Befürchtungen in Zeiten des Wahlkampfs

prachttomate neukoellnIm Frühjahr 2011 begann aus einer vermüllten Brache hinter der Karl-Marx-Straße ein gemeinschaftlicher Nutz-garten für die Menschen aus der Nachbarschaft zu werden: die Prachttomate. Doch nun ist bedroht, was als Zwischennutzungsprojekt ins Leben gerufen wurde und im Mai eine mobile Filiale in der Passage bekam. „Der Bezirk möchte das Areal für eigene Zwecke bebauen“, teilen Los Tomatos auf Anfrage mit und kritisieren, dass er sich mit den Plänen für den Block 152 über die Bedürfnisse vieler Bewohner nach Bürgerbeteiligung und produktivem Stadtgrün hinwegsetze. Das seien alles ungelegte Eier, ließ indes Neuköllns Baustadtrat Thomas Blesing kürzlich die Berliner Morgenpost wissen. Die Skepsis der Weiterlesen

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Neues auf der Streuobstwiese im Böhmischen Dorf

Die Streuobstwiese zwischen Richardplatz und Donaustraße ist schon lange sich selber überlassen, was sie nicht gerade schöner machte. Der Karma Kultur e. V. will diesen Zustand nun zusammen mit Anwohnern ändern. Vor zwei Wochen fand ein streuobstwiese boehmisches dorf_neukoellnerstes Treffen statt, bei dem die künftige parallele Nutzung des grünen Refugiums als Hundeauslauf und Nachbarschaftsgarten diskutiert wurde. Weitere Ideen werden in Zettel-Boxen gesammelt, die im Café Dritter Raum und Linus sowie beim Quartiersmanagement Ganghoferstraße stehen. „Das nächste Anwohnertreffen ist für Anfang August geplant“, teilt Kwon Kim von Karma Kultur mit. Bis dahin werde auch mit dem Aufbau einer Infrastruktur begonnen, die es zulässt, gemeinsam mit der Anwohnerschaft die ersten Hochbeete einzurichten.

Kieselrabatte, Minzhain und Straßenacker in der Sonnenallee

strassenacker-baumscheiben_gartenarchipel-sonnenallee-neukoellnSonnig ist es auf dem Bürgersteig der westlichen Straßenseite der Sonnenallee nicht lange. Doch allein daran liegt es kaum, dass viele der Baumscheiben hier einen traurigen Anblick bieten. Jan Lindenberg macht dafür unbedingt auch die Anonymität in der turbulenten Magistrale verantwortlich. Ob sich dieser projektauftakt strassenacker sonnenallee_neukoellnneuralgische Punkt kna-cken lässt, will er nun ausprobieren:

„Gartenarchipel Sonnen-allee“ heißt das Projekt, das er mit seiner Firma place/making initiierte und am vergangenen Sonnabend startete. „Wir haben uns bewusst brachliegende Baumscheiben vor anonym wirkenden Weiterlesen

Hinter einer hohen Mauer am Columbiadamm

pyramidengarten neukoellnEine Gruppe gärtnerisch, sozial und politisch engagierter Menschen gründete 2007 den inter-kulturellen Pyramidengarten am Columbiadamm, um sich nahe am Nord-Neuköllner Kiez zwischen Sehitlik Moschee und Tempelhofer Feld, mit ange-bautem Gemüse, Früchten, Kräutern und Blumen teilweise selbst zu versorgen. „Der Pyramiden-garten ist mehr als ’nur‘ Garten. Unser Garten ist ein Lernort, wo wir vorurteilsfrei und respektvoll miteinander umgehen und von-einander lernen wollen“, teilt der Verein, dem derzeit 40 Mitglieder mit Weiterlesen

Lust aufs Gärtnern?

Der Begriff „Urban Gardening“ war noch ungeläufig, als vor 14 Jahren auf einem interkultureller garten perivoli neukoelln3.500 Quadratmeter-Gelände in Britz von einer griechischen Seniorengruppe der Perivoli, Ber-lins erster interkultureller Garten, angelegt wur-de. Inzwischen ist urbanes Gärtnern en vogue, Flächen zum Beackern sind begehrt, und im Perivoli lassen es Menschen vieler verschiedener Nationen grünen und blühen. Aktuell sind, wie der 2015 gegründete Perivoli-Trägerverein mitteilt, in dem Kleinod am Koppelweg wieder Beete frei: Interessenten Weiterlesen

Grünes gegen Graues

trial&error urban gardening_neukoellnAuf der gegenüber liegenden Seite der Kreuzung Braunschweiger-/Kanner-/Unstrut-straße ist die Bebauung einer ehemaligen Brache bereits vollendet. Dort hat eine Baugruppe auf einem abgeschotteten Grund-stück einen grauen Klotz namens Ausbau-haus Neukölln hochgezogen.

Vis-à-vis ist der Zaun, hinter dem Neues entsteht, nicht mal kniehoch. Mitte Dezember begann das im Kiez ansässige Kulturlabor trial&error mit ersten Vorbereitungen, hier einen Urban Foodforest anzulegen. Im Früh-jahr, nach dem Ende des Winterschlafs der Natur, soll es mit den Arbeiten an der ess-baren Landschaft weitergehen.

Etwas Warmes …

… braucht der Baum. Vorbei ist die Zeit, in der luftige Stoffbänder um die Stämme gewickelt  wurden, um zusätzliche Farben ins Grün zu bringen. Nun lassen die  Urban

straßenbaum-sommerschmuck_neukölln straßenbaum-winterschmuck_neukölln

Knitter wieder die Nadeln klappern, um Neuköllns kontinuierlich kahler werdende Straßenbäume mit wolligen Loops für die kalte Jahreszeit zu wappnen.