Mit Kraft durch die Krise

Vom Bekanntheitsgrad der roten Aids-Schleife ist die grüne Schleife noch weit entfernt. Sie ist das Symbol des morgigen World Mental Health Day und soll ein Zeichen gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung psychisch Kranker setzen. Oder um es positiv auszudrücken: für die Akzeptanz psychischer Erkrankungen und Solidarität mit Betroffenen.

Das ist auch die Intention der heute um 17:30 Uhr mit einem digitalen Auftakt beginnenden 14. Berliner und bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit. Und ihre diesjährige Ausgabe, die unter dem Motto „Mit Kraft durch die Krise“ steht, erhielt bereits mächtig Vorschub: Mit Franziska Giffeys, Hubertus Heils und Jens Spahns Weiterlesen

Bezirksverordnete schockiert mit hypothetischer Frage zu Triage im Klinikum Neukölln

Ich bin entsetzt über die Abgründe menschlichen Denkens. Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mich diese Fragestellung der Neuköllner Bezirkverordneten Anne Zielisch von der AfD abstößt.“ Gesundheitsstadtrat Falko Liecke wählte in der vergangenen Woche seine Facebook-Seite als öffentliche Plattform, um seinem Herzen Luft zu machen. „Es macht mich tief traurig und wütend, dass so etwas Platz im Parlament unseres Neukölln hat. Ich schäme mich heute dafür, solche Fragen beantworten zu müssen.“

Was war geschehen? Die der AfD angehörende, fraktionslose Weiterlesen

Richtfest am Vivantes Klinikum Neukölln: Platz für 116 Betten der Psychiatrie, Hämato-Onkologie und Strahlentherapie

Eine Großbaustelle am Haupteingang des Vivantes Klinikums Neukölln weist unübersehbar daraufhin: Auf dem Klinik-Gelände zwischen Rudower Straße, Zadeckstraße, Juchacz- und Kormoranweg werden in den nächsten Jahren umfangreiche Baumaßnahmen durchgeführt. So sollen die rund 600.000 Menschen im Einzugsgebiet des Krankenhauses, das mit über 1.200 Betten eines der größten in Berlin ist, optimal versorgt werden. Die letzte Modernisierung war 1986. Schätzungsweise 700 Millionen Euro sollen die Um- und Neubauten des Vivantes Klinikums Neukölln insgesamt kosten. Ein achtstöckiger Erweiterungsbau am Weiterlesen

Großes Dankeschön an die Rettungsstelle des Neuköllner Krankenhauses

24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche und 365 Tage im Jahr ist die Notfallmedizin im Vivantes Klinikum Neukölln geöffnet, um bei allen medizini-schen Notfällen, zum Beispiel bei Verletzungen nach einem Unfall, bei akuten Erkrankungen oder Lebenskrisen so schnell wie möglich zu helfen. Gestern Vormittag besuchten Christa Oegel (M.) vom CDU-Ortsverband Rudow und Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (r.) die Chefärztin der Rettungsstelle, Hendrike Stein, und ihr Team an ihrem Arbeitsplatz in der Rudower Straße.

„Wir möchten uns bei Ihnen sowie ihrem pflegeri-schen und ärztlichen Team für ihre Arbeit recht herzlich Weiterlesen

Livestream aus den Turmfalken-Nistkästen

Wann schlüpft der Turmfalken-Nachwuchs im 40 Meter hohen Wasserturm des Vivantes Klinikums Neukölln? Das kann auch jetzt wieder per Webcam beobachtet werden. Insgesamt sind seit 2016 schon 15 Turmfalkenkinder vor laufenden Kameras aufgewachsen.

Sechs Turmfalkeneier liegen bereits im Süd-Nistkasten und werden eifrig bebrütet. Noch leer ist hingegen der Nistkasten Ost. Aber auch im vergangenen Jahr waren die Greifvögel dort mit der Familienplanung ein paar Wochen später dran, informierte jüngst das Vivantes Klinikum, das den Blick durchs Weiterlesen

Bauprojekt Klinikum Neukölln startet mit größerem Volumen als bisher geplant

Zur Vorstellung des Geschäftsberichtes 2017 hatte das Vivantes Netzwerk für Gesundheit am Donnerstagvormittag ins Neuköllner Krankenhaus an der Rudower Straße eingeladen. Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung bei Vivantes, präsentierte der Öffentlichkeit ein ausgeglichenes Jahresergebnis und kündigte weitere Investitionen an: „Vivantes hat seine Investitionen 2017 mit 82 Mio. Euro deutlich aufgestockt und treibt mittlerweile an fast allen Standorten Bauprojekte voran. Größtes Einzel-projekt war zuletzt der Ersatzneubau am Standort im Friedrichshain in Höhe von 105 Mio. Euro mit rund 400 Betten. Noch größer ist der Investitionsbedarf am Klinikum Neukölln, wo dringender Weiterlesen

Herausforderungen für alle: Neuköllner Bezirksstadträte stellen Arbeitsprogramm 2018 vor

„Ich will die erfolgreiche Politik von Heinz Buschkowsky und Franziska Giffey weiterführen, denn ich habe den Neuköllner Weg mitgestaltet.“ Mit dieser Kernaussage eröffnete der seit drei Wochen amtierende Bezirksbürger-meister Martin Hikel (SPD) gestern Mittag eine Pressekonferenz, bei der die Stadträte des Bezirksamtes ihre Arbeitsschwerpunkte für das laufende Jahr vorstellten. „Neukölln ist eine großartige Herausforderung, auf die ich mich freue“, erklärte Hikel hoch motiviert und wies auf seine Ausbildung als Mathematiker hin. Eine Qualifikation, die Hikel übrigens mit BVV-Vorsteher Weiterlesen

Pionierarbeit für den Klimaschutz im Vivantes Neukölln

Regionale Produkte kaufen, weniger Auto fahren, die Heizungstemperatur reduzieren: Was jeder Einzelne tun kann, um den persönlichen CO2-Fußabdruck zu verkleinern und damit mehr für die Umwelt zu tun, ist hinlänglich bekannt. Das Vivantes Klinikum Neukölln leistet nun bei einem Pilotprojekt der HCWH Europa als einziges deutsches Krankenhaus Pionierarbeit beim Klimaschutz in Sachen Anästhesiegase.
„Wir gehen davon aus, dass der Gesundheitssektor für rund 5 Prozent der europäischen CO²-Emissionen verantwortlich ist“, sagt HCWH-Direktorin Anja Leetz und ergänzt, dass viele Anästhesisten wohl gar wüssten, wie unterschiedlich der CO2-Fußabdruck der bei Opera-tionen eingesetzten Gase ist: Bei Desfluran liege das Treibhausgaspotenzial bei 2.540, bei Sevofluran jedoch nur bei 130. „Patientensicherheit und das individuell am besten geeignete Anästhe-sieverfahren anzuwenden hat Top-Priorität. Aber wenn es Weiterlesen

Ganz im Zeichen des Reformators Martin Luther: evangelischer Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz

Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, richtet die evangelische Martin-Luther-King Kirche in der Gropiusstadt einen Gottes-dienst speziell für Menschen mit dementieller Erkrankung und ihre Angehörigen aus. Am vergangenen Freitag-nachmittag stand der Theologe Martin Luther ganz im Mittelpunkt. Kein Wunder, denn die evangelische Kirche begeht gerade das Reformationsjahr, und das Reformationsfest am morgigen Dienstag ist in diesem Jahr Weiterlesen

Neuköllner Demenz-Initiative stellte sich im Campus Efeuweg vor

„Was Sie mit ihrer Arbeit leisten, ist mit Worten kaum zu beschreiben“, dieses große und sicherlich nicht übertriebene Lob machte Gesundheitsstadtrat Falko Liecke (r.) den vielen pflegenden Angehörigen, die am vergangenen Dienstag zum Informationsabend „Ver-gesslichkeit oder Demenz? Erkennen, behandeln, betreuen“ in den Campus Efeuweg in die Gropiusstadt gekommen waren. „Demenz betrifft in Neukölln rund 4.800 Männer und Frauen ab 65 Jahren“, erinnerte Liecke. „Die Diagnose ist ein Wendepunkt im Leben der Erkrankten – auch für Familien und Freunde.“

Liecke und seine Gesundheitsverwaltung beriefen deshalb ein Treffen der Demenz-Initiative des Vivantes Klinikum Weiterlesen

Auch in der Geburtshilfe wurde in Neukölln Wegweisendes geleistet

Ihr 100-jähriges Bestehen feierte die Neuköllner Hebammenschule am vergangenen Freitag im Vivantes Klinikum Neukölln. Am 1. Juli 1917 wurde die Lehranstalt in der Frau-enklinik am Marien-dorfer Weg 28-38 eröffnet, wo sie bis zu ihrem Umzug nach Buckow im Jahr 2002 ansässig war. Die heutige „staatlich anerkannte Hebammenschule“ am Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen in Neukölln ist aus dieser Einrichtung in direkter Nachfolge entstanden. Dort sind in 100 Jahren rund 2.000 Hebammen ausgebildet worden. Aktuell gibt Weiterlesen

Buckow mit anderen Augen sehen

Wie sich das märkische Angerdorf Buckow im Laufe der Jahrhunderte zum Ortsteil der Metropole Berlin ent-wickelte, beschreibt Hartmut Christians in seinem Buch „Alt-Buckower Geschichte(n) – Ein Ortsteil im Wandel der Zeit“.

Der Autor, der auf einem Hof im Dorfkern von Alt-Buckow aufwuchs und „seit 25 Jahren leidenschaftlich Heimatforschung betreibt“, verschafft mit seinem handlichen, 184 Seiten starken und reich bebilderten Buch dem „verträumten Dorf Buckow am Rande Berlins“ die nötige Aufmerksamkeit, die Buckow neben den anderen Neuköllner Weiterlesen

Vitamin statt Nikotin im Neuköllner Vivantes Klinikum

Rauchen ist in Deutschland das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. In Berlin ist es deutlich weiter verbreitet als im Bundesdurchschnitt und in Neukölln liegt der Anteil der Raucherinnen und Raucher noch einmal besonders hoch. Das Vivantes Klinikum Neukölln macht deshalb zum heutigen Weltnicht-rauchertag ein symbolträchtiges Tauschangebot und bietet Äpfel als gesunde Alternative zur Zigarette an. „Unter dem Motto ‚Vitamin statt Nikotin‘ wollen wir Raucherinnen und Raucher für ihre Sucht sensibilisieren und auch motivieren, mit dem Tabakkonsum aufzuhören“, erklärte Dr. Karin Vitzthum, therapeutische Leiterin des Instituts für Tabakentwöhnung und Raucherprävention im Weiterlesen

Optimistische Zukunftsperspektiven mit Wermutstropfen: Bezirksamt Neukölln stellt Arbeitsschwerpunkte für 2017 vor

„Ein Jahrzehnt der Investitionen liegt vor uns“, frohlockte Neuköllns Bezirksbürger-meisterin, als sie und ihre Dezernenten gestern Mittag bei einer gemeinsamen eberenz_liecke_giffey_raemer_biedermann_bezirksamt-neukoellnPressekonferenz im Rathaus die Arbeitsschwer-punkte für das laufende Jahr vorstellten. Hinter Dr. Franziska Giffey und den Bezirksstadträten stand zur Veranschaulichung zwischen der Berliner und der Neuköllner Fahne eine Karte des Bezirkes mit vielen bunten Fähnchen, die die Orte der künftigen Investitionen markierten.

„Wir setzen uns für die direkte Anbindung des Hauptstadtflughafens BER an die U-Bahnlinie 7 mit einer Station am Liselotte-Berger-Platz im Frauenviertel ein. Wir brauchen die Verlängerung Weiterlesen

Mittler zwischen Kranken und Kliniken: Neukölln sucht neue Patientenfürsprecher!

Der Rat, doch erstmal wieder gesund zu werden, ist für Krankenhaus-Patienten vor allem dann schwierig zu beherzigen, wenn sich ein latenter Groll über Missstände in der Klinik in die Genesungsphase mischt. Daher gibt es in Berlin ehrenamtliche Patientenfürsprecher, zweibettzimmer palliativstation vivantes neuköllndie sich bei Zahlung einer Aufwandsentschädigung der Beschwerden der Kranken annehmen und ihre Anliegen gegenüber den Verantwortlichen vertreten bzw. vermittelnd klären.

Weil die Suche nach Patientenfürsprechern für die neue Legislaturperiode infolge der Berlin-Wahl ins Hintertreffen geriet, wurde nun in Neukölln die Bewerbungsfrist bis Ende November verlängert. „Patientenfürsprecher“, so Gesund-heitsstadtrat Falko Liecke (CDU), „sind für Neuköllner Patienten eine Weiterlesen

Hans-Frankenthal-Preis an die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas verliehen

Die im Oktober 2012 gegründete Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektas will einen „sichtbaren und lebendigen Gedenkort“ schaffen, um die Erinne-rung moewenweg_neukoellnan den jungen Mann wachzuhalten, der am 5. April 2012 von einem bis heute unbekannten Täter in der Rudower Straße schräg gegenüber vom Krankenhaus Neukölln erschossen wurde.

Am Donnerstag wurde die Initiative in Hamburg für ihr Engagement geehrt: Die Stiftung Auschwitz-Komitee zeichnete – neben der Hamburger Initia-tive Gedenken in Harburg – auch die Neuköllner Gruppe mit ihrem jährlich verliehenen Hans-Frankenthal-Preis aus. Die Weiterlesen

Nähe von Bienen zu Menschen als Gefahr und Therapie

Die Initiative Berlin summt unterstützt an vielen repräsentativen Standorten Berlins die Aufstellung von Bienenstöcken und wurde 2014 dafür mit dem Naturschutzpreis der ritter_kind_sanfte bienen_vivantes neukoellnStiftung Naturschutz ausgezeichnet. Auch am Vivantes Klinikum Neukölln summt es bereits: Das Krankenhaus hat in zwei Stöcken „sanfte Bienen“ angesiedelt. Vorgestern wurde bei einem Presse-termin erläutert, warum Bienen so wichtig für die Natur sind und wie sie darüber hinaus Kindern in psychiatrischer Behandlung helfen können.

„Bienen streicheln ist fast genauso abenteuer-lich wie einen Löwen streicheln“, sagt Dietmar Ritter, der Hobby-Imker und seit 1981 Krankenpfleger in der Kinderpsychiatrie ist. „Traumatisierte Kinder Weiterlesen

Reisepässe für alle

turmfalken-beringung_vivantes neukoelln_foto stiftung naturschutzDass nicht alle bürokratischen Prozeduren in Berlin lange dauern, erlebten dieser Tage fünf Neuköllner. Ohne einen Termin vereinbart zu haben, biometrische Fotos oder Personenstandsurkunden vorzulegen und stundenlang im Bürgeramt zu warten, erhielten sie am vergangenen Mittwoch ihre Reisepässe. Mehr noch: Sie mussten sich nicht mal aus dem Haus bewegen, kupko_turmfalken-beringung_foto stiftung naturschutzsondern bekamen sie gebracht.
Dieser Service ist für Stefan Kupko normal, ebenso das vorherige Wiegen seiner Klienten. Die rund drei Wochen alten Turmfalken, die im Nistkasten-Süd im Wasserturm vom Vivantes Klinikum Neukölln schlüpf-ten und nun Reisepässe in Form von Ringen mit den Nummern GN 86546 bis GN 86550 tragen, bringen zwischen 200 und 230 Gramm auf die Waage, stellte der Mitarbeiter Weiterlesen

Homestory bei Turmfalkens

Nicht nur im Wasserturm des Vivantes Klinikums Neukölln richten sich Turmfalken häuslich ein, wenn die Zeit für Nachwuchs gekommen ist. Auch in den Türmen des turmfalken-webcam_stiftung naturschutz berlin_vivantes neukoellnRathauses und der Philipp-Melanchthon-Kirche sowie anderen geeigneten Bauwerken tun sie es – dort aber ohne Videoüberwachung.

Noch ist unspektakulär, was sich unter der Webcam im Nistkasten-Süd auf dem Klinikgelände tut: Meist liegt Mama Turmfalke (oben) auf den fünf Eiern, die seit dem 16. April gelegt wurden, während sich der künftige Vater der Nahrungssuche annimmt. Manch-mal werden aber auch die Rollen getauscht. Etwa 30 Tage lang geht das so – bis die Küken schlüpfen und für den blaugrauköpfigen Hausherrn eine besonders stressige Zeit beginnt, weil Futter für die ganze Familie organisiert werden muss. Für Beobachter des 40 Meter hoch gelegenen Turmfalken-Domizils wird es dann allerdings auch besonders interessant: Weil aber kaum jemand Zeit haben wird, das Familienleben der Greifvögel ständig zu verfolgen, führt das Neuköllner Klinikum außerdem ein Turmfalken-Tagebuch, das über Highlights informiert.

Kein Kavaliersdelikt und schon gar kein Elternrecht, sondern ein strafbares Vergehen

„Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seeli-sche Gewalt gegen Kinder_Foto Kinderschutzbund BerlinVerletzungen und andere entwürdigende Maß-nahmen sind unzulässig“ heißt es im § 1631 des BGB. Im November 2000 trat dieses Gesetz in Kraft; seit 2004 ist der 30. April auch in Deutschland der Tag der gewaltfreien Kindererziehung.

Viele Kinder werden jedoch hierzulande alles andere als gewaltfrei erzogen: Ein besonders hohes Gefähr-dungsrisiko, Opfer von Misshandlung zu werden, bestehe für unter Sechsjährige. Und: „Mehr als Drittel aller tödlichen Verletzungen bei Säuglingen, die sich im Zeitraum von 2001 bis 2010 ereigneten, kann auf Gewalthandlungen zurückgeführt werden“, halten die Rechtsmediziner Prof. Dr. Michael Tsokos und Weiterlesen