Streitgespräch im Kiez: „Je mehr gemacht wird, desto weniger Vögel gibt es von Jahr zu Jahr im Wildenbruchpark“

Auf den Rückgang der Artenvielfalt im Gebiet zwischen Spree und Neuköllner Schiffahrtskanal weisen Umwelt- und Naturschützer schon lange hin. „Wir erleben im Gebiet einen sehr kleinteiligen Grünflächenverlust, aber es ist wirklich massiv, was jetzt verschwindet“, warnte Christian Hönig, hauptamtlicher Baumschutz-Fachreferent des Umweltverbandes, bereits im August 2016 auf einer Pressekonferenz des BUND-Berlin.

Insbesondere das Verschwinden vieler Vogelarten ist nun offenkundig im Alltagserleben der Einwohner am Rand des Sanierungsgebietes Sonnenallee Weiterlesen

Neue Baustelle in Neukölln: Umbau der Innstraße zwischen Sonnenallee und Weigandufer

In diesem Jahr wird die Innstraße zwischen Sonnenallee und Weigandufer instand-gesetzt. Noch bevor das Neuköllner Tiefbauamt seine Arbeit voraussichtlich im Juni aufnimmt, wird aber, wie aus dem Büro der Bezirksbürgermeisterin zu hören ist, im Abschnitt zwischen der Weserstraße und dem Wilden-bruchplatz durch die Berliner Wasserbetriebe die Abwasserdruckleitung erneuert. Seit Anfang März laufen dafür die Vorbereitungen.

Die vorhandene Kopfsteinpflasterfahrbahn der Inn-straße wird mit einem bis zu sechs Meter breiten Fahrstreifen asphaltiert; auf Parkflächen bleibt das Kopfsteinpflaster in weiten Teilen der 410 Weiterlesen

„Diese doofe Kleberei und überall Graffiti, die keiner versteht“

baumaßnahme lohmühlenbrücke_neuköllner schiffahrtskanalDie Baustellen-Ampel auf der Lohmühlen-brücke kündigt es bereits an: Auf dem etwa 50 Meter breiten Kopfsteinpflasterstreifen, wo seit der Wende 1989 die Harzer- und die Lohmühlenstraße aufeinandertreffen, wird bald eine Mittelinsel und eine Asphaltdecke mehr Übersichtlichkeit und Fahrkomfort für Radfahrerinnen und Radfahrer bringen. Nicht weit vom Ort entfernt, im südwestlichen Bereich des Weichselplatzes an der Kreu-zung Weichsel-/Fuldastraße, rollt der Bagger bereits, um den Gehweg zu verbreitern und das Längsparken für Autos zu ermöglichen. Die Bauarbeiten am Weichselplatz sollen Ende 2016 abgeschlossen sein. Die Erneuerung des Weiterlesen

Kieloben in Neuköllns Kanälen

tote fische_neuköllner schiffahrtskanalSo ähnlich wie auf einem Fischmarkt roch es gestern in Neukölln zwischen Elsensteg und Wildenbruchbrücke und der Blick in den Neuköllner Schiffahrtskanal bot ein erschre-ckendes Bild.

Ein Leser hatte das FACETTEN-Magazin am Sonntagnachmittag auf „hunderte toter Fi- sche“, die am Weigandufer im Wasser treiben, aufmerksam gemacht. Überlebende Fische versuchten an der Oberfläche etwas Sauerstoff abzubekommen, schrieb er weiter in seiner Mail und teilte mit, dass er zugleich Weiterlesen

Die kleinen Unbekannten

Manchmal gibt Neukölln Rätsel auf. Ein 110 Meter langes geht vom nach Stadtrat Hermann Weigand benannten Weigandufer ab: Wer war eigentlich dieser Truse, der dem parallel zur  Roseggerstraße verlaufenden Weg seinen Namen gab? Schnell er-

truseweg neukölln

weist sich aber, dass die Frage falsch ist. Weil: Namensgeber des Trusewegs ist keine Persönlichkeit, sondern ein in die Werra mündender Fluss. Selbiges tut auch die Ulster, was den Schluss zulässt, dass die – wie der Truseweg auf die Werra- straße stoßende – Ulsterstraße  nicht nach einem  Herrenmantel  benannt wurde.

Irritierend

Auch wenn sich die Treptower Brücke zuweilen viel Mühe gibt, den Anschein zu er- wecken:  Dass sie nicht  nur über den  Neuköllner Schiffahrtskanal  hinweg führt, son-

treptower brücke_neuköllner schiffahrtskanal

dern auch unter ihn hindurch das Weigand– mit dem Kiehlufer verbindet, glaubt nie- mand. Häufig kommt aber vor, dass Ortsunkundige sie in Neuköllns Nachbarbezirk Treptow vermuten und fälschlicherweise von der „Treptower Brücke“ reden, wenn sie die über die Spree führende Elsenbrücke meinen. Der Elsensteg wiederum, ist in Neukölln zu finden – in Sichtweite der Treptower Brücke.

Auf den Kopf gestellt

An sonnigen Tagen kann es – wie man sieht – leicht passieren, dass das Kiehlufer kopfüber in den Neuköllner Schiffahrtskanal fällt und dem gegenüber liegenden Weigandufer dabei ein ganzes Stück näher kommt.

Flott angefangen und rasant nachgelassen

Seit inzwischen 1 1/2 Jahren herrscht auf einem rund 200 Meter langen Abschnitt des Weigandufers das totale Baustellenchaos. Grund dafür sind  Arbeiten an einem neuen  Stauraumkanal, die  furios begannen. „Die Vortriebsarbeiten  konnten wie geplant Ende Dezember 2009 zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers abgeschlossen werden“, hieß es vor Jahresfrist in einer Presse-Information der Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre e. V. über das Projekt. Sogar von einer Unterschreitung der geplanten Einbauzeit ist  die Rede.  Allerdings auch davon,

dass die Fertigstellung für den Januar 2011 vor- gesehen sei. Der ist inzwischen längst vorbei, die Baustellenzeit jedoch immer noch nicht – zur vollsten Unzufriedenheit der Anwohner.

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Vergleichsweise: Kreuzberg und Neukölln

paul-lincke-ufer,kreuzberg,landwehrkanallandwehrkanal kreuzberg

Was man den Kreuzbergern neidlos oder -voll lassen muss: Ihnen gehört eindeutig das sonnigere, idyllischere Ufer des Landwehrkanals.

weigandufer neuköllnDafür hat Neukölln aber dort, wo die Was- serstraße nicht mehr Landwehr- sondern Neuköllner Schiffahrtskanal heißt, den we- sentlich matschigeren, für Kinderwagen- schieber, Rollatornutzer und Rollstuhlfahrer unbenutzbareren Uferweg. Der Neid der Kreuzberger dürfte sich in Grenzen halten.

=ensa=

Nun ganz hell: der Schwarze Weg

Jahrelang hat der Schwarze Weg seinem Namen alle Ehre gemacht: Der Fußgänger- schwarzer weg, ederstraße, neukölln,stadtumbau westund Radfahrer-Weg zwischen We- ser-/Ederstraße und Weigandufer war düster und gruselig – bis er schließ- lich 2007 ganz gesperrt wurde. Wie er mal aussah, ist noch auf einem Plakat zu sehen, das am Tor vom Motorrad-Center Fuhrmann hängt.

Seit vorgestern sind für den Weg nun neue Zeiten angebrochen, und er wurde wieder schwarzer weg, ederstraße, neukölln, stadtumbau westschwarzer weg, ederstraße, neukölln, stadtumbau westseiner eigentlichen Bestimmung übergeben.  Für 200.000 Euro aus dem „Stadtumbau West“-Fördertopf wurden die alten, nicht mehr standsicheren Pappeln schwarzer weg, ederstraße, neukölln, stadtumbau westabgeholzt, die die Wegefläche zerstört hatten und neue Bäume gesetzt, eine neue Aus- leuchtung des Weges installiert und ein 4 Me- ter breiter Fuß- und Radweg angelegt.

Auch das bisher verschlossene Tor neben dem Fernheizwerk Neukölln am Weigandufer gehört ab sofort der Vergangenheit an. Somit kommen Fußgänger und Radfahrer jetzt auf kürzestem Weg vom Neuköllner Schiffahrtskanal an der Steinzeit vorbei zur Sonnenallee.

_ensa_