Vegetation mit Gruselfaktor

Die Pfaffenhütchen-Gespinstmotte hat momentan wieder Hochsaison und auch in Neuköllns Thomas-höhe mehrere Bäume und Büsche mit silbrigen Fäden umhüllt.

Exakter waren es ihre Raupen, die sämtliche Blätter von den Zweigen gefressen haben, um das Gehölz mit einem Gespinst zu überziehen. Auf diese Art und Weise, erfährt man auf der NABU-Website, schützen sich die Insekten selber „vor Fressfeinden wie Vögeln oder Witterungseinflüssen wie Regen“. Ende Juni ist der Weiterlesen

Privates vorübergehend öffentlich

Mit nur insgesamt acht Gärten fing es 2004 in der Region Berlin-Brandenburg an. In diesem Jahr sind es bereits 119, zu denen an den Tagen der offenen Gärten die Pforten geöffnet werden. Heute und morgen von 12 bis 18 Uhr auch wieder entlang der Kirchgasse, wo sich Anwohner zum 8. Mal unter dem Motto „Die verborgenen Hofgärten im Böhmischen Dorf“ an der Aktion beteiligen und Fremde als Besucher ihrer privaten Refugien empfangen. Weiter im Süden Neu-köllns, in der Hufeisensiedlung, kann zudem morgen von 10 bis 18 Uhr der Garten nebst dem Atelier der Sandmalerin Angela Kai-ser besichtigt werden. (Das Mitbringen von Hunden ist in allen Gärten unerwünscht.)

Trockenen Kellern zuliebe: Protest im Blumenviertel

Dass der Meeresspiegel infolge des Klimawandels stärker und schneller als bisher angenommen steigt, könne nicht ausgeschlossen werden, warnte kürzlich das Bundesamt für Seeschiff-fahrt und Hydrographie. Doch Wasser kann nicht nur Menschen in Küstenregionen bedrohen.
„Wer hier abschaltet, gefährdet Wohnraum!“, warnt die CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer vor Überflutungen im Blumenviertel in Rudow und unter-stützt so eine entsprechende, bis Ende Juni dauernde Unterschriftenaktion gegen die geplante Abschaltung der Brunnenanlage im Glockenblumenweg. Die Kosten für den Betrieb der Anlage, die Anwohner vor Keller-überschwemmungen ob des stetig steigenden Grund-wassers schützt, werden derzeit vom Land Berlin getragen. Nun stehen die jährlich rund 251.000 Euro jedoch auf der Streichliste des Senats. Er  Weiterlesen

Sonnenallee, Hindenburg, Drogenberatung, Stadtgrün, Schlaglöcher: Weites Feld Kommunalpolitik in Neukölln

„ارع الشمس soll die Sonnenallee wieder heißen“, fordert die Neuköllner AfD-Fraktion in einem ihrer Anträge zur heutigen öffentlichen Sitzung der Bezirksverordneten-versammlung, die um 17 Uhr im Rathaus Neukölln beginnt. Wörtlich heißt es im Antrag, der den Titel “Sonnenallee soll Sonnenallee bleiben!“ trägt: „Das Bezirksamt wird aufgefordert, seinen Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass in amtlichen oder amtlich erscheinenden Veröffent-lichungen wie die Neuköllner Bezirksbroschüre des Apercu-Verlags ‚Neukölln – interessant, interkulturell und innovativ‘ die Bezeichnung ‚Sonnenallee‘ künftig nicht mehr mit ‘شارع العربي‘ sondern, wenn sie denn schon in sinngemäßer Übersetzung Weiterlesen

Günstige Bedingungen für mehr Straßengrün in Neukölln

„Wie viele Straßenbäume wurden 2015 und 2016 in Berlin gefällt, wie viele wurden neugepflanzt ?“, fragte kürzlich der Abgeordnete Dr. Turgut Altug (Grüne) den Senat in einer Schriftlichen Anfrage. Ernüchternde Bilanz aus Neuköllner Sicht: Nicht einmal jeder zweite Baum, der in beiden Jahren gefällt wurde, ist wieder ersetzt worden. Konkret wurden im Abfragezeitraum 443 Straßenbäume gefällt, aber nur 216 neugepflanzt.

Dabei gab es 2016 in Neukölln ohnehin nur 20.216 schattenspendende Sauerstoffproduzenten an den Straßenrändern. Weniger Bäume zählte mit 16.230 nur der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Dagegen begrün-ten 61.473 Bäume das öffentliche Straßenland in Steglitz-Zehlendorf. Im breiten Mittelfeld liegen die Bezirke Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf, Weiterlesen

Neu ab Mai: der südliche Lohmühlenplatz

Seit 2014 werden im Neuköllner Reuterkiez der Lohmühlen- und Weichselplatz schrittweise erneuert, um eine Verkehrsberuhi-gung zu erreichen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern: Der nördliche Lohmühlenplatz ist schon fertig, nun wird der südliche angegangen. Mit 150.000 Euro werden am Kiehlufer ein neuer Gehweg und eine Fußgängerquerung angelegt und die Grünflächen neu gestaltet.

Für den Bürgersteig zwischen den Baumhainen am Beginn des Kiehlufers wird die Straße dort auf 4 Meter Breite Weiterlesen

Ein Tag im Zeichen des Umgangs mit Ressourcen

„Mehr Klimaschutz muss her!“, forderten die Veranstalter des 3. Berliner Klimatages am vergangenen Sonntag auf dem RAW-Gelände an der Warschauer Straße und informierten bei launigem Aprilwetter zum Schwer-punktthema „Urbane Mobilität“ sowie zu den Aspekten Energie, Ernährung und Konsum.

„Wir stellen ab Mai insgesamt 150 Unternehmen Lastenräder zur Verfügung, damit sie sie kosten-los erproben können“, berichtete Colin Pöstgens (r.) über das mit Bundesmitteln geförderte Projekt Velogut, das u. a. die Handwerkskammer Ber-lin mit unterstützt. „Ziel des Projektes ist es, das Lastenrad als modernes, wirt-schaftlich sinnvolles und umweltschonendes Transportmittel Weiterlesen