Talentscouting soll künftig Jugendliche an der Walter-Gropius-Schule unterstützen

Niedriges Familieneinkommen, schwierige soziale Rahmenbedingungen und ein eher niedriger Bildungsabschluss der Eltern, das sind die drei wesentlichen Gründe, weshalb auch talentierte Schülerinnen und Schüler beim Übergang von der Schule in die Ausbildung oder das Studium oft scheitern. „Immer noch entscheidet die Herkunft in diesem Land über die Bildungschancen der Jugendlichen. Unter 100 Studierenden sind in Deutschland 77 Akademikerkinder, aber nur 23 Arbeiterkinder. Und die Jugendlichen, die nicht studieren, kommen nicht automatisch in eine Ausbildung“, erklärte mir Suat Yilmaz, mit dem ich Weiterlesen

„Heißer Herbst“: Die Linke Neukölln wirft Bundeskanzler Scholz „unsoziale Ignoranz“ vor

„Heizung, Strom, Lebensmittel, Miete. Die Preise steigen. Immer mehr Menschen können ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.“ Der Neuköllner Bezirksverband der Partei Die Linke eröffnete gestern Nachmittag mit dieser Zustandsbeschreibung seinen „heißen Herbst“ für höhere Löhne und niedrigere Preise . Vor knapp 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sprachen bei einer Protestkundgebung auf dem Alfred-Scholz-Platz der Neuköllner Linke-Abgeordenete Ferat Koçak sowie Rednerinnen und Redner von „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“, der „Berliner Krankenhausbewegung“, der „Initiative Hermannplatz: Karstadt erhalten“ und der „Aktionsgruppe Aufstehen gegen Rassismus“. Weiterlesen

„Unsere alte Russlandpolitik ist pleite, das müssen wir einfach feststellen!“

Freitagabend -die deutschen Medien meldeten erste Erfolge der ukrainischen Armee im Nordosten ihres Landes- veranstaltete die SPD Neukölln im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt eine zweistündige Diskussion unter dem Titel: „Krieg gegen die Ukraine: Wo stehen wir nach über einem halben Jahr der Zeitenwende?“ Moderatorin Dr. Liana Fix, Historikerin und Politikwissenschaftlerin der Körber-Stiftung, konnte neben Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann (M.), Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Deutschen Bundestag und Weiterlesen

Berlin Global Village weckt große Erwartungen an eine gerechtere Welt

„Ich freue mich heute ein so einzigartiges Projekt wie das Eine-Welt-Zentrum mit eröffnen zu dürfen. Es ist ein tolles Zeichen, dass Berlin eine weltoffene Metropole mit starker Zivilgesellschaft ist, in der Solidarität und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle im gegenseitigen Miteinander spielen.“ Wirtschaftssenator Stephan Schwarz sparte am Freitagnachmittag auf dem ehemaligen Kindl-Gelände zur großen Eröffnungsfeier des Berlin Global Village (BGV) unweit des Neuköllner Rollbergviertels nicht mit lobenden Worten: „Gemeinsam schaffen wir mit dem Global Village Strukturen und einen Ort des Dialogs für die globalen Fragen der Gerechtigkeit. Das ist wichtig für eine lebendige, verantwortungsbewusste und Weiterlesen

KinderKulturMonat mit 27 neuen Orten und über 270 Veranstaltungen

Im Oktober startet der KinderKulturMonat zum elften Mal in mehr als 100 Kulturorten in ganz Berlin und Umgebung. Seit gestern sind Anmeldungen auf der Webseite www.kinderkulturmonat.de möglich. Das diesjährige Festival bietet für alle Kinder von vier bis 12 Jahren ein buntes Programm mit über 270 Veranstaltungen zum Malen, Tanzen, Musizieren oder Drucken. Neben Workshops, Theater- und Kinovorstellungen sowie Führungen in Museen, können Kinder und Familien an allen Oktoberwochenenden viele weitere künstlerische Abenteuer erleben. Neu im Programm sind insgesamt 27 Kulturorte wie das Weiterlesen

Kleinkunstabend 2022 „Open Air“

Zugunsten ihrer Flüchtlings- und Asylarbeit richten die katholische Kirchengemeinde St. Christophorus  und das Forum Asyl regelmäßig einen Kleinkunstabend aus. Zwei Jahre lang musste die beliebte Benefizveranstaltung mit „Kultstatus“ coronabedingt pausieren. In knapp zwei Wochen gibt es einen Neustart an der frischen Luft: Freitag, 16.9., beginnt das Wochenendvergnügen mit Musik, Tanz, Theater und Kabarett bei einem Imbiss ab 18.45 Uhr auf dem Sportplatz St. Christophorus in der Nansenstraße 4 -7.

=Christian Kölling=

Imad Al Suliman liest aus seiner Fluchtgeschichte „Das Jasmin-Inferno“

Was fühlen Menschen, die auf der Flucht sind? Der syrische Autor Imad Al Suliman, geboren 1987 in Damaskus, lebt seit Juli 2015 in Deutschland. In seinem Tatsachenroman „Das Jasmin-Inferno – Eine Fluchtgeschichte vor dem Tod ins Exil“ erzählt er, was Menschen fühlen, die Tragödien hautnah erlebt haben. Deren Familien zerbrechen, die ihre Heimat verlieren, die täglich Schmerz, Enttäuschung, Ablehnung, ja sogar die Verwüstung ihrer Seele erfahren. Am kommenden Donnerstag liest Al Suliman in der Neuköllner Stadtbibliothek. Weiterlesen

Einschulungsuntersuchungen in Neukölln wieder auf aktuellem Stand

Pünktlich zum Start des neuen Schuljahres 2022/23 meldet der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) des Bezirksamtes Neukölln 3393 erfolgreich durchgeführte Schuleingangsuntersuchungen. „Nachdem pandemiebedingt in den letzten zwei Jahren die Untersuchungen nur eingeschränkt stattfinden konnten, freue ich mich sehr, dass wir in diesem Jahr diese wichtige Maßnahme für den Schulzugang bedarfsgerecht umsetzen konnten“, kommentierte Gesundheits- und Jugendstadträtin Mirjam Blumenthal. Im Durchschnitt dauere eine Eingangsschuluntersuchung (ESU) etwa eine Dreiviertelstunde. Nach einem gründlichen Weiterlesen

Open-Air-Filmabend in Rudow: „Spuren – Die Opfer des NSU“

Die Initiative „Rudow empört sich. Gemeinsam für Respekt und Vielfalt“ zeigt am Donnerstag kommender Woche bei freiem Eintritt den 81-minütigen Dokumentarfilm „Spuren – Die Opfer des NSU“ von Aysun Bademsoy. Die Filmemacherin wird anwesend sein und von Kulturstadträtin Karin Korte begrüßt, wie das Bezirksamt Neukölln in einer Pressemitteilung ankündigte. Acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein Weiterlesen

Bereits über 55.000 Unterschriften für die Weiterführung des „Bundesprogramms Sprach-Kitas“

Anfang Juli erschütterte die Nachricht, dass das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ nicht fortgeführt werden soll, die bundesdeutsche Bildungslandschaft. Die Berliner Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, Astrid-Sabine Busse, bedauerte beispielsweise umgehend die Ankündigung des Bundesfamilienministeriums, das Programm nicht fortführen zu wollen. „Der Koalitionsvertrag der Ampel-Koalition im Bund versprach die Weiterentwicklung und Verstetigung des Programms. Das nun angekündigte Aus durch die Bundesregierung ist enttäuschend und nicht nachvollziehbar. Ich hoffe, dass die Weiterlesen

In Neukölln arbeitet bereits die 20. Generation der Stadtteilmütter

Mit einem Projekt für türkischsprachige Frauen im Schillerkiez startete 2004 die erste Generation der Neuköllner Stadtteilmütter. Fast zwei Jahrzehnte später konnte Bezirksbürgermeister Martin Hikel am 1. Juli acht frisch ausgebildeten Stadtteilmüttern ihre Ausbildungszertifikate im Rathaus überreichen. Als 20. Generation der Stadtteilmütter sind die Frauen, die von rund 70 Kolleginnen begleitet wurden, nun mit Umhängetasche und rotem Schal im Bezirk unterwegs. Alleine in Neukölln wurden bis heute Weiterlesen

„Urbane Praxis“: Radikal divers wie das zeitgenössische Berlin

„Urbane Praxis“ heißt ein neues Konzept der Stadtentwicklung, das sowohl im Koalitionsvertrag der rot-grün-roten Berliner Landesregierung als auch in der Neuköllner Zählgemeinschaftsvereinbarung von SPD und Grünen verankert ist. Ein konkretes Projekt der „Urbanen Praxis“ nahm in der südlichen Gropiusstadt, wo das landeseigene Wohnungsunternehmen Degewo in der Umgebung des U-Bahnhofs Wutzkyallee rund 5.000 Wohnungen besitzt, am vergangenen Donnerstag offiziell seine Arbeit auf. „Urbane Praxis“ soll – einfach gesagt – die Nachbarschaft mit Kunst und Kultur stärken. Im Stadtteilzentrum der Weiterlesen

Platz für Experimente

Von außen ist die Genezareth-Kirche schon länger ein Hingucker. Denn anders als die meisten Kirchen hat sie keinen hoch aufragenden Turm. Seit im September letzten Jahres der Ev. Kirchenkreis Neukölln das Backsteingebäude auf dem Herrfurthplatz von der Gemeinde übernommen und für die Projekte Startbahn, Segensbüro und Spirit & Soul einen sogenannten Dritten Ort geschaffen hat, hat sich aber auch im Inneren der Kirche viel verändert: Bunte Sitzkissen und ein großer, runder Teppich, wo früher Kirchenbänke standen, Liegestühle, Bücher, Spiele und üppige Grünpflanzen auf den Emporen. Und im Foyer wurde im Frühjahr ein Gebetomat aufgestellt. Weiterlesen

Lesung und Diskussion: „Wie ist Jesus weiß geworden?“

Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in der Kirche rassistische Strukturen, die weißen Menschen meist gar nicht auffallen“, sagt die Theologin Sarah Vecera aus eigener Erfahrung. In ihrem Buch „Wie ist Jesus weiß geworden?“, das im Frühjahr im Patmos Verlag erschienen ist, thematisiert sie den latenten Rassismus in der evangelischen Kirche und verdeutlicht ihn anhand struktureller Fakten sowie biografischer Erfahrungen. Am 30. Juni liest sie auf Einladung der Pfarrerinnen Lena Müller und Lioba Diez von der Initiative „Spirit & Soul“  in der Neuköllner Genezarethkirche am Herrfurthplatz. Weiterlesen

Neuer Beirat für Partizipation und Migration kann Arbeit aufnehmen

20 Vereine und Initiativen, die das Bezirksamt Neukölln in seiner Sitzung vom 31. Mai aus insgesamt 32 Bewerbungen auserkoren hat, sollen den Bezirk im Beirat für Partizipation und Migration künftig beraten. Die Neuwahl des Beirates wurde aufgrund der Novellierung des Gesetz zur Förderung der Partizipation in der Migrationsgesellschaft (kurz PartMigG) notwendig, weil das im vergangenen Sommer beschlossene Gesetz eine Neustrukturierung des Gremiums vorsieht. Im Januar startete das Bezirksamt deshalb einen Aufruf zur Neubesetzung des Beirates. “Die eingegangenen Bewerbungen wurden anhand von insgesamt Weiterlesen

Wurzeln und Wege der afrikanischen Diaspora im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt

Roots and Routes of the African Diaspora“ lautet der Titel einer Ausstellung im Foyer des Gemeinschaftshauses Gropiusstadt, die Kulturstadträtin Karin Korte (r.) letzten Donnerstag am Rand des diesjährigen CDC-Festivals eröffnete. Der bildende Künstler Nigel Masore (l.), der Maler Phillip Hudson Dorrel (2. v. l.) und die Hairstylistin Fatimah York (3. v. l.) haben mit ihren Arbeiten jeweils eigene Wege gefunden, um sich mit ihren afrikanischen Wurzeln in Weiterlesen

Tag der Nachbarn: Schillerwerkstatt eröffnete Veranstaltungsreihe zum Thema „Räume und Teilhabe“

Deutschlandweit zeigten Nachbarinnen und Nachbarn am 20. Mai mit vielen kleinen und großen Aktionen – zu denen Hoffeste, Lesungen, Spaziergänge durchs Viertel gehörten – wie wichtig das nachbarschaftliche Miteinander ist. In der Neuköllner Karlsgartenstraße wurde der diesjährige Tag der Nachbarn dagegen nachdenklich begangen: „Was bedeutet die Schließung eines Nachbarschaftshauses?“, fragte das Demokratieprojekt im Schillerkiez, das von der Berliner Landeszentrale für Politische Bildung gefördert wird. Der Aktionstag war Auftakt einer Veranstaltungsreihe zum Thema „Räume und Teilhabe“. Hintergrund der Reihe: Das Weiterlesen

Anna Faroqhi liest aus ihrer Graphic Novel „Andersdenkerinnen“

Was verbindet die politische Philosophin Hannah Arendt, die Schriftstellerin Anna Seghers und die Bibliothekarin Helene Nathan? „Nicht nur ihre jüdische Identität, sondern auch ihre politischen Überzeugungen machten ihnen ein Leben in Nazi-Deutschland unmöglich“, bringt die Autorin Anna Faroqhi das Lebensschicksal der drei intellektuellen Frauen, die zwischen 1885 und 1906 in Deutschland geboren wurden, auf einen gemeinsamen Nenner. Ihre Lebensläufe erzählt Faroqhi in der Graphic Novel „Andersdenkerinnen“ aus der Perspektive von drei jungen Menschen der Gegenwart in Berlin. „Die historischen wie die fiktiven Protagonistinnen verbindet Weiterlesen

Antiziganistische Vorfälle in Berlin 2021: „Das ist nur die Spitze des Eisbergs“

Antiziganismus, Antisemistismus und andere Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit werden seit jeher in Krisenzeiten, wie wir sie gerade erleben, aufgrund einer angespannten gesellschaftlichen Situation zusätzlich angeheizt. Die Dokumentationsstelle Antiziganismus (Dosta) hat seit 2014 allein in Berlin 1054 Vorfälle gegen Personen registriert, die Romni, Rom, Sinto oder Sintizza waren bzw. dafür gehalten wurden. Am Mittwoch stellte Dosta den Kurzbericht für das Jahr 2021 vor, der zwar nicht so umfangreich wie gewohnt war, aber dennoch brisant ist. Projektleiterin Violeta Balog erklärte: „Obwohl pandemiebedingt viele unserer Meldestrukturen weggefallen sind, sind uns im Weiterlesen

Nach Großrazzia wegen Verdachts auf Subventionsbetrug: Keine Anklage gegen Neuköllner Begegnungsstätte

Ein Großaufgebot von 60 Polizeikräften – teilweise schwerbewaffnet und maskiert – durchsuchte Ende 2020 die Räume des Neuköllner Begegnungsstätte e.V. / Dar Assalam Moschee. Anlass der mehrstündigen Polizeiaktion am Morgen des 26. November: Es bestand der Verdacht, dass der gemeinnützige Verein aus der Neuköllner Flughafenstraße zu Unrecht Corona-Hilfen in Höhe von 14.000 Euro erhalten haben könnte. Rechtsanwalt Johannes Eisenberg, der die Neuköllner Begegnungsstätte (NBS) juristisch vertrat, kritisierte das Vorgehen der Staatsanwaltschaft und des Untersuchungsführers einen Tag später mit den Worten: Weiterlesen