Generalstaatsanwaltschaft Berlin übernimmt Ermittlungsverfahren wegen Anschlagsserie in Neukölln

In einem Ermittlungsverfahren zur Brandanschlagsserie in Neukölln sind Umstände zu Tage getreten, die die Befangenheit eines Staatsanwalts als möglich erscheinen lassen. Um jedem Anschein einer nicht sachgerechten Bearbeitung in diesem und in allen anderen entsprechenden Verfahren entgegen zu wirken, hat die Generalstaatsanwältin heute entschieden, sämtliche Ermittlungsverfahren wegen der Stratftaten zum Nachteil der in Neukölln gegen Rechtsextremismus engagierten Menschen zu übernehmen, die Weiterlesen

Bundesförderung für das Neuköllner Vorzeigeprojekt „Heroes“

Für eine bundesweite Koordinierungsstelle zur geschlechterreflektierenden Jungenarbeit erhält das Neuköllner Gewaltpräventionsprojekt Heroes bis 2023 vom Bundesfamilienministerium eine Projektförderung in Höhe von 212.000 Euro. Weitere Projektförderungen im Umfang von insgesamt 145.000 Euro erhält der Träger-Verein Strohhalm e. V. in diesem Jahr aus Landesmitteln, vorwiegend von der Weiterlesen

Solidaritäts-Demo für die Konditorei Damaskus

Sieben Anschläge, zu denen Brandstiftungen, Sachbeschädigungen und Nazi-Schmierereien gehören, wurden seit vergangenem Sommer auf die Konditorei Damaskus in der Neuköllner Sonnenallee verübt. Zuletzt brannte in der Nacht vom 18. auf den 19. Juni vor der Konditorei ein Lieferwagen vollständig aus. Zudem wurde das Haus mit SS-Runen beschmiert. Unter dem Motto „Stoppt den rechten Terror“ rief deshalb gestern Nachmittag das Bündnis Neukölln zu einer Demonstration vom Hermannplatz durch die Sonnenallee bis Weiterlesen

Ganesha-Tempel an der Hasenheide nimmt allmählich Gestalt an

Über den Fortschritt der Bauarbeiten am Hindu-Tempel in Neukölln, wo kürzlich das Baugerüst des 17 Meter hohen Königsturmes endgültig entfernt wurde, informierten sich Bezirksbürgermeister Martin Hikel sowie Bezirksverordnete von SPD und Grünen am vergangenen Dienstagnachmittag. Für Vilwanathan Krishnamurthy, Jayarama Naidu und alle anderen Unterstützer vom Sri Ganesha Hindu Tempel e. V. ist der Bau der repräsentativen Tempelanlage zu einer Lebensaufgabe geworden, die sie seit 2005 beharrlich verfolgen. „Der Königsturm an der Weiterlesen

Rudow schöner machen: Rallye zu Nazi-Schmiereien

„Um es gleich vorne weg zu sagen: Ich beseitige nicht Aufkleber und Graffiti, sondern ausschließlich Hassparolen und Nazisymbole“, stellte Irmela Mensah-Schramm am Anfang des Gespräches klar, das ich mit der ehemaligen Heilpädagogin bei einem ganz besonderen Spaziergang in den ruhigen Straßen Rudows führen konnte. Die Initiative „Rudow empört sich“ hatte als eigenen Beitrag zum dreitägigen Festival „Offenes Neukölln“ eine Rallye zu Nazi-Schmierereien organisiert. Am südlichen Ausgang des U-Bahnhofs Rudow trafen sich deshalb Weiterlesen

„Ein solches Verhalten ist dämlich, unsolidarisch und schadet dem tatsächlichen Protest gegen Rassismus“

Der Tod des schwarzen US-Amerikaners George Floyd, der vor Pfingsten infolge eines brutalen, fast neunminütigen Polizeieinsatzes in Minneapolis ums Leben kam, bewegt weiterhin viele Menschen. Weltweit treffen sie sich zu Kundgebungen und Demonstrationen, um gegen rassistisch motivierte Polizeigewalt zu protestieren. Auch in Neukölln, wo Pfingstmontag eine große Demonstration auf dem Hermannplatz endete, sind an unterschiedlichsten Orten immer wieder Transparente und Spruchbänder der Black Lives Matter Bewegung zu sehen, Weiterlesen

Protest der Bewegung „Black Lives Matter“ endete friedlich auf dem Hermannplatz

Weltweit demonstrieren Menschen gegen rassistische Gewalt, nachdem am Montag vergangener Woche der Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis infolge eines brutalen Polizeieinsatzes ums Leben kam. Am Pfingstsonntag endete auf dem Hermannplatz eine Demonstration, die am Mehringdamm begann und der nach Angaben eines Polizeisprechers zeitweise bis zu 1.500 Menschen folgten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten u. a. Gerechtigkeit für George Floyd und ein Ende rassistischer Polizeigewalt. “Black lives matter” (Schwarze Weiterlesen

Festival „Offenes Neukölln“ diesmal im virtuellen und realen Raum für ein friedliches Miteinander

Vom 5. bis 7. Juni lädt das Bündnis Neukölln zum Festival „Offenes Neukölln“ein: Zum vierten Mal setzen Initiativen im Bezirk ein Zeichen für Solidarität und gegen Rassismus – damit Neukölln ein Ort bleibt, in dem alle sicher und gerne leben. Wegen der Corona-Pandemie findet das Festival in diesem Jahr größtenteils im virtuellen Raum online statt: Interessierte können auf der Programmseite aus augenblicklich knapp 60 Veranstaltungen das für sie passende Angebot herausfiltern.

Es gibt Livestreams, interaktive Web-Konferenzen, Kurzfilme, Weiterlesen

Roma-Selbsthilfeorganisation warnt vor einer humanitären Katastrophe

Zum 30. Mal wurde in der vergangenen Woche der Internationale Roma-Tag gefeiert. Als Statement gegen Antiziganismus und für ein diskriminierungsfreies Miteinander ließ Bezirksbürgermeister Martin Hikel aus diesem Anlass am 8. April erstmals die Roma-Flagge vor dem Rathaus aufziehen. Das Blau in der oberen Hälfte und das Grün in der unteren Hälfte der Fahne mit dem roten Speichenrad im Zentrum repräsentieren Himmel und Erde.

„Roma sind in vielen Ländern Europas massiver Diskriminierung ausgesetzt, und das seit Jahrzehnten. Auch in Weiterlesen

„Fachkräftebedarf ist die Wachstumsbremse, die vor uns liegt“

Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Bundesagentur für Arbeit gemeinsam mit dem Estrel Berlin die „Jobbörse für Geflüchtete und ausländische Arbeitssuchende“. Für diese Zielgruppe ist es die größte Berufs- und Ausbildungsmesse in ganz Europa. 2019 nahmen 186 Aussteller und 3.800 Besucher an der Veranstaltung teil.

Über 100 Aussteller brachten am vergangenen Montag – trotz Corona – ihre aktuellen Stellenausschreibungen und Ausbildungsmöglichkeiten mit. Dabei waren in diesem Jahr Unternehmen wie TÜV Rheinland, Freie Universität Berlin und Weiterlesen

„Über den Völkermord an osmanischen Christen wird kaum gelehrt und geforscht“

Zwischen 3.000 und 4.000 Armenier, die auch fern von der Heimat ihre Sprache, Kultur und Religion pflegen, leben heute in Berlin. Die Veranstaltungsreihe „Neukölln – armenisch“, die Ende Januar im Interkulturellen Zentrum Genezareth eröffnet wurde, trägt dazu bei, die armenischen Mitbewohnerinnen und Mitbewohner, ihre Kultur, ihre Lebensweise und ihr Denken kennenzulernen.

Das dunkelste Kapitel ihrer Geschichte und bis heute eine offene Weiterlesen

In der Walter-Gropius-Schule diskutierten Experten über das Berliner Neutralitätsgesetz

In der Neuköllner Walter-Gropius-Schule veranstaltet das Oberstufenforum Religion & Politik regelmäßig Podiumsdiskussionen mit Expertinnen und Experten zu aktuellen und spannenden Themen. Das Oberstufenforum ist eine interreligiöse Kooperation der Fächer muslimische bzw. christliche Religion mit Grundkursen Politische Weltkunde der Oberstufe. Schülerinnen und Schüler der 11. bis 13. Klassen können hier in einer freiwilligen Arbeitsgemeinschaft das Weiterlesen

Über 3.000 Menschen in Neukölln beim Gedenkmarsch für die Opfer von Hanau

Laut, wütend und kämpferisch zog gestern Abend eine deutlich über 3.000 Teilnehmer zählende Trauerdemonstration vom Hermannplatz zum Rathaus Neukölln und wieder zurück. Sie gedachte der vielen getöteten und teils schwerverletzten Opfer, die am 19. Februar ein rassistisch motivierter Terroranschlag auf zwei Shisha-Bars in Hanau forderte und setzte ein Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen sowie mit ihren Angehörigen. Die Neuköllner Initiative „Kein Generalverdacht“ hatte zur Weiterlesen

„Wir stehen hier, weil wir Aufklärung wollen“

Die Familie Bektas kämpft seit dem gewaltsamen Tod ihres Sohnes Burak für die Aufklärung des Mordes und ein angemessenes Gedenken. Am 14. Februar wäre Burak 30 Jahre alt geworden. Familienangehörige, Freunde und Unterstützer trafen sich deshalb am vergangenen Freitagnachmittag am Gedenkort an der Rudower Straße/Ecke Möwenweg. An dieser Stelle wurde im April letzten Jahres – unweit vom Tatort entfernt – die zwei Meter hohe Bronzeskulptur „Algorithmus für Burak und ähnliche Fälle“der Kreuzberger Künstlerin Zeynep Delibalta eingeweiht.

„Wir stehen hier, weil wir Aufklärung wollen“, leitete Helga Seyb, die Weiterlesen

Wie können sich ältere Migranten in der Politik engagieren?

Jung und bunt statt alt und grau: Das Image Neuköllns hat sich in den vergangenen 30 Jahren seit der Wiedervereinigung grundlegend gewandelt. Trotzdem leben viele Menschen der Generation 60 plus nach wie vor in Neukölln und – anders als in der Vergangenheit – gehört zu ihren Biographien inzwischen häufig eine Migrationsgeschichte. Gerade für Migranten gibt es bei altersgerechten Angeboten allerdings einen großen Nachholbedarf, auf den der Weiterlesen

„Wir zeigen, dass Burak unvergessen bleibt“

Burak Bektaş, der in der Nacht vom 4. auf den 5. April 2012 unter bis heute ungeklärten Umständen erschossen wurde, wäre am kommenden Freitag 30 Jahre alt geworden. „Wir zeigen, dass Burak unvergessen bleibt“, erklärt die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş und ruft dazu auf, am Gedenkort zusammen zu kommen, um Blumen niederzulegen und gemeinsam an Burak zu erinnern.

„Burak kann seinen Geburtstag seit dem 5. April 2012 nicht mehr Weiterlesen

Gedenken an Hatun Aynur Sürücü

Mit einer Kranzniederlegung in Tempelhof wurde gestern Nachmittag an Hatun Aynur Sürücü erinnert, die vor 15 Jahren in der Oberlandstraße von ihrem Bruder erschossen wurde. „Hier wurde Hatun Sürücü am 7. Februar 2005 ermordet, weil sie sich Zwang und Unterdrückung ihrer Familie nicht unterwarf, sondern ein selbstbestimmtes Leben führte. Zum Gedenken an sie und die weiteren Opfer von Gewalt gegen Frauen in dieser Stadt“, steht auf dem Gedenkstein, der im Juni 2008 am Tatort eingeweiht wurde. Weiterlesen

Neuer Kleinbus macht den Erlebnis-Zirkus Mondeo mobil

Weit über 50.000 Neuköllner Grundschulkinder haben bislang die Projektwoche des Zirkus Mondeo besucht, und seit fünf Jahren besteht auf dem Gelände an der Gutschmidtstraße eine Zirkus-Schule für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf. Ein Kleinbus mit neun Sitzplätzen und einer großen Ladefläche unterstützt jetzt die pädagogische Arbeit des Erlebnis-Zirkus Mondeo ganz praktisch: Kinder und Jugendliche, die bislang begleitet von pädagogischem Fachpersonal aus Tageseinrichtungen oder Unterkünften anreisten, Weiterlesen

Arabisch-europäisches Kulturfestival „Bibliomania“ will Brücken zwischen den Kulturen bauen

Im Interkulturellen Zentrum Genezareth (IZG) im Schillerkiez findet an diesem Wochenende das 4. Arabisch-Europäische Kulturfestival „Bibliomania“ statt . Gestern Nachmittag wurde das Festival mit dem griechischen Namen am Herrfurthplatz eröffnet. „Wir wollen einen Leuchtturm der arabischen Kultur schaffen“, begrüßte Mitveranstalter Nader Khalil vom Deutsch Arabischen Zentrum die Gäste, zu denen Botschafter aus dem Jemen, Libanon, Kuwait und Palästina Weiterlesen

Integrationsbeauftragter verlässt Neukölln

Nur eineinhalb Jahre war Jens Rockstedt Integrationsbeauftragter in Neukölln. Zum 1. Januar wechselt er in die Verwaltung des Landes Berlin, um in der Wohnungslosenlosenhilfe, in der er zuvor vielen Jahre lang gearbeitet hatte, eine neue Aufgabe zu übernehmen. In einer gemeinsamen Sitzung verabschiedeten der Integrations-Ausschuss der BVV Neukölln und der Migrationsbeirat des Bezirkes sich am Montagnachmittag von ihm.

„Ich verlasse Neukölln mit einem lachenden und einem weinenden Auge. In 18 Monaten habe ich ganz viel lernen können“, Weiterlesen