Modellprojekt „Dolmetschen im pädagogischen Prozess“ bietet Sprachmittlung in Kitas und Familienzentren an

„Zur Unterstützung der Kommunikation zwischen Familien mit Fluchthintergrund und pädagogischen Fachkräften hat sich in Berlin in den vergangenen Jahren ein erhöhter Bedarf an Übersetzungsleistungen ergeben“, erkannte kürzlich das BENN-Büro Britz, dessen Aufgabe es ist, dass sich Geflüchtete und Alteingesessene kennenlernen, austauschen und Weiterlesen

Betroffene der Neuköllner Anschlagserie fordern Untersuchungs-Ausschuss noch in dieser Wahlperiode

Über 70 Straftaten, darunter zwei Dutzend Brandstiftungen, die vermutlich alle aus rechtsextremen Motiven seit 2016 in Neukölln begangen wurden, sind bis heute nicht aufgeklärt. Stattdessen deckten Journalisten, Rechtsanwälte sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen verschiedene Ermittlungspannen und Skandale auf. Jüngste Enthüllung: Gegen Stefan K. – einer der beiden Polizeibeamten, die jahrelang im engen Kontakt mit der Britzer Initiative Hufeisern gegen Rechts standen, um sie gegen rechtsextreme Bedrohungen zu beschützen – läuft ein Gerichtsverfahren wegen führender Beteiligung an einem Weiterlesen

„Ich bin überzeugt, dass das Neutralitätsgesetz die Grundvoraussetzung für Antidiskriminierung ist“

Das Gericht habe zwar die Entschädigung für die Bewerberin aus arbeitsrechtlichen Gründen bestätigt, „aber das Neutralitätsgesetz bleibt bestehen. Für die Neuköllner Schulen ist das die wichtigste Botschaft.“ So kommentierte Bezirksbürgermeister Martin Hikel gestern ein vielbeachtetes Urteil (8 AZR 62/19), das das Bundesarbeitsgericht in Erfurt am 27. August verkündete.

Das Gericht in Erfurt hatte am Donnerstag die Revision des Landes Berlin gegen ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Weiterlesen

Sechs Monate nach dem Anschlag von Hanau: Gedenken auch am Hermannplatz

Neun Menschen wurden im Februar bei einem rassistisch motivierten Terroranschlag auf zwei Shisha-Bars in Hanau getötet. Nicht nur am Rathaus der Stadt, das aktuell eingerüstet ist und saniert wird, und dem Brüder-Grimm-Denkmal erinnern nach wie vor Transparente, Blumen, Kerzen und Fotos der Ermordeten an die Tat. Viele Orte in der Stadt halten das durch den Ausbruch der Corona-Pandemie erschwerte Gedenken an die Opfer wach: Auf Aufklebern an Ampelmasten und an Hauswänden bleiben ihre Namen unvergessen, in vielen Schaufenstern in der Innenstadt demonstrieren Plakate mit dem Weiterlesen

Güner Balcı ist Neuköllns erste Integrationsbeauftragte mit Migrationshintergrund

„Sind Sie Deutsche, oder nicht?“ Güner Balcı, Sozialarbeiterin, Journalistin und Buchautorin, hat diese Frage sicherlich schon öfter gehört und wahrscheinlich nicht nur deshalb, weil ihr Nachname mit dem türkischen Buchstaben „ı“ – einem i ohne Punkt – endet. Dass der AfD-Bezirksverordnete Andreas Lüdecke der seit 1. August amtierenden Neuköllner Integrationsbeauftragten diese Frage stellte, als sie sich am vergangenen Donnerstagnachmittag dem Integrations-Ausschuss vorstellte, hätte eigentlich genügend Stoff für eine integrationspolitische Weiterlesen

Generalstaatsanwaltschaft Berlin übernimmt Ermittlungsverfahren wegen Anschlagsserie in Neukölln

In einem Ermittlungsverfahren zur Brandanschlagsserie in Neukölln sind Umstände zu Tage getreten, die die Befangenheit eines Staatsanwalts als möglich erscheinen lassen. Um jedem Anschein einer nicht sachgerechten Bearbeitung in diesem und in allen anderen entsprechenden Verfahren entgegen zu wirken, hat die Generalstaatsanwältin heute entschieden, sämtliche Ermittlungsverfahren wegen der Stratftaten zum Nachteil der in Neukölln gegen Rechtsextremismus engagierten Menschen zu übernehmen, die Weiterlesen

Bundesförderung für das Neuköllner Vorzeigeprojekt „Heroes“

Für eine bundesweite Koordinierungsstelle zur geschlechterreflektierenden Jungenarbeit erhält das Neuköllner Gewaltpräventionsprojekt Heroes bis 2023 vom Bundesfamilienministerium eine Projektförderung in Höhe von 212.000 Euro. Weitere Projektförderungen im Umfang von insgesamt 145.000 Euro erhält der Träger-Verein Strohhalm e. V. in diesem Jahr aus Landesmitteln, vorwiegend von der Weiterlesen

Solidaritäts-Demo für die Konditorei Damaskus

Sieben Anschläge, zu denen Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Nazi-Schmierereien gehören, wurden seit vergangenem Sommer auf die Konditorei Damaskus in der Neuköllner Sonnenallee verübt. Zuletzt brannte in der Nacht vom 18. auf den 19. Juni vor der Konditorei ein Lieferwagen vollständig aus. Zudem wurde das Haus mit SS-Runen beschmiert. Unter dem Motto „Stoppt den rechten Terror“ rief deshalb gestern Nachmittag das Bündnis Neukölln zu einer Demonstration vom Hermannplatz durch die Sonnenallee bis Weiterlesen

Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Weiterlesen

Rudow schöner machen: Rallye zu Nazi-Schmiereien

„Um es gleich vorne weg zu sagen: Ich beseitige nicht Aufkleber und Graffiti, sondern ausschließlich Hassparolen und Nazisymbole“, stellte Irmela Mensah-Schramm am Anfang des Gespräches klar, das ich mit der ehemaligen Heilpädagogin bei einem ganz besonderen Spaziergang in den ruhigen Straßen Rudows führen konnte. Die Initiative „Rudow empört sich“ hatte als eigenen Beitrag zum dreitägigen Festival „Offenes Neukölln“ eine Rallye zu Nazi-Schmierereien organisiert. Am südlichen Ausgang des U-Bahnhofs Rudow trafen sich deshalb Weiterlesen

„Ein solches Verhalten ist dämlich, unsolidarisch und schadet dem tatsächlichen Protest gegen Rassismus“

Der Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd, der vor Pfingsten infolge eines brutalen, fast neunminütigen Polizeieinsatzes in Minneapolis ums Leben kam, bewegt weiterhin viele Menschen. Weltweit treffen sie sich zu Kundgebungen und Demonstrationen, um gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt zu protestieren. Auch in Neukölln, wo Pfingstmontag eine große Demonstration auf dem Hermannplatz endete, sind an unterschiedlichsten Orten immer wieder Transparente und Spruchbänder der Black Lives Matter Bewegung zu sehen, Weiterlesen

Protest der Bewegung „Black Lives Matter“ endete friedlich auf dem Hermannplatz

Weltweit demonstrieren Menschen gegen rassistische Gewalt, nachdem am Montag vergangener Woche der Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben kam. Am Pfingstsonntag endete auf dem Hermannplatz eine Demonstration, die am Mehringdamm begann und der nach Angaben eines Polizeisprechers zeitweise bis zu 1.500 Menschen folgten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten u. a. Gerechtigkeit für George Floyd und ein Ende rassistischer Polizeigewalt. “Black lives matter” (Schwarze Weiterlesen

Festival „Offenes Neukölln“ diesmal im virtuellen und realen Raum für ein friedliches Miteinander

Vom 5. bis 7. Juni lädt das Bündnis Neukölln zum Festival „Offenes Neukölln“ein: Zum vierten Mal setzen Initiativen im Bezirk ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus – damit Neukölln ein Ort bleibt, in dem alle sicher und gerne leben. Wegen der Corona-Pandemie findet das Festival in diesem Jahr größtenteils im virtuellen Raum online statt: Interessierte können auf der Programmseite aus augenblicklich knapp 60 Veranstaltungen das für sie passende Angebot herausfiltern.

Es gibt Livestreams, interaktive Web-Konferenzen, Kurzfilme, Weiterlesen

Roma-Selbsthilfeorganisation warnt vor einer humanitären Katastrophe

Zum 30. Mal wurde in der vergangenen Woche der Internationale Roma-Tag gefeiert. Als Statement gegen Antiziganismus und für ein diskriminierungsfreies Miteinander ließ Bezirksbürgermeister Martin Hikel aus diesem Anlass am 8. April erstmals die Roma-Flagge vor dem Rathaus aufziehen. Das Blau in der oberen Hälfte und das Grün in der unteren Hälfte der Fahne mit dem roten Speichenrad im Zentrum repräsentieren Himmel und Erde.

„Roma sind in vielen Ländern Europas massiver Diskriminierung ausgesetzt, und das seit Jahrzehnten. Auch in Weiterlesen

„Fachkräftebedarf ist die Wachstumsbremse, die vor uns liegt“

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit dem Estrel Berlin die „Jobbörse für Geflüchtete und ausländische Arbeitssuchende“. Für diese Zielgruppe ist es die größte Berufs- und Ausbildungsmesse in ganz Europa. 2019 nahmen 186 Aussteller und 3.800 Besucher an der Veranstaltung teil.

Über 100 Aussteller brachten am vergangenen Montag – trotz Corona – ihre aktuellen Stellenausschreibungen und Ausbildungsmöglichkeiten mit. Dabei waren in diesem Jahr Unternehmen wie TÜV Rheinland, Freie Universität Berlin und Weiterlesen

„Über den Völkermord an osmanischen Christen wird kaum gelehrt und geforscht“

Zwischen 3.000 und 4.000 Armenier, die auch fern von der Heimat ihre Sprache, Kultur und Religion pflegen, leben heute in Berlin. Die Veranstaltungsreihe „Neukölln – armenisch“, die Ende Januar im Interkulturellen Zentrum Genezareth eröffnet wurde, trägt dazu bei, die armenischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, ihre Kultur, ihre Lebensweise und ihr Denken kennenzulernen.

Das dunkelste Kapitel ihrer Geschichte und bis heute eine offene Weiterlesen

In der Walter-Gropius-Schule diskutierten Experten über das Berliner Neutralitätsgesetz

In der Neuköllner Walter-Gropius-Schule veranstaltet das Oberstufenforum Religion & Politik regelmäßig Podiumsdiskussionen mit Expertinnen und Experten zu aktuellen und spannenden Themen. Das Oberstufenforum ist eine interreligiöse Kooperation der Fächer muslimische bzw. christliche Religion mit Grundkursen Politische Weltkunde der Oberstufe. Schülerinnen und Schüler der 11. bis 13. Klassen können hier in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft das Weiterlesen

Über 3.000 Menschen in Neukölln beim Gedenkmarsch für die Opfer von Hanau

Laut, wütend und kämpferisch zog gestern Abend eine deutlich über 3.000 Teilnehmer zählende Trauerdemonstration vom Hermannplatz zum Rathaus Neukölln und wieder zurück. Sie gedachte der vielen getöteten und teils schwerverletzten Opfer, die am 19. Februar ein rassistisch motivierter Terroranschlag auf zwei Shisha-Bars in Hanau forderte und setzte ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen sowie mit ihren Angehörigen. Die Neuköllner Initiative „Kein Generalverdacht“ hatte zur Weiterlesen

„Wir stehen hier, weil wir Aufklärung wollen“

Die Familie Bektas kämpft seit dem gewaltsamen Tod ihres Sohnes Burak für die Aufklärung des Mordes und ein angemessenes Gedenken. Am 14. Februar wäre Burak 30 Jahre alt geworden. Familienangehörige, Freunde und Unterstützer trafen sich deshalb am vergangenen Freitagnachmittag am Gedenkort an der Rudower Straße/Ecke Möwenweg. An dieser Stelle wurde im April letzten Jahres – unweit vom Tatort entfernt – die zwei Meter hohe Bronzeskulptur „Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“der Kreuzberger Künstlerin Zeynep Delibalta eingeweiht.

„Wir stehen hier, weil wir Aufklärung wollen“, leitete Helga Seyb, die Weiterlesen

Wie können sich ältere Migranten in der Politik engagieren?

Jung und bunt statt alt und grau: Das Image Neuköllns hat sich in den vergangenen 30 Jahren seit der Wiedervereinigung grundlegend gewandelt. Trotzdem leben viele Menschen der Generation 60 plus nach wie vor in Neukölln und – anders als in der Vergangenheit – gehört zu ihren Biographien inzwischen häufig eine Migrationsgeschichte. Gerade für Migranten gibt es bei altersgerechten Angeboten allerdings einen großen Nachholbedarf, auf den der Weiterlesen