Wo soll das Stadtteilzentrum Rixdorf entstehen?

Richardplatz oder Wörnitzweg? Der Bezirk Neukölln will in Rixdorf ein Stadtteilzentrum errichten, das für die Stadtteil- und Nachbarschaftsarbeit im Quartier eine Ankerfunktion übernehmen soll. Das Zentrum soll Raum für offene Begegnungen bieten sowie offene Nachbarschaftsangebote und selbst-organisierte Initiativen unterstützen. Anwohner und Fachämter des Bezirksamtes konnten erstmals ihre Ideen für den Bau des Stadtteilzentrums Rixdorf bei zwei Weiterlesen

In drei Räumen von Neuköllns Vorzeit bis in die Zukunft

war-ist-wird sein_gegenwart_galerie im saalbau neukoellnMan muss durch die Gegenwart, um in die Vergan-genheit zu kommen. Was macht das Leben in der Karl-Marx-Straße im Jahr 2016 aus? Dieser Frage gehen die Exponate nach, die derzeit im Zentrum der war-ist-wird sein_vergangenheit_galerie im saalbau neukoellnGalerie im Saalbau aus-gestellt werden.

Nur wenige Schritte weiter beginnt, in einem mit schwarzem Stoff verklei-deten Raum, die Historie. Wie lebte es sich im Jahr 1916 in Neukölln, als der erste Weltkrieg auf dem Höhepunkt war und Frauen noch kein Wahlrecht besaßen? Auch diesem Aspekt sind rund 60 Sechstklässler der Hermann-Boddin- und Richard-Schule gemeinsam mit Künstlern, Weiterlesen

Ende der fahrradpolitischen Armutszeugnisse im Neuköllner Norden eingeläutet?

giffey_info-va neukoelln faehrt rad„Wir wissen, dass nicht alles gut ist, aber Radverkehr ist nur ein Thema neben vielen anderen.“ Mit dieser realistischen, aber auch ernüchternden Einschätzung begrüßte Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey bvv-saal_info-va neukoelln faehrt rad(r.) gestern im BVV-Saal des Rathauses zahlreiche Bür-gerinnen und Bürger zur Veranstaltung „Neukölln fährt Rad“. Zweieinhalb Stunden später war zu-mindest der mit der Einladung erhobene Anspruch erfüllt: Ein Dialog über die Zukunft des Radverkehrs in Nord-Neukölln scheint tatsächlich in Gang zu kommen. „Ich verspreche Ihnen: Wir werden im Radverkehr einen Weiterlesen

Schau dich um: Kinder entdecken 52 Kulturorte in Berlin

Plakat KinderKulturMonat Berlin 2015Ihr Kiez ist für die Berlinerinnen und Berliner bekanntlich so etwas wie der Nabel der Welt. Trotzdem kann es nicht verkehrt sein, sich gelegentlich aus dem städti-schen Mikrokosmos herauszuwagen.

Der KinderKulturMonat, eine in den Niederlanden geborene Idee, die Chris Benedict und Nadine Lorenz vom Werkstadt Kulturverein e. V. in Berlin erstmals 2012 aufgriffen, bietet dafür eine gute Gelegenheit. Philhar-monie, Berlinische Galerie, Renaissance Theater und 49 andere Kulturorte laden seit dem 3. Oktober bis zum Monatsende kostenlos Kinder von vier bis 12 Jahren sowie ihre Eltern und Großeltern dazu ein, Kultur und kreativen Ausdruck kennenzulernen. Die Jüngsten können während des Kultur-monats an einem Kultur-Parcours teilnehmen, wofür sie nach Weiterlesen

Neuköllner Schwimmbär als „Grundstein für die Überlebens- und Kulturtechnik Schwimmen“

neuköllner schwimmbär-auftakt_sommerbad gropiusstadtMorgen geht für die Zweitklässler der Richard- und der Sonnen-Grundschule eine ganz besondere Schulwoche zu Ende. Eine, in der sie drei Tage vom Norden in den Süden Neuköllns gefahren sind, um im Kombibad Gropiusstadt etwas zu lernen, was viele ihrer Eltern kombibad gropiusstadt_neuköllnnicht können: sich über Wasser halten. „Ich bin die Einzige in meiner Familie, die schwimmen kann“, erzählt ein Mädchen, dass so nass wie stolz auf einem Startblock am 50 Meter-Becken sitzt, das sie gerade durchquert hat. Morgen wird sie es wieder tun und anschließend die Neuköllner Schwimmbär-Urkunde nebst -Anstecknadel sowie eine kleine Über- raschung für ihre Leistung und ihren Mut erhalten, sich dem Weiterlesen

Jetzt geht’s los

Um die 2.500 Mädchen und Jungen werden heute in Neukölln eingeschult, etwa 80 von ihnen in der Richard-Schule, die momentan eine Baustelle vor der Tür hat und bis 2016 selber eine ist. Durch umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten sollen so optimale  Voraussetzungen für den  gebundenen Ganztagsbetrieb  mit einem attrakti-

schultüten_schulanfang 2014 neukölln

ven Bildungs- und Freizeitangebot geschaffen werden. Mit der Richard-Schule wird nun die 14. Neuköllner Schule zur gebundenen Ganztagsschule ausgebaut; selbiges bereitet das Bezirksamt derzeit für die Silberstein- und die Gemeinschaftsschule auf dem Campus Efeuweg vor.

Die 6. Ausgabe unseres Sommer-E-Papers ist angereichert mit Veranstal- tungstipps für die kommende Woche und steht hier als pdf-Download bereit.

„Das Buch vom Böhmischen Dorf“: Neukölln-Geschichte von Kindern für Kinder

Das Buch vom Böhmischen Dorf+Parthas VerlagGestern wurde am Richardplatz im Salon der Kreativen Gesellschaft Berlin das neu erschienene Buch „Das Buch vom Böhmischen Dorf“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Raum war schnell gefüllt – und nicht nur von Erwachsenen, sondern auch von Kindern, die an dem Buch maßgeblich mitgearbeitet haben.

Die Idee eines Stadtführers von Kindern für Kinder, der sich schwerpunktmäßig mit der Ge- schichte der böhmischen Exulanten beschäftigt, ging von Dr. Dorothea Kolland, der langjährigen Leiterin des Kulturamts Neukölln, aus. Eigentlich hätte das Buch schon im letzten Jahr zum 275-jährigen Bestehen des Böhmischen Dorfes fertiggestellt werden sollen, erzählt sie, aber dann verzögerte es S.12+13_Das Buch vom Böhmischen Dorf_Parthas Verlagsich doch.

Kolland konnte für ihre Idee zunächst Marita Stolt, die Rektorin der Richard-Grundschule, begeistern: Ihre Schüle-rinnen und Schüler der Klassen 5a und 6a erkundeten in einer Projekt- woche den Richardplatz, zeichneten markante Orte am und um den Richardplatz wie das Denkmal Fried- rich Wilhelm I. oder die Bethlehems- kirche und fertigten mit Bleistift einen Straßenplan des Richardkiezes an. Diese beate klompmaker+anna faroqhi_buchpräsentation_kgb44 neuköllnZeichnungen sind nun neben vielen anderen im Buch wiederzufinden.

Als Autoren konnte die Ex-Chefin des Kultur- amts Anna Faroqhi (r.) und Haim Peretz ge- winnen, die schon den Neukölln-Comic „Welt- reiche erblühten und fielen“ erarbeitet hatten. Später kam noch Beate Klompmaker (l.) hinzu, die selbst am Richardplatz wohnt. Von ihr wurde im vergangenen Jahr das Buch „Das Böh- mische Dorf in Berlin – ein Rundgang“ ver- öffentlicht.

Der Projektfonds Kulturelle Bildung des Landes Berlins war es schließlich, der die Finanzierung des Buches ermöglichte. Auch Arnold Bischinger nahm als Vertreter des Projektfonds bei der Buchpremiere neben dorothea kolland+arnold bischinger+richard-grundschule_buchpräsentation kgb44 neuköllnDoro- thea Kolland sowie Jaanu Rajendran und Angelika Michonska von der Richard-Grundschule auf dem Podium Platz. Er gab dem Buch gar eine berlin- weite Bedeutung, indem er es in eine Reihe mit der „Route der Integration“ (2011) sowie „Stadt der Vielfalt“ (2012) des Berliner Senats stellte.

Diese kulturelle Vielfalt findet sich auch in dem Stadtführer wieder, der nicht allein auf die böhmische Geschichte oder Traditionsbetriebe am Richardplatz beschränkt bleibt. So schreiben die Kinder handschriftlich im Buch, was die Wörter „Stern“ und S.32+33_Das Buch vom Böhmischen Dorf_Parthas Verlag„Kelch“ in der Heimatsprache ihrer Eltern oder Großeltern heißen, und sie verglei- chen Migrationsgeschichten aus der fernen Vergangenheit mit denen ihrer eigenen Familien.

„Das Buch vom Böhmischen Dorf“ ver- mittelt aber nicht nur Wissenswertes in lebendiger und verständlicher Form, es enthält auch zahlreiche Einladungen, sel- ber kreativ zu werden: So dürfen Kinder ein Foto von sich ins Buch kleben, in ihm malen und sogar auf der letzten Seite das Bild der Bethlehemskirche ausschneiden, um es zu falten und damit ein S.55_Das Buch vom Böhmischen Dorf_Parthas Verlagdrei- dimensionales Modell von der Kirche zu erhalten. Ratespiele regen weiterhin dazu an, sich aktiv mit dem Buch und der Geschichte des Böhmischen Dorfes zu beschäftigen – und dies nicht zuhause, sondern draußen, direkt an den Orten und Gebäuden, die vorgestellt werden.

Durch Dorothea Kollands Initiative und das Mitwirken aller Beteiligten gibt es nun eine wunderbare Möglichkeit, Neuköllner Kin- der an die Geschichte ihres Wohnorts heranzuführen. Angesichts des dörflichen Ambientes rund um den Richardplatz wäre aber Dorfführer fast ein passenderer Begriff als Stadtführer gewesen.

Das Buch ist im Parthas Verlag erschienen, hat 55 Seiten und kostet 9,80 €. Es ist bei der Kreativen Gesellschaft Berlin, direkt beim Verlag und im Buchhandel erhältlich.

=Reinhold Steinle=