Autobahn, gelegen ist.

„Mit der Eröffnung des Zentrums vor zehn Jahren haben wir neue Weiterlesen

Wirt der Kiezkneipe Schiller‘s will sich nicht einfach rausschmeißen lassen

Im Schiller‘s an der Ecke Schillerpromenade / Okerstraße kommen Kulturen zusammen: alte und junge, arme und reiche Leute. Die Eckkneipe ist seit 10 Jahren für Neuankömmlinge, Zugezogene und Alteingesessene gleichermaßen im Milieuschutzgebiet Schillerkiez ein beliebter Treffpunkt. Im Schiller‘s entstand die Initiative 100% Tempelhofer Feld. Die Lokalzeitung Kiez und Kneipe hält hier regelmäßig ihre Redaktionssitzungen ab. Doch Waldemar Schwienbacher (l.), Wirt des Schiller‘s und auch mit 72 Jahren immer ab 14 Uhr bis spät in die Nacht in Weiterlesen

Ideenwettbewerb „Modekultur, Textilien und Nachhaltigkeit“ vergibt Fördermittel bis maximal 50.000 Euro

Der Textilkonsum hat sich seit dem Jahr 2000 weltweit mehr als verdoppelt. Aktuelle Kollektionen werden immer kürzer getragen. Häufig landen sie eine Saison später in der Altkleidersammlung oder – im schlechtesten Fall – im Restmüll. Wie können wir diese Kultur des Modekonsums verändern? Was können wir dafür tun, dass Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, wenn Menschen neue Kleidungsstücke kaufen und gebrauchte aussortieren? Wie Weiterlesen

Verwaltungsgericht Berlin: „Spätis müssen sonntags grundsätzlich geschlossen bleiben“

Lebensmittel, Getränke, Zeitschriften und manches mehr: Mit einem breiten Angebot, das bis hin zu Toilettenpapier, Batterien und Telefonkarten reicht, können Spätverkaufsstellen oder Minimärkte als Tante-Emma-Läden der globalisierten Welt nah an ihren Kunden werktags zwischen 0 Uhr und 24 Uhr ihre Geschäfte nach dem Berliner Ladenöffnungsgesetz offenhalten. Seit rund fünf Jahren gibt es allerdings in Neukölln – wie auch in anderen Bezirken – immer wieder Weiterlesen

Spätis fordern Gleichstellung mit Tankstellen und Bahnhofsläden

Rund 200 Späti-Betreiber und ihre Unterstützer kamen am vergangenen Sonntagmittag auf dem Hermannplatz in Neukölln zu einer Kundgebung unter dem Motto “Ladenöffnungsgesetz modernisieren – Kiezkultur schützen” zusammen. Hintergrund des Protestes: In den vergangenen Monaten überprüften die Ordnungsämter mehrerer Berliner Bezirke in Minimärkten und Spätis wieder verstärkt die Einhaltung des Öffnungsverbotes an Sonn- und Feiertagen. Um das Berliner Ladenöffnungsgesetz durchzusetzen, gehen Polizei und Ordnungsamt in verschiedenen Weiterlesen

Ein harter Schlag für den Standort Neukölln

Stündlich erschienen gestern Presseartikel, Radio- und Fernsehberichte mit der Meldung des Tages: „Philip Morris schließt Werk in Neukölln“. Das Unternehmen, das seit 1972 Zigaretten für die Marken Marlboro, Chesterfield und L&M herstellt, will die Produktion zum 1. Januar 2020 einstellen. Etwa 950 der rund 1050 Mitarbeiter sollen von der Werksschließung betroffen sein; rund 75 Jobs sollen in Neukölln bestehen bleiben.

„Die Veränderung des Konsumentenverhaltens erfordert eine deutliche Reduzierung der Produktionskapazitäten“, erklärte Mark Johnson-Hill, Vize-Präsident EU Manufacturing bei Philip Morris International. Freddy Adjan, stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), hielt dem entgegen: „Das Werk Berlin von Philip Morris arbeitet hochprofitabel, schreibt seit Jahren schwarze Zahlen.“ Die Gewerkschaft werde um die Arbeitsplätze im Berliner Werk kämpfen und die Beschäftigten bei ihren berechtigten Forderungen nach einem Interessenausgleich und Sozialplan unterstützen, kündigte Adjan an.

„Die Schließung des Werkes ist ein harter Schlag für den Standort Neukölln“, kommentierte Bezirksbürgermeister Martin Hikel und fügte hinzu: Ich habe bereits die Agentur für Arbeit gebeten, sich sofort um die Beschäftigtenstruktur zu kümmern. Es wird in den kommenden Monaten darum gehen, für 950 Menschen neue Jobs zu finden. Die Auszubildenden müssen in anderen Betrieben ihre Ausbildung fortsetzen können.“ Für Neukölln entstehe gleichzeitig die Chance, die nicht mehr benötigten Flächen zu entwickeln und so neue Arbeitsplätze zu schaffen. „Dazu werden wir mit den Eigentümern Gespräche aufnehmen“, kündigte Hikel an.

Der Tabakkonzern investierte in sein Berliner Werk seit 1972 umgerechnet etwa eine Milliarde Euro, erklärte 2012 der damalige Geschäftsführer der Philip Morris GmbH Werner Barth in einem Interview mit dem Tagesspiegel. Ausdrücklich bekannte er sich beim 40-jährigen Jubiläum zum Werk in Neukölln, auf dessen Dach sich die überdimensionale Figur eines Marlboro-Mannes dreht. „Es gibt keinen Grund, dieses Werk infrage zu stellen“, sagte Barth damals und kündigte langfristige Investitionen an. Nach guter amerikanischer Firmentradition unterstützte Philip Morris in Deutschland aus wohltätigen Gründen zahlreiche Projekte für Integration und Bildung sowie gegen häusliche Gewalt und machte auch deshalb in der Vergangenheit sich in Neukölln einen guten Namen.

=Christian Kölling=