25-jähriges Bestehen eines Neuköllner Kleinods

„Das Gespräch ist die Basis des Friedens“, begrüßte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey gestern Mittag mit einem Zitat des Universalgelehrten Johann Amos Comenius die zahl-reich erschienenen Gäste im Rixdorfer Comenius-Garten. In Neukölln sind unter den gut 350.000 Einwohnern über 80 Religionsgemeinschaften und mehr als 150 Nationalitäten vertreten. An diesem Tag, an dem sich der Geburtstag des tschechischen Theologen, Philosophen und Pädagogen zum 425. Mal jährte und zugleich der nach ihm benannte Garten in Nord-Neukölln sein 25-jähriges Bestehen Weiterlesen

Raus aus der Komfortzone – einem besonderen Backerlebnis und der Geselligkeit zuliebe

dorfbackofen_ref. bethlehemsgemeinde neukoellnZuhause in der eigenen Küche sind die Wege zweifellos kürzer und die Handgriffe vertrauter. Man weiß um die Möglichkeiten oder Eigenarten des Backofens und dessen Zeitschaltuhr gibt mahnende Signale von sich, wenn Kuchen, Brot oder Pizza in Zimmertemperatur zu überführen sind.

Völlig anderes erleben alle, die den Dorfbackofen im Garten der Bethlehemsgemeinde am Rande des Böhmischen Dorfs benutzen. Denn das bedeutet durchaus den Verzicht auf Bequemlich- und Verläss-lichkeit, der schon damit beginnt, dass nicht spontan gebacken werden kann und der rohe Teig in die Richardstraße transportiert werden muss. Manche ließen und lassen sich jedoch nicht davon abhalten, Weiterlesen

Neues auf der Streuobstwiese im Böhmischen Dorf

Die Streuobstwiese zwischen Richardplatz und Donaustraße ist schon lange sich selber überlassen, was sie nicht gerade schöner machte. Der Karma Kultur e. V. will diesen Zustand nun zusammen mit Anwohnern ändern. Vor zwei Wochen fand ein streuobstwiese boehmisches dorf_neukoellnerstes Treffen statt, bei dem die künftige parallele Nutzung des grünen Refugiums als Hundeauslauf und Nachbarschaftsgarten diskutiert wurde. Weitere Ideen werden in Zettel-Boxen gesammelt, die im Café Dritter Raum und Linus sowie beim Quartiersmanagement Ganghoferstraße stehen. „Das nächste Anwohnertreffen ist für Anfang August geplant“, teilt Kwon Kim von Karma Kultur mit. Bis dahin werde auch mit dem Aufbau einer Infrastruktur begonnen, die es zulässt, gemeinsam mit der Anwohnerschaft die ersten Hochbeete einzurichten.

Überlegener Sieger: Desinteresse

Mit dem Satz „Gremien wie der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury bilden die Vielfalt der Quartiersbewohnerinnen und -bewohner ab und repräsentieren ihre quartiersrat-wahl_grafik qm schillerpromenade neukoellnunterschiedlichen Interessen und Bedürfnis-se“ leitet ein 2012 vom Quartiersmanagement Körnerpark herausgegebenes Heft das Kapitel „Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung“ ein.

Mit einem erstaunten „Ich wusste gar nicht, dass eine Wahl war!“ reagieren indes viele Bewohner der 11 Neuköllner Quartiersmanage-ment-Gebiete auf die Frage, ob sie den Quartiersrat mitgewählt haben. Getrost bezwei-felt werden darf allerdings, dass sie im Falle der Kenntnis ihre Stimme abgegeben hätten. Denn dass beispielsweise von den etwa 10.000 Weiterlesen

Süß und bunt: ein Neuköllner Kiez aus Lebkuchen

neukoelln_ganghoferkiez aus lebkuchenDie Herausforderung war enorm: Dazu, den Gang-hoferkiez aus Lebkuchen nachzubauen, hatten die Initiatoren der Veranstaltungsreihe Kiez trifft Kiez ges-tern Nachmittag die Nachbarschaft in den Mutter-Kind-Treff Shehrazad lebkuchenhäusergeygerstr neukoellneingeladen. Auf wie viele kleine und große Häuslebauer sie dabei set-zen können, war im Vorfeld ebenso ungewiss wie das Ausmaß des Elans, den diese mitbringen würden.

Um die Baumaterialien hatten sie sich nicht kümmern müssen: Kemmsche Kuchen, bunte Zuckerstreusel, Schokolinsen und Tuben mit Lebensmittelfarbe-Pasten, Schüsseln mit Zuckerguss, Buchstaben Weiterlesen

Sport ist fort

Am Anfang waren die Tischtennisplatten. Inzwischen haben die dafür gesorgt, dass es auf dem Böhmischen Platz die Tischtennis-Gemeinschaft Berlin-Rixdorf, Tisch-tennis-Turniere, einen Platzmeister namens Mehmet und nicht selten mehr Spiel-willige als Platz an den Platten gibt. Ein solcher  freizeitsportlicher Ort  der Begegnung

ttplatz_rixdorf-neukölln

hätte auch im neu gestalteten Jan-Hus-Weg entstehen sollen. Doch schon jetzt ist die Tischtennisplatte dort wieder weg: abtransportiert vom Grünflächenamt, nachdem sie von Vandalen zerstört worden war. Ob der Schaden reparabel ist und die Platte wieder aufgestellt wird, ist lt. Quartiersmanagement Ganghoferstraße unklar.

Zu schön, um da zu sein

baumscheibe_neuköllnDrei in der Hobrechtstraße, fünf in der Reuterstraße, 15 in der Pannierstraße und 27 in der Weserstraße: 50 Baumscheiben auf Bürgersteigen in Nord-Neukölln wurden schon abgeräumt; 33 weitere sollen noch in diesem Jahr folgen. Und das nicht, weil sie zu ungepflegt und deshalb unbeliebt waren bzw. sind. Ganz im Gegenteil: Voller Hingabe hatten Anwohner das Erdreich unter den Straßenbäumen bepflanzt, besät und be- gossen, hatten kleine Zäune zum Schutz der sprießenden Flora gebaut und häufig noch horizontale Bretter auf die vertikal arrangierten geschraubt, um bequem an den Minigärten vor der eigenen Haustür sitzen zu können. Doch so viel Komfort dürfen Baumscheiben in Neukölln nicht bieten, denn es ist durch Weiterlesen