Modellprojekt IKMO will Migrantenorganisationen stärken

Wie können Migrantenorganisationen partizipativ in die Gesellschaft eingebunden werden? Unter dieser Fragestellung bauten der Verband für Interkulturelle Arbeit (VIA), der Club Dialog e. V. sowie der Türkische Bund Berlin Brandenburg (TBB) seit Sommer 2015 gemeinsam als Modellprojekt das Interkulturelle Kompetenzzentrum für Migrant*innenorganisa-tionen (IKMO) auf. Hauptanliegen des IKMO war es, die Potenziale seiner Adressaten zu stärken, speziell in den Bereichen Beratung, Qualifizierung, Vernetzung und Projektförderung.

Gestern zogen die drei soziokulturellen Initiativen im Sharehaus Refugio in Neukölln eine Zwischenbilanz ihres Modellversuches und gaben einen Weiterlesen

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Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ macht regionale Aktionen zu bundesweiten

„Demokratie leben!“ heißt ein Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mit dem der Dialog zwischen den verschiedenen Kulturen in Deutschland ermöglicht und gefördert werden soll. Ziel des Bundes-programmes ist es, bewusste und unbewusste, insbesondere kulturspezifische Vorurteile zwischen verschiedensten Gruppen von Menschen zu thematisieren und abzubauen.

Der Aufbruch Neukölln e. V. stellte in diesem Zusammenhang gestern Mittag im Spiegelsaal des Deutschen Theaters in Mitte sein bundesweites Projekt „Dialog – Aufbruch aus Neukölln“ der Öffentlichkeit vor. Es wurde im September letzten Jahres begonnen und läuft bis Ende 2019. Weiterlesen

Erinnerungsort für Burak Bektas eröffnet: „Wir werden nicht zulassen, dass die Aktendeckel zugemacht werden, bevor der Fall aufgeklärt ist“

Eine zwei Meter hohe Bronzeskulptur mit dem Titel „Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“ wurde gestern Nachmittag feierlich an der Ecke Rudower Straße/ Möwenweg enthüllt. Das Werk der Kreuzberger Künstlerin Zeynep Delibalta, die im vergangenen Dezember starb, wird von einer Tafel ergänzt, die an Burak Bektas erinnert, der im Alter von nur 22 Jahren am 5. April 2012 von einer bis heute unbekannten Person erschossen wurde.

Ermöglicht wurde die Einrichtung des Erinnerungs-ortes durch zahlreiche private Spenden in Höhe von rund 60.000 Euro sowie mit Unterstützung des Bezirkes Neukölln, der die gewünschte Grünfläche sowie die Expertise des Museums Weiterlesen

Ohne Wenn und Aber verboten

Seit dem 22. Juli 2017 ist das Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen in Kraft. In Deutschland dürfen Ehen seitdem erst ab 18 Jahren geschlossen werden. Ausnahmen gibt es nicht mehr. Auch religiöse oder traditionelle Handlungen oder Verträge mit Minder-jährigen zur Verlobung sind verboten, und wer an einer religiösen Trauung teilnimmt, kann laut einer Mittei-lung des Neuköllner Bezirksamts mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro belegt werden.

Am 7. März lädt das Jugendamt Neukölln Interessierte von 9.30 bis 12 Uhr zu einem Fachtag zum Verbot von Kinderehen ins JKW Grenzallee ein. Bei der mit der Gleichstellungsbeauftragten organisierten Veranstal-tung geben Expertinnen Einblicke in Theorie und Praxis der Hilfe für Betroffene.

Schritte in ein normaleres Leben für Geflüchtete

Vor gut zwei Jahren wurde die Notunterkunft für Flüchtlinge im ehemaligen C&A-Haus eröffnet. Nun hat sie ausgedient: Seit Montag wird das Gebäude freigezogen, was bis Mitte Februar vollständig abgeschlossen sein soll.

Die 90 Frauen und Männer und 47 Kinder ziehen in die im Dezember letzten Jahres fertig gestellte Gemein-schaftsunterkunft in der Haarlemer Straße um. 175 Wohnungen, zwischen 40 und 60 Quadratmeter groß und mit drei bis fünf Betten ausgestattet, stehen dort bereit. Schulpflichtige Kinder, die mit ihren Familien in die neue Unterkunft zögen, könnten in ihren bisheri-gen Schulen bleiben, teilte das Bezirksamt Neukölln in einer Pressemeldung mit. „Ich bin froh, dass die Familien mit ihren Kindern jetzt den Schritt in  Weiterlesen

„Man muss den rollenden Schneeball zertreten; die Lawine hält keiner mehr auf“

Mehrere Hundert Menschen nahmen gestern Mittag auf dem Vorplatz des Rathaus Neukölln an einer Solidaritätskundgebung unter dem Motto „Neukölln steht zusammen – gegen rechte Gewalt und Intole-ranz“ teil. Zu der Kundgebung hatten u. a. das Bündnis Neukölln, die Initiative Hufeisern gegen Rechts, das Aktionsbündnis Rudow, die Interessengemeinschaft Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus sowie Parteien und Gewerkschaften aufgerufen. Anlass der gut einstündigen Protestveranstaltung, auf der ein Dutzend Rednerinnen und Redner ihre Anteilnahme aussprachen: In der Nacht zu Donnerstag wurden in Britz und Rudow die Autos von Weiterlesen

Tag der Offenen Tür in der Gemeinschaftsunterkunft Haarlemer Straße

Gut besucht war gestern Mittag ein Tag der Offenen Tür in der neuen Gemeinschafts-unterkunft für Geflüchtete in der Haarlemer Straße / Neue Späthstraße. Anwohnerin-nen und Anwohner konnten sich selbst ein Bild davon machen, wie ihre neuen Nachbarn untergebracht sind, die ab Montag schrittweise einziehen werden.

Die Kapazität der Einrichtung im Neuköllner Ortsteil Britz beträgt zunächst 600 Plätze in 175 Wohnein-heiten zwischen 40 bis 60 Quadratmetern mit jeweils drei bis fünf Betten. Die Appartments, die teilweise rollstuhlgerecht ausgestattet sind, haben alle eine Küchenzeile sowie einen eigenen Sanitärbereich und sind für Familien sehr geeignet. Die seit 2014 Weiterlesen