BVV Neukölln verurteilt Brandanschlag auf Fahrzeuge des Ordnungsamts Neukölln einstimmig

Am Mittwoch hat die Bezirksverordnetenversammlung Neukölln eine Entschließung zur Solidarität mit den Beschäftigten des Ordnungsamts Neukölln einstimmig bei 50 anwesenden Bezirksverordneten verabschiedet. Die BVV verurteilt darin aufs Schärfste den hinterhältigen Brandanschlag auf Fahrzeuge des Ordnungsamts, bei dem neun Fahrzeuge vernichtet wurden und nur mit Mühe ein Übergreifen des Feuers auf das Dienstgebäude von der Feuerwehr verhindert werden konnte.

„Diese Tat ist durch nichts zu rechtfertigen und stellt einen schweren Angriff auf die Menschen dar, die sich täglich unter schwierigen Bedingungen für die Sicherheit unseres Gemeinwesens  Weiterlesen

48 für 344 Kilometer Straßenland in Neukölln

„Im vergangenen Jahr hat der Allgemeine Ordnungsdienst des Ordnungsamts Neukölln insgesamt 79.311 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt und zur Anzeige gebracht. Ein Großteil davon waren Falschparker. Zusätzlich wurden 2.094 verkehrs-behindernd oder -gefährdend geparkte Fahrzeuge umgesetzt„, teilte das Büro von Neuköllns Bezirks-bürgermeisterin vorgestern in einer Pressemeldung mit.

Insgesamt, heißt es darin weiter, seien 1,5 Mio. Euro an Bußgeldern verhängt worden, wobei die durchschnittliche Bußgeldhöhe bei Verkehrsordnungswidrigkeiten zwischen 15 und 35 Euro Weiterlesen

Spitzenplätze für Straßen im Schillerkiez und die Weserstraße

Der Norden von Neukölln ist blutrot, in der Mitte und im Süden sind die Tupfen spärlicher. Es könnte auch eine Bezirkskarte sein, in der die SPD schon mal markiert hat, wo sie bei der Wahl im September die Mehrheit zu holen gedenkt, ist aber die 160412 AktionAntimüll_Müllkarte_Bezirksamt NeuköllnGrundlage für die neue Aktion Antimüll des Neuköll-ner Bezirksamts: Aus den seit November gemeldeten Müllablagerungen in Neuköllns Straßen wurden nun die Meldehäufigkeit und Abfallmengen ausgewertet und ein Ranking der 15 Dreck-Hotspots erstellt. An deren Spitze: weite Teile des Schillerkiezes, das nörd-liche Drittel der Weserstraße, die Stuttgarter Straße und der Mittelbuschweg.
Der Vermüllung und dem Zustand, dass sich „einige Menschen auf Kosten der Allge-meinheit ihres Mülls entledigen“ müsse etwas entgegengesetzt werden, erklärte die übermorgen seit einem Jahr amtierende Bezirksbürgermeisterin Weiterlesen

Kein Ersatz, sondern eine Ergänzung: Mit Bürger-Engagement gegen Neuköllns Vermüllung

besen_sauberkeitskampagne schoen wie wir_neukoellnRund 800 Tonnen illegal abgelagerten Sperrmüll hat die Berliner Stadtreinigung (BSR) allein 2015 im Auftrag des Ordnungsamts von Neuköllns Straßen geholt. Beim Anliegen-Management des Ordnungs-amtes im Bezirk gehen täglich bis zu 200 Meldungen online ein.

„Es ist nicht in Ordnung, Müll einfach auf die Straße oder in den Park zu kippen“, bringt Bezirksbürger-meisterin Dr. Franziska Giffey das Problem auf den Punkt und fordert: „Um etwas zu verändern, braucht es mehr als das klassische Bußgeldverfahren und die fleißige Arbeit der BSR-Beschäftigten. Menschen müssen ihr Verhalten ändern. Sie müssen sich verantwortlich fühlen und einen Stolz auf ihren Bezirk entwickeln.“ Gestern Mittag griff deshalb die Bezirksbürgermeisterin (l.) im Hof des Rathauses Weiterlesen

„Wir wissen doch, dass wir Kopf und Kragen riskieren, wenn wir am Sonntag offen haben. Es geht um unsere Existenz!“

späti_neuköllnWoher sind die Schrippen auf Ihrem Frühstückstisch, der gestern beim Einkauf vergessene Liter Milch oder die Sonntagszeitung? Ebenso aus einem Späti in der Nachbarschaft wie der Coffee-to-go, der einen Kof- späti-dialog_grüne neuköllnfeinkick während der morgend- lichen Gassirunde bescherte?

Bis auf den letzten Klappstuhl war am vergangenen Donnerstag der Versammlungsraum im Büro der Neuköllner Grünen besetzt: Gut 50 Gäste – darunter Polizei, Ord- nungsamt und Gewerbetreibende – waren auf Einla- dung der beiden Grüne-Wahlkreisabgeordneten Anja Kofbinger und Dr. Susanna Kahlefeld zu einem ersten Späti-Dialog zusammengekommen. Der Anlass war, dass Polizei und Ordnungsamt im Bezirk seit rund 15 Monaten rigide Weiterlesen

Zu schön, um da zu sein

baumscheibe_neuköllnDrei in der Hobrechtstraße, fünf in der Reuterstraße, 15 in der Pannierstraße und 27 in der Weserstraße: 50 Baumscheiben auf Bürgersteigen in Nord-Neukölln wurden schon abgeräumt; 33 weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Und das nicht, weil sie zu ungepflegt und deshalb unbeliebt waren bzw. sind. Ganz im Gegenteil: Voller Hingabe hatten Anwohner das Erdreich unter den Straßenbäumen bepflanzt, besät und be- gossen, hatten kleine Zäune zum Schutz der sprießenden Flora gebaut und häufig noch horizontale Bretter auf die vertikal arrangierten geschraubt, um bequem an den Minigärten vor der eigenen Haustür sitzen zu können. Doch so viel Komfort dürfen Baumscheiben in Neukölln nicht bieten, denn es ist durch Weiterlesen

Das Eis ist heiß: Demo für das Tempelhofer Paradiso

mauro luongo_tempelhofer paradiso„Im Moment bin ich ein Wanderer“, sagt Mauro Luongo. Das war bis zum Frühjahr anders: Wie die Weite und das Rauschen des Windes gehörte sein Eiswagen seit drei Jahren zum Tempelhofer Feld. Wann auch immer man zum Neuköllner Eingangstor an der Oder-/Herrfurth- straße kam, Mauro Luongo war schon da, um italienisches Eis und Getränke zu verkaufen. Nun hat dort der Besitzer eines benachbarten Spätkaufs eine mobile Weiterlesen

In Neukölln unter die Räder kommen

Der Radweg entlang der Oderstraße ist kein ordinärer Radweg, sondern ein besonderer. Er ist Teil der Radroute 10, die von der Hasenheide bis weit in den Süden Neuköllns führt. Um seinen Charakter des Speziellen zu betonen, bietet er Radfahrern zahlreiche Attraktionen:  zwei Spuren, den freien Blick aufs Tempelhofer Feld, Sprungschanzen nachempfundenen Erhebungen, acht- los kreuzende Fußgänger oder Hunde, vor allem bei Gegenverkehr herausfordernde S-Kurven, glitschiges Laub im Herbst und eine nur äußerst dürftige Schnee- räumung im Winter. Kurzum – ein Synonym für Langeweile ist dieser Abschnitt der Radroute 10 nicht.

altkleidercontainer, radweg oderstraße neuköllnSeit Dienstag letzter Woche hat sich die Zahl der Attraktionen mit Adrenalinschub-Potenzial um eine weitere erhöht. Direkt im Knick der Kurve nördlich des Werner-Seelenbinder-Sportparks steht seitdem ein funkelnagelneuer Altkleider-Container. Immerhin neben dem Radweg und nicht auf ihm. Doch sehr viel weiter können die, die ihn dort aufstellten, nicht gedacht haben. Das beweist die Richtung, in die die Einfüllluke zeigt: Ginge sie zum breiten Fußweg hin, wäre der Behälter ein Ärgernis, so aber ist er ein Unfallpunkt par excellence – für Radfahrer ebenso wie für Leute, die dem Container ihre alten Klamotten einverleiben wollen.

Zudem ist er ein Illegaler, denn der Bezirk Neukölln erteilt bereits seit 2009 keine Sondernutzungsgeneh- migungen für Altkleidercontainer auf öffentlichem Straßenland  mehr. Bür- germeister Heinz Buschkowsky (SPD) der auch Chef des Ordnungsamts ist, muss jedoch einräumen, dass die „fehlende Erlaubnis für einige Aufsteller keinen Hinderungsgrund darstellt.“ Rund 40 illegale Container, teilt er mit, habe das Bezirksamt im letzten Jahr entfernen lassen: „Da sich die Branche durch eine gewisse Dynamik aus- zeichnet und vom Bezirksamt geräumte Stand- orte durchaus wieder zu belegen weiß, werden weitere Aktionen auch in diesem Jahr folgen müssen.“

Der mit Aufklebern des Familienschutzwerk Stadtverbands Berlin versehene Container am Radweg der Oderstraße sollte weit oben auf der Liste der geplanten Aktionen stehen Denn es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis an dieser neuralgischen Stelle Radfahrer inein- ander krachen, um Altkleiderentsorgern auszu- weichen, oder  dort jemand, der mit seinen ausgedienten Klamotten Gutes tun wollte, unter die Räder gerät.

=ensa=

Update (29.2.2012): Der Container wurde entfernt.