Neuköllner Grüne werben für einen Jahreswechsel ohne Böller

In immer mehr deutschen Innenstädten wird privates Böllern zum Jahreswechsel verboten. Die Neuköllner Grünen begrüßen diese Entwicklung.  „Jahr für Jahr gibt es betroffene Worte im Nachgang zu Silvester. Viele Menschen verurteilen die missbräuchliche Verwendung von Feuerwerk, die teils schwer Verletzten, die Sachschäden und die Umweltverschmutzung, die jedes Jahr zurückbleiben. Eine wachsende Mehrheit von Weiterlesen

Mahnwache „Berlin brennt“ beendet – verschiedene Forderungen bleiben aber weiterhin auf der Agenda der Berliner Feuerwehr

35.360 Einsätze fuhren allein die vier Feuerwehr-wachen in Rixdorf, Buckow und Rudow im Jahr 2016. Dies teilte die Berliner Innenverwaltung dem Neuköllner SPD-Abgeordneten Joschka Langen-brinck mit, der Ende letzten Jahres eine umfang-reiche Schriftliche Anfrage zu Einsatzzeiten von Feuerwehr und Polizei in Neukölln gestellt hatte.

Stadtweit sind bei der Feuerwehr die Arbeits- und Personalbedingungen schlecht. Auch die Ausstattung ist verbesserungsbedürftig. Mit der Mahnwache „Berlin brennt“ demonstrierten deshalb Weiterlesen

Vorzeigbare Erfolge in der Vor-Silvester-Zeit im Rollbergkiez

karte2„Früher ging es mit der Knallerei bei uns immer schon im Oktober los“, berichtet Norma Prange vom Quartiers-management im Rollbergviertel. Besonders schlimm seien die La Bomba-Kracher, fügt eine Mitarbeiterin hinzu: „Da bebt die Erde richtig und die Scheiben wackeln.“ Inzwischen ist es im Rollbergkiez etwas ruhiger geworden. Beschwerden der Anwohner und eine Initiative des Quartiersrates im Rollbergviertel führten dazu, dass 2014 im Rahmen des Programmes Soziale Stadt das Projekt „Ich bin der Knaller – aber sicher“ gestartet wurde.

Seit November wird das Projekt nun zum dritten Mal im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe in Zusammenarbeit mit vielen Partnern wieder durchgeführt. Die Situation habe sich im Vergleich zu Weiterlesen

Sprengstoff auf umstrittenem Neuköllner Baugrundstück

Chemnitz, Passau, Bremen oder Osnabrück: Auch mehr als 70 Jahre nach Kriegs-ende halten allein seit Ende Oktober Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg in kampfmittelraeumdienst_bombenentschaerfung-heidelberger-str_neukoellnunterschiedlichen Regionen Deutschlands immer wieder das öffentliche Leben in Atem. Die verrosteten Bomben, die oft bei Bauarbeiten im Boden gefunden bombe_bombenentschaerfung-heidelberger-str_neukoellnwerden, sind im Erdreich kaum zu erkennen. Und hat man die großen bau-chigen Bombenbehälter in der Erde bemerkt, sehen sie eher wie antike Fundstücke als wie todbringende Waffen aus.

Montag stießen Bauarbeiter nun in Neukölln an der Bezirksgrenze zu Treptow-Köpenick wieder einmal auf eine alte Fliegerbombe. Nach ihrer Entdeckung auf dem Grundstück Heidelberger Sraße 17 wurde Weiterlesen

Frohes Neues!

Zeit zum Feiern blieb bei der Berliner Feuerwehr auch beim Jahreswechsel 2015/16 wieder nicht: Mit 1.492 Leuten und 380 Fahrzeugen bewältigte sie in der Silvester-nacht 1.547 Einsätze. silvestermuell neukoelln„Sehr häufig kam es zu Brän-den auf Balkonen, wahrscheinlich durch verirrte Sil-vesterraketen“, weist die Bilanz aus. So auch in der Neuköllner Weichselstraße. In der Gropiusstadt, wo es einen brennenden Müllcontainer zu löschen galt, wurden die Feuerwehrleute – wie auch an anderen Einsatzstellen – während ihrer Arbeit „mit Pyro-technik beschossen“. Insgesamt resümierten Feu-erwehr und Polizei aber, dass es ein vergleichsweise ruhiger Jahreswechsel in Berlin gewesen sei.

Schon in der Nacht begannen 600 Beschäftigte der BSR damit, den Silvestermüll von „zentralen Plätzen der Stadt“ zu kehren. Im übrigen Stadtgebiet – und so auch in Neukölln – startet die alljährliche Prozedur morgen, wobei erst die Haupt- und dann die Neben-straßen dran sind. Dass sich in 2016 dicker Schnee auf den Partydreck legt und dieser erst bei Tauwetter wieder zum Vorschein kommt, ist nicht zu erwarten.

Berliner Feuerwehr kämpft gegen Windmühlenflügel, weil immer wieder Überlebenswichtiges abhanden kommt

Foto © ABIX_wasserrettung berliner feuerwehr_wildenbruchbrücke neuköllnEine Verkettung unglücklicher Zufälle, Leichtsinn oder Unfälle führen immer wieder dazu, dass Menschen ins Wasser stürzen und anschließend mit fremder Hilfe herausgezogen gezogen werden müssen. Erst Ende Mai retteten Feuerwehrleute bei einem spektakulären Einsatz an der Wil-denbruchbrücke eine Person, die nach Mitternacht ins Wasser gesprungen war und dann erschöpft aus der Mitte des Neuköllner Schiffahrtkanals allein das Ufer nicht mehr erreichen konnte. „Vier Mal in zwei Monaten mussten wir diesen Sommer zu Einsätzen ausrücken, um Personen aus dem Wasser zu holen“, berichtet Stephan Bernhardt, Hauptbrandmeister auf der Feuerwache Neukölln: „In zwei Fällen waren die Personen bereits Weiterlesen

Großer gelber Vogel im Körnerpark

Normalerweise landen Bälle, Frisbee-Scheiben, Enten, Spatzen und Amseln auf dem Rasen im Körnerpark, den zu betreten eigentlich verboten ist, was aber seit eh und je niemanden interessiert. Gestern Morgen war es ein ungleich größerer Vogel, der dort knatternd  statt  zwitschernd oder quakend  landete: Komfortable Bedingungen für das

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Team des ADAC-Helikopters Christoph 31, der für die Berliner Feuerwehr die Luftret-tung übernimmt. Im letzten Jahr waren es mit 3.714 Einsätzen die bundesweit meis-ten; gestern war nach Auskunft der ADAC-Pressestelle „ein internistischer Notfall“ der Grund für den Flug nach Neukölln und die Landung im Körnerpark.

„Neukölln ist dabei!“

„72.000 Menschen kommen im Jahr aus dem Süden Berlins in die Neuköllner Ret- tungsstelle zur ambulanten und stationären Behandlung. Geplant war sie einmal für 25.000 Menschen. Das führt, schon seit  vielen Jahren, häufig zu großen Belastungs-

Rettungsstelle1_Quelle Feuerwehr Berlin

situationen für Patienten und Personal“, ließ Neuköllns Gesundheitsstadtrat Falko Liecke am Montag verlauten. Der Bezirk fordere schon lange einen Neubau der Ret- tungsstelle mit Hubschrauberlandeplatz. „Jetzt hat der Senat die Weiterlesen

Ausnahmezustand Silvester mit Ent- und Anspannung

Rund 1.250 Einsätze binnen 24 Stunden sind Alltag für die Frauen und Männer der Berliner Feuerwehr, insgesamt 1.361 wurden in der letzten Nacht zwischen 19 und 6 Uhr verzeichnet – und damit 306 weniger als im Vorjahr. Die Feuerwache Neukölln war mit ihrer 2. Wachabteilung nebst der Freiwilligen Feuerwehr beim obligatorischen

silvesterböller-müll neukölln

Ausnahmezustand Silvester im Einsatz. „Bisher ist es relativ ruhig für die im Dienst befindlichen Löschfahrzeuge der Feuerwache Neukölln“, meldete sie Weiterlesen

Doppelter Grund zur Freude

Erstens, weil  für den Fall des Falls  in den Teltowkanal überhaupt noch ein Rettungs-

rettungsring teltowkanal_neukölln

ring parat hängt. Zweitens, weil er offenbar schon länger nicht mehr gebraucht wurde.

Allzeit bereit

dlk_100 jahre feuerwache neuköllnFeuerwehrleute haben es immer eilig, das macht sich auch in ihrer Sprache bemerkbar: DLK heißt der Drehleiterwagen mit dem Korb, der in 30 Meter Höhe ausgefahren werden kann, in ihrem Jargon, der Rettungswagen wird zu RTW ver- kürzt, das Löschfahrzeug zu LHF, die Freiwillige gedenktafel_100 jahre feuerwache neuköllnFeuerwehr zu FF und die Feuerwache Neu- kölln  zu FW  5100.

Eben diese feierte gestern, exakt einen Monat vor dem eigent- lichen Jubiläum, mit einem Tag der offenen Tür ihr 100-jähriges Bestehen, und Weiterlesen

Blaue Stunden im Neuköllner Körnerkiez

Normalerweise lädt der Platz an der Kreuzung Emser-/Kirchhofstraße nicht dazu ein, genauer hinzugucken. Sinnvoller ist es ohnehin, mehr auf das Geschehen gegen- über zu achten, denn dort beginnen und enden die Einsätze der Berufs- und Frei- willigen Feuerwehr Neukölln, fahren Lösch-, Rettungs- und Notarztwagen ein und aus.

Flackerndes Blaulicht und den durchdrin- genden Sound von Martinshörnern sind die  Bewohner des Kiezes und alle, die sich öfter in ihm aufhalten, also gewöhnt. Noch neu ist jedoch, dass auf der unwirtlichen Freifläche allabendlich blaue Stunden eingeläutet wer- den. „Das ist mir auch schon aufgefallen. Sieht schön aus“, findet ein Mitarbeiter der Feuerwehr. „Aber wir haben damit nichts zu tun“, versichert er auf den blau angestrahlten kahlen Baum vis-à-vis angesprochen, der den eigentlich namenlosen Platz, der trotzdem von allen Emser Platz genannt wird, zu einem echten Hingucker macht.

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Bald Helmpflicht für Fußgänger?

„Feuerwehr will kein Eis mehr beseitigen“ kündig- te jüngst ein Tagesspie- gel-Beitrag an. Tausende von Einsätzen habe die Berliner Feuerwehr im letz- ten Winter gefahren, um absturzbereite Dachlawi- nen und Eiszapfen zu be- seitigen; künftig, heißt es, werden dafür Privatfirmen zuständig sein.

Doch in mancher Straße in Neukölln sind es offensichtlich nicht nur saisonale Wetterbegleiterscheinungen, die auf Bürgersteige zu krachen drohen: Ein Hinweis- schild an der Fassade eines Hauses in der Kirchhofstraße warnt deshalb nun vor Fallgut, das ganzjährig Passanten gefährdet. Ob die Absturzfrequenz in erster Linie vom Fernsehprogramm oder von Anlässen abhängt, bei denen alte Geräte gerne durch neue substituiert werden, ist nicht bekannt.

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Da kennt der nix!

Seit Tagen schon sind die Männer von der Berliner Feuerwehr im Dauerstress. Doch es ist nicht nur das Element Feuer, das sie ausrücken lässt: Fast die Hälfte der Einsätze geht derzeit auf das Konto von gefrorenem Wasser, das an Dachkanten hängt und sich auf Fußgänger zu stürzen droht. Die Einschätzung, welche Eiszapfen es damit besonders eilig haben und welche sich noch eine Weile in feuerwehrabsperrung, eiszapfenabgang, neuköllnluftiger Höhe festhalten werden, obliegt den Experten der Feuerwehr. So kann es dann vorkommen, dass die zunächst nur ein Absperrband um das Bürgersteigstück zurren, die Eiszapfen-Bergung auf ihre To Do- Liste setzen und erstmal zu einem Einsatzort mit höherer Priorität eilen.

Was in Nebenstraßen meist zum gewünschten Effekt führt, hat jedoch in den Hauptstraßen Neuköllns manchmal nur einen zeitlich sehr begrenzten Erfolg. Mit Limbo-Einlagen auf dem Weg zum Pfannkuchenkauf oder Friseur will sich der gemeine Neuköllner im Jahreswechsel- stress nicht aufhalten. Also wird das Ab- sperrband kurzerhand so weit an den Laternenpfählen empor geschoben, dass alle ohne sportlich-tänzerische Darbietungen ans Ziel kommen.

=ensa=