Wandertag auf dem Mauerweg

Zum Tag des Wanderns hatten die beiden SPD-Bundestagsabgeordneten Dr. Fritz Felgentreu und Matthias Schmidt zu einer Mauerweg-Wanderung eingeladen. Sie startete am alten Grenzturm im Schlesischen Busch in Treptow und endete in Rudow am Neuköllner Mauerkreuz, das erst kürzlich an den Neudecker Weg versetzt wurde.

„Mit der Wanderung erinnern wir an die 28-jährige Trennung durch die Berliner Mauer. Wir werden 15 Kilometer zurücklegen und an einigen Baudenkmälern, Erinnerungsstätten und Mauerresten haltmachen“, erklärte Fritz Felgentreu zu Beginn der Weiterlesen

Auf zum neu gestalteten Ufer!

Als „desolat“ beschreibt Neuköllns Baustadtrat Thomas Blesing den Zustand, in teltowkanal neukoellndem sich die Wegeverbindung am Nordufer des Teltowkanals zwischen Britzer Damm und Rungius-straße jahrelang präsentierte. Deshalb wurde sie im letzten Vierteljahr grundsaniert: Statt asphaltierter gibt es jetzt Betonpflaster-Wege, an einigen Stellen wurden neue Bäume und Sträucher gesetzt, an anderen Stellen wiederum gerodet. Zudem, teilte der Baustadtrat mit, habe man Rasenflächen über- arbeitet und Sitz- und Spielelemente aus Sandstein für Groß und Klein geschaffen.

Ansichtssache

Ein amtliches, mindestens 10 Zentimeter hohes Kennzeichen ist Pflicht, ein Name sportboot neukoellnnicht. Aber das Gros der Sportboote hat trotzdem einen, zumeist einen weiblichen. Eine originelle Ausnahme von den Hildes, Muttis und Anjas, die auf Berlins Wasser-straßen und Seen unterwegs sind, hat sich dagegen der Skipper dieses kürzlich in Neukölln, unweit des Teltowkanals, gesichte-ten Exemplars einfallen lassen.

 

Berliner Feuerwehr kämpft gegen Windmühlenflügel, weil immer wieder Überlebenswichtiges abhanden kommt

Foto © ABIX_wasserrettung berliner feuerwehr_wildenbruchbrücke neuköllnEine Verkettung unglücklicher Zufälle, Leichtsinn oder Unfälle führen immer wieder dazu, dass Menschen ins Wasser stürzen und anschließend mit fremder Hilfe herausgezogen gezogen werden müssen. Erst Ende Mai retteten Feuerwehrleute bei einem spektakulären Einsatz an der Wil-denbruchbrücke eine Person, die nach Mitternacht ins Wasser gesprungen war und dann erschöpft aus der Mitte des Neuköllner Schiffahrtkanals allein das Ufer nicht mehr erreichen konnte. „Vier Mal in zwei Monaten mussten wir diesen Sommer zu Einsätzen ausrücken, um Personen aus dem Wasser zu holen“, berichtet Stephan Bernhardt, Hauptbrandmeister auf der Feuerwache Neukölln: „In zwei Fällen waren die Personen bereits Weiterlesen

„Man will sich ja nicht aufdrängen, mach ich aber trotzdem!“

künstlergesprach milena aguilar_michael behn_museum neuköllnMilena Aguilar könnte es um einiges be- quemer haben – wenn sie wie andere Künstler, die Landschaften malen, arbeiten würde: Entspannt durch die Gegend fahren, Fotos machen und später im Atelier die Ansichten auf ein Stück Leinwand bringen. „Ich hab auch schon nach Fotos gemalt, aber das befriedigt mich nicht“, verriet sie letzten Sonntag im Künstlergespräch mit dem Galeristen Michael Behn im Museum Neukölln, wo seit einem Monat ihre Ausstellung Brücke über stillem Wasser gezeigt wird. „Ich beobachte sehr gerne, habe draußen ein besseres Raumgefühl und kann das Motiv dort besser sehen“, ergänzte die gebürtige Österreicherin. Die Nachteile, die ihre Arbeitsweise hat, nimmt sie dafür in Kauf. Offenkundig Weiterlesen

Doppelter Grund zur Freude

Erstens, weil  für den Fall des Falls  in den Teltowkanal überhaupt noch ein Rettungs-

rettungsring teltowkanal_neukölln

ring parat hängt. Zweitens, weil er offenbar schon länger nicht mehr gebraucht wurde.

Heute vor 100 Jahren: Neukölln wird Hafenstadt

Einladung Neuköllner Schiffahrtskanal_BerlinOb Kaiserwetter an jenem Tag herrschte, ist nicht überliefert. Aber wilhelminisch feudal ging es schon zu, zwei Monate vor Beginn einer Weltkatastrophe, von der noch niemand etwas zu ahnen schien – erst recht nicht an diesem 23. Mai 1914 in Neu- kölln. War erst vor wenigen Tagen das schönste (und teuerste) Stadtbad der Öffentlichkeit überge- ben worden, luden Oberbürgermeister Curt Kaiser und Stadtverordnetenvorsteher Hermann Sander im Namen des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung zur nächsten Eröffnungsfeier ein: der des Neuköllner Schiffahrts- kanals. Und das taten sie, dem damaligen Stil entsprechend, „ergebenst“ und mit der Kleidervorschrift „Überrock“, was den Schluss zulässt, dass Weiterlesen

Neuköllner Absichten – vom Hochhaus am Teltowkanal

hochhaus britzer damm_teltowkanal neuköllnEs ist kein Gebäude, dem man das Prädikat „schön“ verleihen würde. Zwölf Etagen stre- aufzug_12. etage_britzer damm 50_neuköllncken sich am nördli- chen Ufer des Teltow- kanals in den Himmel über dem Neuköllner Ortsteil Britz. Sechs Wohnungen sind in jedem Stockwerk hinter der gelblichen Faserzementplatten-Fassade, die von Fenstern und Loggias gebrochen wird. Die Balkone mit Blick in Richtung Westen, Osten und Süden gehören zu den Eigentumswohnungen, die nordblick ab britzer damm 50_neuköllngen Norden zei- genden schließen sich ans Treppenhaus an: Robuste Drahtnetze verhindern, dass Unbefugte die Balkone von außen anfliegen, um sich hier einzunisten, und Lebensmüde den kürzesten Weg nach unten nehmen.

So unattraktiv ein Balkon Weiterlesen

Landgang durch Neukölln

Sie sei, beschreiben die Inhaber der Ankerklause ihre maritime Institution am Land- wehrkanal, die „schönste Hafenbar Berlins – ohne Hafen“. Das stimmt zwar auf den

ankerklause neukölln_landwehrkanal ankerklause neukölln

ersten Blick, bei genauerem Hinsehen aber nicht. Denn Neukölln, der Bezirk, auf dessen Territorium die Ankerklause vor vielen Jahren direkt neben Weiterlesen

Die ideale Alternative

Wenn sich an den Ufern des Neuköllner Schiffahrts- und Landwehrkanals Spazier- gänger,  Hunde und  Jogger gegenseitig  auf  die  Füße   treten und sich  dazwischen

Radfahrer im Slalom üben … Wenn also der Verdacht aufkommt, dass alle Down-by-the-Riverside-Plätze in Neukölln schon vergeben sind, empfehlen wir denen, die Grünes und Wasser mit Ruhe statt Trubel mögen: den Teltowkanal.

.

Visionen ausgebremst – zugunsten der Berliner

Hier könne man das Paradies erleben, verspricht das Schild an der Einfahrt zum Al Andalus im Neuköllner Ortsteil Britz. Dass sich ranhalten muss, wer paradiesische Erfahrungen machen will, verrät es nicht. Die Mitglieder der Wellness-Oase wissen indes schon seit über einem Monat davon: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen“, erfuhren sie in einem von Geschäftsführer Dr. Harald Frisch unterzeichneten Schreiben, „dass wir zum 30. April den Betrieb der Saunawelt Al saunawelt al andalus, ehemaliges blub, neukölln-britzAndalus einstellen müssen.“

Doch es ist nicht nur deren Ende auf dem Gelände des ehemaligen Blub- Spaßbads, das damit besiegelt ist. Auch die Pläne der WIP Willmeroth Projektentwicklungsgesellschaft, die das 45.000 Quadratmeter-Areal am Teltowkanal vom Liegenschaftsfonds Berlin erwarb und dort Deutsch- lands erstes City-Resorthotel  bau- en wollte, sind begraben – wiewohl die WIP-Homepage das Tourismus-Projekt nach wie vor als „aktuell“  aufführt und über die Betreibersuche für ihr „einmaliges und zukunftsweisendes Resorthotel“ informiert.

saunawelt al andalus, ehemaliges blub, neukölln-britzDer Vision von Urlauberzim- mern, -Appartments und einem Ferienclub auf der einst größten Wasserfreizeitanlage Berlins schob aber das Umdenken des im letzten Jahr neu gewählten Senats hinsichtlich der Woh- nungspolitik einen Riegel vor: Alle vorhandenen Gebäude würden abgerissen werden und das Grundstück künftig aus- schließlich für den Bau von Wohnungen zur Verfügung ste- hen, entnahmen die Al Andalus-Mitglieder Frischs Schreiben. Ebenso, dass man sich bemühe mit der Saunawelt zum Ende des Jahres an einen anderen innerstädtischen Standort umziehen zu können.

=ensa=

Drei für Neubritz

Der Reuterkiez ist bekannt, der Richardkiez auch, ebenso der Rollberg-, Schiller- und Körnerkiez. Fragt man Neuköllner jedoch nach Neubritz, könnte es mit der Antwort schon ein wenig länger dauern. Möglicherweise braucht die sogar nur Gesten statt Worte: ein Achselzucken oder irritierte Blicke.

Dieses Problem ist auch den Neubritzern bestens bekannt. Einer davon ist Bertil Wewer (2. v. r.): „Der Kiez wird gerne über- sehen“, weiß er.  Dabei hat das Gebiet Ausmaße, die mit der Fläche anderer Quartiere locker mithalten können. Nördlich wird es von der Ringbahn begrenzt, südlich vom Teltowkanal, öst- lich von der Karl-Marx-Straße/ Buschkrugallee und im Westen von Hermannstraße und Britzer Damm. Um das Übersehen zu erschweren, mehr Aufmerksamkeit auf den Kiez zu lenken und die Lebensqualität der Anwohner zu verbessern, wurde vor gut 2 1/2 Jah- ren der Verein proNeubritz gegründet.

Doch jetzt wollen die Neubritzer so richtig durchstarten und dafür sorgen, dass künftig auch in der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mehr über ihren Kiez gesprochen als geschwiegen wird. Die Berlin-Wahl am 18. September soll’s richten, und die Weichen dafür sind vorbildlich gestellt: Mit Bertil Wewer, Bernd Szczepanski (2. v. l.) und Mahwareh Christians-Roshanai (l.) haben es gleich drei der Neubritzer Aktivposten in die Top Ten der BVV-Kandidatenliste der Neuköllner Grünen ge- schafft, die von Jugendstadträtin Gabriele Vonnekold (r.) angeführt wird.

=ensa=

Erfrischend

schloss britz, neuköllnWährend die Möglichkeiten für Schwimmer in Neukölln immer noch stark eingeschränkt sind, finden Enten und Schwäne prächtige Bedingungen im Bezirk vor: Diejenigen unter ihnen, die fließende Gewässer vorziehen, see in der hasenheide, neukölln, rixdorfer teichhaben mit dem Neuköllner Schiffahrts-, dem Landwehr- und dem Teltowkanal sowie di- versen Gräben Auswahl bis zum Abwinken. Nicht anders ergeht es Wasservögeln, die Seen, Teiche und Pfuhle bevorzugen: Der Rixdorfer Teich (Foto links) in der Hasen- heide und der Britzer Kirchteich (Foto rechts) vor dem Schloss Britz sind nur zwei von vielen Gelegenheiten für kleine Erfrischungen zwischendurch – wenn man Federn und Schwimmhäute hat. Alle anderen müssen sich mit dem Blick aufs kühle Nass begnügen.

=ensa=