„Dosta heißt: Genug, es reicht !“: Dokumentationsstelle Antiziganismus fasst die Ergebnisse ihrer fünfjährigen Arbeit zusammen

„Mit Zigeunern wollen wir nichts zu tun haben.“ „Wir schließen keine Verträge mit Rumänen und Bulgaren ab.“ „Die Roma machen nur Lärm und Müll.“ In den letzten fünf Jahren hat die Dokumentationsstelle Antiziganismus, kurz Dosta, des Amaro Foro e. V. beleidigende und diskriminierende Aussagen und Vorfälle in insgesamt acht Lebensbereichen kontinuierlich erfasst. Am vergangenen Dienstag zog die Registerstelle, deren Akronym Dosta auf Serbisch, Kroatisch und in anderen Sprachen des Balkans „Genug, es reicht!“ bedeutet, eine ernüchternde Bilanz: Beim Antiziganismus ist keine Besserung in Sicht! Dosta hat von 2014 bis 2018 insgesamt 699 antiziganistische und diskriminierende Vorfälle erfasst. 2018 blieb die Zahl mit Weiterlesen

„Warum ist in Syrien eigentlich Krieg?“

Als die friedliche Protestbewegung des Arabischen Frühlings aus Tunesien kommend im Frühjahr 2011 auch Syrien erreichte, stürzte das Land in einen bis heute dauernden Krieg. „Es dauert Wochen, wenn nicht sogar Monate, um die Konstellationen der Kriegsparteien wirklich zu verstehen“, sagte mir Verena Bartsch vom Treffpunkt Solidarische Nachbarschaft im Richardkiez (Solinar) am Freitagabend bei der Eröffnung der Ausstellung „Warum ist in Syrien eigentlich Krieg?“. Bei ihrer Arbeit habe sie immer wieder festgestellt, wie wenig die meisten Menschen über Syrien und den dort seit Jahren herrschenden Krieg wissen, berichtete Bartsch und erklärte: Weiterlesen

Geflüchtete aus Syrien, Irak und Afghanistan zu Gast im Rathaus Neukölln

Weil eine lebendige demokratische Gesellschaft auf das politische Engagement aller angewiesen ist, gibt es das Projekt „Berliner Demokratie verstehen und gestalten“ des Bildungsträgers “Arbeit und Leben Berlin“ , das speziell auf Menschen mit Fluchterfahrung zugeschnitten ist. Eine gemischte Gruppe von Frauen und Männer aus Syrien, Irak und Afghanistan, die sich regelmäßig im Nachbarschaftsheim Neukölln bzw. bei BENN Buckow treffen, besuchte gestern Nachmittag Bezirksbürgermeister Martin Hikel im Rathaus an der Karl-Marx-Straße. Zur gleichen Zeit gab es Weiterlesen

Alevitische Gemeinde beging Aschure-Fest am Rathaus Neukölln

Zum Gedenken an den gewaltsamen Tod des Imam Hüseyin sowie 72 seiner Gefährten in Kerbala im Jahr 680 n. Chr. fasten die Aleviten im Muharrem, dem ersten Monat des islamischen Kalenders, zwölf Tage lang. In der Fastenzeit werden die Bedeutung der Imame sowie die Geschehnisse vor, während und nach dem Martyrium in Kerbala verdeutlicht. Kerbala ist eine Stadt im heutigen Irak, deren Name für Aleviten zum Symbol für den eigenen Ursprung, die Trauer und für den Weiterlesen

Archiv im Böhmischen Dorf will Geschichte lebendig bewahren

Das historische Bet- und Schulhaus der Böhmen an der Kirchgasse 5, das bereits ein kleines Museum zur Geschichte des Böhmischen Dorfes und der Herrnhuter Brüdergemeine in Berlin beherbergt, war am Freitagnachmittag der Schauplatz einer großen Einweihungsfeier. Im Haus neben der Statue des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I.,der Glaubensflüchtlingen einst Asyl gewährte, wurde das Archiv im Böhmischen Dorf eröffnet. Es dokumentiert das Leben der geflüchteten Böhmen und ihrer Nachkommen – und damit fast 300 Jahre Weiterlesen

Hindus ehren Murugan und Ganesha in Neukölln

Für die in Berlin lebenden Hindus folgten in den vergangenen Tagen zwei religiöse Feste dicht aufeinander – und jedes Mal lag das Zentrum der Feierlichkeiten in Neukölln. Rund um das Karree des Sri Mayurapathy Murugan Tempels an der Blaschkoallee/Riesestraße fand am Donnerstagmittag eine mehrstündige Prozession statt. Auf einem bunt geschmückten großen Wagen zogen festlich gekleidete Gläubige ein Abbild des Gottes Murugan und seiner beiden Gemahlinnen Valli und Devaanai durch die benachbarten Straßen. Die Götterstatue darf Weiterlesen

Neukölln feiert Vielfalt in Rudow und in Britz

„Gesicht zeigen für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Vielfalt ist das zentrale Anliegen dieses Straßenfestes“, sagte mir Heinz-Jürgen Ostermann, den ich Sonnabendnachmittag im Herzen Rudows vor der Alten Dorfschule bei der „Offenen Tafel“ traf. „Wir empören uns weiterhin über Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung. Gleichzeitig sehen wir das Positive: die bereits bestehende bunte Vielfalt, gelingende Nachbarschaften und Verständigung trotz sprachlicher Barrieren und kultureller Unterschiede“, erläuterte der Buchhändler. Zum zweiten Mal organisierte er ein internationales Buffet mit dem Bündnis „Rudow empört sich“, dem verschiedenste Institutionen und Organisationen angehören, wie AG Rudow e. V., Weiterlesen