„Ich freue mich, dass in diesem Jahr das Siegerfoto nicht aus dem Neuköllner Norden kommt“

65 Fotoamateure beteiligten sich mit insgesamt 176 Beiträgen zum Thema „Echt Neukölln“ am diesjährigen N+Fotowettbewerb der Bürgerstiftung Neukölln. Am Donnerstag wurden die sechs besten Aufnahmen im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße ausgezeichnet. Den 1. Platz erhielt Bärbel Schürrle für das Foto eines blühenden Kirchbaumes am U-Bahnhof Blaschkoallee. Mit Platz 2 wurde Heinz Schreibers Momentaufnahme „Der Überflieger“ prämiert, die einen Salto schlagenden Mann vor staunendem Publikum beim Festumzug des Karnevals der Kulturen zeigt. Der 3. Platz ging an Ingrid Gödele für ihre Aufnahme des Graffiti „Deutsch mich nicht voll“ an einer Neuköllner Häuserwand. Die Sachpreise überreichten Weiterlesen

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Unterstützung für sieben Projekte, die mit wenig Geld viel bewegen

Zweimal im Jahr vergibt der N+Förderfonds der Bürgerstiftung Neukölln finanzielle Zuschüsse für engagierte Projekte, die sich mit viel Herzblut für ein friedliches und respektvolles Miteinander in Neukölln einsetzen.

Am vergangenen Dienstag zeichneten Friedemann Walther (r.), Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, sowie Wolfgang Hecht, der als Vorsitzender des N+Fachausschusses Projekte auch Sprecher der Jury war, sieben Projekte im Neuköllner Leuchtturm in der Emser Straße aus.

Die kleine Feier, bei der den Vertretern der Initiativen ihre Urkunden Weiterlesen

Wie nehmen Neuköllner ihren Bezirk wahr und wie wird er von anderen wahrgenommen?

Diese Selbst- und die Fremdwahrnehmung ist seit langem im Fokus der kommu-nalen Kulturarbeit. Der N+Fotowettbewerb, den die Bürgerstiftung Neukölln seit 2006 ausrichtet, trägt viel zu dieser Selbsterkun-dung bei, denn die zwölf besten eingesandten Bilder werden regelmäßig in einem Wandkalender veröffentlicht. In diesem Jahr lautete das Wett-bewerbs-Thema „Fokus Neukölln“, und ich gehörte für das FACETTEN-Magazin der Jury an, die am vergangenen Freitag die Sieger ehrte.

„Wo ist denn das? Das sieht ja aus wie am Meer!“, dieser Kommentar war häufig bei der Preisverleihung im Neuköllner Leuchtturm zu hören. Er galt Weiterlesen

„Warschau ist feminin“: Polnische Künstlerinnen stellen im Neuköllner Leuchtturm aus

Zehn junge Künstlerinnen aus Warschau, die nicht nur in der Kunstszene der Weichsel-Metropole längst etabliert sind, sondern zudem bereits an zahlreichen galerie-neukoellner-leuchtturm_neukoellninternationalen Ausstellungen und Wettbewerben teilgenommen und wiederholt Auszeichnungen erhalten haben, stellen seit vorgestern gemein-sam ihre Werke im Neuköllner Leuchtturm unter dem Titel „Warschau ist feminin“ aus.

Kuratorin Dorota Kabiesz, die als Ehrengast den früheren Bundespräsidenten Horst Köhler zur Vernissage begrüßen konnte, sagte bei der Eröffnung: „Schon seit einigen Jahren beobachte ich, dass zunehmend mehr und mehr der besten Plätze unter den zeitgenössischen polnischen Weiterlesen

Zwei Sichtweisen unter einem Dach

thieß_huebner_der koernerpark_neukoellner leuchtturm_neukoellnDie meisten Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubi-läum des Körnerparks finden natürlich ebendort statt. Nicht so die, mit der am letzten Samstag noch vor dem Auftakt das Festprogramm begann: In der Ausstellung „Der thieß_huebner_der koernerpark_neukoellner leuchtturmKörnerpark – Male-rei und Photographie“ haben Basia Hübner und Bernhard Thieß mit Pin-seln und Pixeln ihre Eindrücke des neobaro-cken Neuköllner Gartendenkmals festgehalten. 17 Bilder und 27 Fotos, entstanden in den letzten sechs Jahren, zeigen Stimmungen des Augenblicks und mit ihnen zugleich die Verände-rungen im Park. Ferner verdeutlicht die Gegenüberstellung der Weiterlesen

Im Neuköllner Ilsenhof geboren – und geblieben

neukoellner leuchtturm_neukoellnAlle zwei Wochen treffen sich donnerstags Menschen aus dem Körnerkiez zum Erzählcafé im Neuköllner Leuchtturm. Das vom Quartiersmanagement Körner-park geförderte Projekt geht auf eine Initiative von Christiane Borgelt zurück, die zu jedem Termin einen Gast einlädt, in gemütlicher Runde von seinem Leben zu erzählen. Der Fokus liege auf einer sehr persön-lichen Sicht auf die Dinge, einem gegenseitigen Austausch und neuen Erkenntnissen, beschreibt die Stadtplanerin ihre Intention.

Am vergangenen Donnerstag war es Anneliese Gergs, die knapp einem Dutzend Interessierter Einblicke in ihr Leben gewährte: Hoch-konzentriert und chronologisch berichtete die fast 86-Jährige 1 1/2 Stunden lang von ihrem spannenden Werdegang, der 1930 im Ilsenhof im Weiterlesen

Einblicke in das Leben im Hof der Sorgen und die Arbeit der Perlen von Neukölln

haus arnold fortuin_neukölln„Die Geschichten halten fest, was keinem Menschen zuzumuten ist.“ Mit diesem Satz beginnt Eva Ruth Wem-mes Buch „Meine 7000 Nachbarn“, bevor es überhaupt richtig anfängt. Die gebürtige Westfälin lebt in Berlin und arbeitet seit 2011 als Kultur- und Sprachmittlerin für Roma in Neukölln. Für das im Verbrecher Verlag erschienene Buch hat sie ihre Erfahrungen mit Migranten niederge-schrieben, von denen heute – angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation – kaum noch jemand spricht, die aber lange als Synonym für Integrationsprobleme, Armut, Sozialschmarotzerei und Kriminalität standen.

Eva Ruth Wemme ist es jedoch wichtig, auch einmal den Fokus auf die andere Seite dieser Medaille zu richten – und das tut sie als Ich-Erzählerin in einer so lakonischen wie bildhaften Sprache, die äußerst untypisch für ein Sachbuch ist. Die Inhalte, die sie in vielen Weiterlesen